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Es konnte den Russen wenig schaden, auf alle Fälle durch kleine Geldunterstützungen und gute Worte sich unter den Juden in Palästina Freunde zu machen. Möglich, daß der Gedanke hierzu mittelbar durch diese lächerliche Affaire des Salomon Plonski eingegeben wurde. Jedenfalls hat die freundschaftliche Anbiederung vonseiten einer mit der Türkei kriegführenden Macht diesmal für die Juden in Palästina keine schlimmen Folgen gehabt Anders im Jahre 1798, als Napoleon seinen Zug nach Ägypten und Syrien unternahm. Die erste französische Republik hatte die Menschenrechte verkündet und die Juden emanzipiert Dadurch hatte sie sozusagen ein Anrecht auf die Dankbarkeit aller Juden der Welt erworben, sogar der palästinensischen, obgleich diesen alle Revolutionen und Emanzipationen und alles, was damit zusammenhing, ein Greuel war.
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Aber aus der Tatsache, daß ,,die historische Wiege des jüdischen Volkes in Palästina stand, folge noch nicht, daß auch das neue Haus des jüdischen Volkes in Palästina erbaut werden müsse. Denn erstens wäre Palästina zu eng dazu, und zweitens würden alle Schätze des so reichen jüdischen Volkes nicht ausreichen, um das Eigentumsrecht auf das Land von seinen jetzigen Herrschern zu erwerben und den Boden von seinen Besitzern abzukaufen“3.
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Es konnte den Russen nicht schaden, auf alle Fälle durch kleine Geldunterstützungen und gute Worte sich unter den Juden in Palästina Freunde zu machen. Möglich, daß der Gedanke hierzu mittelbar durch die so ridiküle Affaire des Salomon Plonski eingegeben wurde. Jedenfalls hat die freundschaftliche Anbiederung vonseiten einer mit der Türkei kriegführenden Macht diesmal für die Juden in Palästina keine schlimmen Folgen gehabt. Anders im Jahre 1798, als Napoleon seinen Zug nach Aegypten und Syrien unternahm. Die erste französische Republik hatte die Menschenrechte verkündet und die Juden emanzipiert.
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Aber solange die jüdische Wirtschaft, in Deutschland so gut wie in Palästina, nicht einmal die zum Judentum Entschiedenen, geschweige gar die ganze jüdische Jugend als Erwachsene aufzunehmen imstande ist, so lange muß das jüdische Erziehungswesen neben und außerhalb der deutschen Schule stehen. … Dennoch bleibt kein anderer Weg zur Lösung dieses Konfliktes, als das „Loskaufen" der Jugend aus der deutschen Wirtschaft; und dies ist nur möglich zugleich mit der langsam vorschreitenden Fundierung der jüdischen Wirtschaft in Palästina. Durch drei feste Punkte ist der allgemeine Grundriß und die Besonderheit des jüdischen Nationalerziehungswesens in Deutschland und Westösterreich bestimmt: durch das Wesen der Jugend, durch die Idee der jüdischen Kultur und durch die reale Gegebenheit der gegenwärtigen Struktur der Judenschaft.
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Immerhin fehlt der hebräischen Sprache in Europa die Natürlichkeit und Lebendigkeit, die sie in ihrer eigentlichen Heimat Palästina besitzt. In Palästina kann dem Bedürfnis nach neuen Sprachbildungen, wie es der lebendige Verkehr mit sich bringt, im Hebräischen als Umgangssprache ganz anders entsprochen werden als in Europa, wo es doch Schriftsprache geblieben ist.
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Leinen M. 7.50 Philby, Harry: Das geheimnisvolle Arabien. 2 Bände.' Leinen M. 30.— Pinner, Felix: Das neue Palästina. Volkswirtschaftliche Studie. M. 2.50 Seidel, H. I.: Der britische Mandatstaat Palästina im Rahmen der Weltwirtschaft.
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Diese Empfindung^ ist um so zwingender, als das Buch nicht von einem raffinierten Literaten und nicht in einem der großen Zentren des europäischen Literaturbetricbs, sondern von einem aus Galizien nach Palästina verschlagenen Vierundzwanzigjkhrigen geschrieben r/urdo. Ein Kritiker verglich Agnon. mit Rabindranath Tagore. Wir halten <lio Vergleichung des jungen Juden mit dem alten Hindu, dessen Dichtungen — wenigstens in der Übertragung — von einer spezifisch englischen Süßlichkeit triefen, für blasphermsch.
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Umschau: Literatur 307 noch eine besondere Aufgabe in der Kulturentwicklung des neuen jissub von Palästina zu erfüllen hat, so spricht auch Arno Nadel nicht genügend von der neuhebräischen Musik und schweigt ganz von der doch so wichtigen „Gesellschaft zur Verbreitung jüdischer Musik" in Petrograd.