-
Drama Palästina Presse zwischen links und rechts, Italien, Amerika, Polen, der Mufti von Jerusalem, der Emir Abdulla von Transjordanien, und schließlich die Juden selbst, Zionisten und Nichtzionisten, ihre Presse und ihre führenden Männer — sie alle hatten wieder die Wahl zwischen Gut und Böse wie am ersten Menschheitstag.
-
Die Kommission nimmt das Eingeständnis dieses Irrtums lediglich registrierend zur Kenntnis.5) Aber mit scharfem Tadel stellt sie fest, daß die Palästina-Regierung sich zu spät um Verstärkung 2) Protokoll der Tagung Seite 71 ff. 3) Shaw-Bericht Seite 163. 4) Protokoll der Tagung Seite 28 f. ö) Rappard sagt hiebei, man würde in einer Stadt die Feuerwehr nicht entlassen, wenn acht Jahre lang kein Feuer gewesen wäre.
-
Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina Jerusalemer Tageszeitung Doar Hajom (Nr. 263 vom 26. Juli 1929) entnommen sind. Aus der Zeichnung ergibt sich jedenfalls, daß die baulichen Veränderungen, die von mohammedanischer Seite im Klagemauerbezirk vorgenommen wurden, beträchtlich sind.
-
Der Bericht schildert auch die Propaganda, die von arabischer Seite in Palästina damals getrieben wurde. Anschaulich werden die Verhältnisse im Dorfe Tul Karm, nordöstlich von Jaffa, dargelegt. Es heißt: „Der Bürgermeister von Tulkeram spricht von der Balfourdeklaration, und ob er nun eine deutlichere Vorstellung von ihrer Bedeutung hat als andere Leute oder nicht, jedenfalls drückt er seine Meinung darüber sehr entschieden aus. … (Jüdische Rundschau, ib., S. 680.) Es wäre unrichtig, diesen Einzelfall für ganz Palästina verallgemeinern zu wollen. Auch das, was über den politischen Sinn des Landbewohners gesagt wird, liat keine allgemeine Gültigkeit Treffend wird aber auch von jüdischer Seite die arabische Agitation beschrieben, so in einem Aufsatz des „Dawar" vom 8.
-
Ursaqhen hiefür sind die geographische Lage, die leichte Verbindung mit anderen arabischen Zentren, der Mangel eines lokalen Königs oder Fürsten und das Bestreben Englands, in Palästina ein inter-religiöses und inter-nationales Zentrum zu begründen. Dieses Jahr zeichnete sich durch viele politische Besuche aus.
-
-
der Vorsitzende in der Jaffaer Versammlung war.) Denn man muß wissen: In einem kleinen Lande wie Palästina, nimmt die staatliche Beamtenschaft einen großen Perzentsatz beim Unterhalt der Bürger ein, zur Zeit, da die jüdische Einwanderung die Vergrößerung des Apparates aus ihren Einkünften ermöglicht.
-
-
Es wurde der Eindruck erweckt, daß die britische Regierung, die in der Vergangenheit dem Mufti zur Erreichung einer so hohen Stellung verholfen hatte, gerne die Bemühungen des Emir sieht, sich Einfluß im westlichen Jordangebiete zu erringen. Ein solcher Eindruck vermochte unter den in Palästina herrschenden Bedingungen für alle Fälle den inneren Riß zu vergrößern und den innerparteilichen Kampf zu verschärfen, der die höchste Spannung erreicht hatte, und zerstörte faktisch die Institution, 3i'e bisher, wenn auch schwach, die aktiven arabischen Gruppen in einem Lager vereint hatte: Die arabische Exekutive.
-
-
-
Nazitum und Faschismus sind über die nationale arabische Bewegung nicht spurlos lünweggesehritten, so wie sie es auch bei anderen nationalen Bewegungen nicht getan haben. In Palästina gibt es noch einen besonderen Grund dafür: Den kompromißlosen Kampf seitens der extremen arabischen Führer gegen den Zionismus und natürlicherweise auch gegen die Juden.
-
Dieses Organ arbeitet, als ob es die offizielle Vertretung der Nazi in Palästina wäre. Charakteristisch für die Niazi-Stimmung im Lande ist der Ausruf „Es lebe der Hitler Palästinas" während des Empfanges des Mufti in Ludd, als er von der Friedensdeputation in Arabien zurückkehrte.
-
B. muß daran denken, daß Persien im Völkerbund sitzt, das in einem gewissen Moment England (im Zusammenhang mit Palästina unangenehm werden kann. Für die Araber Palästinas dienen diese Erscheinungen als Ansporn in ihrem politischen Kampf. … Durch diese Politik leiden die palästinensischen Panaraber am meisten: Die arabische Welt ordnet sich ein, wird selbständig, an Palästina scheint sie vergessen zu haben und es seinem Schicksal zu überlassen. Darum diente die Friedensdelegation für den Mufti als ein Mittel, um einerseits arabischen Ländern die Existenz der palästinensischen Frage in Erinnerung zu
-
Er legte besonderen Nachdruck auf Dr. Weizmanns seinerzeitige Erklärung, daß Palästina so jüdisch wie England englisch werden müsse, und versuchte den Beweis zu führen, daß diese Worte den wahren Sinn des Begriffes »Nationalheim« zum Ausdruck gebracht hätten. Sir Laurie Hammond wies darauf hin, daß Dr. Weizmann gesagt habe: »Wir wollen etwas in Palästina aufbauen, das so jüdisch ist wie England englisch«; das sei etwas ganz anderes. Abdul Hadi bestand jedoch auf seiner Behauptung, daß Palästina unter dem Mandat einem Zustand entgegen geführt werde, in dem es so jüdisch werden würde, wie England englisch ist.
-
Er strebt nach, einer hohen persönlichen Stellung in der arabisch-muselmanischen Welt, welche nebenher seine Stellung in Palästina stärken soll, denn zwischen den» angesehenen Muselmanen in Palästina besitzt er eine sehr große Zahl von Gegnern. Diese beschuldigen ihn der Vergeudung von Wakuf-Geldern, der unverantwortlichen Geldgebarung, der Führung einer engen Parteipolitik und verlangen schon seit Jahren von der Regierung seine Entfernung. … Was Jerusalem anbetrifft, ist es ja klar, daß England nicht daran interessiert ist, die muselmanisohen Forderungen auf Palästina zu festigen, was sein Streben, seine Herrschaft in Palä-»
-
gen jüdischer Kolonisation in Palästina und vertritt die Meinung, daß ohne Ausdehnung JJjJ der Kolonisation Palästina sich nicht entwickeln kann. Der Keren Hajesod hat dieses Buch ediert, das für die Propaganda gut geeignet ist. … Haole (Informationen für Emigranten und Touristen), Krakau 1935, Verlag des Palästina-Amtes in Krakau, 64 Seiten, polnisch-hebräisch zur Hälfte. — Diese Broschüre erinnert an die. vom Berliner Palästina-Amt in mehreren Auflagen herausgegebene »Aljah«, ferner an das »Bordmerkblatt« und ist von Dr.
-
In der Einstellung zu den nationalen arabischen Forderungen in Palästina besteht fast kein Unterschied zwischen den beiden Programmen. Die beiden erneuerten Parteien streben danach, die Massen, besonders die Jugend zu gewinnen. … Auch das ist eine Folge des beschleunigten Prozesses der Verwirklichung des Zionismus, eines Prozesses, dessen Ursachen in Weltereignissen liegen, auf die die englischen Beamten in Palästina — auch die mit den Arabern sympathisierenden — keinen Einfluß haben. Darin liegt vielleicht eine Art Kritik an der ablehnenden Haltung der Araber gegenüber dem Antrag Herbert Samuels (zur Zeit, da er High Commissioner in Palästina war)
-
Der Mufti war ein Hussein-Gefolgsmann, unterstützend und unterstützt; einer derer, die dem König Feisal (dem Sohn des Königs Hussein) nahestanden. Die Nashashibi-Partei, die sich auf Palästina beschränkte, stand ihm fern. Aber nach dem Tode des Königs Feisal (1932) trat in der Haltung des Mufti eine Veränderung ein. … So sind auf einmal die Rollen vertauscht: Die Nashashibi-Partei begünstigt augenblicklich ein vereinigtes Palästina zu beiden Seiten des Jordans unter der Bedingung, daß es unter Emir Abdallahs Herrschaft steht, die Partei des Mufti beschränkt sich (abgesehen von der augenblicklichen theoretischen Parole einer arabischen Föderation) auf das Gebiet des westlichen Palästina.
-
einigungsparolen im Islam unserer Zeit hat der Mutfti vom Anfang an den Schutz der den Muselmanen in Palästina heiligen Orte, welche die Zionisten ihnen rauben oder antasten wollen, zur Hauptparole in der Propaganda für die» Organisierung der Konferenz erhoben. … Inwieweit diese Delegierten in richtiger Weise die muselmanische Welt repräsentieren, kann man daraus ersehen, daß die Millionen Muselmanen in Palästina zu beiden Seiten des Jordan 38 Prozent dieser Konferenz bildeten. Und während des Zusammentrittes der Konferenz wurde in Jerusalem eine Konferenz der Mufti-Gegner, organisiert, an der sicji 1500 dejr reichsten und führendsten Kreise beteiligten, die erklärten, daß die Mehrheit des islamischen Palästina auf der Konferenz nicht vertreten sei.