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Das Echo · 1960-04-25 · 222/223 (25.4.1960) · p. [Seite 7]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
222/223 (25.4.1960)
Date
1960-04-25
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German
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30. Mcrarz 1060. “DAS ECHO” 7. Ben Gurion im Jahrbuch der Regierung: "Wie anders alle Voelker - als alle Voelker' ’ Israel, so führt der Ministerpraesident aus, gehoert, freilich nicht aus eigenem Antrieb, keiner Allianz und keinem Weltblock an. An und für sich sei dies eine anormale Situation, denn “warum soll Israel verboten sein, was Polen, der C. S. R., Belgien, Daenemark der Türkei, und Frankreich erlaubt ist, naemlich Partner in einer Defensiv-Alliance mit befreundeten Staaten zu sein?” Israel würde sich zweifellos mit einer Neutralisierung des gesamten Midie East einverstanden erklaeren, aber das haengt nicht von Israel ab, sondern alle Staaten, von denen es abhaengt, weigern sieb, ein solches Bündnis zu schliessen. Sowjetische Waffen stroemen weiter nach Aegypten und Syrien amerikanische nach Jordanien und Saudi-Arabien, britische nach dem Irak und auch nach Jordanien. “Da offenbar weder die USA noch die Sowjet-Union sich auf die UNO zur Sicherung des Weltfriedens verlassen, kann in einer solchen Situation Israel, klein und isoliert wie es ist, sich auf die Charta verlassen, die auch schon zur Zeit der Invasion der arabischen Heere nach Israel bestand, in der Zeit der Geburt des Staates, als die UNO-Plenaver. sammlung noch nicht einmal den Rückzug der Invasionsarmee aus ihrer Ausgangsposition verlangte?” Ben Gurion erinnert daran, dass er im September 1950 an den Sowjetbotschafter herangetreten war mit der Bitte, Vertreter Aegyptens und Israels zu Friedensverhandlungen an einen Tisch zu bringen und dass er noch nicht einmal einer Antwort gewürdigt wurde! ln der letzten Zeit hat die amerikanische Regierung die Initiative ergriffen, um Friedensverhandlungen zwischen Jerusalem und Kairo anzubahnen, und diesmal ging die Initiative ogar von hoechster Steile in den USA aus, aber sie blieb fruchtlos, denn sie stiess auf die obstinate Opposition des aegyptischen Diktators. In seinen weiteren Ausführungen unterstreicht Ben Gurion, dass die Mehrzahl der Bewohner des Middle Israel ist bereit, zur Neutralisierung des gesamten Middle East beizutragen und wirksame Garantien für die territoriale Integritaet aller Staaten dieser Region zu geben, schreibt Ben Gurion in einem Artikel zur EiMeitung des RegierungisJahrbuches. East keine Araber sind. Türken, Perser und Israelis sind zahlenmaessig staerker als Ägypter, Syrer, Jordanier und Iraker. Israel ist nicht nur ein Middle-East Staat, sondern auch eine Mittlemeer-Nation, und seine Nachbarn sind Türkei, Griechenland, Italien in Europa und Abessinien und der Sudan im Roten Meer-Gebiet. Faktisch ist das israelische Volk weder ein orientalisches noch ein mittelmeerisches, sondern “ein Weltvolk, eng verbunden mit dem jüdischen Volk, das über den ganzen Erdenrund verstreut ist Diese Verbundenheit mit den Juden in der ganzen Welt ist für Israel entscheidend”. Die Zerstreuung der Juden in der Welt bestimmt die Haltung des Staates Israel zu allen Laendern, gleichgültig ob wir mit ihnen Beziehungen haben oder nicht. Keinen Staat auf d-er Erde gibt es, nicht einmal die USA, dessen Bevoelkerung aus so vielen verschiedenen Laendern und Kontinenten stammt wie Israel. Obwohl Israel zu den demokratischen Laendern gehoert, stellt es sich doch nicht feindlich gegen ein Land mit einem anderen Regime, “und es ist moeglich, nicht nur normale, sondern sogar freundschaftliche Beziehungen zwischen Laendern verschiedener Regime zu unterhalten. Ein eklatantes Beispiel dafür sind die Beziehungen zwischen Israel und Polen”. Viele Voelker Afrikas und Asiens, die bisher noch niemals mit Juden in Kontakt gekommen waren, würden nichts von dem erfahren, was hier in diesem kleinen Lande vorgeht, waeren nicht die Errungenschaften der Israel- Arme von den Tagen des Unabhaengigkeitskrieges bis zur Sinai-Campagne. Gerade diese letzte Operation war es, die die ganze Welt gegen uns in Harnisch gebracht zu haben schien, die aber d. Namen Israel in viele Laender nah und fern brachte und die Führer vieler Staaten zur Frage veranlasste, wie es moeglich war, das ein so kleines Volk in der Lage war Feinden Widerstand zu leisten, denen es zahlenmaessig weit unterlegen, ist. Sie fanden die richtige Antwort: “Es ist die Groesse des Geistes, das Pioniertum und die schoepferische Initiative, die dieses Volk insipirieren und seine Soehe, die zu seiner Verteidigung kaempfen. Viele Führer fremder Voelker kamen nach Israeli, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie sich diese Eigenschaften in der Realitaet ausnahmen, und sie waren durchweg voller Bewunderung”. Von Indien und Burma, Japan und Ceylon, aus Cambodja, Ghana und Liberia, aus der Türkei, Cypern und Nigeria kamen Emissaere zum Studium der Methoden unserer Siedlung und unserer Wirtschaft, unseres Erziehungswesens und landwirtschaftlichen Trainings in der Armee, und es hat den Anschein, als ob sich in unseren Tagen die Prophezeiung des Propheten Jesaja erfüllen w'olle: “Wiele Voelker werden aufbrechen und sagen: Kommt, lasst uns ziehen zum Berge des Herrn, zum Hause des Gottes Jaakob, und er wird uns seine Wege lehren, und wir werden in seinen Wegen wandeln”. Ben Gurion geht sodann auf das Waffengeschaeft mit Deutschland ein. Er rechtfertigt es mit der Notwendigkeit, die Israel-Armee zweckentsprechend auszurüsten. Dass dies zu bitteren Auseinandersetzungen in Israel führte, sei nur natürlich, denn die Verbrechen Nazi-Deutschlands finden in der jüdischen Geschichte nicht ihresgleichen und solche Taten koennen weder vergeben noch vergessen werden. “Aber wenn die Vergangenheit nicht wiederhergestellt werden kann, so sollten wir doch Massnahmen er greifen, um in Zukunft eine Wiederholung früherer Katastrophen zu verhindern, und Sicherung der Zukunft ist nur moeglich, wenn wir uns den staendig wechselnden realen Gegebenheiten anpaasen, nicht starrend auf Gestern, sondern mit Verstaendnis für die Zukunft und den ewig wechselnden Strom des Geschehens”. Zwar koennen die sechs Millionen Juden, die von den Nazis umgebracht wurden, nicht wieder zum Leben erweckt werden, aber es ist unsere Pflicht zu verhindern, dass das jüdische Volk in Zukunft nochmals von einer solchen Katastrophe betroffen wird “Das koennen wir nur, wenn wir das jüdische Volk zu einem unabhaengigen Volk machen auf eigener Scholle und faeliig, jedem Feind mit eigener Kraft Widerstand zu leisten”. Ben Gurion beschliesst seinen Artikel mit dem Hinw'eis darauf, dass all unser Werk in diesem Land auf zwei Grundprinzipien basiert: Wir wollen werden wie alle Voelker, und wir wtollen anders sein, als andere Voelker”. Dies ist nur scheinbar ein Widerspruch, denn diese zwei Bestrebungen ergaenzen einander Wir wollen ein freies Volk sein, unabhaengig und gleichberechtigt in der Familie der Voelker, und wir streben danach anders zu sein als andere Voelker, in unserem geistigen Habitus und in der Gestaltung unseres moralischen Niveaus unserer Gesellschaft, die sich gründet auf Freiheit, Zusammenarbeit und Brüderlichkeit mit allen Juden und dem ganzen Menschengeschlecht". Diese Aspirationen beruhen nicht auf der Annahme, dass die Juden ein auserwaehltes Volk sind, sondern auf der Einsicht in die Notwendigkeit unserer Fortexistenz. Denn wir sind nur Wenige und unsere Lage ist anders als die aller anderer Voelker. Die Mehrzahl unseres Volkes lebt verstreut in der Welt, und nur durch hervorragende geistige Leistungen koennen wir die Herzen gewinnen, und die besten der jüdischen Jugend dazu veranlassen, aufzubrechen und sich in Israel niederzulassen. ORGANIZACION MUNDIAL DE VIAJES (§) ANUNCIA A SU DISTINGUIDA CLIEN¬ TELA QUE DESDE LA FECHA REPRE¬ SENTAMOS COMO AGENTES GENERALES EN SOLIVIA A LA FAMOSA COMPAÑIA NAVIERA ZIM ISRAEL NAVIGATION COMPANY LTDA. SHOHAM MARITIME SERVICES LTDA. ¡Estamos siempre a vuestras gratas órdenes! DESEAMOS PAZ Y PROSPERIDAD AL ESTADO DE ISRAEL CON MOTIVO DEL XII ANIVERSARIO DE SU INDEPENDENCIA

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