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- 122 — Und heute möchte ich sagen: Wenn es die Konzentration sein soll, so kann es nur Palästina sein, denn für jeden anderen Vorschlag gibt es endlose Gegenvorschläge. Wenn es Palästina sein soll, so muss es ein „grösseres Palästina" sein, denn die Beschränkung auf die engsten Grenzen schliesst prinzipiell den weitaus grösseren Teil der Nation aus. Wenn es ein „grösseres Palästina" sein soll, so muss in den nächsten Nachbarländern angefangen werden, damit der Zusammenhang der Kolonisationen gewahrt bleibt.
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— 156 — halb des engeren Palästina plötzlich in das zionistische Aktionsgebiet mit einbezogen wird. Bin ich es doch gewesen, der (— nicht als Erster: dieser Ruhm gebührt unter den Neueren Nathan Birnbaum*), aber am nachdrücklichsten und übrigens unabhängig von dem genannten Autor—) auf die Notwendigkeit eines grösseren Palästina hingewiesen hat, gerade jetzt, so lange das engere Palästina uns noch' verschlossen ist. … Also: nicht ich werde Klage führen, wenn man die kleine, falsche, unhistorische, unlogische und hinderliche Politik des kleinsten Palästina nunmehr verlässt und auch von anderen Gebieten spricht — das mag Sache der grossen Menge derer sein, die mein grösseres Palästina für einen Verrat am Zionismus hielten. . . . wenn ich Klage führe, so ist es über die Art, mit der man nach dem engeren Palästina jetzt auch dem grösseren zu Leibe geht.
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In diese Zeit fiel ein Ereignis, das uns alle von der ruhigen Verfolgung unserer Pläne ablenkte. Palästina brachte Unruhe und Kampf auch ins deutsche Judentum. Am 4. Dezember 1913 brach durch den Austritt von Ach ad Haam, Tschlenow und Schmarjahu Lewin aus dem Kuratorium des Technikums in Haifa der Kampf zwischen der zionistischen Organisation und dem Hilfsverein der deutschen Juden aus, der dem Primat der hebräischen Sprache in Palästina galt. … In erster Reihe die Interessierung wichtiger Kräfte in der sozialistischen Partei Deutschlands für die national-jüdische Sache, die Sicherung wertvoller Sympathien, Hilfe im Kampf gegen die Vergewaltigung der Juden im Osten durch die Okkupationsbehörden und, in der Richtung auf Palästina, die Vorbereitung einer Stimmung, aus der schon während des Krieges ein Pro-Palästina-Komitee erwuchs. Aus den Beratungen dieses Jüdischen Nationalkomitees wurde auch der Entschluß geboren, mit der Schaffung der Monatsschrift Ernst zu machen.
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Und obendrein werden unsere Brüder in Palästina gut darauf acht geben müssen, daß der Lebensadel des gesprochenen Hebräisch nicht den Ewigkeitsadel des gebeteten, gelesenen und geschriebenen Hebräisch schwäche, daß ihr Hebräisch nicht seine besonderen Vorzüge verliere, und sie am Ende nicht bei einem neuen hebräischen Jüdisch, statt bei dem alten jüdischen Hebräisch bleiben . , , . Doch ich will von Palästina ganz absehen. Was will man nun aber hier von uns haben? Was will man hier von dem armen Hebräisch, von dem armen Jüdisch?
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Immer mehr und mehr stellte das jüdische Volk Palästina der Gnade und dem Willen Gottes anheim und knüpfte nicht nur sein Leben und Leiden, sondern auch seine Freuden und realen Hoffnungen an seine Heimaten im Golus. … Und bis auf den heutigen Tag hat es am Golus nicht verzweifelt, hat es seine realen Hoffnungen nicht auf Palästina gesetzt Nun kam aber eine Zeit, wo sich gewisser jüdischer Menschen eine fremde Anfechtung bemächtigte, ihnen den Juden verekelte> den Nichtjuden heiligte.
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Oordon war, und durch deren Zusammenschluss <üe erste Keimzelle des Hapoel Hazair geschaffen wurde, waren nach Palästina gegangen, gezwungen durch eine innere Notwendigkeit. Und diese selbe innere Notwendigkeit, die sie zum Zionismus und nach Palästina geführt hatte, diese selbe Notwendigkeit führte sie zum Sozialismus.
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Anderseits verknüpft uns das zu neuem Leben erwachte Hebräisch mit dem .neuen Palästina. Die tätige Anteilnahme und Verbindung mit dieser größten Aufgabe, die der Iudenheit in unseren Tagen gestellt ist, ist für uns von der stärksten erzieherischen Bedeutung. … Aus unserer Mitte sollen — und das ist das vornehmste Ziel unserer Erziehung im Kar- 1 Bemerkt sei hier nur, daß heute schon etwa 150 Alte Herren des K.I.V. in Palästina — teilweise in führenden Stellungen — tätig sind.
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Dies nicht nur wegen der Fülle von tiefsten Gedanken und reichen Wirkungen/ die ihm zu danken sind, sondern vor allem des- * halb, weil er durch sein innerstes Wesen dazu bestimmt istt in seinem Schicksal an dem Orundgebrechen des Heutigen Judentums zu leiden: an einer Problematik, Sein stürmisches Herz, sein ruheloser Geist streben nach dem Frieden eines ungebrochenen Sems, sie finden es aber im Judentum von heute nicht. Vielleicht sucht Birnbaum aber doch noch einmal in Palästina nach den Ansätzen einer Entwicklung, die nichts Problematisches mehr an sich hat Vielleicht! wird dort sein unruhiges Herz Frieden finden und sein suchender Geist, anstatt sich an Problematik zu quälen, die es ja auch m Palastina gibt, die Ruhe, uns das große Werk, das er so oft. versprach und zu dem er nie Muße fand, zu schenken.
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In den Ostjuden ist Religion die Leidenschaft, Erlösung und Gestaltung eines ganzen Volkes. Auch die Gründung eines Judenstaates in Palästina kann nicht helfen, wenn sich nicht eine Umkehr im Volke vollzieht. „Ich erschauere bei dem Gedanken, daß auf Palästina der ganze Pech- und Schwefelregen der europäischamerikanischen Welt niedergehen könnte, daß auch dort der Öde Rummel losbrechen und man darauf noch stolz sein könnte.
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In der Wahl des Territoriums ist er nicht so instinktsicher wie Hess, für dessen historischen Sinn nur Palästina in Betracht kam; das machte die furchtbare, zur Aktion drängende Judenverfolgung. Doch erkennt er mit edler Besonnenheit, dass die Aktion nur eine langsame und allmähliche sein kann. … Hier war in voller Klarheit die grundlegende volkspsychologische Einsicht ausgesprochen, dass die jüdische Nationalität in der inneren Eigenart des Volkes begründet ist, hier in konsequenter Weiterführung Hess'scher Gedanken die Möglichkeiten einer neuen jüdischen Kultur in Palästina erörtert, hier die schon heute vorhandenen Kulturkeime, insbesondere die Renaissance der hebräischen Sprache, gewürdigt.
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Ruppin zu tun —, daß es mit der ganzen Sache nicht gut und der ganze Kongreß- und Parteitamtam im umgekehrten Verhältnis zu den wirklichen Errungenschaften in Palästina steht Aber ich glaube nicht, daß die Führer selbst die Winzigkeit ihrer Erfolge einsehen, und noch weniger glaube „) Dieser Artikel ist auch im letzten Heft der Wilnaer jiddischen Monatsschrift „Di jideshe weit* veröffentlicht.
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Löwenstein-Oldenburg: 1813 und die Emanzipation der Juden. Dr. Heinrich Löwe-Berlin: Palästina (mit Lichtbildern). Dr. Löwenthal-Hamburg: Die Bedeutung der Bibel für den Kulturfortschritt der Menschheit. Gertrud Bäcker-Berlin: Die Frau im alten Israel. 153.
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Sie beweisen nur durch ihre Haltung, daß sie weit, sehr weit davon entfernt sind, die jüdische Geschichte zu verstehen und sehr, sehr nahe daran, das jüdische Volk zu beleidigen . . . Man stelle sich doch nur vor: Schon in Palästina, hunderte Jahre vor der Zerstörung des zweiten Tempels, hörten die Juden — zufolge jetzt nicht mehr genau festzustellender Ursachen — auf, Hebräisch zu sprechen und fingen an, sich des Aramäischen zu bedienen, oder besser, aus Hebräisch und Aramäisch die erste jüdische Mischsprache zu schaffen — eine Mischsprache, in der großartige, weltberühmte, ewige jüdische Werke niedergeschrieben worden sind.
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Doch beziehe ich das hebräische Sprechen in diese Pflicht nicht mit ein und sehe auch die dahin erhobene Forderung nicht in den seelischer* Bedürfnissen der Juden verankert und von den Verhältnissen nicht gegeben. (Sollte es speziell in Palästina zu einem allgemein; gesprochenen Hebräisch kommen, dann wäre dieses Hebräisch meiner Meinung nach nicht mehr und nicht weniger als eben eine unter den jüdischen Sprachen der Juden.)
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Aber hörten wir denn nicht eben, daß die Juden schon in Palästina eine Mischsprache schufen? Und dann, warum ist das Exil dabei stehen geblieben? Ueberall, wo ein Volk unter einem anderen zerstreut wird, assimiliert es sich diesem ganz, nimmt es dessen Sprache ganz an.
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Es muß für diese Betrachtung zunächst unterstellt werden, daß die politische Entwicklung alle unsere Forderungen in Bezug auf Palästina bewilligt. Dann ergeben sich daraus eine Fülle von Anforderungen, die an das zu diesem Zwecke benötigte Material an jüdischen Menschen gestellt werden müssen.
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Die Massenhilfe in Argentinien hat sich, abgesehen von ihrer Schädlichkeit, als undurchführbar herausgestellt; eine Besserung der Verhältnisse in den alten Wohnsitzen der Unglücklichen ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten; die Palästina-Kolonisation kann wegen ihres notwendig langsamen Fortgangs momentan nur wenigen tausend russisch- oder rumänisch-jüdischen Auswanderern Unterhaltsmöglich-
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Das Zukunftsbild der jüdischen Nation zeigt lediglich zwei bekannte Züge: die hebräische Sprache und das Land Palästina. Der Rest bleibt unbekannt. Wie die zukünftige jüdische Kultur und die neue jüdische Charakterologie aussehen, welche Stellung dereinst das jüdische Volk im Kulturleben der Menschheit und im Rate der Völker einnehmen soll, muß der formale Nationalismus dahingestellt sein lassen.
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Bisherige Eingänge nach Landern geordnet Rußland M. 102342.60 Deutschland 57113.98 West-Oesterreich: Böhmen M. 15 175.62 Inner-Oesterreich „ 10163.50 Mähren-Schlesien „ 8751.02 „ 34 090.14 Südafrika 18 365.95 Galizien 14 258.95 England 8 714.50 Amerika 6959.95 Rumänien 6485.22 Türkei (mit Palästina) „ 6414.09 Canada 3 057.60 Belgien 2 662.15 Südslavische Länder 2 589.66 Holland 2490.— Ungarn 1 970.02 Bukowina 1 325.21 Bulgarien 1 120.07 Verschiedene 3 590.39 Z entralfonds 1914 Ausweis der vom 21. bis 28.
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Bestellt rechtzeitig die Herzl-Gedenknummer der „Welt“ Herr Mumm hatte hierbei den bekannten Bericht des Kaiserlichen Vizekonsuls in Jaffa im Auge, der auf die zionistische Kolonisationsarbeit in Palästina hingewiesen und die „Welt“ den deutschen Kaufleuten als Insertionsorgan empfohlen hatte. W i r haben uns in unserer Denk- und Handlungsweise niemals durch die Rücksicht auf den Antisemitismus beeinflussen lassen.