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  1. 1935-06-01 · Heft 3 (Juni 1935) · p. 133 · Das hebräische Theater

    Jetzt lockt ein Preisausschreiben die in Palästina noch spärlicher als anderswo bezahlten Poeten. Hundert Pfund sind zu verdienen. Das heilige Land hat schon mancherlei Wunder erlebt, beglaubigte und unbeglaubigte, aber ob sich Dichtungen aus seinem Boden stampfen lassen? … Was man erlebt, läßt sich im Augenblick des Erlebens nur erzählen. Was heute in Palästina geschieht, ist zu gewaltig, als daß es heute auch schon Dichtung sein könnte. Es ist Stoff zur Reportage, nicht mehr.

  2. 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · p. Seite 243 · Molière in Jerusalem

    Aber für die anderen, die Kleinbürger und vor allem die in Palästina geborenen Juden, dann für die spaniolischen, afrikanischen, arabischen Juden, ist im eigentlichsten Sinne des Wortes ihr palästinensisches Theater das erste der Welt. … Und dann, nachdem dem Publikum dadurch ähnlich wie im Film klar gemacht wurde, das ganze sei ja gar nicht wahr und LÖWEN-TOR es sei nur ein Spaß und die Schauspieler müßten sich deshalb nicht so bewegen, wie Menschen im täglichen Leben, sondern sie dürften auf Kothurnen schreiten und so schreien, daß ein gewöhnlicher Mensch nach fünf Minuten heiser wäre, dann verschwindet auch diese Leinwand und Argan sitzt vor seinem Tisch und revidiert mit einer riesigen Feder die Apothekerrechnung in jenem unsterblichen Monolog, der vielleicht die beste Exposition ist, die je ein Dramatiker geschrieben hat, und die in zehn Sätzen den ganzen Mann zeichnet, Hypochonder, ein bißchen geizig, ein bißchen haushälterisch, auffahrend, gutmütig, humorvoll. . . Die Truppe Gnessins, die seit einem Jahre in Palästina arbeitet und ,,das hebräische Theater" des Landes bildet, ist ja auch in Europa bekannt und ihre Belsazar-Aufführungen in Berlin haben so viel Aufmerksamkeit erregt, daß es überflüssig ist, über die Vorzüge und Nachteile jenes eigentümlichen russischen Stiles zu sprechen, den Gnessin in eiserner Konsequenz durchführt.

  3. 1839-01-01 · Heft 3 · p. Seite 405 · [Rezension]

    Dort fand er Ruhe und Achtung, obgleich sein« Gegner von Zeit zu Zeit gegen ihn und seine Freunde auftraten und er mit seinen Anhängern in einiger, jedoch loser, Verbindung blieb. UmS I. 1745 endlich reiste er nach Palästina, um seine Tage im heiligen Lande zu beschließen und starb daselbst in Ptvlemais im I. 1747. — Außer zwei schönen Briefen, dem einen von Isaak Oerter (Nr. 9, S. 106—111), einer vortrefflichen Satyr« über den Unfug der polnischen Chasidim, namentlich über ihren Wahn, ganze Engclschaaren durch ihre Kint-reien hervorzurufcn, und einem andern pseudonymen Schrei»'««, (Nr. 19, S. 211—219) welches die rabbinisch-thalmudische Ansicht über das Verfahren gegen Nichtjuden beleuchtet, gehören die wichtigeren Arbeiten Samuel David Luzzatto an. — Ein Brief (Nr. 22, S. 225 — 230) über Uebung der Wortkritik in den biblischen Schriften u.

  4. 1904-11-01 · Heft 11-12 (November 1904) · p. Seite 668 · Die Familie Aboab

    Immanuel Aboab beabsichtigte auch, einen immerwährenden Kalender nebst einem geographischen Werke herauszugeben (p. 105): ebenso dachte er daran, sich nach Palästina zu begeben und daselbst ein Fortalitium vel propugnaculum veritatis (Verteidigung der Wahrheit) zu schreiben, in welchem er die Grundlosigkeit aller Angriffe gegen den Talmud und die Unwissenheit oder Bosheit der Angreifer beweisen wollte1) (p. 263).

  5. 1936-06-01 · Heft 3 (Juni 1936) · p. 111 · Jüdisches Theater in Deutschland

    Man mag an das antike griechische Theater denken, oder an die Mysterienspiele, oder an das englische elisabethanische Theater, oder an das klassische Theätre Francais, oder an das Theater des deutschen Sturm und Drang, oder — in unserer Zeit — an die Reinhardtbühnen, an das jiddische Theater des Ostens und Amerikas, an das hebräische Theater in Palästina. In ihrem Anfang stand allemal die spezifische dramaturgische Idee. Die Dramaturgen der griechischen Antike, die erst dem griechischen Theater die spezifische Gestalt gaben, hießen Aischylos, Euripides, Sophokles.

  6. 1853-01-01 · Heft 11 · p. 423 · Die Diaspora zur Zeit des zweiten Tempels

    Wie zahlreich die jüdische Bevölkerung in dem Cyreneischen Distrikte gewesen, beweist der, durch die aus Palästina nach Cyrene geflohenen Zeloten nach der Zerstörung des zivciten Tempels angeregte Aufstand der Cyreii. Juden, fernerdereu Erhebung unter Trajan.

  7. 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · p. Seite 245 · Molière in Jerusalem

    MOLIERE 245 Aber eines ist sicher: die kleine Truppe, die Gnessin in dem armen Palästina um sieh geschart hat, hat wirkliches Thealerblut in den Adern, es sind wirkliche Künstler, an die man die gleichen Anforderungen stellen kann, wie an irgend eine Truppe Berlins oder Wiens.