Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 95)
- Language
- German
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60 ja selbst der Kaiser Franz erkannte dieses an; — aber wenn ein derartiger Antrag von Seite der untergeordneten Behörden eingebracht oder diese Bitte von Seite der Juden gestellt wurde, hieß es immer, der Staatsschatz sei vorläufig nicht in der Lage auf dieselbe zu verzichten und das geschah zu Zeiten, wo österreichische Staatspapiere an den europäischen Börsen über pari notirt wurden und österreichische 5°/g Metallique 105 standen. Endlich wurden sie in Folge eines Beschlusses das konstituirenden österreichischen Reichstages in der Sitzung am 5. Oktober 1848 aufgehoben. Der damalige Finanzminister Freiherr von Kraus befürwortete die Aufhebung dieser Steuer. Als interessant wollen wir hervorheben, daß selbst von der damaligen Hofkanzlei, die man keinesfalls als judenfreundlich bezeichnen kann, der Mäßigkeitssinn der Juden anerkannt wird. Eine wohlhabende Bürgerfamilie, meinte sie, braucht mehr als sechs Judenfamilien. In Folge der Bemerkungen der Hofkanzlei rescribirte Kaiser Josef 13. Februar 1788: „ .. . Ist zur Beschränkung der so sehr anwachsenden Zahl der Juden allerdings die dermalige Anzahl der Juden als die Normalzahl anzunehmen und die Stiftung neuer Ehen nur nach dem Verhältniß des Abganges der dermal bestehenden Familien zu gestatten. all 3. Kann außer denjenigen Begünstigungen, so den Juden, die sich,auf den Ackerbau verlegen wollen, bereits eingestanden worden, denselben nicht weiters zugewendet werden und hat es daher von einem Beitrag in Geld