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Der Israelit · 1929-07-04 · Heft 27 (4.7.1929) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 27 (4.7.1929)
Date
1929-07-04
Page
– (sequence 9)
Language
German
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4. IM 1929 Der Israelit Nr. 27. Seite 9 steher der Israelitischen Gemeinde an. Auch am öffentlichen Leben, der politischen Gemeinde hat er als Stadtverordneter jund Magistratsmitglied teilgenommen. Frankenberg, 24,'Juni. Sein 25 jähriges Eeschäftsjubiläum beging das Manufaktur- und Modewarengeschäft von Salli M'arr dahier und "gleichzeitig das 25 jährige Ehejubiläum mit seiner Frau Helene geb. Wertheim. Kassel, 21. Juni. Ihren 85. Geburtstag begeht heute in größter körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische Fräu Witwe Bertha Sternfeld. Hersfeld, 24. Juni. Seinen 75. Geburtstag beging heute Herr Abraham Möller, früher Radolrs^ause.i. Bad Mauheim, 28. Juni. Nach 43 jähriger 'Dienstzeit trat Herr Lehrer und Kantor H. Oppenh eimer am 31. Mar 1929 in den wohlverdienten Ruhestand. In einem ihm vom Vorstande überreichten Dankschreiben werden in hochanerkennenden Worten alle seine Leistungen für Schule, Synagoge, Gemeinde und Stadt hervorgehoben.!„Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde, heißt es zum Schlüsse, betrachtet es als seine Ehrenpflicht, Ihnen ferne tiefste Dankbarkeit für Ihr segensreiches Wirken äuszufprechen. 'Er wünscht Ihnen auch im Namen der ganzen Gemeinde, daß Sie noch lange Jahre einen sorglosen Lebensabend im schönen Bad Nauheim verbringen Mögen." Zum Abschied des Direktor Dr. Deutsch aus der Israelitischen Waisenanstalk. Fürth. 1. Juli. OberbürgtermVister Dr. Wild widmete Direktor Dr. Deutsch, der am 1. Juli von der Leitung der Israel Mischen Waisenanstalk zurücktritt, folgenden Scheidegruß: „Herr Direktor Dr. Deutsch tritt am 1. Juli von der Leitung der Israelitischen Waisenanstatt zurück. Der Stadtvat hat schon vor eimger Zeit beschlossen, dem Genannten aus diesem Anlasse öffentlichen Dank uni) Anerkennung für seine langjährige und ersprießliche Tätigkeit auszusprechen. Herr Dr. Deutsch ist im Jahre 1894, also vor 34 Jahren, an die Spitze der Waifenanstalt berufen worden, die bestimmungsgemäß die Ausgabe hat, in Bayern beheimatete Waisen oder Halbwaisen zu verpflegen und zu erziehen. N'öb'en'bsi amtierte er als stellvertretender Rabbiner und erwarb sich durch sein gediegenes Wissen und seine große Redegewandtheit allgemeine Hochachtung. Auch als Schriftsteller machte er sich in Gelshrtenkreifen vorteilhaft bekannt. Herr Direktor Dr. Deutsch widmete sich seiner Lebensaufgabe mit großer Hingabe. Die äußeren Verhältnisse der Waifenanstalt suchte er nach Kräften zu verbessern. In allen B-evölkerungsschichten erfreute sich Direktor Dr. Deutsch stets großer Beliebthett und auch mit der Stadcherwaltung, der Ne VsaufsichtigunT des Waisenhauses obliegt, mar die Zusammenarbeit stets gut und' ungestört. Der Stadtrait wünscht dem oerdventen Manne bei seinem Rücktritte von seinem Amte alles Gülte. Möge die körperliche und geistige Rüstigkeit, die ihn im Alter von 72 Jahren auszeichnet, ihm noch recht 'lange erhalten bleiben. Der Stadtrat nimmt von diesem Nachruf unter Berfallsäußerungen Kenntnis." Mannheim, 1. Juli. Am 3. Siman verschiled in Hamburg Aron Ettlinger, ein Sohn des R. Löb Ettlinger b"r, d>er ein halbes Jahrhundert als Klausraübiner in Mannheim wirkte, und ein Neffe des Ältonaer Obevrabbiner R. Jakob Ettlinger Vt, des Verfassers des uV 111^. Aron Ettlinger hat den größten Teil seines Lebens in Mannheim verbracht, under war doch! zur Zeit der unbestrittenen Herrschaft der Reform einer der wenigen, welche die Fahne des orthodoxen Judentums hochhteiden. MannWm war bekanntlich im vorigen Jahrhundert eine Hochburg der Reform, und Ne Gesetzestreuen waren aus ein kleines Häuflein zusammengeschmolzen. Aron Ettlinger wahrten die Tradition im Sinne seines Vaters und seiner Familie; er war von aufrichtiger .Frömmigkeit, dabet von einer Bescheidenheit, die ihn nie nach. Aemtern und Würden streben ließ, und stets bereit zu jedem Opfer, rvo es die Interessen der Allgemeinheit' galt. Cr versäumte niemals seinen regelmäßigen n sw* und seine Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung der an» war vorbildlich. Vis zu seinem Wegzug nach' Hamburg war ier. Vorsteher der Klaussynagoge, und 'er hat auch hier mit Tatkraft die Tradition aufrecht-- erhalten. Im Jahre 1903, als der Oberrat die Vorbereitungen traf, um durch die Schalffung eines neuen Gebetbuches für Synagoge und Schule das ganze Heranwachsende Geschlecht im Sinns der Reform zu beeinflussen, stM'te er sich in die Reihe derer, die durch die Gründung des Vereins zur Wahrung der Interessen des gesetzes treuen Judentums in Baden der Reform einen Damm entgegensetzten; und er wurde der erste Vorsitzende des Vereins. Die Absichten der Reformen wurden durch die Gebetbuchwahlen des Jahves 1908 vereitelt, und von da an mußte tn«i in den Kreisen des Oberrats etwas mehr Rücksicht aus Ne Orthodoxie nehmen. Im. Jahre 1914 verlegte Aron GÄmger zum großen Bedauern der Gesetzestreuen Mannheims seinen Wohnsitz nach Hamburgum seinen Lebensabend im KrMe seiner Kinder zu verbringen. Auch dort erfreute er sich allgemeinen Ansehens. Man wird ihm in dem Kreis feiner zahlreichen Freunde, ganz besonders in feiner Vaterstadt, stets ein ehrendse Andenken bewahren. Vermischtes. Berlin, 28. Juni. Der Belzer Rebbe trifft am Donnerstag den 4. Juli in Berlin ein und wird in der Weißenburger Straße 27 Wohnung nehmen. Der Rebbe kommt, in ,Begleitung von 17 Personen. Der Zweck des Besuches ist die Konsultierung hiesiger Aerzte. Köln, 28. Juni. Im Anschluß an die am 9. Juni stattgefundene Machtvolle Kundgebung findet am Mittwoch den 3. Juli 1929, 20.30 Uhr eine neue Versammlung statt, jm der der Angestellten-Vund „Agudas Jisroel" offiziell gegründet wird. Herr Dr. Heinrich Cohen spricht Aber: „Orthodoxie und modernes Wirtschafts- Cleben". Hieran anschließend: 1. Wahl des Vorstandes, 2. Besprechung des Arbeitsprogramms, 3. Allgemeine Aussprache. > ' Die Woche. Massenkundgebung zur II. kenessio Gedaulo. Wie in sämtlichen Gruppen veranstaltet das Kenessio Gedaulo-Büro Frankfurt (Main) zusammen mit der Agudas Jisroel Orts- und Jugendgrupps am Donnerstag «den 11. Juli 20.30 Uhr im großen Saale der Frankfurt-Loge, Dschersheimerlandstraße 27, eine Massenkundgebung, tzu der die gesetzestreue Judenheit (Damen und Herren) herzlichst eingeladen ist. Es werden sprechen: Oberrabbiner Dr. Allmann-Trier und Rabbiner Blech-Wien. Zahlreiches Erscheinen erwünscht und erwartet. Gemeinderat der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft". Der Gemeinedrat der „Israelitischen Religionsgesellschaft" beschäftigte sich in den letzten Monaten neben der eingehenden Erörterung der Wiederbesetzung des Rabbinats mit der neuen Steuerordnung sowie mit dem Haushaltsplan für das lausende Jahr. Die neue Steuerordnung wurde gründlich durchgeprüft und nach einer Reihe von Aenderungen verabschiedet, um nunmehr der Staatsbehörde zur Genehmigung in dieser Form vorgelegt zzu werden; der Gemeinderat behielt sich vor, nach nochmaliger Prüfung der steuerlichen Unterlagen und der budgetären (Erfordernisse über die endgültige Einführung Beschluß zu fassen. Die Generaldebatte über den neuen Haushaltsplan fand litt gemeinsamer Sitzung mit dem Vorstand statt. Der Referent wies auf dis außerordsnlich gespannte Finanzlage hin und beklagte, daß es nicht möglich war, den Etat zu balanzieren, sondern daß man bei einer Ausgabensumme von Mk. 655 000 mit einem Defizit von Mk. 65 000 abschließe; er drängte darauf, Abstriche bei den Ausgaben zu machen, und betonte namentlich, daß das Schulwesen die Leistungsfähigkeit der Gemeinde übersteige. Demgegenüber wurde seitens des Vorstandes und aus der Mitte des Gemeinderates ohne Beschönigung der unerfreulichen Situation darauf hingewiesen, daß wir auf eine Besserung der Lage hoffen dürften, wenn die Gegensätze innnerhalb der Gemeinde ausgehört hätten, die Steuerordnung in ihrer endgültigen Form von der Behörde genehmigt und noch andere mit gutem Grund erwarteten finanziellen Erleichterungen ein getreten eien. Keinesfalls könne bei uns wie bei anderen Gemeinschaften von leichtsinniger oder Mißwirtschaft -gesprochen werden. Wenn die Gemeinde und ihre Mitglieder stark belastet seien, so dürsten sie das Bewußtsein haben, daß die Hauptlast durch die auf unerkannter Höhe stehenden Erziehungs- und Bildungsanstalten verursacht werde, d. h. durch die Erfüllung der idealen Aufaaben, denen sich eine jüdische Gemeinde in erster Reihe M widmen habe, und durch die Erhaltung von Lehrstätten, die auch weiten Kreisen außerhalb der Religionsaefellschaft?u gute kommen. In sväterer Zeit werde man es unserer Gemeinde tzum Ruhme anrechnen, ' daß sie in diesen Jahren trotz aller Schwierigkeiten ohne Abbau, im Gegenteil unter Erweiterung eines Teiles ihrer Lebranstalten durAnehalten habe. — Auch die Meinung. die allgemeine Verwaltung! sei zu teuer, sei un- ^eirü^e^, Ausgaben bie-für nur etwa 4 P^ozert betniaen. wobei zu bedenken ist. 'h'äß unsere Verwaltung nwft /Ste"e'nnkasso ü. a. zu erledigen habe, Argen eine ^ä'-te-e Hercmüelmng ehrenamtlich wirkender Kräfte wurden Bedenken laut. Die Voll^ion ..G-undffücke" — die I. R. G. besibt nusre" Snnna"ge und S-buken mehrere — aab Anlab?n 'ct”e- Deba^e. r>6 Me (StHäomfie ans Vermietung und Vernacbtiina Zeitgemäß seien. Vei der Erörterung der Stelluna 'und der Reckte der Oekonomen wurde von -i"er 'Minderbeit die M»inung vertreten, daß ein Oberö^rmom die Jmmobilienbelanoe übernehmen solle. Beim Kanitel „Stiftungen" wurde vom Vorstand eine genauere Aufstellung der Vermögen der verschiedenen Stiftungen sowie Bericht über das Ergebnis des Aufwertungsverfahrens 'gefordert. Jm Anschluß hieran wurden Wünsche hinsichtlich der Ausgestaltung des G. S. v. Rothschiidschen Hosoitals vorgetraaen. Mit Genugtuung erfuhr man. daß in absehbarer Zeit alle gewünschten Neuerungen verwirklicht werden sollen. Bei Besprechung der Friedhofsaebühren wurde dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß 'nickt allenthalben Verständnis dafür herrscht, wie hoch die /eigenen Unkosten der Gemeinede für das Begräbnismefen find. Die Gebühren, die unsere Gemeinde erhebt, sind Wesentlich niedriger als in manchen anderen 'Gemeinden. Bei der Position „Realschule und Lyzeum" erneuerten sich die alten Klagen über Ausfall an Schulgeld durch Zahlungsunfähigkeit, teilweise aber auch. durch Pflichtvergessenheit von Eltern. So sehr man die ideelle Aufgabe der Schule würdigte, so dürfte man doch nicht solchen, die irgendwie zu zahlen in 'der Lage sind, - ber der heutigen Finanzlage Entgegenkommen zeigen. Wo nicht einmal ^der gute Wille da sek, seinen Verpflichtungen nachzukommen, solle man sich auch nicht scheuen, eist Kr,kt» aus der Schule zu entfernen. Freier Schulbesuch sek nur den Kindern zu gewähren, die ecken der gestifteten Freiplätze inne hätten oder für die jemand dre 'Patenschaft übernehme. Ein Mitglied regt an, man solle wohlhabende kinderlose oder ältere Eheleute zur Uebernahme solcher Patenschaften veranlassen. Wie sehr man auf die finanzielle Lage weiter Kreise -Rücksicht nehme, gehe daraus hervor, daß man das Schulgeld seit Jahren nicht Erhöht habe, obwohl die Stadt erst dieses Jahr das wieder getan habe. Sparen könne man im Schulwesen ^icht mehr, denn die Statistik ergebe, daß unser Betrieb etwa 25 Prozent billiger arbeite als die Stadt. Trotz «ller finanziellen Nöte glaubte der Gemeinderat einige Subventionen bbvn NIivb neu gewähren zu sollen. Für das jüdische Heim, dessen segensreiches Wirken gefährdet ist, wurde ein Betrag eingesetzt. Man betonte, daß die Gemeinde gerade, da sie nicht zeitig die nötigen Schritte (getan habe, um einen biliegen Studententisch 'einzurichten, nun helfen müsse, um eine aus ihren Kreisen entstandene /ähnliche öffentliche Einrichtung zu stützen. Der Gemeinderat bewilligte ferner einen wenn auch sehr bescheidenen Sympathiebeitrag für die neu gegründete, an die Jeschiwo angegliederte Schochtimschule, eine Einrichtung, deren Besuchern die entsprechende theoretische und praktische Ausbildung gewährt wird, und die schon feit langem in ganz Deutschland dringend gefordert worden ist. Ebenso wurde befürwortet, dem Waad hair Aschkenasi in Jerusalem wieder einen Beitrag zu gewähren, damit unsere Gemeinde als solche ihrer Verbundenheit mit Erez Jisroel Ausdruck gebe. Jm Anschluß daran wurde der Wunsch geäußert, der Vorstand möge, nachdem andere Großgemeinden zu der Einrichtung der „Jewish Agency" Stellung genommen, den Mitgliedern unserer Gemeinde seine Stellungnahme in dieser so wichtigen Angelegenheit bekannt geben. Agudas Iisroel-Iugendgruppe E. V. Am Sonntag den 7. Juli findet f. G. w. ein großes Treffen der Rhein-Mainischen Jugend-Gruppen der Ägudas Jisroel in Bad Kreuznach-Münster am Stein statt. Treffpunkt her Frankfurter Gruppe Sonntag morgen 6.15 Uhr am Portal des Hauptbahnhofes. Fahrpreis für Teilnehmer unter 20' Jahren Mk. 3.—, für solche über 20 Jahre Mk. 4.50. Es findet eine Wanderung durch das herrlich gelegene Nahe-Tal statt. Weiterhin ist Gelegenheit zum Rudern geboten. Wir hoffen, daß diesmal die Frankfurter (Jugend an unserem Treffen recht regen Anteil nimmt. Für gastfreundliche Aufnahme ist durch die Kreuznacher Gruppe bestens gesorgt. Der zweite^ Vortrags- und Aussprache-Abend des Angeskellkenbund «Agudas Jisroel". Am zweiten Dorttagsabend des A. B. A. I., war kein überfülltes Haus zu konstatieren, aber — und das ist das Erfreulichste — ein Stammpuplikum sieht man. Der Vortragende, einer der Aktivisten in den letzten Wochen Innerhalb der Aguda und jetzt auch für den A. B. A. I. vermochte das Auditorium vom Beginn bis zum Schluß seiner Ausführungen voll zu interessieren. '— Es war wohl kein wichtiger Punkt in dein Frage- Komplex, den der Referent nicht teils einer eingehenden Betrachtung Unterzog, teils, weniger ausholend, deutlich ,kreiste. — Der Bund soll den Namen „Arbeitnehmerbund" (tragen. Nicht verschämt soll der Name „Agudas Jisroel" Als Ergänzung erscheinen, offen bekennen soll man sich. — Lohnverhandlüngen, eventuelle Streikparolen, müssen, so meint der Redner des Abends, doch' von großen Bünden resp. den Gewerkschaften, geführt werden. Ja, hier merkt man wieder, wieungemein schwierig dio Dinge (für uns liegen. In der Tat, sind dergleichen Fragen sso kompliziert, sie sind so weitgehend, so tief in 'die Sonderart jüdischer Auffassung eingreifend, daß man, zu nächst (in unserem Angestellteninteresse, sehr vorsichtig zu Werke gehen muß. Vergessen wir doch nicht: vorläufig ind unsere lieben Freunde im A. B. A. I. — und gewiß die, die noch draußen stehen — garnicht so, sagen wir, gewerkschaftlich geschult, ihnen sind die ganzen Dinge zu yeu, als daß eine großzügige, über den Moment hinaus ireichende Arbeit, nach jeder Richtung, in Angriff genommen werden könnte. Ganz richtig und begrüßenswert ist, daß der Referent daraus zu sprechen kam, endlich einmal Klarheit über die Möglichkeiten — oder Unmöglichkeiten — der Ofsenhaltung der Geschäfte mit jüdischen Inhabern am Schabbos, tzu schaffen. — Wir meinen,, die Not in unseren Kreisen (ist so groß, daß gerade auf diesem Gebiet endlich /einmal irgend etwas Durchgreifendes geschehe. Die so verschiedene Handhabe, der vielfach — gelinds gesagt — -getriebene Mißbrauch mit Hetterim, sollte die maßgebenden Instanzen, die sich gewiß ihrer Verantwortung bewußt /sind, auf den Plan rufen — zu einer einheitlichen Aktion. Die (Diskussion, in der auch die Arbeit am Conntagvormittag besprochen wurde, brachte unter anderem eine Entschließung des Herrn Hartogsohn, wonach die Bundesleitung des A. B. A. I. sich unverzüglich mit Lehrerschaft und Eltern wegen Einrichtung von Fachkursen, iin Anlehnung an den allgemeiyen Stundenplan ins Benehmen sehen soll. — Mißstände, sogar bei einer jüdischen Frankfurter Körperschaft, wurden mitgeteilt. Der

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