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  1. 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 4 · Das Interesse an Palästina

    Man kann sicher sein, daß binnen 10 Jahren 2 Millionen Juden in Palästina sein werden." So spricht sich dies ministerielle französische Organ über die Zukunft des Landes aus, muß aber wohl oder übel den jüdischen Einwanderern folgendes Lob zollen: „Das sind keine Bettler, sondern ackerbautreibende Arbeiter, Handwerker und Kaufleute. … Wir glauben aber, daß die Türkei keine Angst vor den Juden hat und mit Vergnügen sieht, wenn tüchtige Leute in Palästina einwandern und dem Lande Segen und Gedeihen bringen. Noch ist Palästina kein Land, das Tausenden und Tausenden von Einwanderern eine Existenz bieten kann.

  2. 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 5 · Das Interesse an Palästina

    Paul Nathan empfiehlt dem Hilfsverein in allen Schulen, die der Verein in Palästina unterhält, das Hebräische eingehend unterrichten zu lassen, daß die alte Sprache der Bibel in unseren Tagen wieder neu aufblühen und zur Sprache des täglichen Verkehrs würde. Auch hat der Hilfsverein eine Musterfarm errichtet, wodurch für die Hebung der Landwirtschaft und Bodenkultur in Palästina und für die Ausbildung von jüdischen Kolonisten ein Schritt vorwärts gethan worden ist. Die Lehrer in Palästina sollen dort auch während ihrer Ferienzeit noch praktische Unterweisung erhalten.

  3. 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 28 · Ein jüdisches Technikum in Palästina

    Ebenso könnte es sich infolgedessen ermöglichen lassen, eine technische Hochshule in Palästina zu begründen, die vorerst nur ausgebaut wird, ein Usus, der auch in Deutschland öfters zur Ausführung kam . Stets kann ja eine weitere Abteilung, ein weiterer Lehrstuhl angegliedert werden. … Und wenn auch die vage Behauptung, dass der eingewanderte Jude in Palästina geistig auf das leider ziemlich tief stehende Niveau des einheimischen Juden oder gar des Arabers oder des Fellachen sinken könnte, wenig wahrscheinlich, so wäre doch die beste Vorkehrung da- 28

  4. 1909-01-01 · Heft 11 · p. Seite 219 · Die Agrarkreditbank

    welche gewiss :den Einfluss der Juden in Palästina stärken können. Aber ein energischer Weg, das Judentum in Palästina gewaltig vorwärts zu bringen, die dortige Bevölkerung materiell und körperlich zu sanieren, ist es nicht. … Rotschild, der NB. auch die Ansiedelungen in wirklich grosszügiger Weise in Palästina bedachte, von keiner Organisation unterstützt wurden. 219

  5. 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 34 · Anglo-Palestine Company, Limited [Nachricht]

    Den zwei neuen Rechtsfakultäten in Saloniki und Konia wird sich alsbald eine dritte anschliessen, an der nach Beschluss der Regierung besonders das gesamte Zivilrecht gründlich gelehrt werden soll. Das Deutschtum in Palästina. Im Landesverband Sachsen* des Allgemeinen Deutschen Schulvereins hielt Prof. Dr. Guthe kürzlich einen Vortrag über das Deutschtum in Palästina und Syrien. Prof. Guthe begann mit der Erklärung, das Deutschtum in Palästina und Syrien habe erst eine kurze Geschichte. Zu Niederlassungen von Deutschen sei in Palästina erst seit etwa 50 Jahren die Möglichkeit gegeben, da vorher kein Ausländer in der Türkei Grundbesitz erwerben konnte.

  6. 1914-02-20 · 8 (20.2.1914) · p. 187 · Zur Würdigung der Nathanschen Broschüre

    Nathan scheint von allen guten Geistern der Logik verlassen zu sein! Dr. Nathan und die jüdischen Arbeiter in Palästina Von maßgebender poale-zionistischer Seite, die auch mit den Verhältnissen in Palästina ausgezeichnet vertraut ist, erhalten wir folgende Erwiderung auf die in der Broschüre Dr. … Nathan, ohne auch nur eine Tatsache anzuführen, zu behaupten, daß man die Christen in Palästina „provokatorisch in ihren Empfindungen zu verletzen und zu mißachten für nützlich“ halte, und hetzt das Arabertum und die uneingeweihte europäische Öffentlichkeit gegen uns und das ganze jüdische Siedlungswerk in Palästina auf.

  7. 1914-07-24 · 30 (24.7.1914) · p. 762 · Deutscher Zionismus und hebräische Sprache

    In Kleinasien, Syrien, Tunis und Marokko, in Saloniki usw. müßten hebräische Zentren entstehen. So viele unter uns bedauern, noch nicht nach Palästina gehen zu können, weil es für sie keine Arbeitsmöglichkeit dort gibt. Aber Palästina näher rücken könnten sie jedenfalls und dabei eine Menge zionistischer Arbeit leisten, die dankbarer ist als bei uns. … Die internationale und besonders die amerikanische Judenheit sollte es sich lieber ernstlich überlegen, wieweit bei einem solchen Stand der Dinge es in diesem Moment ratsam sei, ihr Interesse an den Palästina-Unternehmungen und -Projekten und ihre Unterstützungen zu vergrößern. Seabright, den 28. Juni. gez.: Jacob H. Schiff.

  8. 1914-05-01 · 18 (1.5.1914) · p. 432 · Hauptversammlung des Hilfsvereins

    Und wenn der Hilfsverein ernstlich nach Frieden strebt, so kann er dies nicht durch Auseinandersetzungen in Generalversammlungen erreichen. Er soll Frieden schließen mit dem neuen Jischub in Palästina, mit der Entwicklung des jüdischen Lebens dort und mit dem Grundgedanken, daß in Palästina. kein neues Galuth geschaffen werden darf. … Werner, München, führt aus, daß der Hilfsverein ein segensreiches Werk tue, indem er in Palästina Schulen in streng religiösem Sinne leite. „In Palästina kann es keine Reformjuden geben, eine Schule in Palästina muß religiös sein, sie muß das Hebräische pflegen und muß

  9. 1921-03-01 · Heft 3 (März 1921) · p. 83 · Vom Heimatsrecht der deutschen Juden

    Dis jüdisch-nationale Heimstätte in Palästina 83 4. Es ist wahrlich an. der Zeit, daß Deutschland der KulturwelL nicht mehr das widerliche, ebenso unchristliche wie unsittliche Bild des Judenhasses unter dem fadenscheinigen Mäntelchen eines angeblichen Patriotismus und der von allen Gebildeten der Erde mit gutem Grunde verlachten Rassentheorie bietet. … Statt üblen Hexereien sollten alle Deutschen der Wahrheit die Ehre geben: Die jüdischen Deutschen sind geschichtlich und kulturell in Deutschland durchaus heimatsberechtigt. v Jeder Mann von echtem Kern Sei uns Landsmann, ist er's gern — Gleich, woher die Samenzucht: Deutsches Land trägt deutsche Frucht! (Richard Dehmel.) „Die jüdisch-nationale Heimstätte in Palästina." Von Dr. Paul Nathan. Der „Jewish Chronicle" ist in den Besitz des vollständigen Textes jenes Statuts gelangt, das die englische Regierung für die Ausübung des ihr übertragenen Palästina-Mandats ausgearbeitet hat.

  10. 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · p. 40 · Ost und West zum Sprachenkampf [Kommentar]

    Achad Haam hebt mit Recht hervor, daß die Sprachenfrage, die jetzt die Gemüter in Palästina zur Siedehitze gebracht hat, nicht eine Parteifrage der Zionisten ist. Auf diesen Punkt muß noch größter Nachdruck gelegt werden. … Man durfte also das Hebräische nicht aus Gründen, die mit der Sache selbst nichts zu haben, prinzipiell und für immer als Unterrichtssprache ausschalten, ohne sich zu sagen, daß dies den Sturm entfesseln wird, der heute tatsächlich in Palästina unter der arbeitenden, schaffenden, kulturell einzig wertvollen jüdischen Bevölkerung tobt. Es wäre ein verhängnisvoller Irrtum, zu wähnen, daß der Sturm sich bannen ließe, wenn man drei oder vier „zionistische Aufwiegler“ in Palästina unschädlich machen oder gar durch die Vermittlung der Behörden aus dem Lande weisen ließe — wie dies, laut zuverlässigen Nachrichten aus Palästina, angestrebt worden ist.

  11. 1914-01-02 · 1 (2.1.1914) · p. 12 · Die Denkschrift der Hilfsvereinslehrer

    Kundgebung der palästinensischen Jugend Die Schüler des hebräischen Gymnasiums in Jaffa, des hebräischen Gymnasiums in Jerusalem, des Lehrerseminars und der Handelsrealschule in Jerusalem, sowie die Schülerinnen des Lehrerinnenseminars in Jaffa veröffentlichen folgenden Aufruf an die studierende jüdische Jugend: Wir Schüler der höheren Lehranstalten in Palästina, denen die hebräische Sprache als die wichtigste Grundlage unserer nationalen Wiedergeburt gilt, sehen in den Beschlüssen des Kuratoriums des Haifaer Technikums eine Untergrabung des gesamten jüdischen Kolonisationswerks in Palästina, einen Verrat an allem, was dem jüdischen Volke heilig ist und einen verwegenen Anschlag auf alle jüdischen Eigenwerte. Der jüdische Jüngling in Palästina schwört, gegen die Zerstörer des jüdischen Renaissancewerkes mit aller Kraft und Hingabe zu kämpfen. Wir sind dessen gewiß, daß die jungen Leute, die um der jüdischen Renaissance willen nach Palästina kommen, mit.uns sind.

  12. 1914-03-13 · 11 (13.3.1914) · p. 260 · Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914

    .— Spezifikation der Spenden zu Gunsten des hebr. Schulwerks in Palästina aus Rostow a. D. (Ausgewiesen in Nr. 7 der „\Yelt“j: M. M. Slatkin. A. M. Gordon je Rbl. 100.—, Gemeinderabbiner S. … Paul Nathan über den Kampf um die hebräische Sprache in Palästina: Sie ersuchen mich um eine Darlegung des Sprache” Kampfes in Palästina. Es ist mir angenehm, Gelegenheit zu haben, daß meine Ansichten hierüber in England bekannt werden.

  13. 1914-01-16 · 3 (16.1.1914) · p. 62 · Ein Communiqué des Hilfsvereins

    Paul Nathan hat in der Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses des Hilfsvereins der Deutschen Juden am 4. Januar über seine Reise nach Palästina einen Bericht erstattet. Dem an die Presse versendeten Communique müssen wir in einigen Punkten entgegentreten. Herr Dr. … Januar versandten Communique eine Stelle aus meiner Schrift „Fünf Jahre Arbeit in Palästina" zitiert, die den Beweis erbringen soll, daß die Zionisten „bis zur allerneu esten Zeit" mit dem Schulwerk des Hilfsvereins in jeder Beziehung zufrieden waren.

  14. 1914-01-30 · 5 (30.1.1914) · p. 108 · Der Tatbestand

    Levin sagte, der Wind vom Westen ein schlimmerer Feind für Palästina ist als der Ostwind, der die Ernte bedroht; allerdings können wir gegen diesen nicht ankämpfen, vor dem Westwind aber muß es gelingen, uns zu schützen. … Wenn die gesamte Bevölkerung Palästinas so wäre wie die Urheber solcher Frevel, so wäre das, nach Nathans Wort, ein hoffnungsloser Jammer. Zum Glücke aber ist es 1. Der Zionismus hat in Palästina starke Gegner, nämlich die „jüdisch-religiösen Kreise". Diese fühlen sich durch den Zionismus, wie er sich in Palästina manifestiert, abgestoßen.

  15. 1914-01-09 · 2 (9.1.1914) · p. 29 · Versöhnungspolitik

    Die Männer des Hilfsvereins sind in ihrem Verhalten in Palästina nur aus der Stellung der deutschen Juden zur zionistischen Idee zu verstehen. Es handelt sich für uns nicht um eine Untersuchung des jüdischen Interesses der Herren James Simon oder Paul Nathan, nicht darum, ob nicht Dr. Nathan wirklich aus aufrichtigstem Herzen immer das beste für Palästina und die Judenheit erstrebt habe. Es kommt nicht darauf an, uns mit jedem einzelnen ihrer Gesinnungsfreunde über das Maß seines jüdischen Verständnisses auseinanderzusetzen.

  16. 1914-01-23 · 4 (23.1.1914) · p. 85 · Der Angriff des Hilfsvereins

    Von dem zionistischen Kampf gegen den Hilfsverein behauptet er auf Seite 50 folgendes:___ „Vielleicht~sind es-150 Personen’ "ehrliche Fanatiker, dann Selbstsüchtige, zum Teil Intriganten, die die Vorgänge in Palästina inszeniert haben. Vielleicht ist ihre Zahl auch nur 50. In diesen Grenzen bewegt sich die Zahl der eigentlichen Drahtzieher. … Er war es, der auf dem letzten Kongreß in Wien die Parole ausgegeben hat: Heraus mit den nichtzionistischen Organisationen aus Palästina, die bisher dort für die Ausbreitung der Kultur gearbeitet haben! Und diese seine Parole wurde dann in Palästina von seinen Adepten — oder ist er ihr Adept?

  17. 1914-01-02 · 1 (2.1.1914) · p. 7 · Vergiftete Waffen

    Dezember veröffent- Berlin, 24. Dezember, 8,50 N. Der auf der Rückreise von Palästina begriffene Dr. Paul Nathan, der Geschäftsführer des Hilfsvereins der Deutschen Juden, depeschiert aus Port Said, daß die zionistische Agitation, die sich gegen die Schulen des Deutschen Hilfsvereins richtet, im Abflauen begriffen sei. … Mag er nun weiter gegen die „jungen Russen, die als Russen und als jüdische Russen Feinde von allem Deutschen sind“, kämpfen — wir neiden ihm seine Stellung nicht, und unsere beste Antwort ist die Arbeit für unser Schulwerk in Palästina. Bericht des Hebräischen Lehrer-Verbandes Die Zentrale des Hebräischen Lehrer-Verbandes in Palästina (Merkas Hamorim) hat dem Zionistischen Actions-Comite einen Bericht über die Vorgänge in Jerusalem, die zur Gründung der neuen hebräischen Lehranstalten geführt haben, zugesandt, dem wir das Folgende entnehmen: Jaffa, 16.

  18. 1914-01-23 · 4 (23.1.1914) · p. 84 · Der Angriff des Hilfsvereins

    Paul Nathan, unserm Geschäftsführer i. E., verfaßte Broschüre über die jüngsten Ereignisse in Palästina. Diese soll an der Hand von Dokumenten und unwiderlegbaren Tatsachen Sie darüber unterrichten, in wie frivoler Weise und mit welchem Mißerfolge man das seit über ein Jahrzehnt segensreich wirkende Schulwerk des Hilfsvereins in Palästina zu zerstören suchte. … Er weist auch sonst immer wieder darauf hin, daß die Zionisten von den Orthodoxen als die Religionsfeinde betrachtet werden und der Hilfsverein als Förderer wahrer jüdischer Religiosität in Palästina anerkannt sei. Man könnte laut auf lachen, wenn man nicht wüßte, für wen diese Mache bestimmt ist. Den deutschen Assimilanten will man eine vertraute Lockspeise hinwerfen.

  19. 1914-01-23 · 4 (23.1.1914) · p. 86 · Der Angriff des Hilfsvereins

    Wir irren wohl nicht, wenn wir in dieser Ankündigung eine Art Selbstanzeige vermuten. Sie hat folgenden Wortlaut: Zionistische Wühlarbeit in Palästina Das kulturfeindliche und die Interessen der jüdischen Bevölkerung selbst auf das schwerste schädigende Treiben zionistischer Fanatiker in Palästina ist wiederholt von uns gekennzeichnet worden. … Paul Nathan, der Geschäftsführer des „Hilfsvereins der deutschen Juden“, in einer Denkschrift, die er unter dem Titel „Palästina und palästinensischer Zionismus“ soeben erscheinen läßt (Berlin, H. S. Hermann), ein abschreckendes Bild. An der Hand von urkundlichen Belegen und unwidersprechlichen Tatsachen wird der Beweis geführt, in welch frivoler und gewissenloser Weise man von zionistischer Seite dem seit Jahren segensreich wirkenden Schul- und Erziehungswerk des Hilfsvereins in Palästina entgegenzuarbeiten versucht.

  20. 1914-01-30 · 5 (30.1.1914) · p. 107 · Der Tatbestand

    Ni 5 107 - DlEa§KELT - Der Tatbestand Dr. Paul Nathan ließ am 16. Januar eine Broschüre, „Palästina und palästinensischer Zionismus“, erscheinen und an die Mitglieder des Hilfsvereins versenden. Mit dieser Broschüre hat sich Dr. … Er setzt seiner Schrift ein Motto aus Koheleth voran, das begründen soll, weshalb er jetzt das Wort ergreift. Er tut es, weil für Palästina Gefahr im Verzüge ist. Er stellt den Sprachenkampf in Palästina mit seinen Motiven und Folgen dar, immer so, wie er sie sieht.