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  1. 1920-01-01 · Heft 4 · p. 220 · Palästina und der Chassidismus

    220 Felix Feltsch: der viele Gegner hatte, sowohl innerhalb als außerhalb der chassidischen Gemeinschaft Inzwischen wuchs die chassidische Gemeinde in Palästina. Es kamen noch Zaddikim mit ihrem Anhang hinzu. Die Chaluka entfaltete sich immer mehr. Im Jahre 1799 kam R. Nachman von Brazlaw nach Palästina, kehrte aber nach einem halben Jahr zu seinen Chassidim in der Diaspora zurück, die, von den anderen Chassidim isoliert, ihren Rebben schmerzlich vermißt hatten. … Sein Leben vor seiner Palästinareise betrachtete er als minderwertig und bat, seine vor dieser Reise geäußerten Lehren nicht aufzuschreiben, da sie unreif seien. Der Drang der Chassidim nach Palästina übertrifft denjenigen der anderen Juden. Unter den im letzten Jahrhundert Eingewanderten bilden die Chassidim die Mehrheit.

  2. 1917-02-25 · Heft 10 (25.2.1917) · p. [Seite] · Jüdische Kolonisation in Syrien

    Für den Inhalt der Artikel übernehmen die Autoren selbst die Verantwortung Jüdische Kolonisation in Syrien Von H u b e r t A u ha g e n Der Reihe nach hat man in England, Frankreich und Rußland den .Inden in der vergeblichen Hoffnung der Niederwerfung* der Türkei 'Palästina versprochen. Man vermeinte, sich damit die Gunst der Juden zu sichern. Wenn wir uns hier auch im positiven »Sinne mit der Frage einer jüdischen Kolonisation in Syrien, wozu Palästina mitgehört, befassen, so liegen nähere Gründe vor. … Diese Überführung zur Urproduktion ist aber für verarmte städtische Juden, um die es sich hier handelt, mit Aussicht auf Erfolg nur in Syrien und Palästina möglich, da durch eine Verwendung der nur in diesem Lande in dem erforderlichen Grade zur Entfaltung kommenden religiösen und nationalen Triebkräfte die Schwierigkeiten des Übergangs zur Landwirtschaft, wie die Erfahrung in Palästina zeigt, überwunden werden können.

  3. 1920-01-01 · Heft 5-6 · p. 341 · Wolffsohn-Anekdoten, ihm nacherzählt

    Das Gemälde ist aber unvollendet geblieben. III. Zwischen zwei Ruinen Auf dem Wege nach Palästina brachten Herzl und Wolffsohn einige Tage in Griechenland zu und besichtigten einige hellenische Altertümer. Als sie an eine Ruine kamen, begann Herzl bewegt homerische Verse griechisch zu zitieren. … Herzl fühlte sich verletzt und erwiderte nichts, strafte aber Wolffsohn mit einem wegwerfenden Blick, als sagte er: Was gehen dich in der Tat, Kaufmann aus Köln, Homers Gedichte an? In Palästina werde ich meine Beschämung rächen — beschloß Wolffsohn und beruhigte sich. Als sie nach Jerusalem kamen und an die Klagemauer gelangten, begann Wolffsohn: B'schuw adonaj et schibat Zion . . .

  4. 1918-12-01 · Heft 26 (Dezember 1918) · p. Seite 7 · Verzeichnis der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur i Deutschland und Bericht über deren literarische Tätigkei

    Geburtstage von Heinr. Graetz. Dr. S u s n itz kr - Berlin: Mer Palästina als Kriegsschauplatz in Vergangenheit und Gegenwart — Bibliothek mit *500 Bänden. Bib lioty ekar: Dr. Eckstein. 8. … D a l m a n n - Greifswald: Galiläische Synagogen- und -andere Reste spätjüdischer Bautätigkeit in Palästina.- Mit Lichtbildern. III. Populär-wissenschvftlicher Vortrag: Chefredakteur I. Landau: Jüdischer Humor. 11 Bernburg. 37 Mitglieder.

  5. 1916-10-01 · Heft 7 (Oktober 1916) · p. 425 · Zion, der Staat und die Menschheit

    Cohen redet nicht nur an mir vorbei, er liest auch an mir vorbei. Es hieß etwa in meinem Brief: „Wir wollen Palästina nicht ,für die Juden': wir wollen es für die Menschheit, denn wir wollen es für die Verwirklichung des Judentums". … Davon steht bei mir nichts und kein Also kann es aus meinen Worten folgern, sondern sie besagen für jeden, der sie unbefangen liest: Damit das Judentum verwirklicht werde, d. h. damit es seinen Dienst an der Menschheit wahrhaft vollziehen könne, muß es seine Kraft in Palästina einsammeln und fruchtbar machen. Die Menschheit braucht das Juden- Heft 7. 30

  6. 1919-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31 · Jawne und Jerusalem

    In diesem Sinne stellt uns gerade die Neugestaltung eines nationalen Lebens in Palästina vor die ernstesten Fragen* So bezeichnet Bergmann das Verhältnis zu den Arabern als die Feuerprobe für den jüdischen Charakter unserer Siedlung und aus echter, das heißt: aus innerster Menschlichkeit "entsprungener Sozialismus wider den Grundtrieb des Kapitalismus könne die Grundlage wahrer Autonomie eines jüdisch Gemeinwesens bilden. Schon ehe die jetzige, politisch hoffnungsvolle Situation uns die innere Gefahr des Kapitalismus näher rückte, stellte sich Bergmann gegen den billigen Idealismus des landläufigen Zionismus, der von Palästina an sich schon eine gleichsam automatisch vorsichgehende Erneuerung auch des jüdischen Geistes erwartet Daß sich aber jüdischer Geist wieder in Wirklichkeit verwandelt, bedeutet — und hier berührt sich Bergmann nahe mit Fichte — auch die Erneuerung für ihn selbst Hier knüpft Bergmann an Martin Bub er an, in dessen .Buch: „Die jüdische Bewegung" sich ihm der Weg von der formalen Forderung zur seelischen Verinnerlichung und geistlichen Verinhaltlichung des Judentums spiegelt, aber in gewissem Sinne auch an Hermann Cohen, der allerdings völlig abstrakt, den letzten Kerngedanken des religiösen Judentums zu erfassen gesucht hat.

  7. 1938-09-01 · Heft 6 (September 1938) · p. 264 · Um den Schabbat

    Das jüdische Leben könnte an diesem Buch neue Wege entdecken, die an Altes anknüpfen. Das Sefer Schabbat, in Palästina entstanden, ist auch ein Buch des Aufbaus, es ist ein praktisch wichtiges Buch, weil es das jüdische Palästina zu den Ursprüngen der Lehre und zu ihrer Deutung zurückleitet.

  8. 1920-01-01 · Heft 7 · p. 477 · Graetz und das nationale Judentum

    Nach seiner Rückkehr begann Graetz eine lebhafte Agitation für die Errichtung eines jüdischen Waisenhauses in Jerusalem, er unternahm zahlreiche Reisen, hielt Vorträge in verschiedenen Städten, war Mitbegründer des „Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina", interessierte sich bei Baron Rothschild für die Förderung der Ackerbauschule „Mikweh Israel", empfahl R. Samuel Mohilewer und mehrere Pioniere der Palästinakolonisation an *) Nach verschiedenen unveröffentlichten Materialien, auch freundlichen Mitteilungen von Herrn Professor Dr. … Näheres in meinem Buche. **) Cohen, Ein Bekenntnis in der Judenfrage 1880 Seite 16 ff. ***) Die „Denkschrift über die Zustände der jüdischen Gemeinden in Palästina und besonders in Jerusalem" (Berlin 1872 6 S. in 40) erschien als Manuskriptdruck und wurde allen Palästinavereinen zugesandt, kam aber dann doch in die Öffentlichkeit.

  9. 1914-03-20 · 12 (20.3.1914) · p. 283 · Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914

    . — In einer Nachbemerkung der Redaktion des „Haschiloah“ wird im Gegensatz zu diesen Ausführungen auf den Sprachenkampf in Palästina hingewiesen, der uns lehre, daß gerade das kulturelle Moment einen sehr wichtigen politisch-nationalen Faktor in Palästina darstelle, dessen Wirkungen auf die Entwicklung des rein wirtschaftlichen Siedlungswerkes gar nicht abzusehen sind. „Die Renaissancearbeit in Palästina muß wohl oder übel nach Lage der Landesverhältnisse und nach der gegenwärtigen Verfassung unseres Volkes zugleich eine politisch-praktische und eine kulturell-geistige sein.“ An sonstigen publizistischen Aufsätzen enthält das Heft eine recht wirksame Auseinandersetzung des Redakteurs Dr.

  10. 1917-07-25 · Heft 20 (25.7.1917) · p. [Seite] · Die Lage und die Hauptforderungen der Juden

    Es handelt sich sowohl um die äJLCS^ö Lage des Judentums in den Ländern des Golus, als auch um die in Palästina-. In den Ländern des Golus machen wir einen wesentlichen Unterschied zwischen den Staaten, wo Juden in größerer Zahl vorhanden sind, und anderen, in denen sie eine verschwindende Minorität bilden.

  11. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 281 · Wege und Irrwege

    Die groteskeste aller Ghettogeburten wäre es aber, wollte man dieses Missionsidcal mit nach einem neuen Palästina verpflanzen. Ohne Zweifel wird ein jüdisches Gemeinwesen auf vielen Gebieten, so vor allem auf dem Gebiet der Sozialpolitik vorbildlich wirken.

  12. 1919-06-25 · Heft 18 (25.6.1919) · p. [Seite] · Fragen des Galuth

    Selbstverständlich geht aber die Nldaimg nicht dahin, dass die Diaspora judenheil nun untätig auf das Wunderbare von Palästina her warte; sie hat .'vielmehr die Hauptarbeit selbst zu leisten. P^as in Erez Israel geschieht, soll ihr einheitlich vorbildliche Anregung sein zu eigenem Tun.

  13. 1917-12-25 · Heft 6 (25.12.1917) · p. Seite 133 · Die außenpolitische Bedeutung der nationaljüdischen Bewegung

    Wir stehen daher selbstverständlich den Forderungen nach nationaler und kultureller Selbstbestimmung der Juden in den Ländern jüdischer Massensiedlung sowohl, als auch dem Streben des jüdischen Volkes nach Schaffung eines nationaljüdischen Zentrums in Palästina freundlich gegenüber. Als deutsche Sozialisten, die die wirtschaftliche Bedeutung aller vorderasiatischer Gebiete für Deutschland kennen, haben wir doppelte Veranlassung dazu.

  14. 1934-01-01 · Heft 7 (Januar 1934) · p. 409 · Der jüdische Sinn des deutschen Judentums

    Aber der Antrieb dieser Arbeit ist, wo sie an ihr Ziel herankommt, nicht mehr Westjudentum, sondern Judentum. Auch das neue, in Palästina entstehende Judentum ist viel mehr Westjudentum, als gewöhnlich geglaubt wird. Dieses palästinensische Westjudentum hat den Geist des Westens manchmal sogar in stärkerem Maße aufgenommen, als es einem wirklich echten Judentum zuträglich ist.

  15. 1935-06-01 · Heft 6 (Juni 1935) · p. Seite 308 · Die Autographen- und Porträtsammlung der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem

    Das Staub- und Wasserproblem gibt es aber bekanntlich auch bei uns in Palästina, und darum sollten wir Zionisten uns dieses Problem ein wenig mehr durch den Kopf gehen lassen als wir es bisher getan haben.

  16. 1936-06-01 · Heft 3 (Juni 1936) · p. 103 · Organisation der Diaspora

    Wenn wir im wachen Suchen nach der Aufgabe der Zeit zu der Palästina einschließenden Formulierung „Organisation der Diaspora" kommen, so drückt sich darin ein Programm aus, das wir als das pharisäische erkennen können.

  17. 1918-07-10 · Heft 19 (10.7.1918) · p. Seite 455 · Jüdische Chronik

    Balästhia. Eine jüdische Kommission aus London bereiste Palästina. Bolen. Am 9. April fanden in Warschau die Wahlen zum Staatsrat statt. In Warschau wurden Ing. Weißblatt (Zionist) und Dr.

  18. 1918-11-10 · Heft 3-5 (10.11.1918) · p. Seite 81 · Der Dualismus in der Judenfrage

    79 in symbolisch bezeichnender Weise, nicht sowohl iin' eigentlichen Orient, als vielmehr in dem Mittellande zwischen Orient und Okzident — seine nationale Tradition weist ihn auf Palästina hin, dieses Land verheißt wenigstens einem Teile der Nation einö ungespaltene Existenz. Darum ist aber der Jude noch keineswegs ein, wie ihn die moderne Theorie hinstellen will, durch unzertrennliche geistige Bande mit Asien innerst verbundener, ja darauf angewiesener Menschentypus.

  19. 1916-10-01 · Heft 7 (Oktober 1916) · p. 426 · Zion, der Staat und die Menschheit

    Er glaubt, meine Meinung wiederzugeben, wenn er schreibt: „nur in Palästina, nur im jüdischen Staate könne das ,verschüttete', das ,fiktive* Judentum überwunden und beseitigt werden". Das verschüttete Judentum, das schlummernde potentielle Judentum in uns soll „beseitigt" werden!

  20. 1916-11-01 · Heft 11-12 (November 1916) · p. 283 · Der Weltkrieg und die Judenfrage [Rezension]

    Bücher scharr. 283 ist die Beleuchtung der Lage der Juden in Rußland wie in Polen und überzeugend wird dargetan, daß als wertvollstes, wichtigstes AuSwanderungsaebiet für die Ostjuden, als ihr Zukunftslaud, die Türkei -- nicht etwa nur Palästina — irr Betracht ko mint. Dü» Iubenheit hätte darum Grund, für die Erhaltung und Stärkung der Türkei zu wirken. Das Judentum aller neutralen Länder aber können mit seinen Wünschen und Sympathien nur auf der «Seite der Mittelmächte stehen.