Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 215)
- Language
- German, English, Hebrew
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Rosenblüth, Brodetsky 77 Felix Rosenblüth (Exekutive) erklärt, dass der Verfassungsentwurf an die Delegierten zur Verteilung gelangen wird. Vors. Motzkin: Es ist nur aus einem technischen Grund bisher unterlassen worden. Die Exekutive hat keine Ursache, etwas zu verheimlichen. Die Aufgaben der Zionistischen Organisation in der Zukunft Dr. S. Brodetsky (Exekutive — spricht jüdisch): Ich möchte sofort bemerken, dass man genau unterscheiden muss zwischen der Frage der ganzen Arbeit der Organisation und der Frage des Teiles der Arbeit, die man die speziell zionistische nennen kann, m den verschiedenen Reden, die hier gehalten wurden, und auch in dem Programm, welches Professor Weizmann vor dem Kongresse veröffentlicht hat, wurde schon betont, dass wir, die zionistische Hälfte der erweiterten Jewish Agency, formell 50 Prozent der Pflichten und Aufgaben werden auf uns nehmen müssen und auch 50 Prozent der Souveränität der erweiterten Jewish Agency. Wenn wir nun von der zukünftigen Arbeit der Organisation sprechen, so müssen wir selbstverständlich daran denken, dass die wichtigste Arbeit in der Zukunft dieselbe sein wird wie in der Vergangenheit: die Sammlung von Geldern, ihre Verwendung in Erez Israel, die Aufstellung des Budgets, die Führung der Immigration und Kolonisation, die Führung der politischen Arbeit zusammen mit unseren nichtzionistischen Partnern. Ich möchte gleich betonen, dass, obwohl es meine Pflicht ist, hier über die eigentliche zionistische Arbeit der Organisation zu sprechen, dies nicht heissen soll, dass ich oder die Exekutive der Meinung sind, dass die gemeinsame Arbeit beider Partner weniger wichtig wäre als die zionistische Arbeit allein. Doch ich habe die Aufgabe, von der besonderen Arbeit zu sprechen, welche wir Zionisten und unsere Exekutive als Zionistische Organisation zu leisten haben. Diese Frage wurde in den letzten Monaten sehr viel besprochen. Es gibt Leute, welche glauben, dass es sich überhaupt nicht lohnt, darüber zu reden, was wir als Zionisten nach der Erweiterung der Agency zu tun haben, weil sie der Ansicht sind, dass wir überhaupt nicht existieren werden. Ich bin gegenteiliger Ansicht: Ich glaube, dass wir noch leben und sehr lebendig aussehen, und glaube, dass wir nach der Erweiterung der Agency noch stärker leben und grössere Aktivität haben werden als bisher. Man hat uns auch gesagt, wenn wir Zionisten davon sprechen, dass wir die Organisation stärken und die zionistische Propaganda befestigen