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Das Echo · 1960-04-25 · 222/223 (25.4.1960) · p. [Seite 5]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
222/223 (25.4.1960)
Date
1960-04-25
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German
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i i DAS ECHO’’ 5. 30. Maerz 1960. Das grosse Staatswunder im 20. Jahrhundert bleibt die 2000—jaehrige Erfüllung des Wunsches des jüdischen Volkes: Gründung des Staates Israel. In den 12 Jahren seiner Existenz hat dieser junge und kleine Staat auf das Wunderbarste seine Kraft und Gnotesse demonstriert; sei es auf militaerischen, geistigen und wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder diplomatischen Gebieten —immer haten das Volk und die Regierung von Israel ein Format bewiesen, welcehs die ehrliche Bewunderung aller gutwilligen Menschen fand. Nicht in Geruhsamkeit, nicht im Gefühl der Sicherheit konnte Israel sich entwickeln, sondern es war in diesen dutzend Jahren stetig im Kampf und in Abwehr, immter in Furcht und Entbehrung. Diese Haerte, dieser Notzustand, aber haben dem Israeli fanatische Heimatsliebe, Tapferkeit Volksverbundenheit, Tüchtigkeit und Streben für die Sicherheit und Vervollkommnung der israelischen Nation gegeben. Unsere Menschen in der Galut, in der Zerstreuung, wurden verweichlicht, eine Saettigung erreichte den Grad, dass Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit ihren Lebenskurs dominierend bestimmten. Nichts ist bei unseren Diaspora-Menschen von der kraftvollen Haerte, von dem mitreissenden Idealismus, von dem unerschütterlichen Zukunftsoptimismus des Israeli zu spüren. Unsere Mtenschen gehen ihren Geschaeiten oder ihren Liebhabereien nach, sie geben auch so nebenbei ihrten Obolus für Israel aber es fehlt ihnen die Freude, die Kampfbereitschaft, der grosse Einsatz für das jüdische Land Israel. Bestuerzend aber ist die zuntehmende Indolenz jüdischer Jugend in der Gola in Fragen, die Israel betreffen. Nur sehr am Rande ihres Lebens, spielt der Judenstaat für sie eine Rolle. Die Aiija (was hebr. “Hinaufziehen” bedeutet) wird Jahr um Jahr kaerglichter, Das satte, bequeme Leben wollen die jiddischen Soehne und Toechter nicht mit dem harten, oft entbehrungsreichen Leben in Eretz tauschen; aber sie vergessen eines rsattes Leben kann nicht die grosse Erfüllung bringen; der Le. benssinn einer gesunden Jugend hat auf Aufbau und Leistung, auf Kameradschaft und Volksverbundenheit ausgerichtet zu sein — und diese At- ■ I i tribute f*r ein sinnovolies Leben, kann ihnen einzig und allein Israel bieten. 1 Der Jaum Haatzmaut ist bei vielen Juden wie der Rosch Haschanah, an beiden Tagen getobt man sich Besi serung, mehr Anteilnahme .am jüdischen Leben, mehr Liebe zu Eretz Israel. Aber Worte welken und i schoene Vorsaetze bleiben unerfüllt, i I Der Jaum Haatzmaut 5720 wird in Frieden gefeiert, in Israel mit gteloestem | Jubel, mit dem grossen und ganzen . Glücksgefühl eines befreiten und freien i Volkes. Aber die verantwortlichen ' Leiter des Staates Israel sind von grossen Sorgen erfüllt, denn der Feind rüstet mehr und mehr, die Provoka- 1 tionen, der Boykott, eine wejtumspanj nende anti-israelische Propaganda | werfen schwere Schatten auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die arabischen Staaten geben Unsummen für alles aus, was dem Staat Israel an Prestige schaden und ihm Kraft nehmen koer.nte, Israel ist reich an wertvollen und arbeitsfreudigen Menschen, doch relativ recht arm, an Mammon, Hier i hat das Weltjudentum steine Treue dem um seine Existenz ringenden Staat Israel zu beweisen, indem es ihm grosszügig Summen schenkt oder kiht, indem jeder Einzelne sich für j die israelische und zionistische Sache j cinseizt, für den Gedanken wirbt, bei christlichen Menschen das israelische und fritedfertige Wotien propagiert. Gi enztiberfaelle, Verbrechen durch Infiltranten gehoeren in Israel zur Tagesordnung, fast taeglich fordert die unruhige Grenze israelische Opfer. . Und wo stehst du, jüdischer Mensch in der Diaspora? Welche Lehren haben wir aus der letzten katastrophalen Juden-Tragoed:i; gezogen? Wir Ueberlebenden, die die antisemitische Hoelle durchschritten, solten doch den jüdischen Weg erkennen, den uns ein glückliches Schicksal gebaut hat — den Weg in das Altneu-Land Israel. Nicht allein Emotionen oder Ressentiments sollen uns auf diesem Wege führen, sondern ein Rationalismus, zu dtem wir gekommen sein sollten, nach all den furchtbaren Erfahrungen in unsem Tagen. Israel ist klein, es kann das jüdische Volk nicht fassen. Aber geistig und seelisch hat Israel unsere Aller Heimat zu sein. Und auch im groesseren Massstabe, sollte Israel, mehr als bisher, unsere Wohnhteimat sein. Israel braucht dich, es braucht Menschen zur dichten Besiedlung, zur Abwehr und zum Aufbau, es braucht dringendst, mehr als andere Votelker, Jugend , die idealbesessen und arbeitsfreudig ist — schickt eure Kinder nach Israel, und stet es auch nur für kurze Zeit, zur Mithandanfegung am grossen jüdischen Werk! Israel braucht nicht nur jüdische Turisten, es braucht ingenäoese, fleissige Menschen, die den jüdischen Heimaisboden fruchtbar machen, Industrien aufbauen, Handel organisieren, Kapital en investieren. Am Jaum Haatzmaut 5720, am 12. Jahrestang der Staatsgrutendung von Israel, sei es allen jüdischen Menschen in ihr Gewissen gebrannt, dass es einfache Pflicht ist, dtem jaden Staat zu helfen! An diesem Jaum Haatzmaut werden wieder sehr schoene Redten gehalten, grossartige Treuebekenntnisse abgeJegt werden. Dieser jaum Haatzmaut aber muss die Kraft haben, die jüdischen Massen in d~r Go!a energisch aufzurüttejn und sie zu plastischen Handlungen für den Staat Israel zu veranlassen. fr.aei und Judentum gtehoeren zusammen, sie sind schicksalshaft verbunden! Israel ist für Jeden Juden da - sein! Diese Ermahnung soll an di; Her- und jeder Jude hat für Israel da zu zen greifen. Dann wird der jaum Haatzmaut 5720 i;in wahrhaft grosser und schoeuer Tag sein. JISCHAK BEN /AM Praesident des Staates Israel. LUDWIG K. STARGARDT. G saludan RENCIA MPLEADOS al Estado de Israel en su XII Aniversario, deseándole Paz, Progreso y Próspero Destino.

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