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Der Israelit · 1923-07-12 · Heft 28 (12.7.1923) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 28 (12.7.1923)
Date
1923-07-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 2 Nr. 13 Blätter Ertüchtigung zur Erfüllung seiner Bestimmungsaufgabe: rrcab minyn no^wn. VI. Von jedem Mitglied der Agudas Iisroel wird erwartet der Wille zur TOÄ min und daß er als Iude die Existenz ^es jüdischen Volkes (f. oben, 1. Anfi) mit der einzigen Bestimmungsaufgabe des anerkenne, welcher allein jede Volkserhaltungstätigkeit im Großen wie im Kleinen mehr oder weniger mittelbar! dienen mutz, und daß bei sich wie bei anderen auf Erziehung zu solchem Denken und Wollen bedacht sei, und dazu, in der Vervollkommnung seiner selbst nationale Arbeit zu sehen. vil. Die Voraussetzung jedes Erfolges ist ws)n n'TD.o- Programmentwurf (nur Skizze, ohne den Versuch stilistischer Feinarbeit). A. Prinzipielles. l. Agudas Iisroel ist die Vereinigung aller 2ude-sein-Wollenden, indem sie sich als Juden zur Bestimmungsaufgabe des jüdischen Volkes bekennen. H.« Agudas Iisroel erstrebt die Erhaltung und Ertüchtigung des jüdischen Volkes zur Erfüllung seiner Bestimmungsaufgabe. m. In der Erkenntnis, datz die Bestimmungsaufgabe Jisroels in iiköi Atz) n*? brn ti nana besteht, sieht Agudas Iisroel ihre Aufgabe darin, a9. AN) und 118O für die Erfüllung der Bestimmungsaufgabe Jisroels zu erhalten und zu ertüchtigen, bereitzustellen. a) nb — die lebendige Seele — Erziehung: min Jeschiwaus, jüd. Schulwerk, Waisenhäuser u. dgl.; nmnn ovp, Ermöglichung von nisD □'pp (niriTDi p^on - niso - '"x 3W>) — Stützung von "1QS und ihren Institutionen (mpD — )'nnn) — kulturelle Autonomie. b) AN) — der lebendige Körper — Gesellschaft und Hygiene: Anstalten für jüd. Kranke (Nerven!) Sieche, Alte; Pogromverhütung und -Hilfe, politisch-gesellschaftlicher Minoritätenschutz, ■>"# als Zufluchtsstätte; ufto. c) nan — das dem Leben dienende Vermögen — Wirtschaft (und eventuell Hygiene hierher): Stützungsaktionen zur wirtschaftlichen Erhaltung und Stärkung Schabbos - treuer Existenzen; Darlehenskassen; Minoritätenschutz zu wirtschaftlichen Gunsten (Sonntagsruhe) — (ob auch '"8 als unser einziges verbliebenes Nationalvermögen?) 6. Organisation. I. nnirj/ Wille und weg. □'omn tjti in absteigender Gliederung bis zum mron ain- Aufgabe: a) Bestimmung der Aufgaben und Rubrizierung von akuten Fällen zu A. III. a, b c. b) Ueberwachung ihrer gemäß der betr. Rubrik und A. II. erfolgenden Ausführung. c) Ueberwachung der Reinheit und Tauro- Gemätzheit der Organisation in ideeller, programmatischer und praktischer Beziehung. II. rrroy, Tat und Schritt. Aktionszentrale und -Ortsgruppen bis zum Einzelmitglied: Aufgabe: a) Organisatorische Tätigkeit. b) Versorgung der nach B. I. a bestimmten Aufgaben und zugewiesenen Fälle. c) Erziehung und Selbsterziehung zum Prinzipiellen A. I, II, III. (Propaganda). C. Mittel und Wege. Alle nur möglichen^ statthaften und notwendigen. I. wsüd nroo. II. Werbung von Mitgliedern. Hl. Erziehung der Mitglieder zu hingebungsvollem Wollen. iv. Finanzielle Kraftsammlung. V. Politische Tätigkeit. VI. Presse. VII. Organisierung der Kräfte. _ V- Juli 1W3 Prüfung des Programms hinsichtlich seiner empirischen Tauglichkeit zur Erfüllung mancher gewissermaßen als selbstverständlich vorausgesetzter Gegenwartsfoxderungen: '1. Palästina: siehe A. III. a 21A" rvöD — Zibburstützung), A. III. b (M'noritätenschutz, Zufluchtsheim), A. III. e; und überhaupt als Wohnstätte von Juden entsprechend A. I. u. II. 2. Ueberwindung des assimilatorischen Nationalismus: siehe A. II. (der klare jüdische Volksbegriff), A. III. a (Gesundung durch positive Erziehungsarbeit), C. I. (als vorbildliches Tun Md zur Verbürgung des Erfolges). 3. Verhältnis zu den Völkern: siehe A. I.u. II, (Agudas Iisroel als Vereinigung der Tauro- Wollenden das einzige Ausdrucksorgan des Volkswillens, daher nicht nur berechtigter Vertreter des Volkes, auch der Nicht-wo.lenden, gegen Agudas Iisroel Protestierenden, denn auch sie alle Tauro-sollende — sondern das natürliche Gehirn, Mund und Arm des Volkes). A. III. b und c (Minoritätenschutz), C. V,, A. III. a Bekämpfung der Assimilationsgefahr), A. III.b (Antisemitismus), A. III. c (Wirtschaft!. Erdrückung). 4. Praktische Beteiligung jedes kleinsten Organisationsteiles an der Erfüllung der Gesamtheitsaufgaben (s. „Idee d. Agud." S. 13—17): siehe B, I. und II. (absteigende Gliederung bis zum Einzelnen), A. III. a, b, c (für jeden Einzelnen aktuell und auch als Interesse des Einzelnen vollwertiges Teil! der großen Gesamtheitsaufgabe), C, 1—4. (Arbeit an sich heißt Arbeit am Volk). 5. Geistige Belebung und Bewegung: siehe A. II.. A. III, C. I., C. II. Schlußbemerkung: die Einzelheiten des vorstehenden Entwurfes mag man bekämpfen, auch das Ganze nach seiner Schematisierung; nur daran halte man fest: 1. Agudas Iisroel ist weder „Ueberjuden- Bisherige Wahlergebnisse der Delegiertenwahl zur Kenessio Gedaulo in Deutschland. wahlgruppe: Alsfeld-Birstein-Gersfeld-Marburg-Oberseemen-Rhina . Ansbach (Gruppe des Distriktsrabbinats) . Bamberg-Gunzenhaufen-Schweinfurt-Treuchtlingen-würzburg . . . . Berlin. Breslau. Darmstadt. Emden-Hannover-Norden Frankfurt a. 2H. Fürth i. B. Fulda. Halberstadt. Halberstadt (Deutsche Landesorganisation) Hamburg-Altona . . . Köln. 1 MÜnchen-Ichenhausen . Nürnberg . . . ,. . Ludwigshafen-Mannheim Karlsruhe. Mainz. Stuttgart-Heilbronn. . . Gewählt als Abgeordneter: Rabbiner Dr. (Lohn, Marburg Rabbiner Dr. Brader M. M. Hirsch, Halberstadt Babbiner Dr. Munk, Berlin Dr. Moses Auerbach, „ . Jacob Levy, - „ Siegmund Stern, „ Rabbiner Dr. (Lohn Rabbiner Dr. Hoffmann Rabbiner Dr. Marx . Rabbiner Dr. Freund, Hannover B. Rachelfon, Frankfurt a. M. Leopold Oppenheimer, „ Gerson Schnerb, „ Rabbiner Dr. Breslauer, Fürth Dr.. Herz, Fulda Dr. Emil Hirsch, Halberstadt Gottfried Goldschmidt Dr. N. Birnbaum, Bad Homburg Dr. Meier Hildesheimer, Berlin Dr. L. Schlesinger, Hamburg Henry j)els, „ Rabbiner Dr. (Larlebach Leo Munk Dr. j)ryß, München Rabbiner Dr. Klein, Nürnberg Jakob Kohn, „ Rabbiner Dr. I. Unna, Mannheim Jakob Ettlinger,' Karlsruhe Rabbiner Dr. Bondi, Mainz Rabbiner Dr Ansbacher Stellvertreter: Josef Stern, Fulda Leon Hackenbroch, Frankfurt a. M. Dr. Jacob Levy, Berlin Falk Schlesinger, „ Julius Merzbach, „ Llie Munk, „ Leopold Schwab, Frankfurt a. M. Lehrer Levisohn, Hannover Jakob v. d. Walde, Emden Rabb. B. Beermann, Frankfurt a. M. Dr. S. Oppenheimer, „ Joel Sänger, David Lehmann, Fürth Rabbiner B. Kunstadt, Fulda Dr. Hirsch Auerbach, Halberstadt Rabbiner Dr. Larlebach, Hamburg 3* Katzenstein, Dr. Max Lohen Dr. Rotschild-Dinslaken Louis Levinger, München Rabbiner 3- Bergmann, Nürnberg 3ulius Sichel, „ Dr. Buttenwieser, Mannheim 3sack Runer, Karlsruhe 3» Kahn, Mainz

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