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Central-Verein-Zeitung · 1934-12-13 · 50 (13.12.1934) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
50 (13.12.1934)
Date
1934-12-13
Page
– (sequence 10)
Language
German
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y^K-jß'^ £±y'*arKsf'»J? ll/'ij’v Lehrern linb Eltern. Fachleuten also und Laren sollte diese Woche, über deren Eröfsnung wir in der Nr. 48 der „C.-V.-Zeitnng" nom 29. November berichteten, in theoretischen Auseinandersetzungen und in Praktischer Arbeit den Weg der jüdischen Schule zeigen. Das Philantropin hatte es unternommen, der gesamten Ocssentlichkcit zu beweisen, daß die Erziehung des jüdischen Kindes in der jüdischen Schule auch in dieser Zeit gerade, tüchtige Menschen ins Leben führe. So waren es zwei Fragen, die im Vordergrund standen. Zunächst wollte man wissen, wie dm Menschen, die bisher dem Judentum mehr oder weniger fern standen, jüdisches Wissen, ihr Eigentum also, vermittelt würde. Die zweite Frage nach der Methode der Erziehung war im wesentlichen schon durch den Grundsatz „Erziehung zur Freude als sittlicher Grundhaltung" beantwortet worden. Aber gerade hier war man mehr an der Praxis als an der Theorie interessiert. lim es vorwegzunchmen: Keins der beiden Probleme kann als gelöst gelten, wenn man auch mit dem Eindruck fortging, daß der Weg der richtige sei und daß im Rahmen des Möglichen, vor allem im Pädagogischen das Philantropin sehr weit vorangekommen ist. Die Frage der jüdischen Bildung trat in drei Fächern zutage: In der Deutschkunde, dem Hcbräisch'Unterricht und der Religionsstundo. Wurde sie zunächst vom Negativen hergestellt, indem man die Möglichkeit der Teilnahme an einer Kultur. die die Juden ausschließt, erörterte, jo wandelte sic sich bald in die Frage nach dem Erziehungsziel. Die tragende Bedeutung des Teutsch-Unterrrchts in der jüdischen Schule wurde von niemanden bestritten — wie aber kann er dem südischen Kind möglichst viel von seinem Eigensten vermitteln? Die Verwendung jüdischer Stoffe im Deutschunterricht darf nicht zu dem Versuch führen, das Jüdische überall hervorzukchren. Denn dieser Versuch könnte in seiner Verlrampftheit gerade das Gegenteil des Gewollten bewirken, nämlich eine Entfremdung gegenüber dem deutschen Kulturgut. Daß in der Suche nach dem Erziebungsziel die Paläjtinasrage eine gewichtige Rolle einnahm, konnte niemanden überraschen. Aber auch hier zeigte sich die pTctdic Gefahr: ob der Streit um das .•pcbrotfcfjo als Sprache Palästinas oder als Sprache der Thora und des Gebetes ging, ob in der Palästinakunde mit 'Genugtuung berichtet wurde, daß in jeder Klasse ständig eine Karte Palästinas hinge — überall der gleiche Anflug einer etwas verkrampften Suche nach dem Jüdischen. Die Haltung der Diskutierenden wurde auch durch den Einwand. daß die Grundlage des "ge. sprochenen Hebräisch dos Hebräisch'der Bibel sei, nicht ausgolockert. Eine, neue Richtung nahm die Diskussion erst als Rektor Heinemann Stern über die veralteten Methoden des Hebroisch-Lernens sprach. Mit aller Entschiedenheit betonte er. es ginge nicht an. daß in übermäßiger Art nur auf die Grammatik, ohne Rücksicht auf den Stoff gevvvvij1 achtet werde. Wie man im Deutsch-Untcrricht längst dazu gekommen sei, die Werke der Klassiker nicht zu zerpflücken, um sie in ihrer Ganzheit auf die Schüler wirken zu lassen, so müsse man in Ehrfurcht vor dem Wesen und Inhalt des Gebetes grammatische Studien an eigens hierfür bestimmten Uebnngsstoffen treiben. In der Neligionsstunde wurde jede wesentliche Diskussion verhindert durch den Gegensatz zwischen dem Liberalismus und der Orthodoxie, die feststellte, orthodoxe Kinder könnten nur bei einem orthodoxen Lehrer Religionsstunde haben. Die Lehrproben und die Diskussionen konnten gerade den Laien letzten Endes nicht befriedigen. Denn die Hauptaufgabe, den Schülern jüdisches Lebensgesühl zu. geben, haben sie nicht erfüllt. Das zeigte sich gerade dort, wo man es nicht vermutete, in den Stunden, die die Schulfrcude des Schülers erhöhen sollen. Hierzu zählt in allererster Linie, vielleicht mehr vom Schüler als vom Lehrer aus gesehen, der Zeichenunterricht. Eine reichhaltige Ausstellung gab einen umfassenden Einblick in^die Möglichkeiten, die'Phantasie des Kindes Zu wecken, seine künstlerischen Anlagen zu bilden. Wo hier das indische Motiv erschien, war es echt, gleich ob es sich um die Darstellung biblischer Bilder vder um hebräische Schriftübungen handelte. ' Nach dem Gesamt-Unterricht. in dem süngste und ältere Schüler gemeinsame Fragen behandeln. die aus ihrem Kreise gestellt werden, kamen die Bünde zum Wort. Es war kein gutes Zeichen für das Verständnis des Wesens der jüdischen Bünde, daß sie aufgefordcrt wurden, im Nahmen einer pädagogischen Woche mitzuwirken. Die Aufgabe, die ihnen gestellt war. in drei Referaten zu 15 Minuten das Wesen der jüdischen Bünde zu zeigen, war imlösbar; der einzig wertvolle Hinweis für die Diskussion, sich mit der Schülerselbstverwaltung zu befassen, wurde nicht aufgegriffen. . In mancher Hinsicht lehrreicher als viele Lehrproben und Diskussionen war für Schüler wie die Zuhörer, die sich oft genug selbst als nur Lernende bezeichnetcn. die Aufführung dc§ Laienspieles „König Saul." Hier verbanden sich das tiefe Verständnis eines Abschnittes iüdischer Geschichte mit einer schönen sprachlichen Leistung hier wurde am echtesten jüdisches Lebeusgcfühl in deutscher Sprache zum Ausdruck gebracht. Zahlreiche Ausstellungen. Referate und Lehrprobcn,.die in diesem Nahmen nicht erwähnt werden können, umfaßte das Programm dieser Woche, deren vorbildliche Organisation, durch Dr. Hertnonn W e i l hervorgehoben werden muß. Eine Freitag-Abendfeier beschloß die Tagung. Wollte Rabbiner Dr. Lemke in den Schülern das Derantwortungsbewußtsein der jüdischen Ausgabe gegenüber wecken, so ries er in Lehrern und Eltern die Verpflichtung dieser jüdischen Schule gegenüber wach, die seit 130 Jahren als bester Beweis deutsch, jiidischer Wirklichkeit arbeitend den Weg in die dcutsch.jüdische Zukunft bereiten frW* Giiuter Friediänder.' 250 jähriges ZMßM der Erchen Wnsgogt in Altona Ein seltenes und stolzes Jubiläum konnte die ehrwürdige Gemeinde Altona am Sonntag dem 9. Dezember begehen, nämlich das 250jährige Jubiläum ihrer großen Synagoge, die in den Jahren 1682—1684 erbaut wurde und seitdem ununterbrochen in Benutzung sieht. Die..HochdeutscheJsroelitcn-Gcmeinde Altona", wie die offizielle Bezeichnung der Gemeinde lautet, kann ihre ersten Anfänge bis in die ersten Jahre des 17. Jahrhunderts zurückführen. In Homburg hatten sich portugiesisäze Juden schon wenige Jahre nach der Vertreibung aus der Pyrenäenhalbinsel niedergelassen, aber deutsche Juden wurden dort nur als „Knechte" ihrer portugiesischen Glaubensgenossen geduldet. Die wenigen Familien, die sich unter diesen Umständen dort ansiedelten, wurden auch bald vertrieben, und der König von Dänemark. zu dessen Herrschaftsbereich damals Altona gehörte, nahm sie auf. 1641 gab er ihnen ein Privileg zum Bau einer Shnagoge. und damals wurde gleich ein kleineres Gotteshaus gebaut, das aber bald nicht mehr genügte. Die Gemeinde Altona muß damals schon zu ziemlichem Wohlstände gelangt sein, denn 1680 stifteten die Vorsteher einen herrlichen Chanukkaleuchter, der heute noch das Schmuckstück der Großen . Shnagoge bildet, in das er nach der Errichtung des Großen Gotteshauses überführt wurde. Schon Johann Jacob Schudt berichtet in seinen „Jüdischen Merkwürdigkeiten: „Die deutschen Juden haben in Altona, -unten nach der Elbe zu. eine große kostbare und.von lauter Ouaderstück mit schönen Pfeilern erbaute Synagoge, welche wohl nach der Amsterdamer'die grüße und. beste in Deutschland seyn mag." In dieser Synagoge wirkten die . Rabbiner der sogenannten Dreigemeinde Altona- Hamburg—Wandsbek, in hebräischer Abreviatur als A'H'U bekannt. Im Jahre 1711 verheerte ein großer Brand den Dachstock der Shnagoge. und bei der Belagerung durch die Schweden wurde sie durch die Beschießung-ebenfalls beschädigt, wovon heute noch fünf in Len Mauern steckende Kanonenkugeln Zeugnis oblegen. Die Synagoge wurde dann bald noch prächtiger wiederhergestellt und galt bis zur Trennung der Dreigemernden durch Napoleon im Jahre 1811 als Hauptsynagoge der Dreigemeinden. ' Hier war der Rabbinatssitz hochberühmter Männsr wie von Rabbi Jecheskel Katzenellenbogen, der « ganz Deutschland anerkannte Synagogenbräuche einführte. Rabbi Jonathan Eybe schütz, Rabbi Raphael Kohn, David Berlin u. a. m. Nach der Trennung von Hamburg versahen dos Amt des Oberrabbiners von Schleswig-Holstein hier die Rabbinen Akiba Wort heim er. Jacob Ettlingcr, Dr. Elieser L ö b. Dr. Meier L e r n e r und heute Dr. Josef Carleb ach, sämtlich Männer von höchstem Ruf innerhalb der Judenheit. Zu der Feier in der herrlich geschmückten Synagoge hatte sich eine unübersehbare Menschenmenge eingefunden. nicht nur aus Altona, sondern vor allem aus Homburg sowie den Gemeinden der weiteren und näheren Umgebung. Noch. Chorgcsängcn^ begrüßte der erste Vorsitzende der Gomeinde Sanitätsrat Dri Franck die Anwesenden und warf einen Rückblick auf die Geschichte der Gemeinde und ihres Gotteshauses. Rabbiner Dr. H o s f m a n n -Frankfurt a. M. überbrachte als Mitglied des Präsidialausschusses der Reichsvertretung der Deutschen Juden deren Glückwünsche. Darauf wurden die Thorarollen ausgehoben unb von den ältesten Vorstehern der vertretenen Gemeinden feierlich in Umzügen durch das Gotteshaus getragen, wobei ein von Oberrabbiner Dr. Carlebach verfaßtes Gebot gesprochen wurde. Der Chor saug dann ein ehrwürdiges altes Lied, - das wahrscheinlich von.Rabbiner Jonathan Eybeschütz Zur Feier des 100jährigen Jubiläums gedichtet worden war und von dem gegenwärtigen Oberrabbiner eine neue^ Fassung erhalten hatte. Ergreifend wirkte nun das Erinnerungsgebet an dre Führer der Gemeinde, das Dr. Franck in einer Weise vortrug. die auf'die Massen einen erschütternden Eindruck machte. Nach dem EinheLen der Thora, rollen bestieg Oberrabbiner Dr. Josef Carle« b.a ch die Kanzel, um in formvollendeter und gefühlsdurchpulster Rede die Bedeutung der Ferer klarzumachen. Chorgefänae schlossen die einzig, artige Feier, die auf alle Anwesenden den tiefsten Eindruck hinterließ. In diesen Stunden lebte die innige Verbundenheit alteingesessener deutscher Juden mit deutschcm Boden in einzigartiger Weise auf.- J. L. £tel»rans srs Mm SerbMchbiMS - ■ -rrrEAMss Am 2.- Dezember fand in Schneidemühk die feierliche Amtseinführung des neuen Bezirks« - rabbinerS Dr. Alfred I o fp e (Oppeln) statt. Im Namen des Preußischen Landesverbandes . sprach Rabbiner Dr. Julius G a l l i n e r (Berlin), im Namen der .Jüdischen Gemeinde Schneidemühl deren Vorsitzender L e w i n. Die Grüße der Be« zirksgemeinde übcrdrachte S ch ö n f e I b (Dt. Krone). ^QrVti'W I? wVii'vv» Die Gesellschaft der Freunde der Jerusalemer Bibliothek, die sich mit dem Verband zur Förde« rung der Universität Jerusalem zu gemeinschaftlicher Arbeit vereinigt hat, veranstaltete im großen Saal des Logenhauscs in der Kloiststraße m Berlin eine stark besuchte Kundgebung, um Bedeutung und Zukunft der Universität und Rationalbibliothek in Jerusalem weiten Kreisen des deutschen Judentums. nahezubringcn. Professor Dr. Otto Marburg, der Vorsitzende der Gesellschaft, hob in seiner Begrüßungsansprache hervor, wie sehr heute deutsche Jitden trotz aller wirtschaftlichen Not geistigen Problemen nachgehen und damit alte Traditionen bewahren. Er gab einen kurzen Ueberblick über die einzelnen Entwicklungsphasen der Universität und Bibliothek. Heute wirken au der Universität mehr als 50 Dozenten und Gelehrte: davon stammt mehr als ein Viertel aus Deutschland. Rabbiner Dr. Leo B a e ck, der Präsident der Reichsvertretung, legte in einer kurzen Ansprache seine Verbundenheit mit der Universität und Bibliothek in Jerusalcm dar. Die Universität entwickelte sich langsam, was nur für sie gut sei. da damit dre Fehler allzu schnellen Wachstums vermieden werden. Universität und Bibliothek gehören zusammen: die Universität als Stätte der nahen Lehrer, die mit den Lernenden persönlichen Kontakt haben, die Bibliothek als die Stätte der fernen Lehrer, die durch das gedruckte Wort zu den Lernenden sprechen, llniversität unb Bibliothek sollen Mittelpunkte jüdischen Seins werden. Sic aufbauen zu helfen sei auch Angelegenheit der deutschen Juden. Dr. Alfred Klee gab in seiner Eigenschaft als Dezernent für die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Berlin die Zusicherung. daß die Bibliothek der Gemeinde auch in Zukunft ihre Hilfe zur Verfügung stellen werde. Professor Dr. JSmar E lb o g en erläuterte unter Darlegung geschichtlicher und bibliophiler Gesichtspunkte die Bedeutung und Entwicklung der Nationalbiblrothek, die alles das. was über Judentiim und alles, was von Juden geschrieben worden sei, samnile uiid darüber hmaiis in ihrem neuesten Stadium sich auch der Sammlung soziologischer. kunsthistort scher und medizinischer Werke widme. Der Bestand der Bibliothek, die heute fast 300 000 Bände umfasse, beweise ihre Wichtigkeit. Heute sei diese Bedeutung innerhalb des deutschen Judentums dem Streite der Meinungen entrückt worden. Professor Dr. David Baumgardt formulierte im Hinblick auf die geistige Krisis der Zeit die Bedeutung der Umversrtät in Jerusalem, die heute über 1000 Hörer ' habe. Ihre Arbeit sei durch innere und äußere Gründe noch nicht vollkommen, aber aus dem bcsteii Wege hierzu. Ernst Hoffina n n . der Berliner Bevollmächtigte der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, gab einen Ueberblick über das Sammlungsergebnis innerhalb des deutschen Judentums. Ueber 20 000 Bücher.wurden gespendet, mehr als in irgendeinem anderen Land aufgebracht wurde. Darin liege ein Bekenntnis, das auch für die Ziikunst nicht an Wert und Intensität verlieren solle. Jede Bücherspende sei willkommen und fördere den Aufbau der Nationalbiblrothek. y. e. . SeieriluM in MrKrlm In Hildesheim veranstalteten der Jüdische Jugendbund. der Bund Deutsch.Jüdischer Jugend - und der Snif Hechaluz eine Feierstunde. Reinhold Herz vom Verband der jüdischen Jugendvcreine erklärte, gerade jetzt, da die Zersplitterung in.den jüdischen Reihen wieder um sich zu greifen droht, dürften die Stimmen nicht schweigen, die zur Einheit rufen. Fritz S ch w a r z s ch i l d führte aus. nicht Sicherheit und Ruhe seien die Lebensformen, in denen sich das Judentum bewährt habe, sondern gerade die Bewegtheit und unbequeme Labilität. Diese sei.im Mittelalter, -an das in Hildesheim noch so viele bauliche Zeugen erinnernd selbstverständlich gewesen. Die Zeit des wirtschaftlichen Aufstiegs ober habe den Juden Schritt für Schritt von seinem Selbst enfernt. Die Zusammenfassung der auch heute noch in der deutschon Judenheit ruhenden schöpferischen,, lebensgestaltenden Kräfte könne der Ueberwindung dieser Lebenskrise dienen. Zu . einer wahrhaften Feier wurde die Veranstaltung durch die Mitwirkung des aus Kindern bestehenden Hildesheimer - Synagogenchors, der unter Leitung von Joseph Cysner mit hebräischen Liedern der Versammlung das Gefühl einer wahren Gemeinde gab. _ FühMlAW in OLMMm Tos erste Führerlager ' des Landesausschufses Oberschlesien der jüdischen Jugcnoverbände. das kürzlich in Eleiwitz eine stattliche Anzahl junger - Menschen aus ganz Oberschlesien versammelte, wurde mit einer Freitagabend-Feier eröffnet. In der Begrüßungsansprache betonte der Letter des Landesausschufses, Dr. Rudolf Heilborn, alle 1 ungen jüdischen Menschen ohne 'Unterschied ihrer hündischen Zugehörigkeit, hätten die Pflicht zur Zusammenarbeit. Nach Sabbath-Ausgang stieg dos Musierheim. Es begann mit einer Singerast. auf der Ernst Rawak in einem Referat über Sinn und Grenzen der ' jüdischen Jugendbewegung sprach. Studienreferendar David charakterisierte ,n lebendiger Weise die biblische Gestalt des Simson Am Sonnabend abend veranstaltete der Hechaluz Beuthen, einen eurdrucksvollen Oneg. vchabbath. ö Am Sonntag morgen traten weit über 60 Teilnehmer verschiedenster Altersstufen zur Muster- Le'tung von Frau Studienrätin Goldstern (Gleiwrtz) an. .In der darauffolgen- Zwerstundlgen Arbeitsbesprechung machte der Geschäftsführer - des Reichsausfchusses„ Dr. Brimo (Berlin), die Ortsringleiter, die Mitglieder des Landesausschufses und die Vertre» ®“ni‘cvnVt dem Aufgabenkreis des Reichs» ausschusses und ferner Untergliederungen bekannt und^besprach anschließend.in einer -Arbeitsgememschaff nnt. ollen Anwesende,r den gegenwärtigen Stand der .Berufsumschichtung.. Nachmittags referrertö -Studienreferendar/ David über jüdische Jugendliteratur". Das zweite NgchmittagsreferaL hielt Rabbiner Dr. Ochs über das Thema: „Warum müssen wir die Bibel im Urtext lesen?* In seinem Schlußwort ermahnte Dr. Sommer« selb die Teilnehmer, ernste, nüchterne Zusammen« arbeit und gute Kaineradscl-aft. nicht aber geist. reiche Spielereien zu pflegen. Ueber dem jüdischen Parteimann stehe der südisclie Mensch und die jsj. dische Gemeinschaft. Ein deutsches und hebräisches Lied und ein von David vorgetragener Midrasch schlossen die Tagrmg. auf der sich zeigte, daß überbündifche. unparteiische Arbeit junger jüdischer Menschen sehr wohl möglich 'st. wenn man den Blick ül>er die eigene Bundesideologie hinaus aus die gemeinsamen jüdischen Grundfragen richtet. Schachaufgabe Nr. 24 IO von Paul Rosenblott (Berlin) Herrn Tr. M. Lewitt gewidmet. Sckiweizcrische Schachzeitung 1933. ■AJ Matt in drei Zügen Weiss: Fa2, Pb2. 1>2. Ld4, Lc4, Sr8, 5-8. B&3, M, '• -3. g5. l>3 (12) Schwarz: Kb7, La6, SaS, Bbfi, ho, c7, b6 (.7) ¥ Lösung der Aufgabe Nr. 23: 1. 8K3—<11. KcoXdl: 2. L«*-l-b2 matt. .... , b7Xr6: 2. LdöXwj ma,t. .LhS—dB: 2. Dd8Xh8 matt. .Re3—et: 2. Ldö— c6 matt. , beliebig; 2. LrfoXfS matt. * Es scheitert 1. f7—fSS an —ko. 1. f7—f8D an SbS-^7. . . , * Richtige Lösungen gingen ein von:'A. Barem. Witz, Georg Lange. Willy Michaelis. Sanitätsrat Dr. S. Domke <Berlin >. Arthur Jacob (Siegburch. Leopold Mehrländer iKonfürdtR Dr.- mr!d. Erich Kaufmann (Elfen-Grevenbroich). Ernst Straus (E-denkoben). Dr. Justin Lehmann (RegenSburg). Gottfried Gurnbel (Stuttgart!, Dr. med. Lvh (Bochum». H. Lindner (Burgkunstadt). Erich Rubensohn (Hildesheim). David Bloch (Göppin. gen). Julius Gottheiner (München'»,-Fritz Silberstein lSchweinfurt». Dr. med. Haiis Schlesinger (Mannheim ». Hans- Ltember'ger (Bayreuth'». Karl Bechböfer (Nürnberg». Dr. Ernst Dariid. Za/U'arsi (Mechernich». RechfSan»valt Dr. Ernst Bvehm tBrieg», Herbert Heimänn (Ratiborl,' :£*. web. Rosenberg (Pforzheim,. A.- Lö»r>enste»n »Greven« broichl, Sanitätsrat Dr. Ritterbond (Lstcrode). Tierarzt M. ^Koschminili (LandSbergl. Bertha Malsch.(Erfurt). Dr. »ned. Schumacher (Hamburg». Michael Levy (Krefeld). Kantor Dr. Cohn (Kob. lenz). Lothar Schönihal (?türiiberg>. Rechtsanwalt Ludwig Mayer. Dr. Äler Leiser (Berlin». Rabbiner Dr. Tänzer (Göppingen». . Weitere richtige Lösung der Aufgabe Nr. '22 ging ein von Gustav Lewi (Berlin-Tohlcm». SM F. Mürben 2t l« sich nach Becndiginig des Weltkrieges in den Berliner Ortsgruppen deS C.-B. die Notwendigkeit za einem festeren Zufannnenschluß zioecks einheitliciicr Arbeit-erivres. vereinigten sich diese zum ..Verband der Berliner Ortsgruppen". Tie Delegierten dieses Verbandes'wählten Otto I. K rafft zu ihren, Vorsitzenden. Tics ihm bekundete Vertrauert rechte fertigte er in hervorragender Werse. Er verstand es. durch feine äusgebehnten Beziehungen in der Berliner Kaufmannschaft den Kreis der Mitglieder des Central-Vereins bedeutend zu erweitern. Daß die schiveren Jahre der Inflation mit ihren ervigen Geldsorgen von den'Bcrliner LrlSgruppen einigermaßen überwunden wurden, ist sein Verdienst. Durchdrungen von der Ideologie deS Central- Vereins, für den er jede freie Minute, die ihm sein Beruf ließ, opferte, war er stets ein Kämpfer für die Ehre des deutschen JudentiiwS. Wenn er auch, gezwungen durch feine Berufstätigkeit und feine Arbeit in der Bezirksverfammlung Lichtenberg. in der er viele Jahre dank des Vertrauens seiner Mitbürger wirkte, den Vorsitz bei der Re- Organisation der Berliner Ortsgruppen, aus denen - im Jahre 1925 der Landesverband bervorgrng. niederlegte, so blieb er doch bis zu seinem letzten Atemzug der Unsere, der im stillen für unsere Eedanken warb, und sich noch mancher Kleinarbeit zur Verfügung stellte. Die sterblichen Reste des Verblichenen wurden am 12. Dezember in Weißcnsec beigesetzt. Ter Vorsitzende des Landesverbandes Groß-Berlin rief ihm warme Worte des Gedenkens nach. Ter?!ame Otto I. Krass t wird in iinscren Reihen unvergessen bleiben. vr. Bnioo Glaserfeid, 17. 20.15: Ortsanippc CharlrUtenbura de» und 5. und 8. Zuo des Bundes Dcutscb-Zudischer (iuoond. Eliern-Ausiprachr-Ädcnt». Dc. Werner Aostnnock:. »Weye in die deutsch-jüdische Zukunft." töiintfKt FriedlSndrr: „Hurij, und Elternhaus." Logcnhaus. Klciststraße 1«. Handelsgerichtsrat a. T. Solomon teilt uns daß bei der EesaUeiicii-Gedenkteier des Rcichr-bui jüdischer Frontsoldaten in Berlin, über di; wir der vorigen Anminer der ..C.-V.-Zeitung' berichte der von ihm geleitete Bund deutsch-j"dil I^^baten mit seinen Fahnen an ' hervorragei Etelke tcllgcndmm'cn hat.

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