-
487 .Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 488 zu ermessen, die diese jüdischen Kolonien für Palästina besitzen. Noch mehr aber bedeuten diese Leistungen für uns Juden im Abendland. … Geradeso wie es in unseren Grossstädten türkische, japanische und andere Basare gibt, würde sich auch mit Erfolg ein jüdischer halten lassen, in dem man die prächtigen gewerblichen Erzeugnisse des „Bezalel" und des übrigen jüdischen Palästina, ferner die bekannten Arbeiten der Juden in Damaskus u. a. zu kaufen bekäme. Gewiss, noch bescheiden ist, was bis jetzt in Neu-Palästina geschaffen worden, winzig, an amerikanischem Massstab gemessen, aber — es ist j ü d i s c h und eröffnet weite Perspektiven für die Zukunft des Judentums.
-
. * Neben diesem bodenständigen, kolonisatorischen Element der schwäbischen Templer ist das Deutschtum in Palästina durch eine stattliche Anzahl von evangelischen und katholischen Stätten des Glaubens und der Liebe vertreten. Die Geschichte des evangelischen Deutschtums beginnt mit einem romantischen Plan König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen. Niemals hatten die europäischen Mächte Palästina so sehr in der Hand wie damals, als Ibrahim Pascha aus Palästina gedrängt wurde. Damals hätte der Sultan zur Erkennt- 10) Vergleiche die demnächst erscheinende Sondernummer „Palästina" der „Deutschen Schule im Ausland" (Wojfenbüttel): bearbeitet von K.
-
Außerdem sagten die Mitglieder des Vorstandes, sie sähen nicht ein, woher man die vielen Millionen bekommen solle,' die für die Ansiedelung der Schabazer Juden in Palästina nötig seien. Von Schabaz nach der Türkei sei kein weiter Weg, wohl aber von Schabaz nach Palästina. Über einen Monat verbrachte Alkalai in Paris. … Die Chalukajuden begnügten sich nicht damit und versandten an die Notabein der Diaspora im Namen der bekanntesten Persönlichkeiten Jerusalems gefälschte Briefe, in denen erklärt wurde, der Boden in Palästina sei nicht fruchtbar, die Beduinen brächten Leben und Gut der Juden in Gefahr; überdies hieß es darin, diejenigen Juden, die in Palästina Erdarbeit zu treiben beabsichtigten, seien gott- und thoralos und hätten bloß im Sinn, eine zügellose Lebensart zu führen.
-
Charles Netter, eines der energischeren Mitglieder des Alliancekomttees, der Gründer von Mikweh-Israel, teilte darauf Rabbi Alkalai mit, daß, in Rücksicht auf die Richtigkeit seiner Darlegungen, die Gesellschaft so gut wie beschlossen hätte, an ein viel größeres Unternehmen in Palästina heranzutreten. Der schwärmerische Alkalai war freudig hingerissen. In Predigten und Flugblättern erklärte er fortwährend die Wichtigkeit der Sache und bewies durch Andeutungen aus der Schrift, dem Talmud und den Midraschim, der Morgenstern der jüdischen Erlösung werde aus Gallien aufgehen. … Es verstrich noch eine Zeitspanne, und Rabbi Alkalai kam zum Beschluß, man könne die Frage der Besiedlung Palästinas nur an Ort und Stelle lösen, in Palästina selbst. Trotz seines hohen Alters, er war schon mehr als siebzig, machte er noch eine Reise nach Erez-Israel. Nachdem er die dortige Lage genau geprüft hatte, kam er zu der Überzeugung, daß nur in Palästina selbst, am Orte der kommenden Arbeit, die Zentrale für Palästinabesiedlung gegründet werden müsse, mit Filialen in der ganzen Welt.
-
Sie ist berechtigt, weil natürlich und urwüchsig. Nachdem sie sich für Palästina als Ziel entschieden hat, und nachdem der Gedanke, die Juden dort ansiedeln zu lassen, von mehreren Regierungen, freilich noch nicht von der türkischen, als berechtigt anerkannt worden ist, scheint der Zionismus die Zukunft für sich zu haben. … Den Juden wird die Gelegenheit geboten werden, ein Zentrum in Palästina zu haben. Für absehbare Zeit wird' die jüdLche Gesellschaft dort zu ohnmächtig
-
Sodann begab er sich nach Paris und trat, ohne dazu besonders bevollmächtigt zu sein, in Unterhandlungen mit Adolphe Cremieux über Palästina. Von Paris führte Friedland einen regen Briefwechsel mit Kalischer und anderen Persönlichkeiten in Deutschland, darunter auch mit Dr. … Zu seiner Überraschung erfuhr er von Friedland, daß es sich nicht allein um Palästina, sondern auch um die serbischen Juden handele, deren Los Alkalai besonders am Herzen lag. Zu jener Zeit befanden sich die serbischen Juden in einer sehr schlimmen Lage.
-
Gustav Karpeles: Was haben die Juden für die Cultur der Menschheit geleistet? 13. Dr. Marcuse-Wilna: Ueber Palästina und den Zionismus. 14. Cand. Phil. Pscherhofer: Schopenhauer und das Judenthum. 15. Dr. Simchowitz- Köln: Leopold Zunz und die Wissenschaft des Judenthums. … Hillel und seine Zeit (Referent Lehrer Margolius). 3. Kolonisation in Palästina (Referent cand. dent. Schachtel). Der Verein unterhält einen Lesezirkel mit 11 Zeitungen pro Woche und eine Bibliothek mit ca. 180 Werken populär-wissenschaftlichen und belletristischen Inhalts.
-
Nachum Sokolow wird den Kongreß Dienstag abend, den 30. Juni, eröffnen; Ansprachen Bialiks („Palästina und seine Bedeumng für die Diaspora") und Motzkins („Zionismus und die jüdische Gegenwart") beschließen den Eröffnungsakt. … Die Juden aller Richtungen sind sich bewußt, daß ihr Geschick zwar nicht von den Baseler Verhandlungen abhängt und daß darüber auch nicht in Basel, London und Jerusalem entschieden wird, daß aber heute der Verlauf des jüdischen Gesamsschicksals im welthistorischen Zusammenhang (also unter weiten, der langen jüdischen Geschichte entsprechenden Perspektiven, nichü vom heutigen Tag aus gesehen) von den einmütigen und weisen Beschlüssen des Baseler Kongresses mitbestimmt wird. In Palästina selbst verliert die heute noch offizielle allgemeine zionistische Partei nach den neuesten Wahlen zusehends an Einfluß.
-
Er schlug vor, eine Genossenschaft für den Bau von Dampfern und Eisenbahnen zu gründen, die auch Palästina dem Sultan abkaufen solle, und zwar so, daß es unter seiner Souveränität verbliebe, auf Grund derselben Bedingungen und Privilegien wie damals die Balkanländer. … Die Alliance sollte Aktien ausgeben, für deren Erlös große sie Bodenflächen in Palästina erwerben und sie mit Juden besiedeln; sonst würde sie keine Existenzberechtigung haben. Das Problem des jüdischen Fortbestehens könne nur durch den Aufbau einer selbständigen Heimstätte im alten historischjüdischen Lande gelöst werden.
-
Alkalai versuchte auch, eine Rundfrage bei berühmten Sachverständigen in Palästina und der Diaspora zu veranstalten, und veröffentlichte die eingegangenen Antworten in der Jerusalemer hebräischen Wochenschrift „Chawazelet", die damals den Chibat-Zion-Gedanken heiß verteidigte. … In seiner echt orientalischen Phantasie glaubte er, der erste Schritt zur Verwirklichung seines Ideals sei bereits gelungen. Palästina, meinte er, sei schon vorbereitet, alles sei schon fertig da, große Bodenflächen, viele Leute, die den Boden bearbeiten wollten; es fehle nur eine Aktiengesellschaft, die die Sache in ihre Hand nehmen sollte.
-
. — 17. Februar, Dr. E. Mittwoch, Berlin: Wanderung durch Palästina. — 9. Mai, Dr. Bahr, Prenzlau: Die Juden in Prenzlau (Fortsetzung). Bibliothek mit 30 Bänden. Bibliothekar: Albert Lindenheim.
-
Ackermann-Brandenburg: Judentum und Christentum. — Leo Erichsen-Breslau: Die Juden in Palästina und Aegypten. — W. Bambus-Berlin: Die Lage der Juden in den westöstlichen Ländern Europas. An die Vorträge schlossen sich gewöhnlich Besprechungen an.
-
AufL, S. 12 ff. 4) Vgl. A. Strodtmann, H. Heine, Berlin 1867: Das junge Palästina, S. 237 ff. 5) Vgl. Jevv. ׳Encycl. IX, 323 f. c) Vgl. Maybaum a. a. O. S. 14 ff. t*
-
Als der Angeredete die an ihn gerichtete Frage verneinen mußte, riet ihm der König zunächst dringend, das Buch zu lesen, skizzierte aber gleichzeitig in der ihm eigentümlich geistreichen Weise die Hauptgedanken der Schrift, und fragte den Vertreter der preußischen Hauptstadt in der ersten Kammer, was er denn für den Fall der Errichtung eines jüdischen Königreichs Palästina zu tun gedächte. Schlagfertig erwiderte Veit: „Majestät! Ich würde meinen zukünftigen König um den Gesandtschaftsposten in Berlin bitten!"
-
Lehrreiche Beispiele für Rentabilität des Bodenerwerbs, die sich aber unschwer durch Beiträge aus anderen Mittelmeerländern vermehren ließen. Wir verweilen bei Palästina. Der deutsche Kronprinz reiste von der Einweihung des Suez-Kanals nach Jerusalem und ergriff hier feierlich Besitz von dem „Muristan", jenem Platz in der Mitte der Stadt, der einst die großartigen Bauten der Johanniterritter getragen hatte.
-
So lange sie einen eigenen Staat bildeten, waren Feldbau, Gartenbau und Handwerk ihre vorherrschende Beschäftigung. Anter ihren Händen war Palästina eines der am besten bebauten und fruchtbarsten Länder der Erde. War doch auch das mosaische Gesetz auf die Bodenkultur, auf die Förderung von Getreide-, Wein- und Ackerbau gerichtet.
-
ber der galiläischen Lieblichkeit, die heute auch wieder gepflegt wird. Palästina, so heißt es am Schluß, braucht die Initiative der Juden und die Dauerhaftigkeit des Arabers; dann wird es aufblühen wie eine Rose.
-
Ich habe dieser meiner Leidenschaft schon erkleck״ liehe Summen gewidmet und lasse immer noch in Italien, Palästina und jetzt auch in Tunis für mich suchen. Die Erwartung, für die Monatsschrift bald wieder einmal einen kleineren oder größeren Artikel von Ihrer Hand zu erhalten, halte ich immer noch aufrecht.
-
Nach Hause zurückgekehrt, konnte er sich noch immer nicht beruhigen. Er reiste wieder nach Palästina und verweilte dort diesmal fünf Jahre lang. Die ganze Zeit führte er eine große, energische Propaganda für die Besiedlung des Landes, gerade unter den Chalukanern.
-
. — Die einzige ausführliche Darstellung des Vereins steht im Kapitel „Das junge Palästina“ in Adolf Strodtmann „Heinrich Heines Leben und Werke“. Es wäre wünschenswert, wenn eine solche Darstellung unterjüdisch interessierteren Gesichtspunkten und unter noch umfangreicherer Benutzung des Quellenmaterials nochmals unternommen würde.