Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 492)
- Language
- German, English, Hebrew
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354 Vierzehnte Sitzung. Mittwoch, den 7. August, nachmittags. Beginn der Sitzung: 16 Uhr. Vorsitz: Vizepräs. Motzkin. Vors. Motzkin teilt mit, dass Beschwerden darüber eingelaufen sind, dass die Mitteilungen über Beifallsbezeugungen in der Kongresszeitung nicht immer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Er nimmt an, dass ein weiterer Anlass zu ähnlichen Beschwerden nicht mehr vorkommen wird. Dr. Josef Rufeisen (A. C, Berichterstatter der finanzpolitischen Kommission — spricht deutsch): Die finanzpolitische Kommission hat sich einen mehrfachen Aufgabenkreis gesetzt. Sie hat zunächst Informationen entgegengenommen, nicht nur von den ständigen Kommissionen, sondern auch von den Banken und sonstigen Institutionen und Finanzinstrumenten. Wir haben diese Pläne und Anregungen geprüft, darunter nicht nur Pläne, die bereits Kommissionen beschäftigt hatten, so z. B. den ZIatopolskys, der seit der letzten Pariser Besprechung der Anleihekommission ergänzt worden war, sondern auch neue Anregungen, z. B. eine von Florentin. Nicht alle Erörterungen der Kommission können im Plenum vorgebracht werden. Wir konnten immerhin konstatieren, dass unsere Institute eine recht erfreuliche Entwicklung genommen haben. Die Beschlüsse der Kommission spiegeln im wesentlichen die Ergebnisse der Beratungen wider. Die Beratungen erfolgten einmütig und ohne Geschäftsordnungsdebatten. Die Hauptsorge der Kommission bildete begreiflicherweise das Missverhältnis zwischen den Erfordernissen unseres Aufbauwerkes und den uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Erfindungen konnte die Finanzkommission nicht machen, sie hat sich aber bemüht, aus den Anregungen herauszugreifen, was spruchreif war und was gewisse Richtlinien bieten konnte, und insbesondere in die Anarchie, welche im Sammelwesen leider besteht, ein gewisses Mass von Ordnung zu bringen. Gewisse Institutionen können bei ihrem Mangel an Mitteln auf Sondersammlungen nicht verzichten, es ist auch schwer, das richtige Mass festzustellen zwischen dem, was aus den nationalen Mitteln zentraler Fonds für einzelne Sonderaufgaben bereitgestellt werden kann, und dem, was die Verfechter solcher Aufgaben als notwendig bezeichnen.