-
Solche Abzweigungen oder Nabenströme lassen sichbesonders in jenen Ländern beobachten, die mit den Hauptzentren der jüdischen Gelehrsamkeit, mit Palästina und Babylonien, nicht in direktem Verkehr standen, wo also die religiöse Praxis in vieler Hinsicht sich anders und im Gegensatz zum Talmud gestaltete. … Hier stellte Epstein fest, daß die rabbinische HomUie in Palästina eine gewisse Entwicklung' durchimachte und daß man zwischen einfachen und rhetorischen Homilien zu enterscheiden habe.
-
Seit jenem Jahre hat sich, mit dem zunehmenden Verkehr, die Zahl der jüdischen Reiseberichte aus Palästina ins ungeheure vermehrt. De Goeje, Memoire sur la conquete de Syrie, 2 Bde, Leiden 1864. Huart, Geschichte der Araber (aus dem Französischen übersetzt, vorläufig nur 1 Bd. von Färber), Band 1, Leipzig 1914. … Mit Scheriras Sohn, Hai, endet zwar (1038) die bekannte Reihe der Geonim, aber anderwärts (in Damaskus, Mosul, Aegypten, Palästina) und in unregelmäßiger Folge gab es bis ins 13. Jht. hinein große und anerkannte Schulhäupter, die den Namen „Gaon" führten und auch verdienten.
-
Alles, was wir Neues wissen über die Länder des Orients, also außer Aegypten auch über Palästina, Babylonien und selbst Nordafrika (Kairuwän) etc., kommt aus der Geniza (Rumpelkammer) einer Synagoge in Kairo. Die Genizaschätze wurden bearbeitet von Neubauer, Harkavy, Schechter, Hirschfeld, Margoliouth, Kautmann, Poznanski, I. … Doch seien genannt Schechters auf Saadja (S. stammte aus Aegypten) bezügliche Sammlung, ferner die von ihm entdeckte „Abjathar Megillah", die für uns ein neues Kapitel der jüdischen Geschichte erschloß, nicht zuletzt die überraschende Tatsache, daß es auch In Palästina ein Gaonat gab (s. Poznanskis Arbeiten). In Aegypten selbst bestand Jahrhunderte hindurch die
-
Er hat seine Erzählung mit vielen Fabeln ausgeschmückt, aber ihr Kern beruhte auf Wahrheit. Er läßt zuerst den Stamm Dan von Palästina nach Abessinien auswandern, und zwar schon zur Zeit des ersten Jerobeam. Die 3 übrigen Stämme folgen später und begründen zusammen mit den Dankten in Abessinien ein gewaltiges Reich, nachdem sie die Eingeborenen unterjocht hatten.
-
Juden feindlicher Herrschaft (1099 —1.187) wieder in mahomedanische Botmäßigkeit übergegangen: und so sonderbar war das Spiel des Schicksals, daß der zu Ptolcmais (Accp) rcsidircnde Titularkönig von Jerusalem, Johanu von Brienne, europäische Inden zur Niederlassung in Palästina einlnd .כתב אלדד הדני(1 2) Vgl. Zuiiz Gottesdienstl: Vorträge S. 138. 140, 1111b Lessen Essay 011 tlic .geographica!.'
-
Diese im persischen Reiche weit verbreiteten und an Anzahl das Mutterland (wenn es noch so genannt werden kann) stark überragenden jüdischen Colonicit blieben mit dem Muttcrlande in stetem Zusammenhang, so wie wieder Babylon und neben diesem Medien — Persien wird, weil cs zum Theil in Babylon zum Theil in Medien begriffen war, selten namentlich gedacht — als der Nerv der Gola (Zerstreuung) betrachtet wurden und auf sic vorzüglich die Beziehungen gegen außen gerichtet waren. Der Zusammenhang dieser Länder mit Palästina war durch dreierlei vermittelt: durch den Tempel zu Jerusalem, durch die Feststellung desMvnates, durch das fahr liehe halbe Schekel.— Der Tempel zu Jerusalem war der Mittelpunkt für sämmtlichc aus Judäa unmittelbar und mittelbar (vgl. weiter) stammende jud.
-
Jene Kämpfe, in denen besonders Falaschafrauen eine mitunter erstaunliche Führerfähigkeit, oft eine selbst vom Feinde bewunderte Seelengröße an den Tag legten und die jahrhundertelang für die Juden siegreich verliefen, begeisterten Schwärmer wie Eldad Hadani im 9. und David Reubeni im 16. Jahrhundert zu der Idee, Palästina den Juden zurückzugewinnen. Ethnographisch ist in den Falascha jüdischer Einschlag noch nicht einwandfrei crmitlelt.
-
Er war der erste Europäer, der Asien bereiste und der etwa neun Jahre lang eine Reise von Saragossa aus über Katalonien, die Provence, Italien, Griechenland, den Archipelagon, Rhodos, Cypern und Cilizien nach Syrien, Palästina, Mesopotamien, das Khalifat und Persien unternahm und Küstenstädte, wie Yemen, besuchte, um dann über Egypten und Sizilien nach Kastilien zurückzukehren.