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Heidenheim weist nach, daß Kalir nach dem berühm* ten Gaon Hay (geb. 940 oder 969, ges. 1038 in Pumpeditha) gelebt habe. Sein Aufenthalt war wahrscheinlich in Palästina, Syrien und Italien, ansehet nennd fungierte er als Talmudlehrer und Vorbeter. Zahlreich sind seine in die Liturgie aufgenommenen Dichtungen. … Wahrscheinlich bildet also Italien den Ausgangspunkt für die /jüdische Einwanderung nach Mittel- und Osteuropa, wie" Marokko nach Westeuropa,) Zunz in seinem, Werke „G'ttesdienstliche Vorträge" sagt u. a. über die Herkunft Kalirs: „Was der eine Forscher beweist, verwirft der andere, Der eine bestimmt die Heimat de« KuhV in Südifalien, der andere in Aschkenas, dieser in Griechenland, jener in Babylon oder in Palästina." Kalir findet — unbeschadet seiner Autorität — Widerspruch darin, daß er die drei Wurzelbuchstaben des hebräischen Verbum oft auf zwei reduziert. ,*Er (Kalir) tyrannisiert den Hebraismusf zwjn^ ihm willkürliche Bildungen auf, aber -mit einar Uebermacht und mit so hinströmender Fülle, daß man bei der Hoheit des .Gedankens die Uneben' heit des Vortrages übersieht, zumal wenn des Pal" tan® religiöse Glut den Kunstrichter erwärmt.
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Diese Arbeit des Wiener Professors ist ein Muster für eine besonnen kritische Behandlung biblischer Fragen, die den Phantasien gewisser Hypothesentünstler auf Grund der neuesten Ausgrabungen am Nrl, am Euphrat und Tigris, sowie in Palästina einen sicheren Damm entgegensetzt. Man beachte bei solcher Gediegenheit des Inhaltes den für unseren jüdischen Büchermarkt unglaublich bescheidenen Preis!