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Rundschau Politik. Bericht aus Palästina, Von Dr. Ernst Simon, Jerusalem. Die dauernd problematischen Beziehungen zwischen der Palästinaregierung und den Organen des Jischuw haben im Berichtsmonat wieder einige symptomatische Ergebnisse gezeigt.
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Ich möchte Sie nicht mit der eingehenden oder auch nur flüchtigen Schilderung der mannigfaltigen Tätigkeit der Verwaltung von Palästina ermüden. Der Bericht der Regierung von Palästina wird eben jetzt von der Regierung Seiner Majestät veröffentlicht, und darin findet sich die Chronik der Verwaltung von Palästina. … Aber in seiner Art und an seinem eigenen Maßstab gemessen ist Palästina im großen ganzen ruhig. Sie finden viel Übertreibung in der Presse in bezug auf Palästina. Die Londoner Presse bringt alle Neuigkeiten, die tatsächlich vorhanden sind, und viele, die nicht vorhanden sind.
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Amery in seiner Rede einen anderen Punkt unerwähnt gelassen, der für die Juden trotz ihrer bisher geringen Einwanderung nach Palästina tröstliche Aussichten eröffnet. Als die Engländer nach Palästina kamen, fanden sie im Jahre 1919 rund 55.000 Juden im Heiligen Lande, die damals schätzungsweise 9'r der Bevölkerung ausmachten. … Am 1. Juli 1925 lebten in Palästina nach Regierungsschätzung 120.466 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 828.520, was 14-65'/ der Gesamtbevölkerung entsprechen würde.
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Der Bericht der Untersuchungskommission für Palästina Von Ernst Davis Die Kommission, die von dem Kolonialami in London zur Untersuchung der Unruhen und ihrer unmittelbaren Ursachen nach Palästina geschickt wurde, kann nicht als ein objektives Richtergremium gewertet werden.
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Vielleicht schraube ich nach einem Jahre meine Ansprüche noch weiter herunter und bin dann einverstanden. Vorderhand nicht. Ich bin fest entschlossen, in Palästina, und wenn irgendmöglich, in Chederah zu bleiben — hier werde ich mich selbständig machen. Natürlich ist das keine leichte Sache und braucht vor allem Zeit. … (Fortsetzung folgt) Anmerkungen. l) Chederah, jüdisches Dorf in Samaria, 1891 gegründet. — ") S/n'/fs, ein indischer Volksstamm, dessen Angehörige zahlreich in die englische Kolonialarmce eintreten. — :i) Cäsarea war zur Römerzeil die Hafenstadt Palästinas und eine ansehnliche Stadt; noch heute zeugt ein großes Ruinenfeld von ihrem einstigen Glanz. — 4) Sir Herbert Samuel, englischer High Commissioner (Regierungskommissär mit erhöhter Machtvollkommenheit in Palästina). — 5) Rosch-Haivaad, hebr., Obmann des Gemeindeausschusses. — ") Pardess, hebr., Obstgarten. — 7) Pelach Tü(n>ah, großes jüdisches Dorf, 18 km nördlich von Jaffa, 1878 gegründet. — H) CallL hebr., Galiläa, Provinz im nördlichen Palästina. — ") Semach, Dorf am Südendc des Tiberiassees. — J") Kincreth, eine Form des jüdischen Nationalfonds. — 11) Ing.
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Bergmann ist erschienen (hebräisch). Englische Gesellschaft für Palästina-Museum. In einem Brief an die „Times" teilen Sir Robert Mon,d, Sir Rqnald Storrs, Innenminister Sir Herbert Samuel, der berühmte Archäologe Sir Flinders Petrie und Lady Erleigh mit, daß sie sich als eine Gesellschaft der Freunde des Palästina-Museums konstituiert haben mit dem Ziele, Palästina-Kunstgegenstände in der ganzen Welt zu sammeln und sie in einem eigenen Museum in Palästina unterzubringen. … Eine Konferenz der jüdischen Rechtsanwälte in Palästina forderte die Einsetzung eines jüdischen Richters im Distrikt von Haifa.
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. — Nach dem Regierungsbericht wurden im Jahre 1926/27 in Palästina 368 Bücher gedruckt, davon 307 hebräische, 23 in englischer, 17 in arabischer Sprache. Nachrichten und Daten. Politik. Abberufung Colonel Symes'. Colonel Symes, bisher Chefsekretär der Palästina- Regierung, ist zum britischen Residenten und Oberbefehlshaber an Aden ernannt worden und verläßt demnächst Palästina.
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In diesem Falle gibt es für ihn auch gar keine Frage, ob Rebellen Recht oder Unrecht haben. Palästina ist aber keine britische Provinz. Palästina ist Eigentum des Völkerbundes; formell führt England dort einen Auftrag aus, der in keinem Z.usammenhange mit der englischen Souveränität steht. … Das dort stationierte Militär war unzureichend, um diese Unruhen, die den Charakter eines Aufstandes trugen, zu unterdrücken. Deshalb wurden beinahe alle englischen Bataillone aus Palästina nach Kairo abgerufen. In Palästina sind damals außer den 5000 jüdischen Soldaten fast gar keine europäischen Truppen geblieben.
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BEMERKUNGEN Das Tagebuch eines Antizionisten Im Jahre 1918 berief die militärische Administration von Palästina Mr. C. R. Ashbee, der damals für die ägyptische Regierung arbeitete, nach Palästina als Referenten für künstlerische Angelegenheiten und gab ihm insbesondere den Auftrag, den Plan für die Rekonstruktion Jerusalems zu entwerfen. … Ob Hebräisch als Staatssprache anerkannt wird oder nicht, ist auf die Dauer von viel geringerer Bedeutung als die Tatsache, daß unsere nach außen repräsentativen Menschen, diejenigen, mit denen der englische Beamte in Berührung kommt, kein Hebräisch können, Palästina wird nicht von obenher mit Politik gemacht, sondernvon unten her durch jedes Einzelnen Tun und Lassen. Ashbee sieht die Juden mit dem Scharfblick des Feindes.
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Dr. Weizmann behandelte dann verschiedene Fragen des Palästina-Aufbaues, das Problem der Kolonisation, der Einwanderung u. a. m. Er legte hierzu den jüdischen Standpunkt dar. Zur Frage der Einwanderung führte Dr. … Dr., Weizmann kritisierte die Aussagen, die der Vizedirektor des Boden-Departements, Bennett, und der Leiter des Bewässerungsdepartements der Palästina-Regierung, Douglas Andrews, gemacht haben. Er erklärte, es sei noch viel Land für eine Kolonisation verfügbar. In diesem Zusammenhang nannte Dr.
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Wirklich klugen Politikern und Diplomaten wäre es nicht allzu schwer gefallen, mit den palästinensischen Exponenten der Kirche, den Franziskanern, Dominikanern und Augustinern, hochgebildeten und um die Wohlfahrt von Palästina sehr verdienten Männern, zu einem leidlichen Einvernehmen zu kommen, da es zwischen Juden und Katholiken, für die Palästina vor allem ein Pügerland ist, keine wirklichen Gegensätze gibt. … Ein wirklich guter Politiker und Diplomat hätte in einer Zeit, in der der Nationalismus des Arabertums aufflammte, nie das Wort aussprechen dürfen, Palästina müsse so jüdisch werden, wie England englisch ist, weil er nur bei einiger Voraussicht voraussehen hätte müssen, welche furchtbaren Folgen dieser Satz hervorrufen würde.
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Falls es auch gelänge (woran ich zweifle), die Araber von Bagdad und Mekka zu überreden, daß Palästina für sie nur ein kleines, bedeutungsloses Grenzgebiet ist, so würde auch dann Palästina für die palästinensischen Araber nicht ein Grenzgebiet, sondern ihr einziges Vaterland, der Mittelpunkt und die Stütze ihrer eigenen nationalen Existenz bleiben. … Was Geld anbelangt, so ist es lächerlich, zu denken, daß wir imstande sind, Mesopotamien und Hedschas zu finanzieren, nachdem es uns sogar für Palästina nicht langt. Für jedes Kind ist es klar, daß jene Länder, mit ihren billigen Arbeitskräften, die nötigen Kapitalien einfach am Markte finden werden, ja viel leichter sogar, als wir sie für Palästina finden werden.
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Die Regierung! wolle das Mandat durchführen. Die Regierung von Palästina will eine Anleihe von zweieinhalb Millionen Pfund aufnehmen, um 10.000 Familien anzusiedeln, zunächst die vom Land vertriebenen Araber, der Rest sei für Araber und Juden bestimmt. … Dr. van Vriesland, früher Mitglied der Zionistischen Exekutive, wurde von der holländischen Regierung zum Generalkonsul für Palästina ernannt.
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In der Folgezeit hat er wiederholt die Iewish Agency in ihren politischen Bemühungen bei der englischen Regierung unterstützt, besonders energisch nach den Unruhen in Palästina im August 1929 und nach Erscheinen des Paßfield-Weißbuches im Herbst 1930. Sein Sohn, Viscount Erleigh (Gerald Rufus Isaacs) war zweiter Anwalt der Iewish Agency bei der Untersuchung der Unruhen in Palästina. Als Schwiegersohn des verstorbenen Lord Melchett verwaltet er besten ausgedehnten landwirtschaftlichen Betrieb in Palästina. Sir Herbert Samuel. Sir Herbert Samuel, der in das neue Kabinett als Innenminister eintritt, genießt unter der englischen Bevölkerung ebenfalls große Popularität.
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Aber Cohen scheint ein wenig kritiklos zu sein --• erzählt er doch einmal eine romantische Geschichte von einem armen Juden aus Kaschgar, den er in Schanghai kennenlernt, und der in Verzückung seinen Erzählungen aus Palästina lauscht. In einer Fußnote stellt Cohen aber selbst fest, daß der Mann später als Betrüger, als mohammedanischer Bettler, entlarvt wu iide. … Es lag mir daran, daß er den Zionismus besser kennenlerne, und so freute es mich zu huren, daß er im kommenden Jahre auf dem Wege nach England auch Palästina zu besuchen gedenke. Ich gab ihm auch eine Einführung an Sir Herbert Samuel, aber später hörte ich, daß er in Palästiua bloß einen einzigen Tag verbracht hatte, eine Zeit, die wohl kaum genügte, um vorgefaßte Meinungen zu korrigieren, geschweige denn, neue Eindrücke zu gewinnen."
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Leute schließlich, die wenigstens begreifen werden, daß in Anbetracht dieser Deklaration es für jeden ordentlichen, innerlich gegen den Zionismus gestimmten Engländer unehrlich und unpassend ist, einen Beamtcnpo-len in Palästina anzunehmen. Dergestalt können der Moment, die Möglichkeiten und Erwartungen geschildert werden; und nun folgt ein trockenes Verzeichnis der Tatsachen. 1. … Zur Zeit des zweiten Pogroms (in Jalla) war er schon Generalstaatsanwalt von ganz Palästina, und in dieser Eigenschaft leitete er auch die Untersuchung dieser Ereignisse. 4. Die Ereignisse in Jaffa benötigen keine Erläuterung.
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Seine Gedanken sind die eines Mannes, der sein Leben lern von den großen Städten verbracht hat, in Palästina in der Bilu-Zeit, im australischen „Busch", jenseits von jenseits", wie man in Australien sagt: Gedanken, die langsam, wichtig und tief sind, durchdrungen von einem fast primitiven „commonsensc" und überdies von Ernst und Ehrlichkeit. … Und heute wohnt er wieder in Australien und sehnt sich nach Palästina zurück, wo er einst in Rechoboth den Pflug geführt, im Jordantal gekämpft und in Es-Salt, der Hauptstadt von Gilead, als Okkupationsgouverneur geherrscht hat. . .
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Metulla ....... 4.105 172 106, Ein Saitin ...... 3.270 22 Zusammen . . 463.570 30,500 Insgesamt 119,439 17.395 103.381 3.978 122.206 5.832 74.081 2.079 44.463 1.216 Zusammen . . 463.570 30.500 Rundschau. Politik. Von Dr. Hans K o h n, Jerusalem. Während in Palästina selbst das politische Leben in voller Ruhe verläuft und nur von der arabischen Bevölkerung des Landes immer stärker der Wunsch nach Einführung eines verfassungsmäßigen Lebens und einer Volksvertretung geäußert wird, entwickelt sich das politische Leben in den Nachbarländern Palästinas in steigendem Maße und hat in den letzten Wochen zu einer Reihe von interessanten Ergebnissen geführt. … Dieser Vertrag ist der Schlußstein einer fünfjährigen Entwicklung. Im Mai 1923 hat der damalige Hochkommissär für Palästina, Sir Herbert Samuel, in Amman die Unabhängigkeit Transjordaniens unter der Bedingung proklamiert, daß ein Vertrag zwischen Großbritannien und Transjordanien geschlossen werde, der die aus dem Mandat stammenden gegenseitigen Rechte und Verpflichtungen regelt, und daß in Trans jordanien ein konstitutionelles Regime mit ge- 18
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Die moslemische Welt ist gegen die Verkürzung der Rechte der Araber in Palästina, das durch die Juden zu einem Sprungbrett des Bolschewismus im Orient gemacht wird. Er ist einverstanden mit der U&berprüfung durch den Haager Gerichtshof, In einem Briefe an dasselbe Blatt bekämpft Col. … shagen, Leiter des politischen Büros in Jerusalem nach dem Kriege, die Ansichten Lloyds und zitiert Balfour, der als Minister ihm die Direktive gab, die Juden müssen die „meistbegünstigte Nation" in Palästina sein. Norman Angell kritisiert in „Foreign Affairs" die englische Regierung sehr heftig und preist die hohe Aufgabe, die England nach dem Mandat durchzuführen habe.
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Vereinbart wurde ferner, daß eine Kommission leitender Juden und Fachleute auf ökonomischem und wirtschaftlichem Gebiete zur Erforschung der gegenwärtigen Bedingungen und künftigen Möglichkeiten nach Palästina geschickt werden soll. Als Leiter dieser Kommission werden Lord Reading, Felix Warburg, Sir Herbert Samuel, Sir Alfred Mond und andere bekannte Persönlichkeiten, die als Fachleute auf den Gebieten der Kolonisation, Landwirtschaft, Industrie und Finanzen gelten, genannt, die ihre Reise derart einzurichten haben werden, daß sie ihren Bericht noch vor dem im Herbste dieses Jahres stattfindenden Zionistenkongreß fertigstellen können. 2. Uebersicht aus Palästina. Von Dr. Hans K o h n, Jerusalem. Ende des Monats März finden die Wahlen für die Vertretungskörperschaften in den palästinensischen Städten statt.