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19351937
  1. 1937-04-01 · 4 (1.4.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 2

    Nach vorsichtigen Schätzungen sind im letzten Jahr 24 000 Personen ausgewandert, von denen 9000 nach Palästina, 10 000 nach Übersee, 1500 nach Europa und etwa 3500 in ihre alten — meist osteuropäischen — Heimatländer gegangen sind. Diese Zahlen zeichnen in großen Zügen die Richtung der Auswanderung ab. Palästina hat trotz der verstärkten Schwierigkeiten 9000 Juden aus Deutschland auf genommen. Diese Zahl konnte nur dadurch erreicht werden, daß durch die großzügige finanzielle Hilfe des Council for German Jewry 1200 Sonderzertifikate von der Palästina-Regierung bewilligt wurden.

  2. 1935-06-01 · 6 (1.6.1935) · p. Seite 8

    Doch das wäre nichts Besonderes, hätte sich nicht gerade in die jüdischen Gratulationen noch ein anderer Klang gemischt —: der Dank an den Herrscher, . unter dessen Regierung die Voraussetzungen des neuen Palästina Werkes geschaffen werden. -Kein Wunder, daß das Jubiläum in Palästina besonderes Echo erweckte. Zwei Einzelheiten sollen hier berichtet werden, je eine aus England und aus Palästina. … Und ferner: König Georg V. hat seine Zustimmung gegeben, daß durch den Jüdischen Nationalfonds in Palästina ein seinen Namen tragender Wald gepflanzt werde; die diesbezügliche Aktion seitens der zionistischen Körperschaften ist bereits feierlich eingeleitet worden.

  3. 1936-06-01 · 6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 7

    Das Joint Distribution ■ Committee in New York, das bisher über 9 700 000 Dollar in Palästina ausgegeben hat, veröffentlichte jetzt eine von Felix M. Warburg, Paul Baerwald u. a. Unterzeichnete Erklärung, daß es „im Hinblick auf die fast untragbaren Lasten“ in Deutschland, Polen und anderen Ländern in diesem Jahre keine Mittel für Palästina-Zwecke zur Verfügung stellen werde; es erblicke seine dringlichste Aufgabe zur Zeit in der Hilfe für Juden aus Deutschland; insbesondere soll den in Deutschland lebenden jüdischen Kindern Erziehungshilfe geboten werden. … Besonders ergreifend wirkte es. daß, nachdem der Sarg hinabgesenkt und mit Palästina-Erde bedeckt worden war, der Präsident der Zionistischen Organisation, Dr. Chajim Weizmann, der gerade aus Palästina in London eingetroffen war, den Kaddisch sagte. — Ein Großer ist mit Nahum Sokolow dahingegangen, von dem der englische Chief Rabbi Dr.

  4. 1937-06-01 · 6 (1.6.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Halle, Bremen, Nordwestdeutschland, Stettin und Pommern) · p. [Seite]

    Keren Kajemeth Lejisrael: Bezirkssammelstelle Stettin Freunde des Palästina-Aufbaus lösen ihre Glückwünsche durch KKL-Tetegranune ab. Zum Preise von RM 0,50 pro t1* l",1 1 W«-! W -v. yw« -s- '*J'h Lj St^ck erhältlich bei: Berta Spitzer, Kaiser-'Wllhetaatry 43; Julius Wo 1 ff, Bismarckstr. 18; Zionistisches Sekretariat, Elisabethstr. 4. H links. Zweigstelle Stettin des Palästina-Amtes Elisabethstr. 4. II links. Telephon: 21727. Sprechstunden: werktäglich (außer Sonnabend) von 10—12 Uhr und 10—18 Uhr. — Auswärtige Besucher der Zweigstelle wollen zweckmäßig vorher schriftlich einen Termin mit dem Leiter der Zweigstelle, Georg Kopydlowski, vereinbaren.

  5. 1935-01-01 · 1 (1.1.1935) · p. Seite 5

    Dann einer der heute meistgenannten und geehrten Juden, der unermüdliche Vorkämpfer des Palästina-Aufbaues, Theodor Herzl, von Manfred Georg geschildert, und bald dazu sein Lebenswerk, das heute mehr denn je lebendig wurde: „Palästina, wie es wirklich ist“ von Herrmann, eines der jüngsten Bücher über das neue „gelobte Land“.

  6. 1936-06-01 · 6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 9

    Kalman Schulmann verfaßte eine neunbändige „Allgemeine Weltgeschichte“, geographische Arbeiten über Palästina und Rufiland, eine Geschichte Petersburgs, eine Biographie Meyer Amschel Rothschilds und andere umfangreiche Arbeiten naturkundlichen und archäologischen Inhalts, sämtlich in hebräischer Sprache; von Schillers „Spaziergang“, Sues „Geheimnissen von Paris“ und dem ersten Bande von Graetz’ „Flavius Josephus“ schuf derselbe Schulmann hebräische Übersetzungen. … Seine Kulturpolitik ging dahin, daß die jüdische Literatur aus anderen Sprachen ins Hebräische übersetzt werden müßte, um für das „Gesamtarchiv des jüdischen Schrifttums“ reif zu sein. Aber er machte auch die hebräische Wirklichkeit Palästina zu einer gesamtjüdischen Verpflichtung. So steht — wiederum — eine originale Schöpfung der hebräischen Literatur im Schütten der Berührung des Judentums mit einer der großen nichtjüdischen Kulturen der Welt.

  7. 1937-01-01 · 1 (1.1.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Tilsit, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Stettin und Pommern) · p. Seite 10

    Isaac Herz, ist als Nachfolger des unvergessenen Rabbi Kuk zum Oberrabbiner von Palästina gewählt worden, und es sei auch an dieser Stelle die Hoffnung ausgesprochen, daß die Neubesetzung des hohen geistlichen Amtes auch über den Bezirk des Religiösen hinaus der Wohlfahrt des jüdischen Palästina und des ganzen Landes zum Segen gereiche.

  8. 1935-01-01 · 1 (1.1.1935) · p. Seite 8

    Feldmarschall Erzherzog Josef und Ministerpräsident Gömbös spendeten den Ausführungen des Rabbiners begeisterten Beifall. Von 6376 Einwanderern, die im Oktober 1933 nach Palästina kamen, waren 6138 Juden. In Wien wurde im Festsaale des Wiener Stadtschulrates die neu errichtete jüdische Volkshochschule eröffnet. 8

  9. 1935-09-01 · 9 (1.9.1935) · p. Seite 10

    Max Liebermann: »Silbstbcldnisz 0934) (Auj dem Kalender der Jüdisdien Künsllerhilfe) Du sehen wir Gemälde und Plastiken, die von tief gefühltem jüdischen Krlelren zeugen und sich oft an der Stimmung unserer Festwochen entzünden, neben Werken allgemeiner Landschafts- und Bildniskunst, unter welchen vor allem Max Liebermanns ergreifendes letztes Selbstbildnis hervorragt (s. unsere Abbildungen). Auch die in Palästina beheimateten Künstler sind heute in manchen der abgebildeten Arbeiten schon zu einer selbständigen Gestaltung der Menschen und der Landschaft von Erez .lisrael gelangt.

  10. 1936-11-01 · 11 (1.11.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 18

    Wizo Am 12.Oktober fand sich bei Frau Grete Peiser ein größerer Kreis Wizo-Frauen zu einem Tee-Nachmittag an geschmackvoll gedeckten Tischen zusammen. Es wurden sehr interessante Palästina-Briefe ehemaliger Stettiner vorgelesen: Man hörte Berichte junger Menschen von der Jugend- Alijah und solche von Ehepaaren, welche in der Kwuzah leben; man bekam Einblick sowohl in den Siedlerhaushalt wie auch in den Stadthaushalt. — Auch kulturelle Fragen wurden besonders eingehend und klug in einem der Briefe erörtert.

  11. 1935-09-27 · 10 (27.9.1935) · p. Seite 9

    Die Reichsvertretung erklärt sich bereit, die organisatorische Verbindung der Körperschaften der Judenheit in Deutschland mit dem Aufbauwerk in Palästina herzustellen. Im vollen Bewußtsein der Größe der Verantwortung und der Schwere der Aufgabe ruft die Reichsvertretung alle jüdischen Männer und Frauen, die gesamte jüdische Jugend zur Einigkeit, zu jüdischer Haltung, strengster Selbstzucht und größter Opferbereitschaft auf.

  12. 1936-08-01 · 8 (1.8.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Halle, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 6

    . — Außerdem hat es im Unterhaus auch wieder Aussprachen über Palästina gegeben. Das Fortdauern des Aufstandes und die Gerüchte über die zeitweilige Einstellung der Einwanderung haben Unruhe hervorgerufen; ein großer Teil der englischen Presse hat in der letzten Zeit seine frühere araberfeindliche Haltung revidiert, und auch in der Tatsache, daß die Königliche Untersuchungskommission jetzt doch vor Unterwerfung der Araber ernannt worden ist, erblickt man ein gewisses Nachgeben der Regierung gegenüber dem Verhalten der Araber.

  13. 1937-03-01 · 3 (1.3.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Tilst, Duisburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 6

    Unwillkürlich wird bei der Erwähj nung dieser Tatsache jeder an das Oberhaupt desjenigen Teiles i^der zionistischen Bewegung denken, der sich zur Politik Weizmanns im Gegensatz befindet: Wladimir Jabotinsky ist vor der Royal Commission in London als Zeuge aufgetreten; in sehr würdiger Form hat er versucht, den innerjüdischen und innerzionistischen Meinungsstreit, in dem er sich mit Weizmann und dessen Richtung befindet, vor der Kommission nicht weiter zu erörtern, ohne daß er deshalb seinen Forderungen, die er weit über diejenigen Weizmanns hinaus an England als an die Mandatarmacht über Palästina erhebt, auch nur das geringste an Deutlichkeit fehlen ließ. Daß auch der High Commissioner Sir Arthur Wauchope, und zwar auf Wunsch des britischen Kolonialministers, nach London gekommen ist, ist bekannt.

  14. 1936-04-01 · 4 (1.4.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 19

    So entsteht eine Gesamtschau, die nicht nur historisch interessant, sondern gerade für die Gegenwart wichtig ist durch die Aufschlüsse über die moderne Wanderungsbewegung, die gegenwärtig nicht nur nach Palästina, sondern bekanntlich in die verschiedenen Kontingente eingesetzt hat. Es ist ein Buch jüdischen Schicksals. * Karl August MeiBinger : „Der Abenteurer Gottes“.

  15. 1936-07-01 · 7 (1.7.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Halle, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Magdeburg, Stettin, Pommern und Tilsit) · p. Seite 19

    Besonderen Dank schuldet unser hiesiger Kulturbund dem früheren Rabbiner der hiesigen Gemeinde, dem inzwischen nach Palästina gegangenen Herrn Dr. E1 k. Er hat sich in dankenswerter Weise für den Kulturbund eingesetzt und insbesondere bei seiner Gründung für ihn gewirkL Im Gemeindeblatt vom Oktober 1934 fand er in einem besonderen Artikel warme Worte an die Gemeindemitglieder, sie für den Kulturbund zu gewinnen.

  16. 1936-11-01 · 11 (1.11.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 4

    Aber nun müssen wir uns erinnern, daß Juden auch heute in volkhaft dichten Zusammenschlüssen leben, wo sie die dramatische Form aus ihrem eigenen Milieu speisen können. Die Siedelung in Palästina ist noch zu jung, aber immerhin bemüht man sich dort um ein Drama hebräischer Sprache, und einen groß angelegten Versuch von Nathan Bistritzky, die Geschichte des Sabbatai Zewi auf die Bühne zu bringen, wird in deutscher Übertragung der Berliner Kulturbund vermitteln. —- Amerika besitzt in New York mit seinen fast 2 Millionen Juden die weitaus volkreichste Niederlassung, die je in der jüdischen Geschichte existiert hat.