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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 145

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 145 (sequence 283)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Blumenfeld 145 werden wir dem Ziel nicht näher kommen. Es gibt einen Unterschied zwischen Zionisten und Nichtzionisten. Er ist da, nicht weil ihn einer feststellt und ihn der andere leugnet. Entweder ist er da, dann nützt es nichts, ihn zu leugnen, oder er ist nicht da, dann nützt es nichts, ihn organisatorisch festzuhalten. Wenn die Gegner der Agency einmal ehrlich in der nichtzionistischen Welt arbeiten und Zionisten sind mit aller Kraft, dann werden sie den elementaren Unterschied merken, merken, dass sie mit Nichtzionisten nur dann erfolgreich arbeiten können, wenn dieser Unterschied besteht, und wenn die anderen, überwältigt durch den merkbar empfundenen Zionismus, sich zu Leistungen entschliessen für die Verwirklichung des Basler Programms. Es wird interessant sein, ihnen zu zeigen, was sich in der jüdischen Welt geändert hat. Hier ist der Ort, wo ich die grosse, ausserordentliche Leistung Dr. Weizmanns erwähnen möchte, die in der Linie des Herzischen Zionismus liegt, in der vollen Verwirklichung des Basler Programms. Sie ist genau so eine Etappe wie alles andere, was jetzt geschieht, ist wie jede politische Entwicklung nur richtig in ihrem Augenblick. Den Weg der Balfour-Deklaration musste man suchen, und unter grössten Schwierigkeiten ist er gefunden worden. Auch der Gedanke der Eingliederung der Nichtzionisten in die Agency ist ausserordentlich schöpferisch und eine ungeheure Idee. Was dabei herauskommt, weiss niemand, denn alles Tun ist abhängig von unserer Kraft. Und wenn Sie wissen wollen, was die Agency wert ist, dann können Sie sofort zu einem Urteil kommen. Wenn Sie unseren Kreis ansehen und e r richtig wertvoll ist, ist auch sie etwas wert. Sonst werden Ihnen alle Versprechungen nichts nützen. Und zum Schluss ein Wort den Gegnern dieser Sache, die vielleicht aus gutem Willen, vielleicht aus Naivität gesagt haben: „Schauen wir zu, was dabei herauskommt!" Ich sehe diese Menschen erstaunt an und frage, was wollt Ihr eigentlich. Wenn es nämlich wirklich den zionistischen Gegnern der Agency-Politik gelingen sollte, die Sache zu schwächen und zum Scheitern zu bringen, wenn wirklich aus dieser Sache nichts wird, dann frage ich Sie; was wird aus dem Palästinawerk, was wird aus der Verwirklichung des Basler Programms? Das heisst politische Organisation, das heisst Demokratie, dass, wenn man zu einem Entschluss sich durchringt, man alles tut, um mit vereinten Kräften ein Gelingen herbeizuführen und wissen muss, wir sind auf Gedeih und Verderben verbunden. Die zionistische Idee kann vieles ertragen, aber sie kann auf die Dauer keine Stagnation in Erez Israel ertragen, und wenn die Agency von uns mit gemeinsamen Kräften bejaht wird, dann glaube ich, dass Erez Israel wachsen wird, dann werden die zionistischen Kräfte sich regen. Dann wird die Agency die nächste Etappe sein, das Höchste, was im Augenblick geschehen kann :ur wahren und vollen äusseren und inneren Verwirklichung des Basler Programms. (Lebhafter Beifall.) Präs. Sekr. Dr. Gelber verliest geschäftliche Mitteilungen.

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