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Der Appell an ihn war vergeblich. Er verschärfte vielmehr das Einwanderungs-Verbot nach Palästina und hat damit bei aller sonstigen judenfreundlichen Gesinnung kundgegeben, dass er eine Ansammlung der Juden in Palästina nicht wünscht. … Die europäischen Mächte, die der Sultan aufs tiefste hasste, wreil er in ihnen seine beutegierigen Feinde sah, »sollten intervenieren, um -den Juden zur Autonomie in Palästina zu verhelfen. . . . Wer erinnert sich da nicht an das fahr 1803. als die polnischen Revolutionäre alles von der Inter - vention Napoleons III. ei warteten?
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Es bleibt abzuwarten, ob nicht die antisemitischen Syphilitiker Anstand nehmen werden, das „Ehrlich 606" bei sich anzuwenden, da es doch ein Jude erfunden hat. Bodenankanf in Palästina. Das durch den Gouverneur erneuerte Verbot des Landesankaufs durch nichtottomanische Untertanen in Palästina ist vom Ministerium aufgehoben worden. Alle Ausländer, die wenigstens 13 Jahre in Palästina wohnen, haben das Recht, Land zu erwerben und zu pachten. Einigkeit in Jerusalem. Infolge des Eingreifens des Cnacham Bascbi von Konstantinopel ist eine Vereinbarung zwischen der aschkenasischen und sefardischen Gemeinde zustande gekommen, welche die offiziellen Beziehungen derselben zu einander und insbesondere zur Regierung regeln soll, ohne die Selbständigkeit beider zu gefährden.
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„Neue National-Zeitung" Landwirtschaft und Bodenkultur in Palästina und die Ausbildung von jüdischen Kolonisten ein Schritt vorwärts getan worden ist. Auf der Musterfarm werden voraussichtlich auch in Uebereinstimmung mit dem Frankfurter Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina die Zöglinge des Lehrerseminars, die während der Schulzeit theoretische landwirtschaftliche Kurse hören, in ihrer Ferienzeit praktische Unterweisung erhalten. Alsdann wurde das Budget für Palästina für das Schuljahr 1908/09 festgestellt. Von anderen Bewilligungen sei noch erwähnt, dass Fonds zur Errichtung oder Unterstützung von Analphabetenkursen in Galizien, sowie Mittel zur Beschaffung von Unterrichtsmaterial für die Schulen des Vereins Cultura in Bukarest zur Verfügung gestellt wurden; ferner^erlolgten Bewilligungen zu Gunsten von Schulen in Bulgarien, und endlich wurde auch ein Beitrag zur Unterstützung an Schulen in Sara tow, ßussland, angewiesen.
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Es genügte höchstens, um beim deutschen Kaiser Wilhelm II. die Audienz und dessen Palästina-Reise und einige konventionelle Redewendungen zu erwirken. Das/wir aber auch alles. Dann kam die ablehnende Haltung des englischen Königs, der sich weigerte, Dr. … Nun gehören alle bisherigen „diplomatischen" Mittedenen in die Rumpelkammer. Es muss hell werden! Das jüdische Volk, das nach Palästina will, wird den Weg zur Befreiung selbst finden. Die Zukunft des jüdischen Volkes wird nicht mehr auf zwei Augen gestellt sein und auch nicht von der Gnade eines Souveräns abhängen.
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Die persönlichen Bemerkungen des Herrn Askenazy und speziell seine Polemik gegen den modernen Zionismus übergehen wir. Ein jüdischer » rofessor, der Palästina wegwerfend ein „unbekanntes asiatisches Land" nennt, kann sich begreiflicherweise für den Zionismus nicht begeistern. … In derselben hiess es: der Schreiber der Briefe habe ohne Zweifel mit mehreren andern Emissären eine wichtige Mission in Palästina erfüllt. Er habe einen ihm anvertrauten Auftrag vollführt und beabsichtige offenbar den Wiederaufbau Jerusalems und die Gründung eines neuen Reiches der Juden!
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Der Vortragende verwies zuerst auf die Notwendigkeit, den auswandernden russischen und rumänischen Juden ein geeignetes Kolonisationsgebiet zu schaffen und auf die Absperrungsmaßregeln, welche England und Amerika gegen die östlichen Proletariermassen systematisch treffen. Palästina erfülle durch seine Bodengestaltung und Bevölkerungsverhältnisse, durch seine kommerzielle Lage alle Vorbedingungen tür eine erfolgreiche Ansiedlung dieser Juden. … Die Durchführung dieser siedlungsgenossenschaftlichen Kolonisierung in Palästina durch die Juden könne nicht nur zur Lösung der Judenfrage, sondern auch zur Entwirrung der allgemeinen sozialen Frage beitragen.
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Eine kleine Minderheit des ersten Kongresses verband mit dem Ausdrucke die Vorstellung einer jüdischen Einwanderung in Palästina unter den Auspizien der Großmächte, die diese Besiedelung des Heiligen Landes als einen Bestandteil des europäischen Staatsrechts anerkennen sollte. … Mit „öffentlich-rechtlich" wie mit „rechtlich gesichert" wollte sie nur sagen, daß die Zionisten den Gedanken abweisen, sich in Palästina einzuschleichen, daß sie nur auf Grund ausdrücklich gewährter gesetzlicher Rechte ottomanische Reichsangehörige werden wollten.
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Aber Lilien ist nicht blos national, er ist auch Zionist. Mit allen Fasern seines Herzens hängt er an Palästina, dem Lande unserer Väter, aus dem er unlängst nach achtmonatlichem Aufenthalte zurückgekehrt ist und das er jetzt in einem eigenen Kunstwerk „Palästina" behandelt.
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Sie war so schön und er so stark — was konnte hindernd zwischen ihnen stehen? Ganz gewiß nicht der Palästina- Patriarch, mit dessen innere Psychologie er — glücklicherweise — nun so herzlich sympathisierte. Allein Mabels Pessimismus konnte nicht einmal der Champagner beim Souper vertreiben. … „Wenn es zum Schlimmsten kommen sollte, können wir nach Palästina durchgehen," sagte er endlich, lustig ernst. Mabel schauderte es. „Ganz unter Juden leben!" rief sie. (Portsetzung folgt).
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Während der jüdischen hohen Feiertage hatte die Gesellschaft auf Ellis Island ein Bethaus für die Einwanderer eingerichtet. Einwanderang von Jemeniten nach Palästina. Die Einwanderung jemenitischer Juden nach Palästina dauert fort. In den letzten Wochen sind wieder 150 Jemeniten in Jaffa angelangt.
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Ihm, der, um ein dichterisches Wort Mickiewicz* anzuwenden, für eine Million fühlte, den die Leiden von Millionen verfolgter Juden niederdrückten, war es klar, daß die jüdischen Volksmassen nur auf ihrem historischen Boden, in ihrem alten Heimatslande glücklich sein können. Und so wurde er einer der tapfersten Pioniere der Palästina-Kolonisation. Gemeinsam mit dem unvergeßlichen Willy Bambus hat er zuerst in Deutschland agitatorisch und publizistisch die zionistische Fahne entfaltet und sowohl die Notwendigkeit als auch Möglichkeit der Errichtung jüdischer Ackerbau-Kolonien in Palästina mit der Macht seiner Persönlichkeit und der Schärfe seiner Feder vertreten.
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Die altberühmte, bereits länger als ein halbes Jahrhundert bestehende Edler von Lämel-Schule in Jerusalem, die ein wichtiges Mittelglied für das Schulwerk des Hilfsvereines in Palästina bildet, ist in das Eigentum und die Verwaltung des Hilfsvereines der Deutschen Juden übergegangen. Auch sind bereits Terrains in Jerusalem und Jaffa erworben worden, auf denen binnen kurzem eigene Gebäude für Schulen und Kindergärten, insbesondere für das Lehrerseminar des Hilfsvereines erstehen werden. Der Hilfsverein unterhält und subventioniert an 50 Bildungs- und Erziehungsanstalten in den genannten Ländern, davon etwa 30 in Palästina. Die Ausgaben für das Schulwerk betrugen 1910 rund 180.000 Mk. WAHLBEWEGUNG. Dr. S. R. Landau als Reichsrats-Kandidat.
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Berlin. Der „Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina", der im August 1907 im Haag gegründet wurde, veröffentlicht soeben seinen ersten Jahresbericht. Als nächstes Ziel hat sich der Verband gesetzt, die iüdischen Krankenhäuser und Asyle Palästinas mit modern ausgebildeten Schwestern zu versehen und eine Haushaltungsnnd Wirtschaftsschule nebst hiermit verbundenem Heim für Krankenpflegerinnen und Lehrerinnen zu gründen. … Wenn der Verband unter den jüdischen Frauen die notwendige Unterstützung findet, wird er auf dem noch sehr vernachlässigten Gebiete der Wohlfahrtspflege in Palästina eine überaus segensreiche Tätigkeit entwickeln können. Sehr auffällig ist es, daß der Verband in mehreren Orten Deutschlands, in Holland und Frankreich Ortsgruppen resp.
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Seite 10 „Neue National-Zeitung" Nr. 1-2 unbekannten 'Maßregeln rufen unier der jüdischen Bevölkerung eine starke Unruhe hervor. Auswanderung aus Palästina. Dem „Israelit" ■wird aus Jerusalem berichtet: Infolge der anhaltenden Krise hat hier eine starke Auswanderung eingesetzt, die immer noch in steter Zunahme begriffen ist. … Es sind lauter junge, kräftige Männer, die zum Wanderstabe greifen, so daß durch ihre Landesflucht eine Summe von Arbeitskraft dem Lande verloren geht und die Lage der in Palästina bleibenden Greise und Familien sieh noch umso trauriger gestaltet. Rabbiner Dr. Philipp Bloch in Posen feierte dieser Tage seinen 70.
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Seite 10 a Neue National-Zeitung " Nr. 14 Ueber die jüdischen Ackerbaukolonien in Palästiua veröffentlicht der Korrespondent des ..Berliner Taghlatt" in Jaffa anläßlieli der Angriffe einiger Abgeordneten im türkischen Parlament sehr interessante Mitteilungen, die geeignet sind, für die Kolonien in den Kreisen der westlichen Judensehaft neue Sympathien zu erwecken. Auch die alten Freunde der jüdischen Kolonisation in Palästina werden durch diese Nachrichten gewiß sehr angenehm berührt sein. „Die Kolonien sind durch die Höhe, auf welche sie ihre Plantagen gebracht haben, für das ganze Land vorbildlich, wie sie sich auch sonst durch die Einführung moderner landwirtschaftlicher Arbeitsmethoden, durch die Anpflanzung großer Eukalyptuswälder zum Zweck der Assanierung sumpfiger Gegenden, durch ein gutes Unterrichtswesen und die Unterhaltung guter Aerzte und Spitäler um die Hebung des Landes verdient gemacht haben. … Dr.Alexander Hausmann: Zywiol Zydowski w Palestynie (Das jüdische Element in Palästina). Verlag Gebethner & Wolff in Krakau-Warschau 1911. (Polnisch). Kurzgefaßtes Wörterbuch für Englisch und Jüdisch, herausgegeben vom „Hilfsverein der Deutschen Juden in Berlin«, 1911.
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Wir haben uns daher entschlossen, den dringenden Anforderungen, die täglich von nahe und fern an uns ergehen, Folge zu geben und uns an die stets opferwillige Barmherzigkeit unserer Mitbürger mit der Bitte zu wenden, uns zur Schaffung eines Jüdischen Hilfsfonds 1915 vermittelst dessen unseren notleidenden Glaubensgenossen in Polen, Galizien und der Türkei insbesondere in. Palästina, Unterstützung zufeil werden soll, entsprechende Mittel anzuvertrauen. Wir dürfen hoffen, daß wie so oft vordem auch in der heutigen schweren Zeit die Mildtätigkeit unserer deutschen Glaubensgenossen nicht an den Grenzen unseres Vaterlandes Halt machen wird.
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Als Resultat des Kongresses bezeichnet er dann die »endgiltige Arbeit in Palästina«, wofür man dem Kongresse dankbar sein sollte. Er selbst sei von jeher dafür eingetreten. Doch handle es sich hier um ganz etwas anderes, als es die J. … Die Bewegung selbst dürfe sich jedoch nicht auf »Zedokah und Rachmones« stützen, die einzige Basis müsse die nationale Idee bleiben. Die Rückkehr nach Palästina soll offen vor aller Welt geschehen, in Loyalität vor dem Sultan, gegenüber den Gesetzen. Dann würden die Juden fähig sein ein Volk zu erziehen, würdig des Landes, und sie würden ein Land besitzen, würdig des Volkes.
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Er war der Organisator des Kampfes gegen den Antisemitismus in Deutschland; er war der Hauptwortführer in der Abwehr des Schächtverbotes und der Blutverleumdung; er war ein unermüdlicher Propagator der Palästina- Kolonisation. Es hat in den letzten drei Dezennien keine große philanlropische Aktion im Interesse verfolgter Juden gegeben, an der Dr.
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Ich bin auch der Meinung, daß Leute, die den Schwerpunkt ihrer nationaljüdischen Tätigkeit nicht nach Palästina verlegt haben, im österreichischen Volkshause die Interessen der Judenheit wirksamer und aufrichtiger vertreten können.
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Andere Verdienste um das galizische Judentum oder um den Zionismus bat er keine. Seine Hochzeitsreise ging nicht nach Palästina und die zionistischen Fonds sind von ihm nie mit einer beträchtlichen Summe bedacht worden. Als Dr. Braude Galizien verlassen hat, übernahm Ringel die Leitung des zionistischen Zentralkomitees und hat die Bewegung mit seinen organisatorischen Tätigkeiten so ziemlich zugrunde geleitet.