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Ben Chananja · 1861-05-17 · 20 (17.5.1861) · p. Seite 178

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
20 (17.5.1861)
Date
1861-05-17
Page
Seite 178 (sequence 4)
Language
German
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178 Synagogenhofe beschneiden (Maharil S. 86 , 6.)! — Ueber סנדק hat zuerst Reggio Licht zu verbreiten gesucht, und das Wort mit Syndikus verglichen. Die Worte des auch v. R. angeführten Midrasch : ברכי שבהן אני עשה סנדיקוס לילדים (Jlk. Ps. 723) dürften eher auf c^»>S,«E0§-Mitgel)ilfe führeu. Ich will jedoch den gelehrten Forschern, die sich über meine Frage wol ausführlich werden vernehmen lassen, nicht vorgreifen. vr. Weil. MandmmPii im •Pielc Mischer Ilorjeit. Von Dr. Carmoll).*) 36. Anhänglichkeit der holländischen Juden an das H a n S O r a n i c n. AuS einer sehr seltenen Schrift des M. S. Asser an die Batavische National-Vcrsammlung im Jahre 1796 , entnehmen wir folgende interessante Notizen: Es ist vollkommen wahr, daß der größte Thcil der Juden sich als Anhänger der vorigen Regierung zeigte. Laßt uns aber auf den Ursprung dieser Anhänglichkeit zurückgehcn, und wir werden d. Ursache davon leicht entdecken. — Die Juden, die, um den Scheiterhaufen in Portugal und Spanien zu entfliehen, sich hieher begaben, fanden hier einen Zufluchtsort; und da sie reich waren, bekümmerten sic sich wenig um Zünfte und Brodcrwcrb, und schätzten sich glücklich genug, ihren Gottesdienst ohne Lebensgefahr halten zu können. Für diesen Schutz, den die Negierung ihnen gewahrte, hielten sie sich, durch unzerstörbare Baude an diese Staatsverwaltung gebunden; ja sie bceiferten sich, durch die allerniedrigsten PflichtSbezeuguiigen ihre Dankbarkeit an den Tag zu legen. Diese Vorstelliingen pflanzten sich von ihnen ans ihre minder vermögende G l a n b e n S g c n o ss e n fort, die ans Deutschland hieher kamen um dort der V c r f o l g u n g zu entgehen , und so kamen sie vom Vater auf den Sohn. Man muß gestehen, daß so lange die heilige Lehre v. den 3t echten deö Menschen noch nicht eingcsührt war, die Juden es hier zu Lande am besten, oder richtiger am wenigstcn schlimnt hatten; ja man muß zum Lobe der vorhergehenden Regieruug sagen, daß die Glieder derselben oft die nnmenschlichen gegen die Inden bekannt gemachten Gesetze, die von vielen Christen als wohlcrwordene Vorrechte angegeben werden, ruhen ließen, um die dürftigen Juden nicht zu hindern, sich ehrlicher Weise ihr Brod zil verdienen; ja da, wo das Gesetz nicht verbot, begünstigten sie die Juden aus alle Art, und so weit eS die ungcreimte Konstitution zuließ. 37. Patriotismus der Inden in S u ri u am. Laßt uns unfern Blick auf die Juden in Surinam wenden. — Niemand wird ihnen den Ruhm streitig machen, nicht nur ihre Svldatcndicnste zu lhun, sondern auch bei Zügen gegen ihre in die Wälder geflohene Sklaven ihre Religionsgesetze dem Interesse ihrer Bürgerpflichtet! nachzusetzen; sogar abergläubische Juden werden cü ihnen nicht als Sünde auzcichnen. Man sehe davon einen Beweis in Verburg'S O. L!u W. J»d. Geschied. 11. D. 8. Eud bestes, 35 hoosild. tz. 35 v. d. I. 1689 und Fr. Ho l t. McrkuriuS 30 D. wo erzählt wirb. daß. da »ach dem!ode des Gouverneurs Acrseu der Bevollmächtigte Schcrphnizcn bei seiner Ankunft in Surinam die Nachricht von der Annäherung der französischen Flotte erhalten habe, sogleich alle Solldaten, nebst den Matrosen und den Bürgern auf das Kastell entboten, und diesem Befehl Gehorsam geleistet worden sei, selbst von den Inden, deren viele in Surinam wohnen, ungeachtet eS Sabbat war." Auch hat man darüber zwei sehr schöne Briefe an die Gesellschaft: Fe l ir lib erta te, von dem knndigen Bürger, H. L. Bromet, der zwanzig Jahre lang in Surinam wohnte. 38. Kriegsdienst der Inden unter Josef II. Als Josef II., der den Zustand der Juden zu verbessern suchte, in dem letzten Türkenkricg die Juden mit ins Feld nahm, wollten einige abergläubische Rabbiner sich widersetzcn; aber die aufgeklärten Rabbinen von Triest ergriffen die Feder, und bewiesen aus dem Thalmud und aus der zu Berlin und Königsberg gedruckten periodischen Schrift: Hammcassef, oder der Sammler, daß die Juden für das Land, in welchem sie wohnen, Gut und Blut anfzuopfcrn verpflichtet sind. Der sehr berühmte Oberrabbi zu Prag, Namens Ezechiel Landau, gab bei dieser Gelegenheit eine Schrift heraus, in welchem er aus den eben angeführten Gründen beweiset: daß eS den Juden in Kriegszeiten nicht nur frei stehe, am Sabbat Kriegsdienste zu tlmn, sondern daß es auch erlaubt sei, auf das Verbot der Speiscn keine Rücksicht zu nehmen. (Fortsetzung folgt.) Korrespondenz. Ausland. ה. Jerusalem, 5. Mai. Das hiesige Komits zur Erbauung von Armenuud Pilgcrwohnnngcn hat diese Tage folgendes Rundschreiben veröffentlicht: ״Wir sind in der glücklichen Lage, unseren theuercn Brüdern, welche bisher ihre fromme Theilnahme au unserm Unternehmen an den Tag gelegt haben, die frohe Nachricht bringen zu können, daß der so sehnsuchtsvoll erwartete Bau Gottlob am 27. Nißan (7. Apr.) begonnen hat. Wir bitten Euch also, verehrte Brüder, die zu diesem Zwecke bei Euch disponibcln Gelder an den Ort ihrer Bestimmung gelangen zu lassen. damit das heilige Werk keine Hcmmniß erleide." Bei den begonnenen Grabungen ist man auf unterirdische Gebäude gestoßen. Da auf unserm Baugrunde Könige und Fürsten gewohnt haben: 11. da der Grund au den Tcmpclbcrg grenzt und durch eine Brücke mit dem Tcmpclhofe verbunden war: so dürften noch manche bedeutende Entdcckungcu *11 erwarten sein. Unser Repräsentant in Europa, der wackere uud verdienstvolle Moses Sachs, ist unausgesetzt bemüht, unser Unternehmen zu fördern, und das Interesse dafür bei unseren Brüdern zu wecken und zu beleben. || Belgrad, 5. Mai. Die strengen Maßregeln gegen d. Inden sind vorl. suspcndirt worden. Der Fürst benimmt sich ans die humanste, edelste Weise gegen seine jüd. Uutertbaucu. Der hiesige Rabbiner hat am 2. d. M. über den verstorbenen Rabbiner Abulafia in Jerusalem eine Trauerrede gehalten, welche exegetische Einfälle enthielt, die an Seltsamkeit Alles übertrasen, was ich in diesem Genre selbst von oricutalischen Rabbinen gehört habe. Von dem vor 25 Jahren verstorbenen hiesigen Rabbiner A b r a h a m P a r d o wird ein halachisch-haggadischeS Werk erscheine». Der Sohn des sel. Rabb. lst der Herausgeber. Hr. I. I. Steril ordnet das Manuskript für die Drucklegung. Inland. Gr.-Kanizsa, im Mai. Wenn schon für die Pester Vcrsamm lnng die Wichtigkeit des Tages zu groß, und die Feit zu kurz war, sich mit den lO Propositioncn zu befassen, die von Besonncuen vorgeschlagen und von ״B. Eh." Nr. 15 adoptirl wurden, so sind dieselben *3 S. Nr. 10. S. 85.

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