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Das Echo · 1960-07-15 · [228] (15.7.1960) · p. [Seite 1]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
[228] (15.7.1960)
Date
1960-07-15
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German
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JAHRE DAS ECHO Jahre im Kampf für, Wahrheit und Recht Jahre im Dienst der Jüdischen Bemeinschaft .........min..... illilliliiilillllliiiliilliiiilliiiilillllllüllllllllilllll Mit dieser Ausgabe vollendet die Zeitschrift “D.as Echo’ ’ihr zehntes Lebensjahr . 228 Ausgaben wurden herausgebracht, ein Zeitungswerk von mehr als 2,500 Seiten im Tabloidformat ist erschienen und mehr als 16.500 werbliche und familiaere Anzeigen wurden veroeffentlicht. Diese Zahlen sind an und für sich nichts Besonderes, sie erhalten aber einen besonderen Wert wenn man feststellt, dass “Das Echo” als fremdsprachige Zeitung.in Bolivien erscheint, voellig unabhaengig ist und daher auch keinerlei Subventionen erhaelf. Dieses Blatt hatte waehrend der schlimmen Inflationsjahre in Bolivien schwere Existenzkaempfe zu bestehen, und konnte bis zum heutigen Tage nur dank dem Idealismus seines Herausgebers geführt werden. "Das Echo” hatte anfaenglich schwer um seine Existenz auch deshalb zu kaempfen, da es nie ein “bequemes” Blatt” war; es hat sich stets bemüht, weltpolitische Situationen und jüdische Angelegenheiten nie mit einer rosaroten Brille zu sehen, sondern es hatte den Mut, Dinge stets beim rechten M men zu nennen und im Interesse der Wahrheitsfindung auch auf billigen Beifall zu verzichten. Nach zehn Jahren journalistischer Arbeit dürfen wir mit dem publizistischen Erfolg unseres Werkes zufrieden sein: “Das Echo” besitzt heute eine Streuung in 28 Laendern, es hat Einflusss, es wird zitiert und kommentiert. Die in dieser Ausgabe veroeffentlichten Anerkennungen, die uns aus fast allen Kontinenten zugingen, beweisen den richtigen Weg, den “Das Echo” ging; besonders haben wir uns darüber gefreut, dass wir herzliche Glueckwuensche und bejahende Kritik von Menschen von internationalem Format erhielten, deren Worte und Meinung gewichtig sind. Es ist keine besonders angenehme Aufgabe, wenn wir jetzt unsere Verdienste unseren' Lesern in Erinnerung bringen, aber wir wollen nicht schüchtern sein und kurz darueber schreiben, was wir als besondere Leistung ansehen. In erster Linie hat sich "Das Echo” von Anfang an, dem Kampf gegen den Faschismus-Nazismus verschrieben, wir haben mutig in die brauen Kerben geschlagen, wo wir solche sahen. In gewissen Kreisen nahm man unseren konsequenten Kampf recht übel und viele Nazis in Bolivien sahen in uns ihren Feind Nr. 1. Erst vor einigen Tagen konnten wir den Vorwurf entgegennehmen: “dass “Das Echo” immer und immer wieder gegen die Nazis schreibt”; unsere Antwort war: “Solange es Nazis gibt, solange wird “Das Echo” diese bekaempfen”. Als besonderen Verdienst moechten wir auch anführen, dass es unser Blatt war, welches verhinderte, das Dr. Fritz Kiibler als Erster Sekretaer an der damaligen deutschen Gesandtschaft nach Bolivien berufen wurde. Unser Nachweis ueber die nazistische Vergangenheit von Kiibler wirbelte in La Paz und Bonn sehr viel Staub auf und zwang das Aussenamt in Bonn die Berufung Kühlers riickg.aengig zu machen. Wie überhaupt “Das Echo” sich stets in Bonn einer besonderen Aufmerksamkeit erfreuen darf. Es war auch ein Verdienst des “Echo” welches über einflussreiche Freunde in New York verhinderte, dass das paceñer nazistische Wochenblatt “Eco Bancario” weiter erscheinen konnte. Auch sonst war “Das Echo” stets auf dem Posten, wenn es galt, gegen -lokale nazistische und antisemitische Erscheinungen zu protestieren. Als eine gute und wirksame Leistung ¡moechten wir die persoenliche Arbeit des Echo-Herausgebers bezeichnen, der in Zusammenarbeit mit dem “Servicio de Información y Cultura” in Buenos Aires, an Kirchen, Politiker Studenten, Gewerkschaften Aufklaerungsliteratur ueber Judentum und Nazismus verteilte oder in das Interior versandte. Diese intensive Aufklaerungsarbeit brachte Nutzen, denn wir erhielten manche Briefe aus christlichen Kreisen, die uns spontan fuer unsere aufklaerende Arbeit dankten, und hatten die besondere Freude auch Schreiben zu erhalten, worin die Schreiber erklaerten, dass sie durch die Lektüre des “Echo” sich zu Judenfreunden gewandelt haben, obwohl sie früher Hitler-Anhaenger waren. Allein diese Briefe berechtigen vollauf unsere Existenz. Im Grossen und Ganzen war unsere Arbeit schoen und dankbar. Wir erhielten nicht nur viele persoenliche und schriftliche Anerkennungen von juedischen und christlichen Lesern, sondern wir konnten uns auf viele Freunde stützen, die dem "Echo-Pressefonds auch laufend Zuwendungen machten. Wir dürfen heute ohne Ueberheblichkeit aussprechen, dass “Das Echo” ein wirkliches Prestige in der jüdischen Welt besitzt und daher eine markante prominente Stellung innerhalb des Jischuv Bolivien einnimmt. Niemals hatten wir mit unsern zahlreichen Lesern Schwierigkeiten, die einzigen Unerfreulichkeiten denen wir begegneten, waren die diversen Spannungen mit gewissen Vorstaenden, die es dem “Echo” sehr verübelten, dass es kompromisslos war und Kritik übte. Wenn man es auch vermied zuzugeben, dass Echo-Kritiken nützten, so konnten wir doch feststellen, dass Einiges durch Einfluss unseres Blattes sich zum Besseren aenderte. Wir sind einigermassen darauf stolz, dass wir unserm redaktionellen Programm, welches in unserer Ausgabe Nr. 1 stand ,treu blieben und welches besagte: "Das Echo” dient nicht Personen sondern nur der Sache! Ibisere Sache ist es für das Ansehen und den Erhalt des Judentums einzutreten, den Staat Israel zu popuiarisieren und gegen seine Feinde mit geistigen Waffen zu kaempfen! “Diese zentralen Punkte unseres Redaktionsprogramms haben wir so gut es ging, soweit unsere schwachen Kraefte hierzu ausreichten, erfüllt. Aber all unsere Mühen, all unser Streben waere in Nichts zerfallen, wenn wir nicht die Freundschaft vieler Menschen gemessen würden, die uns immer wieder zum Dienst aufpirlverten, wenn uns die Arbeit müde und zeitweise freudlos machte und uns das Werk sinnlos ercheinen liess. Diesen treuen Freunden unseres Blattes danken wir fuer ihre wundervolle Haltung an diesem Tage; ohne ihre Hilfe und Aufmunterung würden wir wohl kaum das 10-jaehrige Jubilaeum des “Echo” feiern koennen. Dass dieses freundschaftliche Verhaeltniss zwischen Echo-Schriftleitung und Leserschaft erhalten bleiben moege, ist unser aufrichtiger Wunsch bei Beginn unseres XI. Jahrganges EXCMO. PRESIDENTE ELECTO ¡ DE LA REPUBLICA § y máxima Autoridad ejecutiva del Partido U oficial “Movimiento Nacionalista Revolucionario”. y AL CELEBRAR EL DECIMO ANIVERSARIO f DE LA APARICION EN PUBLICO DE LA 0 REVISTA BOLIVIANA EN IDIOMA ALEMAN f DASECHO y FORMULO MIS MEJORES VOTOS PORQUE t CONTINUE GOZANDO DEL PRESTIGIO A Ü QUE SE HA HECHO ACREEDORA POR UNA % DECADA DE TESONERA Y FRUCTUOSA U LABOR. g Qíc/oi- CbPaz ^Dsíenssoro La Paz, Julio de 1960. CZ>CKr>«í<Z><0<Cr><)(<zr><0<r>«^cr>«0<C>00<^>«<C>'vtKr>íO<C>C(KC>í(<^>00<r>0^

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