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In einem Aufruf an alle Juden feiert es Nordau (der eigentlich Südfeld heißt) als den nächst Theodor Herzl bedeutendsten Führer der Zionisten und .erklärt seine Absicht, aus diesem Anlasse zwölf Millionen Franken zusamnienzubringen, um in Palästina eine Gartensiedlung, die „Nordau-Stadt", zu errichten, die Wohnungen für eine große Menge von glücklich nach Palästina heimgekehrten Inden enthalten soll. … Die indischen Vertreter erklärten, daß sie als Bewohner Syriens für die Wünsche ihrer Landsleute volles Verständnis habeil. aber als Judell die Trennung Syriens von Palästina verlangen. Herr Abadi führte aus. daß Palästina niemals init Syrien vereinigt war. Selbst unter dein türkischeil Regime bildete Palästina
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Gar manches Land ist namhaft gemacht worden, aber nur zwei können ernstlich in Betracht kommen : Argentinien und Palästina. Ich bin weit entfernt, das hochherzige Projekt des Baron Hirsch tadeln zu wollen, im Gegentheil, ich wünsche, daß es recht vielen unserer bedrängten Brüder zum Heile gereichen möge; aber ich möchte, daß der großen Zahl der Auswanderer, die nach Palästina streben, keine unnützen Schwierigkeiten von Seiten des Centralkomitees gemacht werden. … Wenn wir denn schon durchaus politisiren wollen und die Erbschaft des kranken Mannes, der eine so zähe Gesundheit hat, durchaus vertheilen müssen, läßt es sich denken, daß England oder Italien, ja selbst Frankreich zugeben sollten, daß sich Rußland in nächster Nähe des Suez-Kanals festsetzt, der den Seeweg nach Indien, China und Japan beherrscht? Palästina gehört in die englische und nicht in die russische Interessensphäre. Sind aber die Einwürfe gegen Palästina widerlegt, die Gründe als stichhaltig erkannt, wäre es da nicht um so viel mehr unsere Pflicht, diejenigen unserer Brüder, die nach Palästina wollen, nachKräften zu unterstützen, als sie zur Auswanderung nach Ländern zu zwingen, wohin sie nicht wollen?
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Die Befievlung Palästina? gatt zu asten Zeiten als hohe, rcktgiSs« Pflicht «üJüdeniüuu Jetzt U iüeMöglichkeit gegeben, Palästina zu einer jüdische« Heimstätte zu entwickeln. … Jeder Jude muß heute wiffen, daß daS Schicksal der ueuen jüdischen Siedlung in Palästina auch für ihn von Bedeutung ist. Di« jüdische Leistung im jüdischen Land« wird Geist und Kraft der gesamte» Judenheit stärken.
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Widersprüche, welche sich nicht nur von Seiten unheilbarer Antisemiten und beunruhigter Katholiken, sondern -auch von vielen in allen Ländern assimilierten Inden geltend machten, wurden in der Konferenz von San Remo durch folgende Beschlüsse beseitigt: „Der höchste Rat hat Groß-Britaannien das Mandat über Palästina übertragen, England und Frankreich gemeinsam wurde das Problem der Grenzregulierung zur Lösung zugesprochen. Das Statut,-welches England für Palästina auszuarbeiten hat, soll die Richtschnur für -die Konstitution eines nationalen Sitzes der Juden, den Erklärungen Bälfonrs gemäß, spezifizieren. … Für die Lebensfähigkeit des Gedankens setzt sich -Sir Herbert Samuel, eine der eminentesten Persönlichkeiten der liberale» Partei in England, trotz seines Judentums vormals Postminister und Minister des Innern, ein. Er wurde von der Regierung zum Oberkommissar in Palästina ernannt und ist auch schon zur Uebernahme seknes neuen Amtes vor kurzem in Palästina eingetroffen.
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Diese Schrift ist für Jeden von größtem Werthe, dem es daran gelegen ist, richtige Aufschlüsse über die gegenwärtigen Zustände in Palästina zu erhalten, Aufschlüsse, die von keinem Vortheil, von keiner Voreingenommenheit dictirt oder gefärbt sind. Einige Auszüge daraus werden deshalb willkommen sein. … Bekanntlich hat vor einigen Jahren der Sultan durch einen Erlaß den Juden die Niederlassung in Palästina untersagt. Da war es die russische Regierung, welche, gestützt auf ältere Verträge, sich diesem Erlasse wiedersetzte.
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Nach dem Programm erstrebt der Zionismus „für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina".- Sieht man von der stilistischen Fassung des Satzes ab, so hat der Kongreß damit nicht das geringste Neue geschaffen. … Von diesen Punkten ist der erste der wichtigste, aber auch dieser ist nicht mehr als eine Erweiterung des Programms der Koloniälgesellschaften für Palästina, die bereits seit Jahren gedeihlich wirken und keineswegs die Vorwürfe verdient haben, die gegen sie auf dem Zionistenkongreß erhoben wurden.
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Während der politische Zionismus sich von der Aussichtslosigkeit seiner Bestrebungen in Palästina überzeugt hat und sich exotischen Projekten zuwendet, hat die langsame Kolonisation in Palästina gerade jetzt die erfreulichsten Erfolge aufzuweisen. … Die großen jüdischen Organisationen wie die Jewisli Colonisaliou Association gehen mit erneuter Zuversicht in Palästina vor. Auch unter den auswanderungsbedürftigen jüdischen Massen im Osten hat sich in letzter Zeit die Ueberzeugung gefestigt, daß der Weg der langsamen Kolonisation in Palästina der richtige ist.
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In Bacau hat sich ebenfalls eine aus 50 Mitgliedern bestehende Gesellschaft zur Gründung einer Cölonie in Palästina gebildet, welche den Namen des Jassyer Banquiers Neuschotz führen soll. Jedes Mitglied hat vorläufig - den Betrag von 500 Francs eingezahlt. … Bl." wird von hier geschrieben: Die Agitation zur Auswanderung der rumänischen Juden nach Palästina hat bereits derartige Erfolge zu verzeichnen, daß schon für dieses Frühjahr der Beginn der Emigration in Aussicht genommen wurde.
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Lewin (hebräisch) spricht' in begeisterten und ergreifenden Worten über die jüdischen Kolonisten in Palästina, insbesondere über die junge Generation, die in den jüdischen Kolonien entsteht. Palästina sei der beste Schutz, gegen alles Unjüdische. … Ansiedlung als der ländlichen zugetan sind. Die Auswanderung nach Palästina ist mit bedeutend weniger Kosten verbunden als die nach Nordamerika. Die Türkei ist auf die Einwanderung aus Europa angewiesen.
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Schon vor dem Kriege waren die Verhältnisse der Juden in Osteuropa und anderwärts derartige, daß große Wanderungen resultierten, die noch viel größer geweisen wären, wenn ein Land offen gestanden hätte, so wie jetzt durch den Spruch der Mächte Palästina der jüdischen Wanderung sreistehen soll. Wenn nicht alles trügt, werden nunmehr jährlich Hunderttausende auS dem jüdischen Osten nach Palästina wandern unter der Sympathie der ganzen Welt, die mit diesem ersten großen versöhnlichen Akt der ganzen Weltkriegsperiode ein altes Unrecht wieder gutgemacht, und unter Mitwirkung fast der gesamten Judenheit. … Das kann man schon in den bisherigen jüdischen Kolonien und städtischen Ansammlungen in Palästina sehen, und eine der ersten Aeußerungen des damals noch nicht einmal bestätigten jüdischen Gemeinwesens war die Grundsteinlegung einer hebräischen Universität in Jerusalem im Jahre 1918.
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"— Auf einer Zusammenkunft aller indischen Gemeinden Bulgariens besprach man die Lage der jüdischen Bevölkerung und beschloß, eine energische Aktion in der Frage der Emigration nach Palästina durchzuführen. Jeder bulgarische Jude, der nach Palästina geben will, erhält von seiner Gemeinde Mittel zur Deckung der Reisekosten und eine gewisse Summe zum Ankauf von Land in Palästina. … Rosenblatt. — In Lodz schloß sich eine Gruppe jüdischer Großindustrieller zusammen, um eine Aktiengesellschaft mit 10 Millionnen Mark Grundkapital zu gründen, die in Palästina eine große Weberei, Spinnerei und Appretur errichten soll. Die jüdischen Fabrikanten in Lodz sind der Ueberzeugung, Palästina könne leicht ein Zentrum der Manusakturindustrie werden, mit Absatzmöglichkeiten im Orient und auf dem Balkan.
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Der erste Rechenschaftsbericht des hiesigen Hilfskomitees für die rumänischen Juden in Palästina ist ausgegeben worden. Die in Palästina wohnenden jüdischen Armen werden je nach ihrer Nationalität von ihren Stammesgenossen in der Heimat unterstützt. Leider aber können die sehr zahlreichen rumänischen Juden in Palästina infolge der Not, die ihre Brüder in der Heimat traf, von diesen keine Unterstützung erhalten. So drang der Notschrei der in Palästina ansässigen Rumänen auch nach Deutschland und erweckte das Mitgefühl.
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K." zu empfangen, und ihm u. a. auch einiges über seine Eindrücke gelegentlich seiner letzten Reise durch Palästina mitzuteilen. Der Großrabbiner erklärterer habe mit wahrer Freude die wunderbare Entwicklung der landwirtschaftlichen Kolonien Palästinas gesehen, die ebensosehr den Juden zur Ehre wie dem Staate und der einheimischen Bevölkerung .zum Nutzen gereichten. … O Zum Schluß mag hier folgender interessanter Bericht der „Voss. Ztg." ein Stätte finden: Eine neue Ausgrabung in Palästina. Eine neue hochinteressante Ausgrabung hat in diesem September der soeben nach Kiel berufene Prof. Dr. Ernst Sellin begonnen.
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Aber der Kladderadatsch des Osmanenreichs brachte nicht auch den verheißenen Zukunstsstaat in Palästina, und was den Albanern beschieden war, sollte nicht zugleich schon den Juden blühen. Daraus haben nun die Zionisten für ihr weiteres Verhalten die Konsequenzen gezogen. Unter Verzichtteistung auf den Anspruch eines völkerrechtlichen Besitztitels wollen sie ihre Tätigkeit in Palästina entfalten und als Gastvolk unter türkischer Herrschaft hinfort im Lande der Väter auf ökonomische und kulturelle Erwerbungen trachten.
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Wir haben ein unbestreitbares historisches Recht aus unsere alte Heimat Palästina. Und ehe dieses Recht mit seinen Konsequenzen allseihige Anerkennung gefunden hat, können wir nicht zur Ruhe kommen. … Wir lassen uns nicht blenden durch sogenannte Pietät und Anrufung von Vergangenheitsträumen. Und wenn die ganze Welt von einem jüdischen Reich in Palästina redet und von der nahen Verwirklichung eines solchen
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Wenn Sie selbst bodenständig sein werden, werden Sie unsere Ideologie auch besser verstehen; denn um ein bodenständiges Volk zu verstehen, muß man selbst bodenständig sein. Wenn auch nicht alle nach Palästina gehen werden, denn Palästina kann ja alle nicht fassen, und alle werden doch auch nicht nach Palästina gehen wollen, wenn jedoch Palästina ein Judenland sein wird, so wird dies auch aus die hierbleibende Judenschaft wohltuend wirken. … Und kommen sie aus dem Munde eines Regierungschefs, der nicht mit der Wimper zuckte und auch nicht einen Finger rührte, als in dem nicht zwei Eisenbahnstunden entfernten Tyrnau den Juden eine Kontribution von mehr als einer Million Kronen aufgezwungen wurde, von einem Unhold in Uniform, der dem jüdischen Reisenden einen Paß selbst für den nächsten Nachbarort versagte und einen solchen herzlich gern gewähren wollte für — Palästina; als in demselben Tyrnau ein Minister aus Prag, weil er mit seiner lendenlahmen Rede den Beifall der Volksmassen auf dem Marktplatze nicht erjagen konnte, die niedrigsten Instinkte der tiefstehenden slowakischen Volksschichten aufpeitschen wollte, um sie dann, wenn der Zapfen ausgestoßen, auf die wehrlosen Juden zu lenken: dem Denkenden sagen sie nicht viel, es sei denn das alte Wort: timeo Danaos et dona ferentes.
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Hauptgegenstand der Verhandlungen bildete ein Vortrag über die zionistische Palästina-Politik von, Leo Motzkin. Ueber das gleiche Thema hat Dr. Elias Auerbach, ein deutscher, in Haifa ansässiger Arzt, seine Anschauungen in einer Broschüre „Palästina als Judenland", niedergelegt.') … Nicht wirksamer glauben diese demonstrieren und Protestieren zu können, als, indem sie sich einer tatkräftigen Rettungsgesellschaft anschließen, die einen.mäßigen Obolus genannt „Schekel" erhebt, und damit einen neuen Heimätgrund für die Verfolgten in Palästina zu erwerben trachtet. Die meisten deutschen Schekelzahler wissen ganz genau, daß auch dieser Hilfsaktion in Palästina enge Grenzen gesetzt sind, ein jüdischer Staat aber in nebelhafte Ferne gerückt ist.
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Die Beratungen gelten hauptsächlich praktischer.zionistischer Ar- , beit in Palästina, u. a. wird auch über die Errichtung. einer hebräischen Universität in Jerusalem verhandelt werden. Die heutige Festversammlung wurde durch den Präsidenten des engeren Aktionskomitees, Professor Marburg- Berlin, eröffnet. … Max Nordau befindet sich nämlich in einem Zwiespalt mit der jetzigen Leitung: er vertritt den politischen Zionismus, an den Theodor Herzl dachte, während die jetzige Leitung vielmehr die praktische Arbeit in Palästina betont > wissen will.
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Spiers wohl hauptsächlich nach Steinschneiders Forschungen einen Ueberblick über die Beteiligung der Inden, einige Studien über Naturwissenschaft, Medizin, Philosophie gibt und den großen Einfluß zeigt, den die Juden auf das allgemeine Wissen allsgeübt haben. L. G. * Erez I s r a e l. Reisebriefe aus Palästina von Nachum Goldmann. Mit einer Kartenskizze der jüdischen Kolonien in Palästina. Frankfurt a. M., Verlag von I. Kaussmann, 1914. … Das Buch halteil wir nicht etwa für schlecht, weil es zionistisch ist; denn es gibt auch ganz ausgezeichllete zionistische Veröffentlichungen gerade über Palästina. Es ist als literarische Leistung wertlos, und auch verställdige Zionisten werden seine Tiefsinnigkeiteu, seine köstlichen Stilblüten und Gestalten nicht anders einschätzen.
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R a t n e r (Wiesbaden). Lrytr Machrichtm. Zur Lage der Juden in Palästina. Ein hoher deutscher Offizier, der in diesen Tagen in Jerusalem gewesen ist, hat unter dem 25. Mai über die Lage der Inden in Palästina folgendes Telegramm hierher gerichtet: Tjemalt Pascha teilt mir folgendes mit: Tie Räumung Jaffas mußte angeordnet werden, nur für den Fall eines Bombardements der Stadt durch englische Schiffe das Leben der Bevölkerung zu sichern. … Nach Telegrammen der feindlichen Agenturen sollen die Kurden in Palästina furchtbare Massakers verübt haben. Wie aber jeder Kenner des Landes weiß, gibt es in Palästina, wie überhaupt in Südsyrien, keine Kurden.