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566 Friedrich Thieberger: Samson Raphael Hirsch die Menschheit zu befähigen. Nicht die europäische Kultur wird nach Palästina getragen, sondern die Kultur der Menschheit durch Gottes Gesetz und Wort wird aus Palästina geholt" (aus der Abhandlung über Jesaias). … Aber Hirsch wollte nicht einsehen, daß es eine viel größere Gewähr für die Erhaltung des jüdischen Volkes ist, den Messias in Palästina zu erwarten statt in Frankfurt am Main. Das Gewordene in seiner Gesamtheit zu sichern und ihm einen abschließenden gegenwärtigen Sinn zu geben, dem galt seine Kraft.
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Auch aus dem Leben der ersten palästinensischen Pioniere hat Jawitz Schilderungen veröffentlicht, die in etwas naiver Form das idyllische Leben auf der Väterscholle im Gegensatz zu dem Ghettoleben in Rußland darstellen. Im Jahre 1897 verließ Jawitz Palästina und kehrte nach Rußland zurück. Er geborte zu den Ersten, die dem Ruf H e r z 1 s folgten. Bald darauf gründete er im Verein mit Reines, Rabinowitz und anderen die zionistische Fraktion ,,Misrachi", deren Blatt „Hamisrach" er redigierte. Seit dieser Zeit wechselte er wiederholt seinen Wohnsitz (Berlin, Wilna, Antwerpen, zuletzt London). Nach der Rückkehr aus Palästina widmete er den größten Teil seiner Kraft Geschichtsstudien. Er verfaßte ein Lehrbuch der Völkergeschichte, das in mehreren Auflagen erschienen ist und bereits in Palästina kegonnenwordenwar, ein jüdisches Geschichtslesebuch und schließlich eine ausführliche Darstellung der jüdischen Geschichte, von der zehn Bände bis zur Epoche der Geonim fertig gestellt sind.
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Moses Mendelssohn und die religiösen Gestaltungen des Judentums im 19. Jahrhundert die erhoffte Rückkehr nach Palästina, die Herrn Michaelis so besorgt macht, auf das bürgerliche Verhalten der Juden keinen Einfluß üben könne, da die meisten, nicht enthusiastisch gestimmt, jedenfalls für sich das ubi bene ibi patria werden gelten lassen.
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M-, Karlsruhe, Wien (3., Pest, Krakau, Teschen, Bukarest, London (2), Warschau, Palästina, Amerika. — Bittgesuch. — Inserate. KmerlMgkll!11 den Verhandlnugen nnd Keschlnfsen der Rlrbdinerliersannnlnng;n Kerlin.
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Und in Gedanken an die Heimat löst sich seine Seele von allen nebelhaften Rücksichten frei: „Nicht über die Erde zerstreut, vielmehr um die Höhe des Gesetzesheiligtums gesammelt, in Palästina findet die Zukunft Israel. Dort suchen es die Völker auf und dorthin ist es nicht zurückgekehrt, um dort etwa die in der Zerstreuung von den Völkern gelernten Weisen der Kultur und des Staatslebens in Begründung eines eigenen Staates zu üben; sondern dort ist es wieder gesammelt, um die von Gott gelernten Sitten des Menschen und Wege des Bürgers zur vollen Verwirklichung zu bringen und so durch die Kenntnis und Erfüllung des Gesetzes und des Gotteswortes sich zum Priestervolke für
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20 Bayerische Israelitische Gemeindezertung Nr. 2 Beleuchtungskörper hans endres Radio-Anlagen hochmodern und antik_/_Augsburg, AnnastraBe_ neuester Konstruktion Palästina in Midrasch und Talmud zeigen, wie die Vereinigung von modernen historisch-philologischen Methoden und dev organischen Vertrautheit mit dem alten rabbinischen Schrifttum höchst bedeutende Leistungen zeitigen kann.
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So ist das Ereignis, das die Zionsliebe zuerst wieder in den Herzen des zerstreuten Volkes weckte, überhaupt nicht erwähnt, obwohl es einen historischen Wendepunkt bedeutet: die Übersiedlung der Pariser Jeschiwa nach Palästina (im i3ten Jhdt), die Aussendung des ersten Meschulach, der Beginn der Chaluka. Dies Ereignis ist in seiner Tragweite kaum zu überschätzen: wenn wir bedenken, daß Babylon in vielen talmudischen Vorschriften schon dem Heiligen Lande gleich gesetzt
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Wir wünschen, fährt Holländer fort, nach Beendigung der Wahl dem deutschen Judentum innere Ruhe. Auch die Stellung zu Palästina darf nicht als ein Kriterium der Stellung des einzelnen zum Deutschtum angesehen werden. Zum Schluß wendet sich Holländer gegen die Forderung, daß die Gemeinden den Abwehrkampf übernehmen sollten, und schreibt: „Die Jüdische Gemeinde dient nach unserer Auffassung ihrer Aufgabe nur, wenn sie ihre Einrichtungen ebenso dem Wohl des deutschen Gesamtvolkes wie dem — ich scheue mich nicht, den falschverstandenen Ausdruck im Sinne des Centralvereins zu gebrauchen — jüdischen Volke widmet.