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  1. 1914-02-06 · 6 (6.2.1914) · p. 138 · [Kommentar]

    Nathan hat die Gefühle der ganzen jüdischen Bevölkerung von Palästina mißverstanden. Die Spenden für das Institut waren gegeben worden, weil man die hebräische Sprache darin zur herrschenden machen wollte. … Die Schöpfer des neuen Jischub hätten daher von vornherein die ausschlaggebende Bedeutung des Hebräischen in Palästina erkannt und keine Mühe gescheut, um unsere nationale Sprache zu neuem Leben zu

  2. 1914-02-13 · 7 (13.2.1914) · p. 159 · [Kommentar]

    Die Protestkundgebungen gegen den Hilfsverein aus den entlegensten Ländern und Erdteilen, die werktätigen Sympathien, die dem neuen hebräischen Schulwerk in Palästina allerorten entgegengebracht werden, legen Zeugnis ab von dem machtvollen Vordringen der hebräischen Renaissancebestrebungen in alle Kreise der zeitgenössischen Judenheit. … Denn gewaltig groß sind unsere moralischen Pflichten gegenüber der jüdischen Erziehung in Palästina! Mit der bedeutsamen Frage der Ottomanisierung der palästinensischen Juden beschäftigt sich „L’Aurore“ (Konstantinopel) in ihrer Nummer vom 30.

  3. 1914-04-24 · 17 (24.4.1914) · p. 413 · [Kommentar]

    Im „Moment“ wendet sich Hillel Zeitlin in einem ,,N u r in Palästina'4 überschriebenen Artikel gegen die in manchen russisch-jüdischen Kreisen propagierten Bestrebungen, eine jüdische Universität in einem westeuropäischen Lande zu begründen. Zeitlin vertritt mit aller Entschiedenheit die Meinung, daß einzig und allein Palästina als Ort für eine jüdische Universität in Betracht komme. Selbst wenn sich erweisen sollte, daß die Schaffung einer jüdischen Universität in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz etwas leichter durchzuführen wäre als in Palästina, so würde dies absolut nicht ins Gewicht fallen.

  4. 1914-07-10 · 28 (10.7.1914) · p. 722 · [Kommentar]

    Der Verfasser, ein guter Kenner des Landes und Autor eines der besten Palästina-Werke, konstatiert vielfache Fortschritte insbesondere auf landwirtschaftlichem Gebiete und in Verbindung mit der deutschen und der jüdischen Kolonisation. … Einigermaßen naiv klingt folgender Satz: „Daß die Christen um der Liebe willen für die Bewohner des Heiligen Landes tätig sein wollen, geht dem Muslim nicht ein; er sieht dahinter politische Absichten und hat sich längst die Frage vorgelegt, wessen Herrschaft er am liebsten in Palästina ertragen würde.“ Weiter heißt es dann: „Durch die jüngsten Ansiedlungen der Juden werden endlich deren Schutzmächte, abgesehen von der Türkei, besonders Rußland und Oesterreich, wieder in ganz anderer Richtung für Palästina in Anspruch genommen.“ — Rußlartd als Schutzmacht der Juden ist hübsch gesagt.

  5. 1914-03-13 · 11 (13.3.1914) · p. 262 · [Kommentar]

    Das Bestreben, unseren nationalen Einfluß im Lande zu mehren, ist ja die Seele vieler neuer Unternehmungen, die wir in den letzten Jahren in Palästina geschaffen haben. Dieses natürliche Streben hat insbesondere auch viel dazu beigetragen, unser Verhältnis zu Jerusalem und seinen 60 000 jüdischen Bewohnern zu ändern ... … Jetzt sind in dieser sachlichen Schrift, die vieles Tatsachenmaterial über den Sprachenkampf in Palästina enthält, nicht nur Darstellungen über die Bedeutung der hebräischen Sprache für das Gesamtjudentum, über das Schulwerk in Palästina, den Kampf der letzten Monate und die Broschüre Paul Nathans enthalten, sondern sie orientiert auch über den Verlauf der Sitzung des Kuratoriums am 22.

  6. 1901-10-04 · 40 (4.10.1901) · p. 12 · [Kommentar]

    Seite 12 „Die 2$ Welt" Nr. 40 In dem Artikel „Der Zionismus und die Colonien in Palästina" verwahrt sich Max Nordau in scharfen Worten dagegen, dass man die zionistische Partei für das weitere Schicksal der Colonisten in Palästina verantwortlieh mache. … Oeffnet gefälligst den Geldbeutel, gebt, wie viel ihr geben könnt, und schickt das Geld nach Palästina. Der Zionismus wird euch gern behilflich sein, eure Spenden zu sammeln, sie nach Palästina zu schicken und sie dort gehörig zu vertheilen.

  7. 1901-02-01 · 5 (1.2.1901) · p. 10 · [Kommentar] / H.

    Jahrhundert auch nach dieser Richtung hin bedeutsame Veränderungen bringen... Es ist sicher, dass. wenn Palästina durch fleissige, arbeitsame Leute neu besiedelt wird, es binnen kurzer Zeit zu einem reichen, fruchtbringenden Lande und Staatswesen emporgebracht werden könnte." … (Mit Illustrationen.) B. Ebenstein: „Ein vergessenes Stück Palästina". (Mit Karten.) Ben Israel: „Der ewige Jude*. Gedicht. S. Lublinski: „Ein jüdischer Roman*. Dr. Th. Z 1 o c i s t i: „Juda".

  8. 1914-02-27 · 9 (27.2.1914) · p. 216 · [Kommentar]

    Februar: Wie man auch über den Streit zwischen Zionisten und Nichtzionisten in Deutschland denken mag, der als Resultat des hebräischen Sprachenkampfes in Palästina entstand: über die Art, in der dieser Kampf geführt wird, kann es keine Meinungsverschiedenheiten geben. Die Gegner des Zionismus haben es für richtig gehalten, diese Differenzen in die allgemeine Presse zu tragen. … Die bewundernswerteste Leistung der neuen jüdischen Siedlung in Palästina ist die Wiederbelebung der hebräischen Sprache. Hebräisch ist heute die Umgangssprache nicht von 6000 Juden, wie „Outsider“ behauptet, sondern von fast allen den 100 000 in Palästina lebenden Juden.

  9. 1901-01-01 · Heft 1 (Januar 1901) · p. Seite 75 - 76 · Revue der Presse

    Andererseits befreit er die Zionisten endgültig von dem Vorwurf, die Einwanderungsverbote in Palästina veranlasst zu haben. Er selbst war Zeuge, wie im Jahre 1891 der frühere Direktor der Ackerbauschule Mikweh-Israel bei Jaffa dem Gouverneur von Jerusalem sagte, dass die russisch-jüdischen Einwanderer an die Wiederaufrichtung des jüdischen Reiches dächten.

  10. 1903-10-09 · 41 (9.10.1903) · p. 9 · Hazefirah [Kommentar]

    Zwar hat der Kongress diese seine Lossagung vom ursprünglichen Ziele, von dem die zionistische Bewegung Leben und Namen erhalten, hat mit der Erklärung, dsss das Endziel doch Palästina bleiben wird, mildern wollen. Aber das Vorausgehende wirft schon einen Schatten des Zweifels auf das Ideal. Die sympathischesten sind die Russen, die der verkörperte Glaube sind.