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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 2 (1895) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
2 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German
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BO — Sagt dir jemand: Ich habe gesucht und nicht gefunden, glaub' es nicht; ich habe nicht gesucht und gefunden, glaub' es nicht; ich habe gesucht und gefunden, glaub' es. Sieben Eigenschaften zieren den Weisen: Er ergreift nicht das Wort zuerst, wenn ein Größerer zugegen; er fällt niemand in die Rede; er antwortet nicht voreilig; er fragt und antwortet sachgemäß; er behandelt eins ums andere nach der Ordnung; von dem. was er nicht weiß, gesteht er: ich weiß es nicht; er bekennt seinen Irrtum. Das Gegenteil findet man beim Tölpel. Talmud. Wör stets im Leben ernstlich war bestrebt, Sich selbst betrachtend redlich zu erkcnncu, Wer sich des Zwecks bewußt, dem er gelebt - Mit vollem Recht wird man ihn weise nennen. Doch wer nicht sorgsam seine Tage zählt. Wer nur im Glück und in der Freuden Fülle Sein einzig Heil erblickt, der hat verfehlt Des Schöpfers Zweck, erfüllt nicht Gottes Wille. Hermann Lbrenbeig. Ncuniark N?.<j?r. Diestel und Dornen stechen sehr. Böse Zungen noch viel mehr. f Sprich nie etwas Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiß weißt, und wenn Pu es auch gewiß weißt, so frage dich, warum erzähle ich es? — Lavater. Strebest du nach Weisheitslehren, Schaff' dir einen Lehrer an — Willst du deine Tugend mehren, Wirb zum Freund' dir einen Mann — Willst du mit der Welt Verkehren. Nicht' mit Milde jedermann. _ 5. Aristeller. (Aus pirke Abotd 6.) Mn neues Spiel fürs Simmev. <^eheu und — schweigen. Mit Ausnahme eines Spielers verlassen alle das Zimmer. Der Zurückgebliebene versteckt einen kleinen Gegenstand sPropfen. Fingerhut od. dergl.), der vorher gezeigt worden ist, an einem Ort, wo er nicht zu leicht entdeckt, aber auch von jedem, der aufmerksam umherschaut, gesehen werden kann. Der Betreffende giebt dann ein Zeichen, worauf die übrigen wieder eintreten. Ihre Aufgabe ist es nun, den versteckten Gegenstand aufzufinden. Wer ihn zuerst erblickt, setzt sich nieder, ohne den anderen durch ein Wort oder nur einen Blick zu verraten, wo er sich befindet. Der zweite, welcher ihn entdeckt, thut wie der erste und so fort, bis alle Teilnehmer in bemerkt haben. Der Scherz erregt dadurch viel Heiterkeit, daß einige oft sehr lange suchen und es ihnen dabei rätselhaft erscheint, wie andere den Gegenstand, der sich vielleicht auf dem Tische oder an der Kleidung des Zurückgebliebenen befindet, so schnell haben entdecken können. — Wer ihn guerft bemerkt hat, muß ihn verstecken, nachdem die übrigen Teilnehmer wieder hinausgegangen sind. Ter lustige Erzähler. Papa: Diesmal hast Du ein schlechtes Zeugnis! Ich hoffe aber, daß das nächste besser wird". Söhnchen: „So ^'s recht Papa! Nur den Mut nicht sinken lassen!

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