Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 3 (1.2.1867)
- Date
- 1867-02-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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185 jetzt ein Ort Fatizha (Schwarz S. 150). — Von אזגרור (so ist auch in Babli zu lesen) findet sich das Adjektiv Sabb 62, b. Ber. r. c. 98, wo יין גורדלי der weiss ist, von יין הרדלי, rothera Weine, unterschieden wird. Beide Orte scheinen nach Daroma zu gehören. Für חרדל ist mir keine Parallele bekannt. Es erübrigt nun noch, Kefar-Scbalem zu bestimmen. Nach 1 Makk. 7, 31; Jos. ant. 12. 10, 4 fiel bei Ka^aQarilafia ein Treffen zwischen Jehuda Makkabi und Nikanor vor. Allem Anscheine nach ist dies das in der Nähe von Nablus gelegene Salim und nicht Sttkufi (Joh. 3, 23), mit welchem die Exegeten auch Salrfri (Judith 4,4) identifiziren, wo aber die Peschittho עילם hat. Vrgl. Hieronymus ep. 37. wo er zu Siüetfi oder bemerkt: oppidum est maximum juxta Scythopolin, quod usque hodie appellatur Salem. Im Onomasticon nennt er Salumias in campo und lässt es 8 römische Meilen (3 St.) von Scythopolis entfernt sein, Es ist wahrscheinlich derselbe Ort, der nach Jos. b. j. 2. 20, 6 befestigt wurde und 2,'ikccfuv hiess, derselbe, der in Tosifta Bechorot c. 7; b. Bech. 55, a; j. bab. b. 3, 3 שלומי heisst (vgl. Schwarz Tebuot ha-Arez 85, b; S. heiliges Land S. 119, Wiener Reallexikon AA. Chapharsalama und Salim, Herzfeld Gesch. I S. 344, Pineies Darkoh-schel-Tora S. 162 und 171). Die Form שלומי stimmt mit Salumias bei Hieronymus völlig überein. Zur talmudisclieu Botanik. Von Kreisrabb. J. Wiesner. חוטי קירדגיחא (Pesachim 7, a). Weizen aus Kurdistan, welcher auf Flössen aus Schlaueben, von Schaf- und Ziegenfellen konstruirt, den Tigris abwärts nach Babylonien verführt wurde, und auf diesem Transporte, besonders wenn die Schläuche rissen, oder die Luft entweichen Hessen, leicht nass werden konnte. Daher der kurdische Weizen auch im trockeneu Zustande, selbst wenn, das Faktum des Nasswerdehs nicht konstatirt war, als ein verhärtetes Chamez (חמץ נוקשה) betrachtet wurde (s. Layard, Nineveh und seine Heberreste deutscher Uebersetzung S. 93 und 241). Dass Kurdistan, wie Raschi und Arucli s. v. wollen, einen härtern Weizen geliefert hatte, ist nicht bekannt. 186 עשבא Schlangenkiaut. ״Dass sich die Habessinier durch ein Kraut Assazoe genannt, gegen die giftigsten Schlangen schützen, versichert der Missionär Pater Tellez, dessen Worte Ludolf (Hist. Aethiop. 1. B, Kap. 9) angeführt. Dieses Kraut ist so wirksam gegen Gift, dass die giftigen Schlangen, sobald sie dasselbe berühren, gleichsam betäubt werden. Ja selbst der Schatten desselben reicht hin, dass Schlangen, welche es auch immer sein mögen, darin nicht nur betäubt, sondern wie todt liegen bleiben. Wer die Wurzel dieses Krautes isst, kann Jahre lang ganz sicher unter den giftigsten Schlangen umher gehen, ohne Furctit von ihnen beschädigt zu werden.“ (Rosenmüller, Morgenland 4. B. S. 33 u. ff.). Eine derartige Pflanze kennt auch der Midrasch (Wajikra rabba cap. 22) dort wird erzählt : Ein Schnitter sah während seiner Arbeit ein Kraut, das ihm wohl gefiel, er nahm es, flocht einen Kranz daraus, und setzte ihn auf sein Haupt. Bald darauf kam eine ungeheuere Schlange auf ihn zu, die er ohne Mühe erlegte. Jetzt kömmt ein Schlangenbeschwörer und dieser kann sich nicht genug wundern, wie der Mann so leicht, ohne Dazwischenkunft eines Kunstverständigen, die Schlange überwältigen gekonnt? Aber nun sieht er das ihm wohlbekannte Kraut am Kopfe des Helden, zugleich mochte er auch bemerkt haben, dass die Schlange nicht todt, sondern nur etwas betäubt sei. Schnell war sein boshafter Plan gefasst: ״Nun denn“, sagte er zu dem Arglosen, ״Versuchs einmal, nimm den Kranz von deinem Haupte und berühre dann die Schlange.“ Der Einfältige that also, und war augenblicklich zum Tode verwundet. Der Midrasch (a. a. 0.) erzählt auch von einem Reisenden, der auf seinem Wege nach Palästina zwei. Schlangen getroffen, die miteinander einen erbitterten Kampf geführt, der damit endigte, dass eine derselben todt auf der Wahlstatt blieb. Nun mochte die Siegerin eine Art Reue überkommen, sie holte ein Kraut, legte es auf die todte Schlange und diese wurde sofort wieder, lebendig. Dem Reisenden gelang׳ es, sich eines Theiles von diesem wunderthätigen Kraute zu bemächtigen. Und wie er nun weiter ging, versuchte er zuerst die Kraft seines Krautes an dem Leichname eines Fuchses. Das Experiment gelang