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  1. 1929-12-01 · Heft 5 (Dezember 1929) · p. 487 · Juden und Araber in Palästina

    Alfred Wiener: Juden und Araber in Palästina ... In allen übrigen Lebensgebieten sind die Beziehungen der Araber untereinander sehr lose, nur nicht in diesem Punkte! … Gewiß ist keiner im eigentlichen Sinne schuldig, gewiß gebot ihnen ihre Auffassung vom Jüdisch-Nationalen so zu handeln, wie sie es taten, — aber sie mußten sehen, welche Hochspannung über dem mohammedanischen Palästina wegen der Klagemauer lagerte, wie genau die Araber jeden Zeitungsaufsatz, jede Demonstrationsrede verzeichneten, wie manche ihrer Zeitungen eine bedrohliche Sprache redeten, wie trotz feierlichen Protestes der Zionistischen Exekutive überall falsche Gerüchte in Umlauf gebracht wurden.

  2. 1928-08-01 · Heft 8-10 (August 1928) · p. Seite 390 · Das neue Stadium der Jewish-Agency-Frage

    Im Anhang sind beigefügt: Die Richtlinien für die Arbeiten der Kömmission gemäß Schreiben der Herren Marshall und Doktor Weizmann vom 1. Juni 1927, ferner Auszüge aus dem Mandatsstatut für Palästina und die Immigrationsbestimmungen der Palästina-Regierung vom Jahre 1925 und eine Karte. Der Bericht beginnt mit einer historischen Einführung, in welcher kurz die Entwicklung der Palästina-Kolonisation, die Geschichte der Balfour- Deklaration sowie die Konstitution und der Aufbau der Zionistischen Organisation dargestellt werden. Der nächste Abschnitt gibt eine detaillierte Darstellung der wirtschaftlichen Bedingungen Palästinas und behandelt im einzelnen die Physiographie des Landes und eine Beschreibung der Grenzen. Ueber die Topographie schreibt der Bericht folgendes: Palästina ist 8880 Quadratmeilen groß und kann in folgende Distrikte unterteilt werden: Die Einteilung. Südlich der Ebene von Esdralon ist das Hügelsystem Palästinas in die Hügel * von „Samaria" und ,,Judäa" geteilt.

  3. 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 328 · [Rezension]

    Spiegel zu außerordentlichem Danke verpflichtet sein müssen. Die einzigartige Bedeutung des Palästina-Mandat es ist nach Frau Dr, Spiegel darin gelegen, daß durch dasselbe den Juden in Palästina die Stellung einer Staatsnation eingeräumt und garantiert ist, auch solange sie noch zahlenmäßig eine Minderheit bilden, während die Juden überall sonst wohl ausschließlich eine Minderheit sind. … Spiegel dabei auf die verschiedenen Unterlassungen unsererseits, aber auch seitens der Palästina-Regierung zu sprechen kommt, um besonders eine zielsichere Arbeit unsererseits und unter Heranziehung der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen eine stärkere Förderung unseres Werkes durch England zu fordern.

  4. 1921-01-01 · Heft 10 · p. 626 · Reise zu den Chaluzim [Rezension]

    626 Bemerkungen:'Von der zweiten Generation in Palästina sehen ist, da er neue Lebensformen, Gemeinschaftsformen suchen muß, so muß seine Verwirklichung durch Sozialismus vor sich gehen. … Sein Urteil über die Araber bildet er etwas einseitig mit den Augen des überlegenen Europäers, vielleicht auch hier nicht unbeeinflußt von jüdischen Stimmen in Palästina Wie er überhaupt an mehreren Stellen Urteile ausspricht, deren Quellen der Leser, der in der zionistischen Bewegung Bescheid weiß, unschwer wiedererkennt.

  5. 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 324 · Geistiges Leben. Von Dr. Hugo Bergmann, Jerusalem.

    324 um die Erhaltung des Volkes, das Formal-Jüdische — Land, Sprache, Sitte etc. — wird sich von selbst verstehen, dafür aber wird in Palästina alles daran gesetzt werden, das Judentum in seinem tiefen, menschlichen Sinne darzuleben, im Leben zu verwirklichen. … Es war vorauszusehen, daß diese beiden so grundverschiedenen Quellen des Zionismus, die national-chauvinistische und die religiös-sittliche, in Palästina in ihrer ganzen Gegensätzlichkeit zum Ausdruck kommen werdein, und zwar zum Ausdruck kommen werden innerhalb des neuen zionistischen Jischuw.

  6. 1920-01-01 · Heft 8-9 · p. 543 · Religiöses Leben

    Es genügt, einen Blick in die zionistische Presse zu tun, um sich von ihrem ganz veralteten Standpunkt in allen Palästina-Fragen zu überzeugen. Es fehlt ja schon die Hauptvoraussetzung für die Kenntnis der Vorgänge und Strömungen im Lande, die Kenntnis der hebräischen Sprache. … Die zionistische Organisation hat es sich entgehen lassen, die Vorgänge in Palästina zum Gegenstand einer tiefen Propaganda zu machen, um lebendiges Interesse und Opferwilligkeit in der hiesigen Judenheit zu entzünden.

  7. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 276 · Wege und Irrwege

    276 rung erleiden würde, seine Folgerung, daß Palästina daher ein „Zentrum" nie in ökonomischer, sondern höchstens in geistiger Hinsicht werden könne,' wurde in das Schlagwort vom „geistigen Zentrum" zusammengepreßt und umgeformt, „ökonomisches Zentrum" wurde allmählich eine verfehmte Vorstellung, aber abweichend von Achad Kaum richtete sich die Verfehmung bald nicht mehr gegen den Zentrumsbegriff, sondern gegen das ökonomische überhaupt. … Dies ist nur ein — wenn auch vielleicht das aufrichtigste — Symptom einer Richtung, die jede Hinoinmengung des Zionismus als realen „politischen Faktors'4 in die Weltpolitik ablehnt, weil ihr Reich nicht von dieser politischen und imperialistischen Welt ist (Buber im Heft 5/6 des „Juden"), die selbst die Kolonisation in Palästina als rein religiöses Phänomen zu interpretieren versucht (B r o d in der „Neuen Rundschau" Nr. 9), die gegen das Taylorsystem als .unjüdisch polemisiert mit Gründen, wie sie eben nur dem Dichter und Mystiker in seiner Abneigung gegen das ökonomische Leben zu eigen sind (Brod im „Juden") und die mit der gleichen Begründung schon jotzt über den Gedanken einer Frauenarbeit in Palästina stolpert (Epstein im Dezemberheft des „Juden").

  8. 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 282 · Politik. Von Dr. Hans Kohn, Jerusalem.

    Robert Weltsch, Berlin, Nach dem XV. Zionistenkongreß, der eine neue Palästina-Exekutive wählte, war es die wichtigste Aufgabe der Zionistischen Organisation, ihre eigenen Verhältnisse in Palästina in Ordnung zu bringen. … Im Laufe der Entwicklung gelang es jedoch, einen Ausgleich zu finden, indem nämlich durch Mithilfe der Regierung die Durchführung der vorgeschlagenen Arbeiten möglich wurde. Die Palästina-Exekutive hatte mehrere Konferenzen mit dem Oberkommissär Lord Plumer und mit den leitenden Beamten der Regierung und legte diesen rückhaltlos die Situation dar.

  9. 1928-02-01 · Heft 6 (Februar 1928) · p. 654 · Prinzipielle Bemerkungen zu einer zionistischen Schrift [Rezension]

    Das Kulturzentrum der deutschen Juden liegt in Deutschand, das der Nationaljuden in Palästina. Es stände schlecht um das religiöse Bewußtsein der deutschen Juden, das eine Zeit lang wohl durch Aufklärung und Naturalismus gelähmt werden konnte, wenn es zu seiner Erhaltung eines „jüdischen Kulturzentrums" bedürfte. … Sie werden um so freudiger mithelfen, entrechteten Glaubensbrüdern in Palästina eine völkerrechtlich gesicherte Heimstätte zu schaffen, je mehr die Aufbauarbeit sich freihält von einer Propaganda für jüdischen Nationalismus.

  10. 1920-01-01 · Heft 1 · p. 37 · Die Prager Konferenz

    Das wichtigste ist der Aufbruch (im Grunde ist das Wort „Alijah" unübersetzbar) der jungen Menschen nach Palästina. Diese Wanderung soll geregelt werden; es soll jeder an seinen Arbeitsplatz gestellt werden; es soll mit Voraussicht und Sachlichkeit für die Erfordernisse des palästinensischen Lebens vorgesorgt werden. … Robert Weltsch Trumpeldor Einige Jahre vor dem Kriege kam er nach Palästina: straff, mit energischen Gesichtszügen von ausgesprochen russischem Gepräge, Abkömmling eines jener jüdischen Soldaten, die unter Nikolaus dem Ersten fünfundzwanzig Jahre lang zum Heere gepreßt wurden.

  11. 1927-12-01 · Heft 5 (Dezember 1927) · p. 527 · Prinzipelle Bemerkungen zu einer zionistischen Schrift [Rezension]

    Es ist zunächst zu begrüßen, daß die Verfasser sich mit Entschiedenheil von demjenigen Zionismus lossagen, der durch die Namen Pinsker, Herzl und neuerdings Jabotinsky bezeichnet wird, d. h. von der Idee des reinen Judenstaates in Palästina. Und wirklich ist es denn doch mehr als Euphemismus, von einem solchen zu reden, wenn dieses Land, unter einem englischen Goul) Im Verlage Dr.

  12. 1919-01-01 · Heft 3 · p. 71 · Wichtige Aufgaben

    Die Friedenskonferenz hat den ersten Schritt durch Anerkennung des Anspruches des jüdischen Volkes auf seine nationale Heimstätte in Palästina getan. Aber auch der Zionis* mus, der jetzt die Bahn frei hat, fordert, daß die gegenwärtig in allen Ländern verstreut wohnenden und vermutlich nodV lange Zeit verbleibenden Juden in die Lage versetzt werden, sich auch in diesen als freie Gemeinschaft unter eigener Verantwortung 71

  13. 1928-01-01 · 1 (1928) Sonderheft zu Martin Bubers fünfzigstem Geburtstag · p. 40 · Zionismus als unendliche Aufgabe

    Im realen jüdischen Leben, das aus seinen Schlacken befreit werden und wieder in Reinheit als solches kenntlich sein muß, in einer lebendigen, schaffenden, leidenden, jubelnden jüdischen Gemeinschaft, wird dieser Mission ein legitimer Träger entstehen. Wir arbeiten für die Schaffung dieses Lebens in Palästina, der Kleinarbeit am alltäglichen, allzu menschlichen, materiell verstrickten Werk gilt unsere Sorge; aber zugleich sind wir erfüllt von der Hoffnung, daß die wahre Erneuerung die Gemeinschaft ergreifen wird.

  14. 1928-02-01 · Heft 6 (Februar 1928) · p. 657 · Prinzipielle Bemerkungen zu einer zionistischen Schrift [Rezension]

    In dieser Weise hoffen wir alle, wo wir auch immer sein mögen, in Palästina oder in irgend einem Lande der von Menschen bewohnten Erde, in dem gleichen Sinne, wie es Wilhelm Michel meint, an allgemeinen menschlichen Bestrebungen mit allen unseren Mitbürgern und Mitmenschen teilzunehmen.

  15. 1930-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1930) · p. Seite 394 · Politik. Von Gerade Arlosoroff-Goldberg, Tel-Aviv.

    Erleichtert wurde diese Entwicklung in hohem Maße durch die Aktionen und Aeußerungen Weizmanns und Warburgs, die zugleich mit den Londoner Berichten nach Palästina gelangten. Die Reaktion der Araber auf die Londoner Erklärung ist noch etwas in Dunkel gehüllt. Es sind Zeichen für innere Meinungsverschiedenheit vorhanden, was die Beteiligung am Legislative Council betrifft.

  16. 1921-01-01 · Heft 8 · p. 514 · Volk oder Partei?

    5i4 Robert Weltsch: würde nicht aufhören eine Partei zu sein, selbst wenn der Friedenskongreß uns Palästina zuweist und — wie es jetzt in Amerika der Fall zu sein scheint — einige Großkapitalisten ihr Interesse der Sache zuwenden.

  17. 1920-01-01 · Heft 4 · p. 246 · Religiöses Leben

    Aber auch ihre Bedeutung als Reserven des so notwendigen hebräischen Menschenmaterials für ein hebräisches Palästina ist nicht gering einzuschätzen. Und vor allem: die hebräischen Gymnasien sollen ja die Träger unserer Nationalautonomie sein, ein Teil der realen Tatsachen, auf die sich diese stützt und aus denen sie ihre Existenzberechtigung schöpft. — „Aber werden wir denn Kräfte genug finden?"

  18. 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 330 · [Rezension]

    Es ist jene Politik, die sich mit aller Entschiedenheit gegen den Legionsgedanken wendet, welche bestrebt ist, das neue jüdische Palästina in die zukünftige Bewegung des aufwachsenden Orients friedlich einzugliedern, jene Politik, welche das Churchillsche Weißbuch begrüßt hat, welche die starre Form des Judenstaat-Gedankens zugunsten fortgeschrittenerer, schmiegsamerer, politischer Formen, welche einem Volke voll-

  19. 1914-05-15 · 20 (15.5.1914) · p. 493 · Lehrbuch der hebräischen Sprache [Rezension]

    Ein besonderer Vorzug der Broschüre besteht darin, daß speziell die Palästina- Arbeit eingehend besprochen wird. Sehr interessant sind die Ansichten Pasmaniks über die Kulturfragen, die den Kongreß beschäftigt haben.