-
In Beantwortung des Rosh-Betar- Briel'es bezüglich der Prüfungen aus der Hachschara' Hagganatith hat der Netziv Betar die Prüfungen für den 26. Juni in seinem Landessnif angesetzt. — Von neun; Burschen und einem Mädel, die das Palästina-Amt als alijahfähig bestätigt hat, sind sechs . … Auf Grund des Rosh-Betar-Briefes über die Prüf ungen aus der HachschararHagganatith sind die letzteren für Belgien vom Natziv Spitz für Ende Juni anberaumt worden. Diese Woche finden die Prüfungen der kulturellen Hachschara statt. Polen. Das Palästina-Amt in Polen hat majorisierend, mit einer illegal existierenden linken Majorität, dem Betar nur 4 Prozent der allgemeinen Zahl der Zertifikate, die Polen erhält, zuerkannt.
-
Sie haben mir von den Schwierigkeiten erzählt, die vielfach dadurch bei unsern Freunden auftreten, daß, vornehmlich auf Seiten der Mädchen, das rechte Verständnis für die notwendigen Einschränkungen im ungezwungenen Nebeneinanderleben von Jungens und Mädchen auf Hachschara-Stätten nicht genügend ausgebildet ist, und haben mich gebeten, mich dazu zu äußern. Es ist ja bekannt, daß der Din sehr weitgehende Einschränkungen auf diesem Gebiete vorschreibt. … Eine Häufung von äußeren Reizen ist aber durchaus geeignet, auch den Besten und Reinsten in diesem Streben zu hemmen, ja seine ganze innere jüdische Entwicklung infolgedessen in Frage zu stellen, so daß die Forderung nach stärkerer Trennung der Geschlechter oder konsequenter nach dem Austritt aus der gemeinsamen Hachschara von unsern innerlich ehrlichen Jungens oft selbst erhoben wird. Eine gewisse Schwierigkeit muß aber dadurch entstehen, daß den Mädchen im allgemeinen das klare Verständnis für die Notwendigkeit dieser über das Gewohnte hinausgehenden Zurückhaltung und Trennung abgehen muß.
-
Friedländer Rudolf Melitz: Das ist unser Weg. Joachim Goldstein Verlag, Berlin 1937. Ein Buch von Hachschara und Umschichtung, das von den tausend neuen Eindrücken, kleinen Nöten und unerwarteten Freuden des Weges spricht, den in den letzten Jahren ein grosser Teil der Juden Deutschlands beschritten hat. … Frisch und unbekümmert, aber doch verantwortungsvoll zeigen die Menschen ihren neuen Weg, und der Leser erkennt aus den zahlreichen Aufsätzen die Bedeutung, die die Hachschara-Zentren einerseits, Gross-Breesen andererseits im Leben der jüdischen Jugend gewonnen haben. Eben weil Rudolf Melitz als Herausgeber nicht bemüht war, die Aufsätze abzurunden, um ihren Wert als Selbstdarstellungen nicht zu nehmen, bleibt manche Frage, die hier gestellt wird, offen mit der man sich bei anderer Gelegenheit einmal wird beschäftigen müssen.