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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 587

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 587 (sequence 725)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7737-3483885
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Asch, Ussischkin, Weizmann 587 einzig und allein vor Augen haben eine arme jüdische Masse, welche nach dem Quell lechzt, nach dem Boden von Erez Israel strebt, und das verdorrte Land, das sehnsüchtig nach seinen Juden ruft! (Stürmischer Beifall.) M. M. Ussischkin (Eiez Israel, Zionist — spricht deutsch) : Heute fängt die dritte Epoche in unserer Renaissance-Bewegung an. Die erste Epoche war die der Chowewe-Zion, und ihr Schöpfer war P i n s k e r. Sie hat sechzehn Jahre gedauert. Die zweite Epoche war die des Zionismus, ihr Schöpfer war H e r z 1. Sie hat zweiunddreissig Jahre gedauert. Heute beginnt die Epoche, die den Namen Alljudentum trägt. Ihr Schöpfer ist Chaim Weizmann (langandauernde Ovationen). Wie lange wird diese Epoche dauern? Ich will unseren neuen Partnern, die nun mit der dritten Epoche anfangen, einen Wunsch zum Ausdruck bringen. Wir haben ihnen die Arbeit erleichtert, wir haben das Fundament des dritten Tempels angefangen, wir bringen ihnen jetzt die Balfour-Deklaration, die chaluzische Bewegung, über eine Million Dunam jüdischen Bodens, über hundert Kolonien in unserm Lande, eine lebende hebräische Sprache, die hebräische Universität, den Enthusiasmus der jüdischen Welt. Das alles bringen wir ihnen und sie sollen jetzt bauen. Die schwere Arbeit in der Atmosphäre der Feindschaft, des Totschweigens liegt tief im Boden begraben. Wir haben geschaffen, um ihnen den Weg zu erleichtern. Jetzt sage ich ihnen: Wir haben das Fundament gelegt, mögen sie die Wände und das Dach des dritten Tempels bauen. Sie sollen schnell bauen, wir haben keine Zeit zu warten und wir wollen nicht warten. Unsere Vorväter sind von Mizrajim nach Erez Israel vierzig Jahre gegangen, und wir machen die^e Reise jetzt in vierzehn Stunden. Ich wünsche Ihnen, die Sie hier sitzen, besonders den Menschen mit grauen Haaren, dass Sie mit Ihren eigenes Augen die Vollendung der Arbeit schauen, die Zeit, da Palästina aufhört, Palästina zu sein und Erez Israel wird. (Stürmischer, sich immer wiederholender Beifall.) Präsident Dr. Weizmann: Es soll heute ein Legitimationsausschuss gewählt werden. Wir schlagen Ihnen vor, dass dieses Komitee, das die Mandate der anwesenden Delegierten zu verifizieren hat, aus folgenden Mitgliedern bestehen soll: Dr. Cyrus Adler, Rechtsanwalt S. Gronemann, Berl Locker, Max Schulmann, B. Laski, Dr. Ader. Wenn kein Widerspruch dagegen erhoben wird, betrachte ich dieses Komitee als gewählt. (Angenommen.) N. Sokolow (Präsident der zionistischen Exekutive — spricht deutsch): Herr Präsident, geehrte Versammlung! Nur wenige Minuten will ich Sie in Anspruch nehmen. Ich bin kern so schlechter Psychologe, um nicht zu verstehen, dass Sie hergekommen sind, um die Blum zu hören, die Sir

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