-
Beide Forderangen erfüllt der Zionismus hier und in Palästina mindestens so sehr wie der C. V. Ein positiv religiöses Programm halte ich für den Zionismus genau so für unangebracht wie für den G. … Sie braucht Spontaneität. Und wenn ich mir das spontan Entstandene in Palästina ansehe, so muß ich sagen, daß nirgendswo in der Welt die Forderungen des jüdisch-religiösen Liberalismus schon heut in einem solchen Maß verwirklicht sind, wie in Palästina.
-
Ohne Vergnügen und Belehrung wird niemand es aus der Hand legen; und in die Hand nehmen sollte es jeder. — a — Religiöse Schutzzölle Alles, was in Palästina in Unordnung kommt, wird durch die Behörden der Mandatsregierung oder durch eine Königliche Kommission zu einem guten oder bösen Ende geführt. … Doch dieser Zoll stellt gewissermaßen die Durchführungsbestimmungen dar zu dem Bibelvers „Denn von Ziongeht die Lehre aus". Von einem I m port der Lehre nach Palästina steht ja wirklich nichts geschrieben . . . A—g. 427
-
Wir verdanken es Palästina, daß Hebräisch zur lebendigen Umgangssprache geworden ist; wir müssen aber in aller Objektivität auch die Kehrseite dieses Prozesses feststellen: Die Vulgarisierung des Hebräischen. … Wie steht es aber mit dem palästinensischen Schrifttum? Die ältere in Palästina eingewanderte Generation hebräischer Schriftsteller hat die Kontinuität des Hebräischen, man möchte beinahe sagen: naturgemäß gewahrt.
-
Und es ist vergangenheitsgebunden und weltverpflichtet, auch im Munde des jüngsten Siedlcrkindleins der neustgegründelen Sicdelung. Denn das Zentrum, welches das neue Palästina in vormessianischer Zeit ja höchstens werden könnte, würde in dieser Zeit mit nichten Zentrum im Sinne Achad Haams sein, der eben den voreiligen Messianismus bremsen wollte und ihm dann in seiner Kulturseligkeit doch grade verfiel, sondern nur im Sinne der — Mathematik. … Vor mir liegt ein zionistisches Bilderbuch mit Landschaften aus Palästina und zweisprachigem Text. Das 108
-
Gerade weil wir hoffen, daß auch dem religiösen Liberalismus in Palästina einmal neue Blüte und neue Früchte beschieden sein werden, wird es erst recht unsere Aufgabe, den Liberalismus aus seiner Erscheinung zur Zeit der Aufklärung und Assimilation herauszunehmen und fortzubilden, damit die Verbindung zu dem, was in Palästina entstehen soll, 512
-
Das jüdische Leben könnte an diesem Buch neue Wege entdecken, die an Altes anknüpfen. Das Sefer Schabbat, in Palästina entstanden, ist auch ein Buch des Aufbaus, es ist ein praktisch wichtiges Buch, weil es das jüdische Palästina zu den Ursprüngen der Lehre und zu ihrer Deutung zurückleitet.
-
Die Leistung des Verfasser» ist um so mehr zu bewundern, als er sie sogar nur als eine Nebenfrucht seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in Palästina bezeichnet. B. Jacob. Neue Besprechung Geist und Gesellschaft. Kurt Breysig zu seinem 60. Geburtstage. I. Band: Geschichtsphilosophie und Soziologie. … Schwetschke & Sohn, Berlin 1927.) i5i Seiten. Erna Arnhold: Was ich in Palästina sah. Mit 16 Bildern. (Verlag Ferd. Hirth, Breslau.) 4o Seiten. S. Poljakoff: Sabbatai Zewi. (Der Heinebuna, 1926.) 3oo Seiten.
-
U M S C Ii A u 91) für eine Bodengesetzgebimg, die erheblich dazu heilragen würde, die Sicherheit in Palästina zu erhöhen, noch immer Zeit. Aus ihrer gelassenen Ruhe ist sie auch nicht durch den Umstund zu bringen, du 13 das 1 a i e i n i s c h e P a I r i a r c h a 1 lelzlens größere B o d e nkäute vorgenommen hat. Hier werden Kaden sichtbar, die zur Erklärung der l'rsaclieu dessen führen, was im letzten Sommer in Palästina vorging. Die Drahtzieher der Erhebung sind unter den arabischen Bodenspekulanten und im Vatikan zu suchen und heimsen jetzt die Früchte ihrer Tätigkeit auf - - Friedhöfen ein. jeder mit dem ihm gemäßen näheren oder ferneren Ziel, politischen oder Geidproüt zu machen oder beides.
-
Alles das hat unser junger- Georg nicht, Kerberl Culenberg Von der vorjährigen Reise des berühmten rheinischen Dichters Herbert Eulenberg durfte man sich ein ungewöhnlich intereffantes Reisebuch erwarten. Es ist soeben unter dem Titel „Palästina: Eine Reise ins gelobte Land" (im Rembrandt-Verlag in Berlin) erschienen. Auch wer durch gute und anschauliche Palästina-Literatur aller Schattierungen verwöhnt ist, wem Alfred KerrS „Ieruschalajim" mit seinen 75 zuckenden Expressionen immer gegenwärtig ist, wird dieses unbekümmerte, anmutige Buch, das 32 Bilder vom Land zieren, lieb gewinnen und besitzen wollen. … Daß wir unsterblich sind, beweist uns wieder Georg Finks demütiges Buch „Mich hungert". reist in Palästina schem, eben Entdecktem, der Schmelz der ersten Begeisterung des Wiedererkennens der alten geläufigen Stätten und Gestalten.
-
Wir stehen daher selbstverständlich den Forderungen nach nationaler und kultureller Selbstbestimmung der Juden in den Ländern jüdischer Massensiedlung sowohl, als auch dem Streben des jüdischen Volkes nach Schaffung eines nationaljüdischen Zentrums in Palästina freundlich gegenüber. Als deutsche Sozialisten, die die wirtschaftliche Bedeutung aller vorderasiatischer Gebiete für Deutschland kennen, haben wir doppelte Veranlassung dazu.
-
Ihm lobliegt vor allem die Hebraisierung, die Judaisierung seiner Gemeinde und ihre seelische Verbindung mit dem jüdischen Kulturzentrum Palästina. Er hat sich für diese Ziele der Galutharbeit womöglich auch über den engeren Kreis seiner Gemeinde hin* aus literarisch zu betätigen.
-
Wenn ein Symbol mehr sein soll als ein willkürliches Anhängsel, muß es irgendwo und irgendwie ganz unsymbolische Wirklichkeit sein. Auch nach meinen Erfahrungen macht die Luft von Palästina nicht weise. Aber ich glaube, meine Frankfurter Weisheit wäre doch nicht ohne das Land Israel, und nicht nur nicht ohne das einstige, sondern auch nicht ohne das zukünftige, das, das immer noch eine Zukunft hat.
-
Exil bedeutet Existenz ohne Machtbasis. In diesem Sinn ist das Judentum des heutigen Palästina in derselben Situation wie wir. Das Exil ist unser Schicksal* Die Geschichte des Judentums seit 586 ist die Geschichte seiner Diaspora.
-
Das Gebet Goethes, das prometheische Gebet beten unsere Brüder in Palästina. Sie sehen ihr Schicksal an mit dem Gefühl jener Schöpferfreude, die im sechsten Buch des „Wilhelm Meister" beschrieben wird, „daß das ganze Weltwesen vor uns liege wie ein großer Steinbruch vor dem Meister", und mit dem Stolz, „daß der Mensch die Umstände so viel als möglich bestimme".
-
Die echte religiöse Aufgeschlossenheit der Jugend und der Massen, die sich vor allem in Palästina ein neues Leben suchen, ist ein- 251
-
Er vvirft dem Liberalismus mit Recht vor, daß er bis heute so gut wie nichts an Eigenem in Palästina geleistet habe, dem Zionismus aber, daß er Menschen, die aus dem Zwang jüdischer Not ohne Parteibuch ins Land kommen, die jüdische Legitimität ihres Schicksals verkürze.
-
.) — Zionismus. Der Gedanke nationaler jüdischer Politik in Palästina und der Diaspora.) — Die Kolonisation Palästinas. 6. Franz Rosenzweig: Der jüdische Mensch. Die Erben der Geschichte: Der Zweifler; der Fromme. — Die Kinder der Zeit: Der Revolutionär; der Aristokrat.
-
Zu diesem Zwecke reiste er nach Rom, zum Papste, der den jüdischen Ambassadeur gnädig aufnahm, und bot ihm die Bundesgenossenschaft der Juden gegen den gemeinsamen Feind, die Türken, an. Als Entgelt verlangte er nach dem Siege Palästina und Jerusalem für sein Volk. Ähnliche Versprechungen machte er auch dem König Juan III. von Portugal, während seine Glau- *) Lion Feuchtwanger: Jud Süß.
-
Er erkannte den Mangel an jüdischem Leben, er erkannte, was uns zusammenhält: die Einheit des jüdischen Menschen. Aber um das Übel zu heben, starrt er auf Palästina, begnügt sich in Deutschland damit, den Juden zu isolieren, ihm das Gefühl der Fremdheit in Europa zu geben; an die Stelle des ,portativen Vaterlands', wie es das ehemalige Judentum war, soll eine „portative Vaterlandslosigkeit" treten.