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  1. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 511 · Juden und Araber in Palästina

    Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina stellt es trefflich, diese Erfolge für ihren x\ufbauplan zu benutzen. Was Deutschland angeht, so verging und vergeht kaum ein Monat, wo nicht vorzugsweise nichtjüdische Politiker, auch ausländische, Deutschland durchreisen und in den Großstädten, meist vor jüdischem Publikum, Kundgebungen oder Vorträge abhalten. … Neben seiner mit modernster Agitation und geschicktester Propaganda vertrauten Organisation besitzt der Zionismus gerade in Palästina eine Anhängerschaft, die hervorragende Qualitäten aufweist und von größtem Opferwiilen beseelt ist. Sie ist mit allem, was die Bewegung angeht, innig vertraut, verfolgt alle jüdischen Vorgänge in Palästina, aber auch in der Welt, voller Aufmerksamkeit und hat ein beachtenswertes Maß geistiger Interessen.

  2. 1936-05-01 · Heft 5 (Mai 1936) · p. Seite 251 · Die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt in Palästina

  3. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 3 · Nicht das ist der Weg!

    .) — Kurz, man hat sich der verhängnisvollen Illusion hingegeben, man könne Palästina sozialistisch und gemeinwirtschaftlich aufbauen. Man kann aber schon heule verkündigen, und jeder Einsichtige muß es nach den Mißerfolgen der letzten Jahre schon heute einsehen, Palästina kann nicht allein von /Vrbeitergruppen aufgebaut werden. Palästina wird aufgebaut werden von der jüdischen Bourgeoisie oder — Coli behüle uns davor — von der arabischen Bourgeoisie.

  4. 1920-01-01 · Heft 1 · p. 4 · Kongressnotizen zur zionistischen Politik

    Sie vermochte es nur so lange, bis der Führer der einen Partei, der Hatiptspieler im Kriegsspiel, die Hand nach Palästina ausstreckte. Da glaubte sie die Voraussetzungen von Herzls Politik — seine Grundauffassung von der unentschiedenen Rivalität der Mächte in Palästina — nicht länger aufrecht erhalten zu köiVnen und gab mit ihnen auch seine politische Folgerung — die überparteiliche Proklamation — auf, nicht minder jedoch das politische Programm der demokratischen Fraktion, eben jenes, das wir als den »synthetischen" Zionismus zu bezeichnen pflegten. 3. Auf diesem Kongreß sprach Chaim Weizmann, als ob ein unmittelbares : Interesse Englands an Palästina nicht bestünde, als ob es sich um Palästina nur um des good-will der Juden willen bekümmerte. Da ich in dieser Darstellung ein bestimmendes politisches Motiv nicht zu entdecken vermag, muß ich sie auf einen bedauerlichen Rückschritt der politischen Einsicht Herzls gegenüber zurückführen.

  5. 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 390 · Das neue Stadium der Jewish-Agency-Frage

    Im Anhang sind beigefügt: Die Richtlinien für die Arbeiten der Kömmission gemäß Schreiben der Herren Marshall und Doktor Weizmann vom 1. Juni 1927, ferner Auszüge aus dem Mandatsstatut für Palästina und die Immigrationsbestimmungen der Palästina-Regierung vom Jahre 1925 und eine Karte. Der Bericht beginnt mit einer historischen Einführung, in welcher kurz die Entwicklung der Palästina-Kolonisation, die Geschichte der Balfour- Deklaration sowie die Konstitution und der Aufbau der Zionistischen Organisation dargestellt werden. Der nächste Abschnitt gibt eine detaillierte Darstellung der wirtschaftlichen Bedingungen Palästinas und behandelt im einzelnen die Physiographie des Landes und eine Beschreibung der Grenzen. Ueber die Topographie schreibt der Bericht folgendes: Palästina ist 8880 Quadratmeilen groß und kann in folgende Distrikte unterteilt werden: Die Einteilung. Südlich der Ebene von Esdralon ist das Hügelsystem Palästinas in die Hügel * von „Samaria" und ,,Judäa" geteilt.

  6. 1927-11-01 · Heft 11 (November 1927) · p. Seite 645 · Die Balfour-Deklaration

    DIE BALFOUR-DEKLARATION 645 nationalen Heimstätte für die Juden in Palästina, zu ermöglichen. Gleichzeitig wurde in der Balfour-Deklaration deutlich ausgesprochen, daß diese politische Konzeption in keiner Weise die Rechte und politischen Verhältnisse der Juden in irgendeinem Lande, wo sie wohnen, beeinträchtigen darf — also festgestellt, daß die Schaffung einer nationalen Heimstätte für die Juden in Palästina keine Änderung ihrer staatsbürgerlichen Rechte in den Ländern der Diaspora mit sich bringt. … Bei näherem Zusehen erscheint jedoch die durch die Balfour- Deklaration und in der Folge durch das englische Palästina-Mandat festgesetzte Bestimmung, daß die Errichtung eines „national home" für die Juden in Palästina vorgesehen ist, keiner plötzlichen „Eingebung" entsprungen; denn schon vor dem Abschluß des oben erwähnten Sykes-

  7. 1921-01-01 · 5682 - 1921/22 · p. Seite 176 · Die Forderungen der zionistischen Organisation an die Friedenskonferenz

    Februar 1919 wurde der Friedenskonferenz in Paris eine zionistische Denkschrift überreicht, welche die jüdischen Forderungen in bezug auf Palästina begründet, Das Dokument war von folgenden Persönlichkeiten unterzeichnet: Lord Walter Rothschild, Nalium Sokolow und Dr. … Über die von den Zionisten vor dem Zehnmännerrat vertretenen Forderungen teilte Weizmann dem Londoner „Jewish Chronicle“ folgendes mit: „Wir haben von der Friedenskonferenz verlangt: I. daß sie den historischen Anspruch des jüdischen Volkes auf Palästina und das Recht der Juden, in Palästina ihre nationale Heimstätte wieder zu errichten anerkennt, II. daß die Grenzen Palästinas entsprechend einer heigefügten Karte festgesetzt werden sollen, HI. daß der souveräne Besitz Palästinas dem Völkerbund übertragen und Großbritannien als Mandatar des Völkerbundes mit der Verwaltung beauftragt wird, 176

  8. 1929-03-01 · Heft 3-4 (März 1929) · p. 199 · Juden sollen Bauen werden!

    Wenn auch viele Anklagen gegen die K olonisa lionsmelhoden der Ica heule überholt sind, werden diese Blatter, in denen einer der ersten Kolonisten die Leidensgeschichte der Hirsch'schen Kolonien in ungeschminkter und naiver Form erzählt, allgemeines Interesse linden. Vielleicht sind sie heute mehr aktuell als je. da in Palästina und Rußland große Kolonisationspläne heranreifen. Auch ist der Kampf zwischen den nationalen Kolonisalionst'ormen der zionistischen Organisation in Palästina und den philanthropischen Methoden, die Jen" in Argentinien und ..Agrojoint" in Bußland vertreten, noch immer nicht ausgetragen, wenngleich in dem von Prof.

  9. 1929-09-15 · 18 (15.9.1929) · p. Seite 293 · Mendelssohnfeier in Dessau

    Der Council drückt seine Freude darüber aus, daß ganz Israel sich für den Wiederaufbau des jüdischen nationalen Heimes in Palästina! vereinigt hat, und ruft jeden Juden auf der ganzen Welt auf, sich dieser heiligen Sache anzuschließen. II. Der Council drückt Großbritannien seine Dankbarkeit für die Balsour-Deklaration aus und spricht die zuversichtliche Hoffnung aus, daß die Mandatarmacht mit dieser erweiterten Agency Zusammenarbeiten wird an der vollen Verwirklichung des großen Zieles, das durch die Deklaration und das Mandat gesetzt wurde. … (Dieser Beschluß ist durch die inzwischen eingetretenen traurigen Vorgänge in Palästina leider überholt.) IV. Die Jewish Agency hat den Keren Hajessod in Würdigung seiner lebenswichtigen Funktion zu ihrem hauptsächlichsten Finanzinstrument bestimmt.

  10. 1928-01-01 · 1 (1928) Sonderheft zu Martin Bubers fünfzigstem Geburtstag · p. 17 · Der junge Buber und der Herzlsche Zionismus

    Der Jüdische Verlag sollte ihm ebenso dienen wie über ein Jahrzehnt später die Zeitschrift „Der Jude" und wiederum ein Jahrzehnt später der Plan einer Jüdischen Volkshochschule in Palästina. Zionisten sollen nicht bekennen, sondern sein. Der Zionismus fordert den ganzen Menschen, er und das Judentum sind die Frage jedes einzelnen jüdischen Menschen.

  11. 1928-01-01 · 1 (1928) Sonderheft zu Martin Bubers fünfzigstem Geburtstag · p. 11 · Der junge Buber und der Herzlsche Zionismus

    Für Herzl war der Zionismus sein eigenes Werk, war das Volk fremd, das zufällige Material seines politisch-künstlerischen Traumes, Palästina der zufällige Ort, die jüdische Kultur und Art eine im Grunde unwesentliche Beigabe. Für Buber und seine Gefährten war der Zionismus Teil einer jüdischen Bewegung, „die alles umfaßt, was sich an bewußt Jüdischem aus dem Dunkel zum Lichte, zur Freiheit, zum Schaffen bewegt", und diese jüdische Bewegung war «-„kein Ding von gestern und ehegestern und kein Werk einzelner Menschen, sondern das urtümlichste Lebensphänomen der jüdischen Nation".

  12. 1930-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1930) · p. Seite 389 · Der Zionistische Kommentar

    In einem Brief an Kolonialminister Lord Passfield sagt er: „die Erklärung leugnet die Rechte und sterilisiert die Hoiffnungen des jüdischen Volkes bezüglich der nationalen Heimstätte in Palästina." Felix Warburg sagt in seiner Demissionserklärung, daß die britische Deklaration einen grausam wirkenden Verrat an dem Vertrauen des jüdischen Volkes bedeutet.

  13. 1931-02-01 · 3 (1.2.1931) · p. Seite 42 · Zielenziger, Kurt: Juden in der deutschen Wirtschaft. Mit 8 Bildn. Berlin: Welt-Verlag 1930 [Rezension]

    Er schildert uns die Heerfahrt jenes kleinen' Häuflein vorwiegend russischer Juden aus dem Londoner Ghetto, das mit einer Menorah als Wahrzeichen unter den Klängen der jüdischen Nationalhymne nach Palästina zieht, um dort in englischen Diensten gegen die Türken zu kämpfen. Im ersten Teil schreibt der Autor von seiner Bekanntschaft mit dem russischen Kapitän Josef Trumpeldoor, der neben Jabotinsky selbst der geistige Vater der Legion war.