Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 44 (4.11.1920)
- Date
- 1920-11-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preiserhöhung jederz. vorbeh. Jnferatenannahme durch den Verlag des Israelit «. m. b H., rlrankfurt a. M., Sr. Eichenheimerstr. 23 Del. 5842, Amt Hansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. der In- und Ausland». PlatzvorfchrMeu ohne verbtadUchkrtt. Zahlungen außer direkt an den Verlag — PostschoManta Mrankfurt a. Wt. Ro. l»80« — erfalgen «: Postsparkasse «Sir» Ro. Postsvarkastenamt Budapest Postscheckamt Zürich Sr, VIII Postscheckamt Amsterdam flo. *48®» Böhmische Unionbank in «rag IR»»«» VariHoroanli Blaok ft Ca. i» Baeoeoit Filiale de» »iener BankdereinS in «gram u. deren MUale«. Der llackröruck 9er RrUhel un9 Correfpon9en?en 9es «Israelit“ M nur unter genauer Quellenangabe, und, fomeit es ftdi um gröbere huffäfee banöelf, nur nach norherigpr Qenebmigung gefTaffet* KekanNtmachnugl Die politischen Veränderungen auf dem Gebiete der ehemaligen österreichisch-ungartschen Monarchie und die damit verknüpfte Umbenennung der Ortsnamen haben in unserer Abonnements. Buchhaltung solche Verwirrung erzeugt, daß eine Klärung unbedingt erfolgen muß. Wir sehen unS daher genötigt, vom 1. Dezember d. Js. an die abonnierten Exemplare nach Itngar«, Kschech»-Fkowakei, Kurnänierr und^ Angoslüwierr nur noch an diejenigen Abonnenten abzusenden, die unS den Abonnement-detrag für das ganze Jahr 19*0 voll bezahlt und unS ihre genaue Post-Adresse zur Kontrolle nochmals mitgeteilt haben. Zahlungen erbitten wir in: Ungarn an Postsparkaffe Budapest, No. 18424, Lschecho-Slowakei an Böhmische Unionbank in Prag, Rumänien an Banca Marmarosch, Blank & Go. in Bukarest, Jugoslawien an Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. AranLfurt am Main, den 21. Oktober 1920. 91788 Verlag 9es „Israelit“, 6. m. b. B. Inhaltsüderstcht. 1. Leitartikel: Kabbi Israel« Hildesheimers Ktellong zur Kustrittsfrage. — 2. Kleines Feuilleton: Klumen und Hunger. — 3. Homiletik.: Mach der Köter Krifpkrl. — 4. Wochenrundschaü: DaS neue LehrerbesoldungSgesetz und die jüdischen Lehrer. — D e Entwicklung der jüdischen Niederlassung in Erez JiSroel. — 5. Aufsätze: Leonhard Kirsch: Das talmudifchr Kecht vom Standpunkt der Iurtsprudens. — «.Korrespondenzen und Nachrichten: Frankfurt a. M., (Weinet mit den Brüdern ...) — Berlin, (Vom Verband der Ostjuden). — München, (Jüdische Volksschulen in Bayern). — BreSlau, (Leopold Silberberg-Stifiung). — Wien. — Warschau, (Aus dem Polnischen Sejm). — Warschau, (Der polnische Senat). — London, (Londoner Brief). — London, (Ein Kommentar zur Balsourerklärung). — London, (Eine wichtige rabbinische Delegation). — London, (AgüdaS J'Sroel in England). — New-Aork, (Die jüdische Einwanderung). — Jossa, (Aus Palästina). — Jerusalem, (Die eiste Tagung des palästinensischen Regierungs-Rate<). — Jerusalem, (Die sogenannte Delegiertenversammlung). — Jerusalem, (Herbert Samuel auf dem Berge Zion). — Berlin, (Die Palästinadeutschen). ~~ London, (DaS Mandat über Palästina). — 7. Personalien. — 8. BermischteS. — 9. Frankfurter Berichte: Stjum-Feier de- Schaß-VereinS. — Familien-- Nachrichten. — Beretnskalender. — Gebetzeiten. — 10. Ae ui lletonBetlage: Land. — David PineaS: Krdom. Arnold Singer: Per Lhewra-Hadischa-Pieurr. — „Kaser Weg". - 11. Kind er ecke: «tue gefallene Hattl-Kech- *- .nnn — Auflösung der Rätsels in fix. 41. — I Rabbi Israel MSesheimers Stellung zur Auslrittssrage. Das Organ des„Mtsrachi", die „JüdisÄePreffe" in Berlin, beschäftigt sich in seiner letzten Nummer mit unserer Notiz in Nr. 41, worin wir die Uebert einsttmmung Hirschs und Hildesheimers in der Austrittsfrage als eine bekannte historische Tatsache vorausgesetzt batten. Die „Jüdische Presse" bemüht sich diese Auffassung zu widerlegen und einen Unterschied zwischen der Stellungnahme Samson Raphael HirschS und derjenigen Israel Hildesheimers zu der reltgionsgesetzl'chen Entscheidung über den Austritt aus der Reformgemeinde nachzuwetsen. Sie schreibt: Soweit hier S. R. Hirsch Vst zitiert wird, ist diese Aeußerung zweifellos richtig, soweit Hildesheimer zitiert wird, ist sie ebenso zweifellos falsch. Als Beweis für diese Auffassung möchten ivir einstweilen nur auf folgendes Hinweisen: . 1. In den bekannten Streit Hirsch-Bamverglrr über die Frage der Austrittsnotwe'lotgksit hat sich Esriel Hildesheimer niemals cingemischt. Er hat fiir die Berliner Verhältnis« die Entscheidung rm Sinne der Austritts Notwendigkeit, gegeben, daß diese Verhältnisse ganz besondere waren, weiß jeder 'Kenner der Zeit. Unter Reformgemeinden 5b« »erstchl tat m ftiam MrjFsch« Diktion auch solche Gemeinden, in denen neologo und traditionelle Institutionen vorhanden sind; dies selbst dann, wenn den UeberlieferungStreuen die Gewähr für die Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse in vollstem Maße gegeben ist. Für solche Gemeinden hat Hildesheimer niemals otite Entscheidung gefällt. 2. Daß er dies grundsätzlich nicht wollte, bewies er u. a. auch durch sein persönliches Derhältnis zu Rabbiner Horovitz S"5tt Der ganze Kreis des 'm weiß, daß er Horovitz, stets die Freundschaft bewahrt hat und gewiß wäre Horovitz nicht Vorsitzender der halachischen Kommission des von Hildesheimer gegründeten RabbinerverbandeS?«worden, wenn der 'Z~, "*ie *r " dock "ach der m Israelit wiedergegebenen Auffassung hätte tun müssen, Horovitz's ganze Stellung als einen Verstoß gegen das Religionsgesetz angesehen hätte. 3. Ein einwandfreies und klares Zeugnis über seine Stellung liegt aber vor allem in Folgendem. Seit kurz, nach der Gründung deS Rabbiner - Seminars wird jedem als Rabbiner autorisierten Schüler eine ."’JDk: niTn mit auf den Weg gegeben, in der er in der Stunde des Abschieds noch einmal ernst auf die Grundlehren des Seminars hingewiesen und ihm ans Hergelegt wird, nicht von ihnen zu weichen. Er wird aufmerffam gemacht, daß er keine Stellung üb er nehmen dürfe, die ihn in Synagogen führe, in denen die Orgel eingeführt oder ähnliche Verstöße gegen das Religionsgesetz vorgenommen würden. Dann heißt-es: uv i'p' r-.n nm Hier wird ausdrücklich den Schülern die Ueberlahme der Stellung erlaubt, sobald di« notwendigen Naßnahmen in ihrer zukünftigen Synagoge geroffen sind. Von autoritativster Seite wird Uns »estätigt, daß dieser Wortlaut deshalb gewählt sei. veil das Seminar die Uebernahme von Stellungen luch an religiös verschiedenartig zusammengesetzt:.'.» Gemeinden nicht verwehren, sie also nicht als verlöten bezeichnen wollte. Tie Wahl dieses Wortlauts lammt aus der Zeit Esriel Hildesheimers und er mt in Dutzenden von Fällen unter diese rtjmn einen Namen gesetzt. Tamit erledigt sich diese trvnlvT ndne weiteres." Und der historischen Wahrheit willen, möchten wir feststellen, daß die „Beweise" der jüdischen Preffe gegenüber den unS vorliegenden^ urkundlichen Belegen keine Bedeutung haben. Urheberrechtliche Bedenken verhindern unS, diese Urkunden heute schon in vollem Wortlaute zu veröffentlichen, nur einiger sei daraus mitgeteilt. Bevor Rabbiner Dr. M. Horovitz seine Stellung in Frankfurt a. M. annahm, unterhielt er darüber eine längere und eingehende Korrespsndenz mit seinem Lehrer Dr. Israel Hildesheimer. Dieser letztere versah die bet ihm etnlaufenden Briefe seiner Gewohnheit gemäß