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Blätter · 1921-09-01 · 24 (1.9.1921) · p. [Seite 4]

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Journal
Blätter
Volume
7 (1920-1921)
Issue
24 (1.9.1921)
Date
1921-09-01
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Nr. 24 lätte r." 1. September 1921. Galizien ein Waisenhaus zu errichten. So wurden die gekauften Einrichtungsgegenstäude eingelagert und ie Tätigkeit des Vereines, da diele Vorstandsmit- , die glieder in ihre galizische Heimat zurückkehrten, einstweilen eingestellt, zumal die anderen Mitglieder durch den politischen Umsturz von einer gemeinnützigen Ausschuß am 6. 'Mai 1919 zusammen und es wurde unter dem Vorsitze des Herrn Akiba Schreiber beschlossen, die Kanzlei in der Schmelzgasse 9/3 aufzu- .lassen und die Agenden des K. W. F. in der Kanzlei der Aguday II, Gr. Pfarrg. 23 zu führen. Es wurde ferner beschlossen, alle in Angriff gepomrttpnpn STf rftpifiMt für hin ftfrri rlitinTfl VvU WuiieN- Friedensschluß. Nach der Rückkehr des Präsi deuten Herrn I. I. Thumim jedoch und uachdem sich neue Arbeitskräfte zusammengefunden hatten, wurde sie aufangs 1920 mit Eifer wieder ausgenommen. Tie Umgestaltung der Agudas Iisroel überhaupt, insbesondere der Umstand daß die bis damals in Wien weilende selbständige galizische Landesorganisation den geänderten Verhältnissen Rechnung tragend — sich 'mit der österreichischen Laudesorganisation alliiert hat, hat auch a'uf die Tätigkeit des Kriegswaisenfonds belebend gewirkt. Es muß noch hinzugefügt werden, daß die Aktion des Herrn Schriftstellers 'Moses Porges .welche bezweckte, in nichtjüdischer Pflege befindliche Kinder in jüdischen Häusern unterzubringen sehr erfolgreich luar und diese Aktion, deren Bestrebungen sich mit den Arbeiten des K. W. F. identifizierte, dem K. W. F. vre.e rührige Arbeitskräfte geschafft har. In der außerordentlichen Generalversammlung vom 18. Oktober 1920 wurde die Abäuderung des 8 2 der Statuten beschlossen was durch die politischen Verhältnisse bedingt war. Seit dieser Zeit hat nun wieder eine sehr rege und ersprießliche Tätigkeit des Vereines eingesetzt. Das Badener Waisenhaus wurde noch im' Sommer 1920 erstanden, neu adaptiert und jeinem Zwecke entsprechend eingerichtet. Ter sehr rührige Arbeitsausschuß hat keine Kosten und keine Mühe gescheut, um das Werk zu vollenden und so kann mm jetzt das Waisenhaus in Baden b. Wien, Gernergasse 48, allen Anforderungen der modernen Hygiene Rechnung tragend ititö auf das zweckmäßigste eingerichtet seiner Bestimmung übergeben werden. Tas Haus wird 50 Knaben beherbergen ihnen nicht nur eine Heimstätte bieten, sondern auch eure Stätte, wo sie im Geiste des überlieferten Judenurms erzogen und einer produktiven Arbeit zugeführt werden. Bei der Auswahl der Kinder war man besonders auf Kriegswaisen bedacht wobei die Opfer der ukrainischen und ostgalizischen Brogrome besonders berücksichtigt wurden. Baden, 11. Juli. Herr Rabb. S. Fürst hatte die Liebenswürdigkeit, in Begleitung eines Vorstandsmitgliedes der „Agudas Iisroel" unsere Waisenanstalt zu besuchen, und prüfte die Zöglinge in Chumisch und Tikduk, er sprach sich sehr lobend aus und dankte dem Leiter der Anstalt Direktor PH. Friedmann für seine Leistungen in jo kurzer Spanne Zeit, spornte die Kinder in schöne ll Worten, um auch fernerhin in Thora und Jirah Fortschritte zu machen. Wien, 15 Juli. Anläßlich feiner Polen reise hat das M-tglied der Agudas Jisroen-Jugendgruppe der Slowakei in Preßburg, Josef Grünsfeld, über unser Ersuchen auch Wolhynien besucht da dort keine orthodoxe Organisation besteht und den glaubenstreuen Jehudim' Wolhyniens seitens anderer Organisationen eine Katastrophe droht. Derselbe hat' die orthodoxe Organisattion der in Wolhynien lebenden zahlreichen. 'thoratreuen Jehudim angestrebt. - Durch tatkräftiges Arbeiten der dortigen Rabbouim Jereim und Schlemim ist es gelungen, nach Rowuo eine großangelegte Versammlung der Glaubenstreuen unter Führung der Rabbonim einzuberufen. Bei diesem Anlasse hielt Regierungsrabbiner Schleume Gottlieb aus Wladimir-Wolysky ein mit Diwre-Tbauroh und Emes durchdrungenes Referat in welchem er die Wichtigkeit des Zufammenarbeitens und die Organisation der Thoratreuen als auch die Aufrichtung einer Zentrale für diese schildert. Hiernach schilderte Jenes Grünsfeld aus Preßburg, die hohe Wichti..keil der Organisation der orthodoxen Jugendgruppe, die eigentlich stets die Hauptarbeit zu verrichten hat und welche die zeitgemäßen Fragen im Einvernehmen mit den Geaune-Hador im . Sinne der Thora zu losen hat. Redner schildert mit beredten Worten, daß die orthodoxe Organisation kein neues Programm haj, sondern im Sinne der 3000 jährigen Glaubenstreue, unserer Väter und Ahnen, im Sinne der Thvrahaldauscho mit dem Motto: Thaurvh, Awandvh und Gemilus-Chasvdim, geführt werden müsse. - kleine begeisterte Rede mtö erklärte die unbedingte Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Thoratreuen. Nach diesen Referaten wurde einstimmig beschlossen. den bereits in Rußland bestandenen Bund der orthodoxen Juden, „Achdus", welcher diesen Prinzipien entspricht zu erneuern und aufzufrischen: weiters betreffs Propaganda-Materiales und Propaganda-Redner sich au die Zentrale in Wien, ll., Malzg. 12 a zu lvenden. Nachdem noch Vorsitzender Jlia Gurfinkel aus Rvlouo, den erschienenen Rabbonim. fliesereuten und Anwesenden herzlich dankte und versicherte daß die Regierung die Unterstützung der glaubenstreuen Jehudim auf diesem Gebiete zusagte, verließ die begeisterte Menge halb 12 Uhr nachts die große Synagoge. Bratislawa, 30. Aug. Die Agudas Jisroel-Jugendorganisatiou gibt ab Rausch Chandesch Eiul ein eigenes Mountsblatt heraus. Aus den Vorbereitungen zum. 77' Kongreß. Bekanntlich ist es nur der böse Wille der Agnda Weltkongreß möglichst viel Schekelzahler zu gewinnen und so einer erstaunten jüdischen und nichtjüdischeu Welt ml oeolus zu demonstrieren, wieviele Juden innerhalb der Zionistischen Organisation vertreten sind. Ta ist es nun ganz niedlich, daß nun: unter anderem auch Schekelzahler mit dem ausdrücklichen Bemerken wirbt, man solle ruhig seinen Schekel zahlen, auch ohne Zionist zn sein. Denn d a s s e i lv egen der B a l f o u r d e k l a r a t i o n n ö »i g. Den: über diese politische Weisheit erstaunten Agudisten wurde klargelegt, daß eben die Agudo, loemr sie nicht assimiliert wäre, einen Schekel hätte einrichten sollen. Wir brauchen natürlich nicht viel Worte über die Lächerlichkeit dieser Art von Mitgliedersnng zu verlieren, halten es aber im Interesse der ^Aufklärung für erforderlich, die Tatsache zu registrieren, daß jede Ortsgruppenquittung über den gezahlten Beitrag an Agudas Iisroel der Englischen Negierung gegenüber ebenso wertvoll ist wie der „Schekel" der Zionistischen Ortsgruppen. Es ist werter von Wert zu wissen, daß die Agudas Iisroel feit ihrer Züricher Konferenz sich bemüht hatte, vor nichtjüdischeu Stellen gemeinsam mit der Zionistischen Organisation die Interessen des jüdischen Volkes zu vertreten und daß lediglich der seinerzeitige Widerstand der Zionistischen Leitung eine gemeinsame Diktion hinfällig machte. Tiefe Tatsache' wird von uns bedauert; wir glauben sogar, daß manche Kreife der Misrachi sie auch bedauern. Aber daß Herr Adolf Fraenkel in der „Jüdischen Presse" wieder einmal Anlaß nimmt, die Aguda zu schmähen, weil sie ihre eigenen Wege geht und nicht lediglich diejenigen die ihm geeignet erscheinen, ist sicher auch nur als Vorbereitung für den Zionistischen Kongreß gedacht. Man macht Wahlen, man macht Stimmungen, man erhebt Vorwürfe man erteilt dem einen Beth-Din eine gute Note, dem anderen eine schlechte, lauter Tinge die begreiflich sind, wenn es gilt, Stimmen zu fangen. Wir möchten nicht unsere Leser damit ermüden, daß wir im einzelnen alle gegen uns gemachten Vorwürfe nochmals widerlegen, denn wir und überzeugt, daß die „Jüdische Presse" ihre Stellungnahme nicht aufgeben kann, wenigstens solange nicht!,» bis sie sich auf den Standpunkt des Jerusalemer Korrechondenteu des Warschauer „Misrachi" stellt, welcher erklärt daß nur von einer selbständigen orthodoxen Organisation in Palästina für Kulturzwecke etwas wirklich Wertvolles geleistet werden könne. Spenbelisten: Aguda-Hauptfond: B e r l i n : Gesammelt 875. E a s s e l: Ach. A. I. I. OO. 5 Büchsenleeruuqen 120. Dresden: Sammlung 2462,50 Fulda: durch Frau Mendel Wertheim von Nathan Bamberger-Fftm. 50. H a l b e r st a d t: Fanny Goldschmidts Sammelbuch 41 55, Senta und Max Seckb. ck, zum 23. Tamus 20, Mirjam Baßfreund gratulrert Max Cohen zum Doktor und Heinrich Cohen zum Referendar und Doktor 1(1, S. S. dankt H. Eichelberg 5, zus. 76.55. H o u: bürg (Pfalz): Heinr. Levy 75. Ra st e n b u r g : Julius Cvhtt 10. W a udsb e ck : I. M. 10. Zusammen 2889.50. Marken-Erlös: B e r l i u : Hauni Lewiuski 50. Cassel: B. Grünebaum 70, derselbe 200, zus. 270. H a l b e r st a d t : Tr. Schlesinger 10. K a r l s r u h e : Jakob Altmanu 100 M e r g e n t h e i m : Tr. Moritz Kahn 7. Rhina: Max Blumenthal 160. Zus. 597. Thora-Bons: B e r l i n : von dl. L. von A. C., Ersatz für eine versäumte Gemoroftunde 10 Bons gleich 100 M. Jacob Rosenheim-Kolonie: Breslau: Lt. Quittung 3409 6, do. 3412 10, Arthur Schneemann 5, dl dl 5, Königshöfer 5, Sam. Walk 5, Max Weiß 10, Rabb. Tr. Breslauer ri. Frau 10, Dr. Jacob Baßfreund 6. Leipzig: Geschw. Schräge 60, Frt. Bernstein aul. ihrer Verlobung 10. Mainz: Bausteine für Aguda-Haus Mainz 45. Berlin: Gesamm. b. Hochzeit Lewv-Freund 545. Nachtrag: Marktbreit: Durch Lehrer Brückheimer von Oppenheimer 15, L. Weikersheimer 2, Frau Baumblatt 5, Levy Altengronau 5, Rothschild 10, zrrs. 37. _ Zusammen Mk. 759.- R. M. b. H.: Nt a r k t b r e i t: Frau Baumblatt 20, Sichel Gnodstadt 20, zus. 40. ____ Zusammen Mk. 40 Rauschchaudeschspende: I. Babenhausen: Emil Kutten 10. Bergzabern: Benno Machol 5, E. Trautmann I. B raunsbach: Salvm. Pfeiffer 10. Birst ein: Leo Heß 10. Cafsel: Herrn. Schönwald 10. Tarmstadt: Rabb. Dr. Marx 3. Rate 525,50. Dinslaken: Dch. Dr. Rothschild 22. Dortmund: G. Rosenbaum Ww. 10, Jos. Wolf, Restauration 30. Essen: Leop. Lewin 25. F r a n k f rr r t a. M.: Nt. Brünn 10, Geschw. Oppenheimer einmalig 20. Gailingen: Lehrer Schopirv 5, H. Zarnowitzki 3. Groß - Umftad t: Lehrer Stein Ww. 2. H a r d h e i m: I. Urspringer 10. Hamburg: E. Budrian. Oberlehrer 10. H o m b e r g (Saar): H. Levy 25. Kattowi'tz: Max Neustadt 30. Linden: E. Röttgen 20. L u d w i g s h a f e n: Israel Wilder 3. M a n n h e i m: Jac Treysuß 10. M arktbreit: Selma Sonn f. I. I. (ss. 5. Mergentherm: Tav. Fröhlich 30. Mainz: A. I. J.-Gr. 183. N e u n k i r ch e n: Max Glatzer ,20. Oldenb u r g: H. Meyberg, Lehrer 65,75. Schvnlan ke: I. S. Cohn 10. O b e r l a rr r i n g e n: Herm. Fink f. Taruus und Aw 8. Rastenburg (Ostpr.): Jul. Cohn 5. S ch ö. l l k r i p Pen: Gebr. Strauß 10. Schwabach: Rabb. Dr. Mannes 55, Jac. Teßler 3. Breslau: Hanna Baruth 9, Geschw. Blasse 12, Paul Branis 4 Hanna Caro 6, Alice Daniel 10, Elly Ephraim 9, Harry Ephröirn 9, Bernhard Feilchenfeld 2, Geschw. Freund 15, Schwester Sälde Freund 18, Siegfr. Fulda 10, Clara Goldstein 30, Selma Grünmandel 6, Martha Heimannsohn 9, Hirsch, Jacob 6. Aron Kober 9, Moritz Kotteck 9, Mar Blasse 15, Erich Lewin 10, Bankier Loewy 90, Selma Mannheim 15, Martin Misloslawer 15. Gertrud Monarch 9, Walter Perl 8, Heinrich Rotenberg 15, David Spiro 15, Grete Scheze 3, Marcus Schlesinger 10, Arthur- Schneemann 15, Hilde Schwarz 10, Geschw. Sklarz 21, Simon Wreschna 15, Viktor Wreschna 90, Geschw. Wreszynski 18. Zusammen Mk. l748,25 II. Alzenau: Salomon Hamburger 10. Breslau: Karl Ludnowsky 30. D ahn: Lehr. Nußbaum aus der Schewnaussammln rg 60. Tarmstadt: Dr. M. Marx, Rabb. 130. Düsseldorf: M. Gottlieb durch Dr. E. Liebligfeld 500. Frankfurt a. M.: P. Almon 10, Frl. Oster 10, Frl. MnlinowSky 10. Gesamm. d. Frl. B. Katz, R. Kolinski ,D.' Löbenberg, Herreil B. Blumenthal M. Naumburg, S. Lberndörfer. Tr. L. Katz, Fritz Eisemann, Ernst Lehmann 1500, Tr. med. Siegfr. Oppenheimer 300, von Jugendgruppe Wiesbaden durch Leo Ackermann 300. Frei bürg: N. L. Weilt 10. Fürth: Prof. Tr. A. Feilchenfeld 10. Hamburg: Benjamin Meyer 10, Rosi Mendel 10. H e i d e l b e r g: Frau Clara Wolf 10. H e i l b r o n n: Moses Reis 25. Mannheim: Hugo Herz 54. Mehring: S. Lieser Cahen 10. dl eunkir ch e ll: M. Glatzer 20. S p r e n d l i n g e u: Lehr. Leop. Leop. Kaufmaiin. Samiulung, Herrn. Wolf-Tietzenbach 5, Dali. Katz, Egelsbach 10, Emil Bendheiru, Sprendlingen 5, Bernh. Finkelstein 2, Lehrer L. Kaufmann 6. Schön laute: I.. .s. Cohen 10. Treysa: Jugendgruppe: Hanna Rvseubnsch durch Cilly Katz und Gerda Schwelm 105. W a l s d v r f: Albert Katz 10._ Zusamuien Mk. 2872. - B-rantwortlich- Redaktion: Rabbiner vr. P. K ohn, vr. S. Ehrmann. I. Sünger. - Truck von Rupert Baumbach, Franksurt am Main. 908

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