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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 78

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 78 (sequence 216)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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78 3. KONGRESS-SITZUNG: Referat über die Aufgaben der Zionistischen Organisation müssen, so beweise das, dass wir glauben, wir begeben uns in eine gefährliche Lage und müssten uns sichern. Das glaube ich nicht. Ich muss allerdings zugeben: Gerade weil wir jetzt in Partnerschaft mit Nichtzionisten kommen, müssen wir unsere eigenen Kräfte und unsere eigene Zukunft schützen. Denn erstens werden wir als Zionisten für die zionistische, nationale Idee kämpfen müssen und schon deshalb müssen wir stärker sein. Zweitens aber (und das ist für mich noch wichtiger) müssen wir, wenn wir 50 Prozent der erweiterten Agency sowie die Pflicht auf uns nehmen werden, die Gelder zu bekommen und die praktische, ökonomische zionistische Arbeit der Agency zusammen mit den Nichtzionisten zu leisten, schon aus Gerechtigkeit gegen die Partner dafür sorgen, dass wir stark genug sind. Im Zusammenhang mit der erweiterten Agency wurde viel von Ehen gesprochen. Ich habe nicht viel Erfahrung in diesem Punkte. Doch auch ich habe einmal unter einer Chuppa gestanden (Heiterkeit) und möchte Ihnen sagen, was ich damals dachte, als man mir den Ehevertrag vorlas. In dem Ehevertrag steht, dass ich es auf mich nehme, meine Frau zu kleiden, zu nähren und dergleichen. Da fragte ich mich: kann ich das tun? Dasselbe müssen wir Zionisten auch fragen, wenn wir eine Partnerschaft mit den Nichtzionisten abschliessen. Wenn wir die Arbeit erweitern, verdoppeln und vervielfachen wollen, dann müssen wir wissen, ob wir die Kraft haben, unser Teil zu dieser Arbeit beizutragen. Daher ist es schon aus Loyalität gegen die Nichtzionisten wichtig zu fragen: wie steht es mit der Zionistischen Organisation und mit der zionistischen Propaganda? Dazu möchte ich vorweg bemerken, dass die Diskussion über diese Fragen sehr unterstützt wurde durch die Enquete, welche das Organisationsdepartement in London veranstaltet hat. In diesem Referate kann ich auf alle Einzelheiten nicht eingehen und will mich daher nur auf einige praktische Vorschläge beschränken, welche die Exekutive einbringt und die in der nächsten Zukunft durchgeführt werden können. Die zionistische Arbeit der Organisation besteht aus zwei Teilen: der Organisation und Propaganda. Man darf die beiden Teile nicht voneinander trennen, das eine hängt von dem andern ab. Wenn wir eine schwache Organisation haben, ist es unmöglich, eine gute Propaganda zu leiten und eine richtige zionistische Atmosphäre zu schaffen, und umgekehrt. Betreiben wir nicht genügend zionistische Propaganda, dann können wir keine starke Organisation haben. Darum müssen wir beide Fragen zusammen behandeln. Meiner Veranlagung und Neigung nach sollte ich eigentlich der Propagandaarbeit angehören, obzwar meine spezielle Arbeit in der Exekutive im Zusammenhange mit dem politischen Bureau in London stand. Die Exekutive ist zu dem Beschluss gelangt, dass, wenn wir etwas auf dem Gebiet der Propagandaarbeit für die Zukunft leisten wollen, wir in der Arbeit der Organisation dieser Tätigkeit einen viel grösseren und wichtigeren Platz einräumen müssen. Ich will nicht behaupten, dass

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