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  1. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 493 · Juden und Araber in Palästina

    Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina sträflicher Versäumnis die letzten zehn Jahre hindurch keinerlei praktische Annäherungspolitik in Palästina getrieben. … Immerhin, die Selbstverwaltung war beträchtlich erweitert, die Mächte erkannten den Mandatsvertrag für Palästina und damit auch die Heimstätte an. Diese Errungenschaften waren gewiß für den Zionismus ein Anlaß zu herzlicher Freude.

  2. 1930-03-15 · 6 (15.3.1930) · p. Seite 76 · Die deutschen Juden zum Aufbauwerk in Palästina

    Der neue starke Pfeiler des Judentums muß künftig das Aufbauwerk in Palästina sein. Ministerialrat Dr. Otto Hirsch, Stuttgart: Das Judentum ist heute von innen und außen schwerer gefährdet als je. … Der jüdischen Substanz des jüdischen und deutschen Lebens, das wir gleichzeitig führen, wird durch Palästina etwas Stützendes, Kräftigendes hinzugefügt. Wir glauben, daß F k> HAUS MÜNCHEN KARLSPLATZ 5 DER QUAL I. 7 Ä7SST0FFE N.

  3. 1930-03-15 · 6 (15.3.1930) · p. Seite 77 · Die deutschen Juden zum Aufbauwerk in Palästina

    Die Einheit in dieser Doppelgeftalt ist unser wahres Leben. Elias Straus: Die Palästina-Wirklichkeit steht problemlos und tatsächlich vor uns. Palästina kann nicht werden, kann nicht sein, wenn nicht die gesamte Iudenheit hinter ihm steht mit ihrem moralischen Einfluß und mit ihrer ganzen Opferwilligkeit. … Das Deutschtum kann nicht geschädigt werden durch die Mitwirkung am Palästina-Aufbau. Das Schicksal der Juden wird nicht in Palästina entschieden, wie Goldmann meint, sondern nach wie vor in der ganzen Welt.

  4. 1923-01-01 · Heft 10-11 · p. 569 · Der dreizehnte Zionistenkongress und die Zukunft des Zionismus

    Denn eins ist in den letzten Jahren jedenfalls klar geworden: der Zionismus wird die umfassende, erneuernde Renaissancebewegung des jüdischen Volkes sein oder er wird nicht sein. Man kann nicht Palästina bauen als irgend eine isolierte Sonderaufgabe des jüdischen Lebens; und wenn dies sogar möglich wäre, so hätte ein solches Palästina keine erneuernde Wirkung auf das jüdische Volk. Wir wollen nicht eine jüdische Kolonie in Palästina, sondern das jüdische Heim in Erez Israel, und dies bedeutet, daß dieses Heim nur gebaut werden kann durch die schöpferischen, erneuerten Kräfte des gesamten Volkes auf dem Wege eines umfassenden Regenerationsprozesses, dessen höchste Steigerung und Verwirklichung das jüdische Palästina sein wird.

  5. 1919-04-10 · Heft 13 (10.4.1919) · p. Seite 272 · Was nun?

    Wir glauben an die sittliche und religiöse Aufgabe des Judentums und wollen Ernst machen mit ihrer Verwirklichung, deswegen verlangen wir die Freiheit des jüdischen Schaffens und Daseins, deswegen verlangen wir Palästina und die nationale Autonomie; man kenn aber Palästina und die nationale Autonomie politisch nur ver- , langen für ein jüdisches Volk und deswegen ist das jüdische Volkstum Basis und Voraussetzung unserer Politik. … Er verlangt; nicht Palästina und die Autonomie aus einem vorhandenen politischen Volksbegriff heraus, sondern er stellt den Volksbegriff auf, um politische Forderungen durchzusetzen.

  6. 1931-07-01 · 13 (1.7.1931) · p. Seite 203 · Der XVII. Zionistenkongreß in Basel

    Die Amerikaner wünschen vor allem eine tatkräftige Förderung der privaten, geschäftlichen Initiative für Palästina. Ein besonderer Fachausschuß für wirtschaftliche Entwicklung soll dieser Förderung dienen. Rein ideologisch scheinen die Amerikaner den Gedanken des Brith Schalom, also die Idee eines binationalen Staates abzulehnen; sie wenden sich damit vor allem gegen die letzte Erklärung Weizmanns, dicj besagt, Palästina könne kein jüdischer Staat, sondern nur ein Gemeinwesen zweier gleichberechtigter Völker sein. … Von praktischer Bedeutung ist vor allem die gegenwärtige wirtschaftliche und finanzpolitische Situation. „Wir befinden uns", sagt Goldmann, „seit Jahren in Palästina in einem Zustand kolonisatorischer Stagnation. Die entscheidende Aufgabe in der gegenwärtigen Situation ist die Beschaffung neuer Mittel zur Einleitung einer Epoche kolonisatorischer Expansion in Palästina.

  7. 1920-01-01 · Heft 1 · p. 47 · Zionismus und nationale Bewegung

    Soskin, hat auf diesem Gebiete einen guten Klang, Dr. Soskin, der lange Zeit in Palästina praktisch gearbeitet hat, war die Seele der vom sechsten Zionistenkongreß (1903) eingesetzten Palästina^ kommission, die mit bescheidenen Mitteln Erstaunliches geleistet hat. … Soskin sieht schon lange die Aufgabe der zionistischen Kolonisationspolitik darin, eine maximale Zahl von Ansiedlern in Palästina dadurch zu erreichen, daß die allerintensivste Kultur (intensiv in bezug auf Arbeit), die gerade in diesem Lande in weitem Umfang möglich ist, auf den hierfür geeigneten Bodenflächen getrieben wird.

  8. 1919-01-01 · Heft 3 · p. 100 · Die Internationalität der Juden

    Die international garantierte Gleichberechtigung, die nationale Autonomie irn Osten und das jüdische Palästina, die Verwirklichung dieser drei Forderungen schien uns gewiß. Und nun — die Stimmung in den jüdischen Massen im Osten ist gedrückt, ist schier verzweifelt; so manche Führer auch im Westen schütteln die Köpfe, und die leuchtenden erregten Farben, in denen das öffentliche jüdische Leben noch vor kurzem schillerte, scheinen von einem dumpfen, matten Grau überdeckt zu sein* Noch scheuen sich die meisten, es sich selbst und den anderen zuzugeben. … Dies ist das Seltsame der Situation, daß sich an unserer äußeren Lage nichts Wesentliches geändert hat. Unser Recht auf Palästina ist in Versailles anerkannt worden; wir werden in Palästina ungehemmt kolonisieren, uns frei entfalten, dort ein jüdisches Zentrum schaffen können Und was die nationale Autonomie betrifft, nun, die Polen haben es uns nie verheimlicht, daß sie diese Forderung mit allen Mitteln bekämpfen werden; und jeder Einsichtige hätte es von vornherein wissen müssen, daß wir die Sicherung unserer Rechte in den einzelnen Ländern in erster Reihe durch die Schaffung einer starken Position in

  9. 1919-01-01 · Heft 3 · p. 102 · Chronik

    Die Enttäuschung ist eingetreten und kann gefährlich werden, wenn sie nicht beizeiten überwunden wird. Wir haben geglaubt, das jüdische Palästina sei da, und müssen nun erkennen, daß jahrelange mühevolle, unverdrossene Arbeit nötig sein wird, bis das jüdische Palästina Realität geworden sein wird. … Nur wir können uns helfen; nur wir uns befreien, nur wir das Galuth überwinden; nur wir das jüdische Palästina schaffen. In diesem Bewußtsein allein können wir jene Sicherheit und ruhige Festigkeit erlangen, mit der wir durch die Jahrhunderte des Exils schritten; nur so befreien wir uns von jener beschämenden und gefährlichen inneren Verfassung, deren Zustand sich mit den Schwankungen der Konjunktur aüf der Völkerbörse in Versailles fortdauernd ändert.

  10. 1914-05-28 · Heft 2 (28.5.1914) · p. 123 · [Rezension]

    Er hat damit auch gegen den deutschen Geist gesündigt. v. m. K. Nachum Goldmann: Erez Israel, Reisebriefe aus Palästina. Verlag J. Kaufmann, Frankfurt a. M. Preis geheftet Mk. 2.50. Nachum Goldmann, ein junger Zionist, hat im vorigen Jahre wenige Mo* nate in Palästina zugebracht und dort für das ihm nahestehende „Frankfurter Israelitische Familienblatt' Reisebriefe geschrieben. … Behauptungen ohne jede Grundlagen haben wenig Beweiskraft Einen subjektiven Reiz hat das Buch gleichfalls nicht, denn Goldmanns Ansichten über Palästina werden wohl nirgends auf besonderes Interesse stoßen. Ich bedaure, daß ein Verlag, wie der von J. Kauffman, es für gut hielt, diese für den flüchtigen Tag bestimmten Reisebriefe der Nachwelt zu erhalten- _. — m — Heinrich Heines Briefwechsel, Herausgegeben von Friedrich Hirth.

  11. 1919-01-01 · Heft 8 · p. 343 · Chronik

    Hier — ich wiederhole — ist der dunkle Punkt in der Palästinafrage. Solange er existiert, wird die Frage: Wie steht's um Palästina? restlos nicht zu beantworten sein. Heidelberg Nachum Goldmann DIE ALLGEMEIN EUROPÄISCHE UND DIE Jܬ DISCHE KULTURTRADITION ALS GEISTIGE VORAUSSETZUNGEN EINES SOZIALISMUS (Fragment eines Vortrags in einem poale-zionistischen Verein) ill man die national-kulturellen Gegensätze, die außer den speziellen, auf dem Klassenkampf beruhenden, den Poale-Zionismus vom bürgerlichen Zionismus trennen, ins Auge fassen, so kann man von folgender Betrachtung ausgehen. Aus zwei Quellen wurde bekanntlich der Zionismus geboren und gespeist: aus einer rationalistisch-modernen, die im allgemein europäischen Erwachen der Nationen ihren Ursprung hatte — Repräsentanten: Pinsker und später Herzl — und "aus einer religiös-transzendental-romantischen, die dem Messianismus und der alten Liebe zu Palästina entsprang; Repräsentanten: Heß und Kalischer. Der später entstandene Poale-Zionismus aber hatte mit der einen von den beiden Quellen, der mystisch-mythischen, gar keine Berührung, Er ist nach Ursprung und Antrieb wie der allgemeine Sozialismus eine rationalistische Bewegung* Da ja die Poale-Zion nicht sozialistische Zionisten sind, sondern Sozialisten, die ihre allgemeinen Ideen beim jüdischen Volke entsprechend seinen besonderen Verhältnissen am besten auf der Basis der palästinensischen Siedlung realisieren zu können glauben* Und daß der allgemeine Sozialismus rein rationalistisch ist, hat seinen Grund nicht nur darin, daß sein theoretischer Begründer, Karl Marx, ihn auf eine verstandesmäßige Basis gestellt hat, sondern es liegt dies auch in seiner Strategik, gegen alles Irrationale, gefühlsniäßigüberkomrnenejim Unbewußten und Transzendentalen Wurzelnde anzukämpfen.

  12. 1923-01-01 · Heft 10-11 · p. 562 · Der dreizehnte Zionistenkongress und die Zukunft des Zionismus

    Sie stand ganz und gar unter dem Zeichen und unter der Wirkung dieses plötzlichen, unerwarteten und überraschenden Erfolges, den der Zionismus weltpolitisch durch die Balfour-Deklaration und das englische Mandat über Palästina errungen hat. Wir haben heute, fünf Jahre fast nach der Deklaration, genügende Distanz zu ihr und einen genügend weiten Überblick über die Wirkungen, die sie ausgeübt hat, um ihre Bedeutung und die Bedeutung dieser fünfjährigen Epoche, die von ihr beherrscht war, beurteilen zu können. … Wir waren, um es mit einem Wort zu sagen, noch nicht reif für die weltpolitische Anerkennung unserer Ansprüche auf Palästina. Einen augenfälligen Beweis für unsere Unreife haben die letzten Jahre gebracht, die gezeigt haben, daß das jüdische Volk als Ganzes nicht die Kraft, die Energie, die Opfer an Leistung und Geld aufgebracht hat, die nötig gewesen wären, um aus den Versprechungen der Balfour-Deklaration eine Wirklichkeit zu machen.

  13. 1920-01-01 · Heft 7 · p. 425 · Zionismus und nationale Bewegung

    Und es ist das unglückselige Geschick unseres Volkes, daß wir in einer Situation sind, die Größe verlangt, in der mit Tüchtigkeit, Fleiß, Aufopferung und Geschicklichkeit das Wichtigste nicht geleistet werden kann. Das Ostjudentum vor dem Untergange retten, Palästina aufbauen, das jüdische Volk organisieren und einen, das sind Aufgaben, die Größe erfordern von den Männern, die sie erfüllen wollen, Größe von den Mitteln, durch die sie erfüllt werden sollen. … Das Judentum im Osten wird vernichtet und das Judentum im Westen macht Geschäfte und schweigt. Palästina ist uns zum Aufbau gegeben, und das Judentum macht Geschäfte und ist indifferent. Wo sind die Kräfte, die das Volk aufrütteln, wo die Männer, die es hinreißen könnten?

  14. 1919-04-10 · Heft 13 (10.4.1919) · p. Seite 267 · Maximalistischer Zionismus

    Seine Definit.ionderjüdischenOemeinschaftalseinesVoIkcs gilt für das Judentum als das Subjekt und den Träger politischer Forderungen und Rechte. Er verlangt Palästina

  15. 1919-01-01 · Heft 8 · p. 342 · Chronik

    Man werde sich doch endlich darüber klar, daß Lord Balfour und Curzon und Milner uns nicht Palästina „geben" können, wenn die Araber im Lande unsere Gegner sind; daß wichtiger als alle diplomatischen Zusicherungen

  16. 1914-07-31 · 31 (31.7.1914) · p. 785 · Judenheit und Judentum

    SELIGMANN: Bejahung and Verneinung * *1 ALI . des Galath — Erwiderung Schmarja Levins auf den Brief von Jakob Schiff — REVUE DER; PRESSE - PALÄSTINA-RUNDSCHAU — WELTCHRONIK - ZIONISTISCHER ZENTRALFONDS — AUS DER : BEWEGUNG — SPRECHSAAL — LITERARISCHES — Mitteilungen des Hauptbureaus des J.

  17. 1914-05-08 · 19 (8.5.1914) · p. 453 · Sprachenkampf und Volk

    Nur durch dieses Volksbewußtsein erklärt sich auch die merkwürdige Tatsache, daß in den Bevölkerungsschichten des Ostjudentums aller Richtungen, auch da, wo die national-hebräischen Tendenzen alles andere als Freunde besitzen, der Kulturkampf in Palästina ein einheitliches Gefühl hervorgerufen hat: die Achtung vor dem von Erez Israel kommenden volkstümlichen Gedanken.