Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 7 (1.4.1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- Seite 104 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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104 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 7 Eugen Müller, Judentum und Zionismus. Palästina-Hefte des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande; Heft 4—6. Köln, I. P. Bachem. O.J. 125 S. 5.60 NM. Wir müssen uns dringend an einer vertieften, gänzlich unvoreingenommenen Darstellung des Zionismus der Vergangenheit bis zur unmittelbaren Gegenwart orientieren. Besonders wichtig sind uns überlegene Beschreibungen und Urteile von nicht-jüdischer Seite. Wir erinnern uns an die eindringlichen Aufsätze des Jesuitenpatcrs Kraus über seine Palästinaeindrücke vor zwei Jahren im „Hochland". Eugen Müller hat nicht das nöttge Maß von Sachkunde und politischem Verständnis für seine Aufgabe. Der katholische Verfasser hat sich deshalb nicht nur von zionistischer Seite den Vorwurf der Einseitigkeit und mangelhaften Stoffkenntnis gefallen lassen müssen, auch die führenden katholischen Blätter, die „Germania" (in ihrer Nummer vom I I. Februar 1932) und neuerdings die Kölnische Volkszcitung vom 25. März 1932 (in einem ausführlichen Aufsatz „Judentum und Zionismus" des Freisingcr Hochschulprofessors Stummer), haben hervorgehoben, daß dem Verfasser die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu einer selbständigen Beurteilung abgehen. Namentlich Professor Stummer konnte der Schrift leicht grobe Jrrtümer in biblischen Fragen Nachweisen, ebenso aber in der Behandlung des nachbiblischen und modernen Judentums. Vor einer „antizionistischen Tcndenzschrift", als die die „Jüdische Rundschau" die Arbeit von Müller hinstellt, kann allerdings nicht die Rede sein. Müller wird dem Idealismus und dem Arbeitsethos des Zionismus nicht gerecht, er hat auch nur bedingt recht mit dem, was er über die Verweltlichung der Besichtigung des Betriebes erbeten! Wascherei % Münchener Hausfrauenhilfe Landwehrstr.57/59-rTelefon596858 München Oskar Böhm Glasermeister München Thierschstr. 39 Fernruf 26103 Neubauten Einglasen von Schaufenstern Ein- und Umglasen von Glasdächern bei langjähriger Garantie Ausführung sämtlicher Reparaturen in allen Stadtteilen ohne Preisaufschlag / Offerte kostenlos ■ | Bei Kopfweh, Katarrh, Grippe, Rheuma, iVOpTWCll ■ Ischias, Hexenschuß, Zahnweh, überhaupt bei katarrhalischen und neuralgischen Erkrankungen ist und bleibt Germosan, — von dankbarsten Patienten verehrt und von erfahrenen Fachleuten bewundert, — das ideale Mittel. Der so viel bestaunte Erfolg mit der auffallend raschen und angenehmen Wirkung ohne jede Schädlichkeit erklärt sich ärztlicherseits nur durch die äußerst erprobte und sorgfältig abgestimmte Zusammensetzung (Amidophenaz., Phenaz. _ sal.,Chin., Coff.). Der Versuch überrascht! 1*1X1 OS 3 Fl In Apoth. erhältl. zu 1.15 M. p. Schachtel Bewegung sagt. Es ist schade, daß ein so umfangreiches, von 25 Plänen und Zeichnungen unterstütztes Material viel zu wenig fundiert und zuverlässig verarbeitet ist, als daß von einem empfehlenswerten Unterrichtungsmittel gesprochen werden könnte. F. Theodor Herzl. Sein Leben und sein Vermächtnis. Von Manfred Georg. Mit 18 Bildern. 280 Seiten. Ralph A. Höger Verlag. Berlin, Wien, Leipzig 1952. Nach Adolf Friedemanns Biographie wirkt diese neue Lebensbeschreibung Herzls erfrischend lebendig, jounalistisch im besten Sinn, begeisternd für ihren Helden, ein Buch für jeden guten Zionisten, sicher auch lehrreich für jeden Juden und auch für einen nicht-jüdischen Leserkreis. Eine abwägende Forscherleistung liegt nicht vor. „Ein nationales Gedcnkbuch bester Art", ein Bar-Mizwoh-Buch mit sehr spannenden Kapitelüberschriften, das aber auch viel interessanten Stoff gut geordnet enthält und das, wie bei dem bekannten Berliner Kritiker nicht anders zu erwarten, sehr gut geschrieben ist, ohne wissenschaftlichen Ehrgeiz ä In Emil Ludwig! Z. B.: „Potsdam oder Zion"! Das Kapitel erzählt von den Vorbereitungen zum Empfang Herzls in Palästina. „Es ist ein wilhelminischer Stilwunsch, der denselben Geist wie die Forschung nach der Bundeslade atmet: wenn schon Judcnfrage, dann wenigstens in passendem Milieu." 15. Kapitel? „Das Luftschloß von Sinai." So ist jede Zeile spannend. Denn das Publikum will nichts yon langatmigen, noch so zuverlässigen Darstellungen wissen, sondern verlangt, daß quick und amüsant, ohne Längen und Fußnoten, erzählt wird. F. Seschäftsnachrichten Unsere Leser bitten wir, davon Kenntnis zu nehmen, daß der im „Völkischen Beobachter" vom 12. März genannte H. Münzinger nicht identisch ist mit Herrn Hans Münzinger aus München, Inhaber der Fa. Sport-Münzinger. Alle Tage Badetage! Unter diesem Motto finden unsere Leser in der vorliegenden Nummer einen interessanten Prospekt über moderne Badeeinrichtung von der Firma Gerstner L Abeles, München, Jakob-Klar-Straße 14-, Ingenieurbüro für Installation, Gas, Wasser und moderne sanitäre Anlagen, sowie für Elektrisch. Wir empfehlen denselben um so mehr dem allgemeinen Interesse, als die Firma Gerstner & Abeles seit Jahren schon zu den ersten ihrer Branche am hiesigen Platze zählt und sich wegen ihrer zuverlässigen und fachmännischen Qualitätsarbeit wie auch ihrer streng reellen Geschäftsprinzipien besten Rufes erfreut. Nicht unerwähnt sei, daß sich der Kundenkreis von Jahr zu Jahr erweiterte und heute nicht nur staatliche und städtische Behörden, sondern alle Kreise des Baufaches, der Industrie und der Privatwirtschaft umfaßt, was beredtes Zeugnis von der Leistungsfähigkeit der Firma ablegt. Der gegenwärtigen Wirtschaftslage wird durch günstige Preisstellung Rechnung getragen. Die Wäscherei „Münchener Hausfrauenhilfe", Landwehrstraße 57/59, besteht seit fünf Jahren und erfreut sich einer großen Beliebtheit bei den Hausfrauen und eines täglich zunehmenden Kundenkreises. Sie hat den von der Hausfrau zuhause gepflegten Waschprozeß nach dem alten Grundsatz: „gut eingeweicht ist halb gewaschen" übernommen, jedoch unter Zuhilfenahme von weichem Wasser, welches durch eine eigene Permutit-Anlage hergestellt wird. Eine wirklich moderne Einrichtung gewährleistet die besonders schonende Behandlung der Wäsche. Besondere Erwähnung verdient die Cinzelbehandlung, auf die doch jede Hausfrau großen Wert legt. Eine Neuerung für München wurde mit der Abteilung „Mietwäsche" geschaffen. Hier kann jede Hausfrau selbst den Waschprozeß verfolgen. Die Fertigstellung der Stärkwäsche und aller Art Gardinen geschieht ebenfalls mit gewohnter Sorgfalt. Es kann jeder Hausfrau empfohlen werden, sich die Musterwäscherei einmal eingehend zu bettachten. Das Milchgeschäft Jacob, Klenzestraße 15, gibt in seiner Anzeige in dieser Nummer den Termin zur Bestellung von Pessachmilch an. Mazzothpreise Wie uns seitens der Münchener Mazzothhändler mitgeteilt wird, gelten die in der vorigen Nmmner der Zeitung bekanntgcgebenen Preise von 58 bzw. 55 Pfg. für das Pfund, je nachdem, ob die Mazzoth frei Haus oder ab Laden geliefert werden, nur für den Bezug in 5 oder 10 Pfund- Rollen.