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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 468

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 468 (sequence 606)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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468 18. KONGRESS-SITZUNG: Fortsetzung des Berichtes der Organisations-Kommission Felix Rosenblüth (Exekutive): Der Antrag der Exekutive bezweckte eine wesentliche Verbesserung unserer Finanzen und unseres Wahlsystems. Durch die Ablehnung des Zusatzantrages ist die ganze Reform hinfällig geworden; ich ziehe daher den Antrag namens der Exekutive zurück. Berichterstatter Dr. Barth: Wir haben nun über folgenden Antrag abzustimmen: „Der Kongress nimmt die Erklärung der Exekutive zur Kenntnis, dass sie die Absicht hat, ihre Propagandatätigkeit in der kommenden Arbeitsperiode auszudehnen und zu diesem Zwecke ein eigenes Departement einzurichten, dessen Aufgabe es sein soll, die Tätigkeit der zionistischen Verbände auf dem Gebiete der zionistischen Propaganda anzuregen, zu unterstützen und zu koordinieren. Besondere Aufmerksamkeit soll der Jugendbewegung aller Richtungen und Länder, der Verbreitung der hebräischen Sprache und Literatur, der Ausbreitung des zionistischen Gedankens unter der Jugend des Orients und — im Kontakte mit den beteiligten zionistischen Verbänden — der Schaffung von Propaganda-, Informations- und Ausbildungsliteratur, die die verschiedenen Strömungen innerhalb des Zionismus berücksichtigen soll, gewidmet werden. Diese Resolution führt einen Schritt weiter auf dem Wege, dass unsere Exekutive nicht nur die organisatorische Tätigkeit in rein formalem Sinne überwacht und anregt, sondern auch in der Lage ist, selbst Propagandatätigkeit auszuüben. Diese Propagandatätigkeit wird in weiten Kreisen als ein Monopol der einzelnen Verbände angesehen. Die Exekutive muss in der Lage sein, von sich aus die Initiative zu ergreifen, damit die einzelnen Verbände nicht in ihrer Propagandatätigkeit nachlassen, damit an Stellen, wo überhaupt noch keine Verbände existieren, der zionistische Gedanke verbreitet wird und durch Schaffung von Literatur die notwendigen Voraussetzungen gegeben werden, Propaganda durch die einzelnen Gruppen zu treiben. Ich bitte Sie, den Kommissionsantrag anzunehmen. Del. E. M. Genachowski (Misrachi): In der Propaganda gibt es verschiedene Erziehungsmomente. Die Propaganda muss auch religiöse Kreise heranziehen können, muss also auch religiös sein. Wir stellen den folgenden Antrag: „Die Exekutive wird aufgefordert, die Zentralen der Landes- und Sonderverbände materiell und moralisch zu unterstützen, um ihnen eine ausgedehnte Propaganda unter den verschiedenen Schichten der zionistischen Bewegung zu ermöglichen. Die Ausführung dieses Beschlusses obliegt dem Organisationsdepartement, welches sich zu diesem Zwecke mit den Zentralen der Landes- und Sonderverbände zu verständigen hat. Das Minderheitsvotum wird mit 46 zu 62 abgelehnt.

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