Mannheim
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  1. 1903-05-22 · 21 (22.5.1903) · p. 9 · Ein Londoner Zionistenmeeting

    Gegen den Zionismus war er bisher nicht, denn damals war dieser noch in seiner politisch«21 Gastalt ungeboren gewesen. Mr. Luden Wolf sagt, er wäre gegen Palästina gewesen,Mr. Elkan Adler, der ihn auch kannte, sagL,erhätte bloss gefürchtet, iass.Palästina in russische Hände zurückfallen würde. … Last not least ist die Tatsache durch unseren Freund Mr. ßent^ich, ans Licht gebracht worden, dass Baron Hirsch eine Petition für Palästina unterzeichnete, die dem Sultan vorgelegt wurde. Baron Hirsch' Zweifei an Argentinien. Aber selbst wenn der Schein für eine andere Ansicht des Baron Hirsch spräche, hätte es mich nicht betrübt.

  2. 1903-04-10 · 15 (10.4.1903) · p. 15 · Die Millionen des Baron Hirsch

    Gerade der Unterschied zwischen dem chaotischen Israel vom Jahre 1894 und dem grossorganisierten vom Jahre 1903, das ein Mittel der Einigung im Kongresse besitzt, der in j edem Winkel der Erde zionistische Vereine besitzt, die iereit sind, der Arbeit der Hinüberwanderung beizustehen, gerade dieser Umstand lässt uns wenigstens nautmassen, was Baron Hirsch — der auch in seinem Memorandum Palästina, nicht ausgeschlossen hat—heuzutage denken würde. Als der Oberst Goldsmid, der eigentliche Organisator der Hursch-Kolonien in Argentinien, im Jahre 1902 hinkam, um die Kolonie Garmel, die er gegründet hat, zu besuchen, da kamen ihm 25 Reiter auf ungesattelten Pferden mit der Zionsfahne in der Hand entgegen. … Vor den Spielen wurde den Kindern entweder eine passende Geschichte erzählt «oder Schilderungen und Reisebeschreibungen aus Palästina vorgelesen, palästinensische Produkte gezeigt und ihnen dabei in einfacher Weise erklärt, was die Zionüsten anstreben Die Kleinen interessierten sich schliesslich so sehr für unser Projekt, dass sie endlich selbst mit Fragen, die von vollem Verständnis zeugten, an uns herantraten und sich gern über die Tätigkeit der jüdischen Bauern in Palästina berichten Hessen.

  3. 1903-05-22 · 21 (22.5.1903) · p. 6 · Ein Londoner Zionistenmeeting

    Das alte Memorandum und die alte Vollmacht enthalten, obgleich sie ebenso schlecht abgefasst sind wie der neue Gesetzentwurf alles was nicht nur für die Auswanderung, sondern auch für den Zionismus notwendig ist. Nicht Argentinien oder Kanada, sondern Palästina. Weil ich forderte, dass die Millionen, die man vergeudet, für den Zionismus aufgewendet werden sollten, bin ich von Mr. … Wie können sie verzweifeln, bis sie nicht das eine Land versucht haben, dem das Herz der Juden zugewendet ist? Aber vielleicht hat Baron Hirsch Palästina ausgeschlossen? Keineswegs. Er hat nur Europa ausgeschlossen — „mit Ausnahme von Europa" — und Palästina liegt nicht in Europa, wenigstens jetzt nicht.

  4. 1903-09-11 · 37 (11.9.1903) · p. 5 · Die Rede Zangwills

    Qaster ^dem Kongresse beigewohnt, er hätte wenige Rabbiner gefunden, die mit ihm übereinstimmten. Dr. Josef Chasanowitsch hat sein ganzes Leben Palästina gewidmet, lebte und arbeitete für die Bibliothek in Jerusalem, und doch war er f ü r die Ostafrika-Kommission. Er ist kein Redezionist, wie Sie sehen. … Gaster behauptet in seinem Briefe an die jüdische Presse, dass wir unsere nationale Lebensform nur in Palästina bewahren müssen, Mr. Lucien Wolf behauptet in seinem Briefe an die „Times", es gäbe keine nationale Lebensform zu bewahren.

  5. 1903-01-30 · 5 (30.1.1903) · p. 8 · Jüdische Hochschule

    Der jüdische Verlag, Berlin SW, Grossbeerenstrasse 75 teilt mit, dass er seit November vorigen Jahres als Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelsgerichtlich eingetragen ist Auch Geldsendungen sind daher in Hinkunft nicht mehr an die frühere Zahlstelle, sondern an den Verlag selbst zu adressieren. Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass die Zeitschrift »Palästina", deren erster Jahrgang dieser Tage komplet vorliegen wird, in den Jüdischen Verlag übergegangen ist. Auch der erste Band der Publikation des „Vereines für jüdische Statistik" erscheint im Jüdischen Verlag und wird voraussichtlich noch im März vorliegen. … Enthält unter anderem zwei bemerkenswerte Artikel: „The immovable East" (der unbewegliche Osten) von Phillip G. Baldensperger Esq. über Land und Leute in Palästina, hochinteressant für die detaillierte Kenntnis der eigentlichen Verhältnisse des Landes; der zweite Artikel ist der von Rev.

  6. 1903-04-10 · 15 (10.4.1903) · p. 14 · Heimkehr

    Kein englischer Christ hat angesichts der Kämpfe eines unglücklichen Volkes eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina (die Formel des Zionismus) für seine verfolgten und verkannten Söhne zu erreichen, es gewagt, ihnen den Vorwurf ins Gesicht zu schleudern, dass dies einen Bund mit dem Verfolger der Christen bedeute.

  7. 1903-04-24 · 17 (24.4.1903) · p. 3 · Neue Massregeln gegen die russischen Juden

    Und fürwahr, ein akademischer Rat, der dem jüdischen Geiühle feindlich ist, der einmal monatlieh zusammentritt und bloss von bezahlten Beamten unterrichtet wird, hat keine Hoffnung, etwas zu vollführen, besonders wenn beinahe 230 Institutionen zu sutsidieren sind. Indem ich ihnen die- Konzentration in Palästina, oder schliesslich in einem an deren Lande, die Lenkiuig ihrer Millionen zu der motorischen Kraft des Volksentliusiasmus rate, weise ich ihnen nach meinem besten Glauben und zum besten Erfolge der Sache, die ihnen doch wahrlich am Herzen liegt, die einzige Möglichkeit der erfolgreichen Kolonisation.

  8. 1903-10-30 · 44 (30.10.1903) · p. 7 · Eine russische Monatsschrift über das Ostafrikaprojekt [Kommentar]

    Ich arbeite seit 20 Jahren uneigennützig für unser Zion und bin einer der Gründer von Rischon Lezion. Ich habe Palästina viermal nach allen Richtungen durchkreuzt und scheute weder Zeitnoch Geldverlust, als ich in Argentinien die dortige Kolonisation in eigener Person erforschte.

  9. 1903-09-25 · 39 (25.9.1903) · p. 9 · Sir Johnstons Brief an die "Times"

    Und dann sind auch politische Schwierigkeiten vorhanden. Viele sind für Palästina, aber das ist im Besitz der Türkei .. . Die naturgemässe Wanderung ist die von den armen Ländern in die reicheren.

  10. 1903-10-23 · 43 (23.10.1903) · p. 8 · Mr. Greenberg über das Ostafrikaprojekt

    Was den Nationalfonds betrifft, so gebeich zu, dass Geld, welches für Palästina gespendet ist, nur diesem Zwecke geweiht ist. Aber mit dem Schekelfonds steht es anders. Jeder, der einen Schekel gibt, weis?