Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 478 (sequence 616)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476286--7628-3483776- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
478 18- KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Budget-Kommission Schulden gemacht haben. Darum spreche ich mich für den Antrag Bileski auf mit dem Zusatz, dass die Ersparnisse von 8900 Pfund für produktive Zwecke verwendet werden sollen. A. Harzfeld (A C, Poale Zion — spricht hebräisch): Ich wundere mich, dass die Mitglieder der Kommission nicht den Mut gefunden haben, ihre Vorschläge in der Kommission selbst zu machen, und dass sie damit vor den Kongress kommen. Nun möchte ich einige Bemerkungen zu den Worten des Herrn Sacher machen. Die Exekutive hat kein Verständnis für die Bedürfnisse der Arbeiterschaft, die Schchunoth Haowdim erscheinen Herrn Sacher äIs Luxus. Andere Dinge sind ihm wichtiger. Ein zweiter Punkt ist die Zentralschule im EmeL Wir haben genug Mut gezeigt, dass wir diesen Punkt im Budget der früheren Kongresse gestrichen haben. Jetzt aber, wo im Emek eine grosse Zahl von Siedlungen ist, in denen viel Jugend aufwächst, wollt Ihr, dass wir unsere Kinder nach Haifa und nach Tel Aviv führen? Das ist nicht unser und nicht euer Wunsch. Die für Habimah, Haohel und für den Waad Halaschon beantragten Beträge wurden von der Budgetkommission einstimmig angenommen. Es handelt sich um kleine Beträge für Dinge, die unserm Innersten nahestehen. Wir haben mit der Bewilligung dieser kleinen Beträge unserm Gefühle und unserm Verständnis für die Bedeutung der Institutionen Ausdruck geben wollen. Ich bin dafür, dass alle wie ein Mann für die Vorschläge der Kommission stimmen, aber man soll den Kongress nicht schliessen, ohne zu dem zweiten Kongress, der vor seiner Eröffnung steht, mit zwei Anträgen zu kommen. Erstens sollen ausserhalb des Budgets 100 000 Pfund für neue Siedlung bewilligt werden und zweitens eine halbe Million Pfund für Bodenkauf. Del. Frau Seh. Persitz (Palästina — spricht hebräisch): Herr Sacher hat erklärt, dass die Exekutive nicht in der Lage ist, das Budget anzunehmen, und hat den Vorschlag gemacht, einzelne Punkte zu streichen. Die Budgetkommission macht ihre Vorschläge nicht der Exekutive, sondern dem Kongress. Der Kongress ist souverän, und er wird die Exekutive beauftragen, das Budget durchzuführen. Das Budget reichte in den letzten Jahren nicht hin, um die bestehenden Erziehungsinstitutionen zu erhalten. Statt die Möglichkeit zu suchen, neue hebräische Schulen zu gründen, hat man nur ein Minimum bewilligt und dieses Minimum hat man noch gekürzt. Man hat drei Stunden in der Woche gestrichen, während der Misrachi seine zwei Stunden zu wahren verstanden hat. Da man den Mehrbetrag für Misrachi und Waadath