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Der Israelit · 1861-12-25 · Heft 52 (25.12.1861) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 52 (25.12.1861)
Date
1861-12-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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sich vorteilhaft auszelchnet und überdieß in sehr blühendem Style abgesaßt ist. — Rr. 37. „DeS Helden Scheiden/ ein recht warmes Gedicht, das den Abschied Josua's vom Volke Israel in Sichern in herzlichen Zügen darstellt. Nicht zu billigen ist unseres Erachtens, daß hier der rwrnr« '*r p vv Mit deutschen Lettern widdcrgegeben und sohin von den Zöglingen ohne Scrupel ausgesprochen wird ein Punkt, worüber wir uns die maßgebende Meinung her ldbl. Redaktion dieser Zeitung ergebenst'erbitten.*) — Nr. 31. „Zum Jahreswechsel" ein bloß umgearbeitetes Stück aus dem Lehrbuche für katholische Hauptschulen. Sollte aber der Jahreswechsel auch für Israeliten im Januar statksinden? — So steht's mindestens Schwarz auf Weiß in nuferem Lesebuche! — Nr. 33. „Erste religiöse Einrichtungen der Juden nach ihrer Zerstreuung" wie schon die Ueberschnst bekundet, ein hübsch Stück jüdischer Geschichte. Bemerkenswerth ist's', daß hier die „Melhurgemim" und „Amoraim als identisch hingcsttllt werden, deren Aufgabe darin bestand, den Dortrag des Lehrers den Schülern, zu erläutern und einzuprägen.**) — Nr. 34. „Nabbi Jehuda, genannt, „der Heilige," vorzüglich in seiner Eigenschaft als Redakteur der Wischna dargestellt. — Nr. 35. „Rabbi Jehuda Hallevv," eine biographische Skizze. — Nr. 36. „Rabbi Abraham Jben-Esra", ebenfalls eine kurzgesaßte Lebcnsskizze. — Nr. 36. „Moses den Mannon (auch Maimonides genannt)", ein etwas ausführlicheres Lebensbild des großen Lehrers. — Nr. 38. „Don Jsak Abarbanel", wie zu erwarten, ein interessantes, kräftig gezeichnetes Zei'.Ulo. — Nr. 39. „Moses Mendelssohn," ziemlich umständlich, wobei auch dessen Zeiturrd Gcslunungsgenossen: Jsak Euchel, David Fricdlander, Herz Homberg, Peter Deer und der unvergeßliche, verdienstvolle Hartwig Wessely Erwähnung finden. Weit entfernt eine vollständige Rezension schrei bsn zu wollen, heben wir Obiges bloß zur Orientirung für jene Herren Lehrer hervor, die das Buch mrS eigener Anschauung noch nicht kennen. *) ES ist das nach jüdischem ReligionSgesetze durchaus yer« Loten 2'7t'p2 pVN 1*? p-t 1'rwkvd«2 OVN NVN.1, sagen »nsere Weisen. — Die Nedaetion. Es ist daS allerdings der Ursprung der Bezeichnung, di» «d»r spLtn andere Bedeutung gewann. — Tie Ned. Im Berlage von Robert Lampel in Pest erscheint ebenfalls ein Lesebuch für die 4. Klaffe der israel. Hauptschulen von vr. Joses L Fischer. Der Verfasser, ein auf pädagogischem Gebiete vortheilhaft bekannter Mann, ist der Abfassung eines ähnlichen Werkes vollkommen gewachsen. Wie das betreffende Inserat des „Pester Lloyd" besagt, enthält das Buch unter Anderem mehrere Parabel» voll tiefer moralischer Weisheit aus dem vortrefflichen Werke des Herrn Oberrabbiners vr. Meisel: Prinz und Derwisch." — Ob diese indeß für die zarte Jugend wohl geeignet — mögen Andere brmiheilen. Die Zeit, wo man ein Buch durch bloße Benennung eines klangvollen (?) Namens leicht an den Mann bringen konnte, scheint vorüber zu sein. Herr Fischer hat durchaus nicht uöthig, sich eines ähnlichen Aushängeschildes zu bedienen! Unter der Presse befindet sich ferner: 'Op pvpss, eine hebr. Beispiel-Grammatik für die sHand der Schüler in Volks- und Hauptschulen" von H. Ehrentheil, Oberlehrer an der iSr. Schule zu Bonyhad. Das Werkchen enthält gar keine Regel und setzt, sür die Hand der Schüler bestimmt, beim Lehrer gründliches grammatikalisches Wissen voraus. Unser Verhältniß zum Verfasser gestattet uns nicht, dasselbe einer eingehenden Erörterung zu unterziehen. DaS Büchelchen, das in Wien erscheint und nächster Tage schon fertig sein dürste, kann nur unmittelbar vom Verfasser bezogen werden im Preise von nur 30 Nkr., mit Postversendung 40 Nkr. Die isr. Gemeinde zu Lenyhad bethätigte diesmal ihren bewährten WolM-ütigkeitssinn dadurch, daß sie 25 mittellose Schulzöglinge mit Winterkleidern versah. Das Hauptverdienst hiebei gebührt den Herren L. Nokensicin und S. D. Adler. Ans Mahren, 10. Dez. Seitdem ich meine Broschüre: „Es möge im Judenthum bald besser werden," veröffentlicht habe, scheint wirklich, wenn auch nicht prvpter lrov, so doch post boe ein regeres Leben der Judenschatt Mährens sich zu beinächtigen, und hört man so manche Version über die zukünftige Gestattung des Landesrabbinates, was mir Veranlassung bietet, meine Meinung hierüber auszusprechen. Möge es mir gegönnt sein inJhrem geschätzten Blatte über diese hochwichtige Angelegenheit ein freies Wort zu sprechen. Ich verwahre mich (Hierbei «i»r Beilage.)

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