Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 89)
- Language
- German
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54 unerreicht bleiben wird, weil sie mit Hindernissen kämpferr muß, die in der Gemüthsart, den Gewohnheiten, den bürgerlichen und moralischen Verhältnissen dieses Volkes so verwebt sind, daß diese zu heben ebenso viel wäre, als die jetzigen galizischen Juden gänzlich und plötzlich umzuschaffen. Um den Ackerbau unter den Juden zu befördern bliebe aä 2. die Ansiedlung der unvermöglichen übrig. Hier kann allerdings Collision zwischen Abscheu vor der Arbeit und Pflicht der Selbsterhaltung Ausnahmen Hervorbringen, daß also die Ansiedlung vieler jüdischer Familien aus dieser Klasse insoweit es blos auf ihre Bereitwilligkeit ankommt, möglich ist, daran läßt sich kaum zweifeln. Die Wege, die dazu führen, sind: a) die Privat-, d) die Cammeralansiedlung. aä a) Um der jüdischen Privatansiedlung einen Vorschub zu geben, haben die vereinigten Hofstellen eingeraten, daß den Dominien , die eine jüdische Familie aufnehmen und dotiren werden, die Hälfte des Betrages, der für eine deutsche Kolönistenfamilie festgesetzt ist, abgereicht werden möchte. Allein Ew. Majestät genehmigten diesen Antrag nicht und gerührten wiederholt zu erklären, daß es von allen Aerarialbeiträgen abzukommen hätte. Dadurch ist aber alle Hoffnung, die jüdische Privatansiedlung jemals in Gang zu bringen, verschwunden. ack d) Die Cammeralansiedlung der Juden ist vermögeder allerhöchsten Entschließung, daß die Juden in den galizischen Städten, Märkten und auf den der Carnmeral-