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Moses Schorr SYSTEMATISCHE PALÄSTINAKOLONISATION In der Übersicht, die im ersten Jahrgang dieser Zeitschrift über „die jüdischen Positionen in Palästina" gegeben wurde, ist betont worden, daß die zionistische Organisation nach all der wertvollen Vorarbeit, die sie in den letzten Jahren in Palästina geleistet hat, erst vor ihrer eigentlichen Aufgabe stehe: eine planmäßige Ansiedlungstätigkeit größeren Stils zu entfalten.
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Besonders reizvoll ist es, die Rolle Palästinas in diesen Kämpfen zu verfolgen, und das ist das eigentliche Thema Margulies'. Solange Babylon und Ägypten im Widerstreit liegen, ist Palästina Kampfplatz und kann nicht zur ruhigen Entwicklung kommen. Eine Ausnahme macht nur, während beide Großreiche durch innere Kämpfe gelähmt sind, die Bildung eines stattlichen Zwischenreichs unter David-Salomo. … Die Diadochenzeit, die Ägypten abtrennt, ist darum wieder mit dauerndem Kampf auf palästinensischem Boden erfüllt. Wieder zeigt sich, daß Palästina nach Norden gravitiert. Der innere Zerfall des Seleukidenreiches verhilft den Juden noch einmal zur Unabhängigkeit; aber das römische Weltreich bringt ihnen nicht, wie der übrigen Welt, einen dreihundertjährigen Frieden, sondern [den staatlichen Untergang infolge unüberbrückbaren inneren Gegensatzes.
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Der Talmud ist gegen die kaufmännische Freizügigkeit, ein Kaufmann darf in keiner fremden Stadt ein Geschäft betreiben 21). Lebensmittel dürfen aus Palästina nicht ausgeführt werden22). In Lebensmitteln darf es keinen Zwischenhandel geben. Der Landwirt soll diese unmittelbar an den Konsumenten verkaufen.
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Historisch kann, wie auch Eduard Meyer („Geschichte des Altertums") ausführt, von einer hethitischen Urbevölkerung in Palästina und Syrien nicht gesprochen werden; hier weisen die ältesten erfaßbaren Spuren nur auf eine semitische Bevölkerung.