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  1. 1913-01-10 · Heft 2 (10.1.1913) · page 1

    Nun sagt zwar Hecht gelegentlich, „was nutzen die besten Besiedlüngspläne für Palästina?", das müßte mit anderen Worten heißen: wir wollen keinen Judenstaat, aber schließlich ist dieser Widerspruch gänzlich gegenstandslos', da zum Schlüsse Palästina als das Land der Zukunft .verheißen wird. … Gewiß würdedie Judenfrage sterben, wenn sämtliche Juden nach Palästina oder' nach irgendeinem Territorium auswanderten, um. einen neuen Staat zu begründen. Das ist. ja aber, wie Wenigstens die ehrlichen Zionisten behaupten, gar nicht, ihre Absicht.

  2. 1919-01-03 · Heft 1 (3.1.1919) · p. [Seite]

    Manche Schwärmer werden darin ihr Heil erblicken; die Hoffnung aber, daß alle Juden sich dort zusammenfinden werden, kann sich nicbt erfüllen, teils, weil das Land Palästina unmöglich die Millionen Inden fassen kaün, die in Europa und Amerika leben — um nur die beider: Erdteile zu erwäbnen, die das größte Kontingent stellen - , teils, weil die Juden der kultivierten Länder, einige Kundert Begeisterte ausgenommen, nicht die geringste Lust bezeigen werden, nach Palästina auszuwandern. … Neuerdings ist bei manchen die Hoffnung aufgetaucht, dieser neue jüdische Staat werde eine innere Einigkeit der Zuden Hervorrufen, eine neue hebräische Kultur werde von Palästina ausgehen; ja, manche gehen in ihrer Erwartung so weit zu glauben, daß eine große, heilsame geistige Bewegung von Palästina aus erfolgen werde.

  3. 1929-07-09 · Heft 53 (9.7.1929) · page 1

    Die arabischen Vertreter haben den Wunsch geäußert, daß die Mandatarmacht in Palästina ein parlamentarisches Regierungssystem einführt. Der Oberkommissar hat diesen Vertretern erklärt, daß verschiedene Gründe gegen die Verwirklichung ihres Wunsches sprechen, besonders Englands Verpflichtungen aus dem Völkerbundsvertrag und die Tatsache, daß Palästina die Wiege von drei verschiedenen Religionen ist. … Bezüglich der wirtschaftlichen Lage erklärte der Oberkonimissar, daß sich die wirtschaftliche Depression, die in Palästina sehr schwer gewesen war, zu mildern scheint und daß nach seiner Meinung die kritische Periode vorüber sei, Prot. Brodetsky: ״Die Aufgaben der Zionisti» sehen Organisation in der Zukunft“; Harry Sacher: ״Die Palästina-Arbeit der Z ionistischen Organisation"; Dr.

  4. 1912-07-05 · Heft 27 (5.7.1912) · page 1

    Hauptgegenstand der Verhandlungen bildete ein Vortrag über die zionistische Palästina-Politik von, Leo Motzkin. Ueber das gleiche Thema hat Dr. Elias Auerbach, ein deutscher, in Haifa ansässiger Arzt, seine Anschauungen in einer Broschüre „Palästina als Judenland", niedergelegt.') … Nicht wirksamer glauben diese demonstrieren und Protestieren zu können, als, indem sie sich einer tatkräftigen Rettungsgesellschaft anschließen, die einen.mäßigen Obolus genannt „Schekel" erhebt, und damit einen neuen Heimätgrund für die Verfolgten in Palästina zu erwerben trachtet. Die meisten deutschen Schekelzahler wissen ganz genau, daß auch dieser Hilfsaktion in Palästina enge Grenzen gesetzt sind, ein jüdischer Staat aber in nebelhafte Ferne gerückt ist.

  5. 1918-05-01 · Heft 5 (Mai 1918) · p. 227 · An unsere Leser und Freunde

    Auch in Nachlässen dürften sich häufig Werke befinden, die für den Erben nicht den Wert besitzen, den sie für uns und unsere Sache haben. Unteroffizier Walter W.- z. Z, in Palästina. Sven Bedin schreist m Kapitel 18 seines Buches „Bagdad, Babylon, Ninive" über das Ghetto M Bagdad: „tzs riecht geradezu nach Judentum, und es riecht schlecht, obgleich es hier lustiger ist, als in den Basaren der MobarnmOamr.,. … B. nimmt -sich noch gut aus gegen den Unrat des arabischen Viertels. Es gibt auch in Palästina entsetzliche Drecknester, denen durchaus nicht der Geruch nach Judentum anhustet. Mit den türkischen und arabischen Behörden 'will man es sich offenbar nicht verderben, folglich muß der bewährte Allgemeine Zeitung des Judentums Begründet vom Rabbiner Dr, Ludwig Philippson. 5lnter Leitung des Geheimen Regierungsrates Professor Dr.

  6. 1913-01-03 · Heft 1 (3.1.1913) · page 1

    Die Türkei, in ihrem europäischen Besitzstände geschwächt — denn also muß sie aus dem Frieden herausgehen, wenn auch nicht alle Blütenträume der verbündeten Balkanstaaten reifen —, wird vielleicht mit straffer Hand ihre asiatischen Besitzungen verwalten. Wie wird sie in Palästina verfahren? Wir haben nie für einen jüdischen Staat in Palästina geschwärmt, ihn sogar nie für wünschenswert und erreichbar gehalten, aber die Ansiedlungsmöglichkeit, soweit die der Boden Palästinas zuläßt, immer als ein Heilmittel angesehen für Hunderte, wenn nicht für Tausende, die dort ihre Kräfte üben wollen; — wird die Türkei nicht etwa nun auch in den Juden, Die dort eine neue Heimat suchen wollen, eine Gefahr sehen und Palästina den Einwanderern strenger verschließen als vorher?

  7. 1911-10-20 · Heft 42 (20.10.1911) · page 1

    Es läßt sich ja nicht leugnen, wenn es auch die zionistische Partei nicht wahr haben will, daß ursprünglich bei dem Aufkommen :■ des Zionismus die Parole ausgegeben wurde, daß alle Juden \ der ganzen Welt in Palästina eine neue Heimat finden,, einen \ Judenstaat gründen sollten. Diese Utopie ist ja freilich längst f aufgegeben, teils deshalb, weil Palästina derartige Mafien | nicht beherbergen könnte, ganz abgesehen davon, daß die J Türkei einen solchen Maffenzustrom nicht billigen würde.?

  8. 1918-08-30 · Heft 35 (30.8.1918) · p. [Seite]

    Schon im Januar, als der türkische Großwesir Talaat Pascha anläßlich der Brest-Litowsker Friedensverhandlungen in Berlin weilte, wurde auch die jüdische Frage in der Türkei im allgemeinen und in Palästina im besonderen zur Sprache gebracht. Talaat Pascha erklärte sich dabei grundsätzlich bereit, in der Lösung der Judensrage erhebliches Entgegenkommen zu zeigen. … Daneben verhandelte man aber auch über die augenblicklichen Zustände in Palästina, die gerade während des Krieges vielfach häßliche Formen angenommen und für die dortigen Juden zum Teil unerträgliche Verhältnisse geschaffen haben.

  9. 1913-10-15 · Heft 42 (15.10.1913) · page 1

    Denn drei Pflanzen in ihm haben mit der'Ernte überhaupt nichts zu schaffen., und die einzige Nutzpflanze in ihm, die Dattelpalme, trägt wenigstens fast in ganz Palästina keine Frucht und repräsentiert jedenfalls weniger Nutzen als graziöse Schönheit! — Und doch ist der ursprüngliche Sinn des Feststraußes nichts weniger als fernliegen-dd Drei seiner Pflanzen sind Wasserpflanzen: Von der Bachweide bezeugt das der Name; von der Myrthe Jes. 55, 13 (in der messianischen Glückszeit wächst an Stelle von Wüstenpflanzen die Myrthe); und beim Ethrog weist darauf hin die alte Bibelübersetzung, die den Baum Hadar als „Baum Hhdor" (griechisch — Wasser) erklärt. … Der Zweck des Brauches war, Gott um den Winterregen zu bitten, der in Palästina für eine ordnungsgemäße Ernte unbedingt nötig ist. Dabei trug man wohl die Pflanzen als sinnfällige Beispiele für die Berechtigung der Bitte: Man zeigte sie gleichsam Gott, als wollte man sagen: Sieh, diese Pflanzen haben den Regen nötig!

  10. 1915-10-15 · Heft 42 (15.10.1915) · page 1

    Das ist nur möglich, wenn ein Mittelpunkt nationalen Lebens in Palästina geschaffen wird. Die Verachtung kann aber wenigstens inzwischen verschwinden, wenn die jüdischnationale Eigenheit recht stark betont wird, denn diesen Eigenwert und den Stolz darauf achtet die Welt. … Das Frühere nämlich war das Heilmittel, die Lösung der Judenfrage durch Nationalismus und Konzentration in Palästina; erheblich später aber hat man die Ursache der Krankheit entdeckt. Liegt da die Vermutung nicht recht nahe, daß das feststehende Ergebnis eine suggestive Wirkung auf jene ausgeübt hat, die sich mit der Theorie des Antisemitismus beschäftigen, und daß sie alles ablehnen, was gegen das heißersehnte Ziel Zeugnis ablegt, alles begeistert als Wahrheit begrüßen, was es stützt?

  11. 1929-07-12 · 28 (12.7.1929) · p. Seite 437

    Zu der wirtschaftlichen Lage des Landes bemerkte der beglaubigte Vertreter der Mandatarmacht, daß wenn auch eine Passivität der Handelsbilanz, d. h. ein Überschuß des Importes über den Export (Einfuhr 6 770 818 Pfund; Ausfuhr 1 487 207 Pfund) festzustellen ist, dieses Manko in hohem Maße dadurch kompensiert wird, daß die jüdischen Gemeinden des Auslandes Geld nach Palästina schicken und daß ein sehr entwickelter Touristenverkehr Gelder ins Land bringt. Über die Vermehrung der Einkünfte aus Zöllen befragt, erklärte der Oberkommissar, daß diese Vermehrung einerseits auf die Erhebung von Einfuhrzöllen, anderseits auf die Zunahme der kommerziellen Tätigkeit zurückzuführen ist. … York-Steiner begründete seinen Ruf als Novellist mit seiner Erzählung „Der Talmud-Bauer“, die die Probleme der Palästina-Kolonisation am Ende des vorigen Jahrhunderts festhält. York-Steiner war zu Lebzeiten Theodor Herzls einer der eifrigsten publizistischen Verfechter des modernen Zionismus.

  12. 1916-08-11 · 32 (11.8.1916) · p. Seite 294

    Der erste amerikanische Soldat, der in den jüngsten Kämpfen gegen Mexiko fiel, war gleichfalls ein Jude. Die Lage in Palästina. Wenngleich die Getreideernte in Palästina günstig auszufallen verspricht, so befindet sich doch das Land in der größten Notlage.

  13. 1915-11-12 · Heft 46 (12.11.1915) · page 1

    Alfred Paquet, der in der schon oben angeführten Nummer der „Jüdischen Presse" die Auswanderung der polnischen Juden nach Palästina zur Bewahrung ihrer besonderen Nationalität ünempfiehlt. Bekanntlich ist das eine Unmöglichkeit, da die türkische Negierung, gerade infolge der Umtriebe der Zionisten, leider die dauernde Neuansiedelung von Israeliten in Palästina durchaus untersagt hat.

  14. 1905-02-17 · Heft 7 (17.2.1905) · page 8

    Hebung der ,,Landeengesessenen” für eine wichtige Vorarbeit, andererseits erklärt er jede AHbcit in Palästina «für ״unfruchtbar” — weil die tiirkischc Regierung immer alles illusorisch zu machen in der Lage ist. Vielleicht hätte sich da manches entgegnen lassen, w׳enn Zlocisti sich präziser und ausführlicher ausgesprochen hätte. So bleibt nichts übrig als — optima iide — den Schluss zu ziehen, dass Zlocisti die praktische Arbeit in Palästina, worin nicht ganz perhorrcsziert, so doch kausal und historisch hinter das Politisch-Diplomatische rückt. Und damit komme ich zu dem Gebiete, wo ich mich in lebhaftestem Gegensatz zu Zlocisti befinde, und wo er deutlich und ausführlich genug für eine Polemik war, zu seiner Aufiassung der zionistischen Politik oder, wie er es nennt, ״die Gewinnung der politischen Faktoren”.

  15. 1905-12-15 · Heft 50 (15.12.1905) · p. [Seite]

    Adolf Friedemann einen sehr interessanten und von einem zahlreichen Auditorium mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Palästina,Land und Leute". Ausgehend von einer allgemeinen Schilderung seiner Reiseerlebnisse gelangte der Redner zu einer sehr charakteristischen Darstellung der verschiedenen Religionsbekenntnisse im heiligen Lande, ihrer Weltanschauung, ihrer Lage und ihrem Verhältnis zu einander. … Go ldfchmi dt-Königshütte über feine „Reiseerlebnisse in Palästina"; in Küstrin Prediger Haafe über „Moses Mendelssohn Leben und Wirken"; Dr. Adolf Ko Hut-Berlin über „Alexander von Humboldt und das Judentum"; in Magdeburg Lehrer Steinhardt über „Die deutschen Juden im X. und XI.

  16. 1906-08-10 · Heft 31 (10.8.1906) · p. Seite 4

    Aus der zionistischen Bewegung. Krakau. Hier gründete sich eine Gruppe Palästina-Pioniere. Die Gruppe, die zumeist aus Arbeitern besteht, beschloß, innerhalb eines Jahres nach Palästina auszuwanderu Und dorr als österreichische Bürger unter dem Schutze der österreichischen Regierung zu leben. … H'icr besteht unter dem Namen „Gesellschaft zur Unterstützung der verfolgten Juden" ein Verein, dessen Zweck es ist, die Juden nach Palästina zurückzubringen. An der Spitze des Vereines, dessen Mitglieder ausnahmslos Christen sind, steht Lord A m h o r st.

  17. 1929-07-18 · Heft 81 (18.7.1929) · page 9

    Und die Mädchen lernen ihren Interessenkreis mit dem neuen Palästina zu erfüllen, für Palästina zu arbeiten, wenn auch nicht in Palästina. Aber nicht nur Ernst gibt der Kontinentalbund der Jugend, sondern auch Heiterkeit und Jugendfreude, Frohsinn und Liebe zur Natur.

  18. 1885-02-03 · Heft 6 (3.2.1885) · p. [Seite]

    . — Oesterreich-Ungarn: Pest. — Frankreich: Paris.— Rumänien: Bukarest. — Palästina: Jerusalem. - Amerika: New-York. — Marokko: Tanger. — Bonn: Notizen. — Hamburg, Turek: Literarische Notizen. — Feurlleton: Moses Mendelsohn und Sophie Becker. — Vermischtes.

  19. 1903-06-12 · Heft 24 (12.6.1903) · p. [Seite]

    Soeben erschien: Jacob Auerbach Biblische Crzähtnngen für hie israelitische ]ugeml. Kleine Ausgabe. Mit einer Karte von Palästina. Zweite durchgesehene u. vermehrte Auflage. In Halbleinwandband M. 1,60. M. Poppelauer, Berlin C., Neue Friedrichstrasse 59.

  20. 1907-09-27 · Heft 39 (27.9.1907) · page 1

    Auch die Einrichtung, alljährlich in wöchentlichen Abschnitten die fünf Bücher Moses während des sabbatlichen Gottesdienstes vorznlesen und am Tage des Thorafestes diese Vorlesung zum Abschluß zu bringen, ist nicht auf palästinensischem Boden entstanden. In alter Zeit hatten die Juden in Palästina den sogenannten dreijährigen Zyklus, das heißt die Thora wurde in hundertfünsundfünfzig kleinere Abschnitte geteilt, mit deren Vorlesung man von drei zu drei Jahren fertig wurde.