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Gartenkultur hingegen vermag noch, weit mehr als 105 Seelen p. qkm (also ca. 1 Seele per Hektar) zu ernähren, wie Japan und China beweisen, wo in *) Socin meint (Art. Pal. in Enc. Bibl. § 21) dass Palästina ehemals etwa viermal so stark bevölkert gewesen sei als jetzt, es seien 96—115 Einwohner auf den Quadratkilometer gekommen; Schwöbel (ZDPV. 1904, S. 47) nimmt 120 Einwohner pro Quadratkilometer zur Blütezeit Galiläas an. … S. 37). **) d. h. die Wilajets Haleb (Aleppo), Beirut, Surja (Syrien) sowie die Mutessarifliks Libanon und el Kuds (Jerusalem), also inklusive Palästina.
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Auf dem See von Tiberias vermittelt eine von der Regierung errichtete Dampfpinasse den Verkehr zwischen Nord-Palästina mit der Haifa - Damaskus - Bahn. In Damaskus ist eine elektrische Strassenbahn im Bau begriffen, und die übrigen grösseren Städte Syriens werden bald diesem Beispiel folgen. Auch das Netz der Landstrassen, deren Bau gelegentlich der Reise des deutschen Kaisers nach Palästina begonnen wurde, wird immer engmaschiger. Sidon ist nun mit Dschedeida durch eine gute Landstrasse' verbunden, und letzteres mit Rosch-Pinah.
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Smyrna kommt man mit der deutschen Sprache aus. Wer auf Syrien und Palästina verzichtet, mit dem Besuche Ägyptens aber Constantinopel verbinden will, benutzt am besten die im Oktober 1906 eröffnete Königlich Rumänische Schnellpostdampfer-Linie (Serviciul. … Jeden Mittwoch geht von Triest aus ein Dampfer ab, der am folgenden Dienstag gegen 4 Uhr nachmittags in Beirut ankommt, sodass man noch den Abendzug nach Damaskus benutzen und dann am Mittwoch nach Tiberias oder Haifa fahren kann, wto er Freitag mittags anlangt. Statuten der Gesellschaft „Agudat Notim" in Palästina. I. Zweck des Vereins. § 1. Der in Palästina am 15. Ab des Jahres 5665 (1905) begründete Verein -Agudat Notim hat den Zweck mit Hilfe genossenschaftlicher Organisationsformen und auf kaufmännischer Basis die Landwirtschaft in Palästina zu fördern und weiter zu entwickeln. § 2.
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Es wird nun viel von den Möglichkeiten gesprochen, welche Palästina noch in der Schiffahrt hat. Sie sind zweifellos vorhanden, aber doch nur in beschränktem Umfange, denn das Hinterland, welches durch palästinensische Häfen versorgt werden kann, findet in der Nord-Süd-Richtung seine Grenzen in den flankierenden Häfen Port Said und Alexandria einerseits, Beirut und Tripoli andererseits.
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339 Theodor Oschinsky: Mein Aufenthalt in Palästina. 340 landen, schwand bald; das Meer war zu stürmisch. Der Kapitän bestimmt endlich, daß das Schiff weiter, nach Beirut fahren soll, und wir haben wieder eine qualvolle Nacht vor uns.Wie Hohn erschien es uns, als der Steward uns zum Diner auffordert, da wir doch nicht aufstehen konnten.
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— 86 — Ganz neu, wenigstens in seiner jetzigen Gestalt, ist das vom Komitee organisierte Informationswesen in den wichtigsten Städten und Ansiedelungspunkten Palästinas und seiner Nachbargebiete, sowie in dem für die nach dem nahen Orient sich begebenden Auswanderer wichtigsten Ausgangshafen, in Odessa. Das Palästina-Komitee hat einen Entwurf über die Organisation des Informationsgesetzes auf breiter rationeller Grundlage ausgearbeitet, bewilligte selbst zu diesem Zwecke Frcs. 6000 und setzte sich mit befreundeten zionistischen und allgemein jüdischen -Organisationen zwecks Erlangung der nach dem Voranschlage noch nötigen 29000 Frcs. in Verbindung. … Damit dürfte in grossen Zügen die Tätigkeit des im Juli .1906 neueingesetzten Komitees wohl zur Genüge charakterisiert sein, es bleibt uns nur noch übrig ein neues Organ zu nennen, das in der letzten Zeit durch die Initiative des Odessaer Palästina Komitees und seines Vertreters in Jaffa, Herrn Dr. Chissin, zustande gekommen ist und das sicherlich berufen sein dürfte,
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So öffnet sich, sobald die im Schwinden begriffene Abneigung der massgebenden Kreise gegen die Verwendung von Elektrizität zu Beleuchtungs- und Kraftzwecken gänzlich geschwunden ist, dem ausländischen Kapital und der ausländischen Industrie ein neues weites Betätigungsfeld, Banken im Orient. Der Aufsichtsrat der Deutschen Palästina^Bank schlägt 6 °/0 Dividende vor (gegen 5 % i. Vorj.). Die . Deutsche Orientbank A.-G. in Berlin erzielte einen Reingewinn von 392814 Mk.
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Mit ähnlichem Erfolge arbeitet die schottische Judenmission der „Free Church" in Tiberias und Safed namentlich durch Hospital und Poliklinik. 1883 wurde mit Hilfe der englischen „Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer Flüchtlinge" in Artuf, zwischen Jaffa und Jerusalem, eine kleine Ackerbaukolonie gegründet, aber die Verbindung rein humanitärer Bestrebungen dieser Gesellschaft mit den Missionsinteressen der London Jews Society erwies sich als unzweckmässig; leichter gestaltete sich «die Verwaltung des „Syrischen Kolonisationsfonds" in London, welche sich darauf beschränkt, arme Juden auf einem Gartengrundstück bei Jerusalem „Abrahams Weinberg" nützlich zu beschäftigen. (Vgl. d. gleichnam. Artikel in „Palästina" II (1903) S. 135—142.) Die Engländer treiben ausserdem mit dem gleichen Aufwände, aber mit noch geringerem Erfolge durch die seit 1851 in Palästina arbeitende „Church Missionary Society" die Araber-(Muhammedaner-)Mission.
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Gegenwärtig funktioniert in Odessa ein Bureau, welches auf die zahlreichen schriftlichen und mündlichen Anfragen in allen Angelegenheiten, die das Ansiedelungswesen in Syrien und Palästina angehen, unentgeltlich Auskunft erteilt. Das Bureau versieht die nach Palästina Reisenden mit Fahrkarten der „Russischen Gesellschaft für Schiffahrt und Handel" bei einer Ermäßigung von 40 % für die dritte und 30 °/0 für die erste und zweite Klasse, ferner mit Landungsscheinen für Jaffa nach einem festgesetzten Preise. … Indem das Komitee von der enormen Bedeutung der „Geoülath- Haarez", des Erwerbs von Grund und Boden in Palästina, ausging, beschloß es, aus seinem bescheidenen Budget zu diesem Zweck nach Kräften beizutragen und gewährte einer Gruppe von Arbeitern und einer Anzahl kaukasischer Bergjuden eine langfristige Anleihe (ca. 50 000 Fr.) behufs gemeinsamer Erwerbung des Landstrichs Beer- S c h a 1 o m in der Nähe von Ramleh, w^o eine neue Kolonie gegründet werden soll.
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Inzwischen ist zu Anfang dieses Jahres (1907) wenigstens ein beträchtlicher Anbau beschafft und mit einem besonderen Personenausgang auch ein kleines Pier angelegt worden. Ein zuverlässigeres Bild des Handels und Verkehrs in Palästina geben die Handelsberichte des deutschen und englischen Konsulats. Allerdings sind ihre Angaben selten und weichen oft nicht unerheblich von einander ab, da sie mangels einer offiziellen Statistik auf Erkundigungen bei den Kaufleuten der Hafenplätze angewiesen sind; aber um so größere Gewähr dürften dafür diejenigen schätzungsweise gemachten Angaben bieten, in denen die beiderseitigen Konsulatsberichte, sei es zahlenmäßig, sei es in Beurteilung der Tendenz der Konjunktur übereinstimmen. Da ergibt sich nun aus einem Vergleich der neuesten Aufnahmen über Aus- und Einfuhrwerte, daß der alte Palästina-Handelsgrundsatz: Ausfuhr-Einfuhr wesentlich zu gunsten des zweiten Faktors durchbrochen ist. Diese Steigerung der Einfuhr steht neben der gesteigerten Kaufkraft des Landes, die sich wieder als eine Folge der gehobenen Produktionskraft und der wirtschaftlichen Erschließung darstellt, wesentlich mit dem Anschwellen des Fremdenverkehrs in Zusammenhang, den man heute bis auf 50 000 Fremde im Jahr veranschlagt.
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Ebenso könnte es sich infolgedessen ermöglichen lassen, eine technische Hochshule in Palästina zu begründen, die vorerst nur ausgebaut wird, ein Usus, der auch in Deutschland öfters zur Ausführung kam . Stets kann ja eine weitere Abteilung, ein weiterer Lehrstuhl angegliedert werden. … Und wenn auch die vage Behauptung, dass der eingewanderte Jude in Palästina geistig auf das leider ziemlich tief stehende Niveau des einheimischen Juden oder gar des Arabers oder des Fellachen sinken könnte, wenig wahrscheinlich, so wäre doch die beste Vorkehrung da- 28
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