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Das Echo · 1959-12-18 · 216 (18.12.1959) · p. [Seite 1]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
216 (18.12.1959)
Date
1959-12-18
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German
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REVISTA DEMOCRATICA CULTURAL EN IDIOMA ALEMAN Die unabhaengige Halbmonatsschrft Boliviens in d eutscher Sprache fuer Politik, Kultur und Wirtschaft Direktor und Chefredakteur; Dr. Ludwig K. Stargardt Vertag: Editorial "El Progreso”, Empresa de Propaganda y Publicidad, La Paz Obrajes - Bueros: La Paz, calle Yungas 534 und Cochabamba, Calle Baptista 429. - Postanschriften: Revista ‘El Eco’ .- Casilla 2217 La Paz, oder Casilla 748 Cochabamba. — Druck: Editorial "Kotlasuyo”, Loayza 304. DAS ECHO erscheint am 15. und 30. eines jeden Monats. Anzeigenpreis: 1 komplette Seite Bs. 500.000.—; kleinere Ftaechan entsprechend weniger. — Sprechstunde der Redaktion: Mittwoch 6-7 Uhr nachmitags. Jahrgang X — Nummer 216 — 18. 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Das jüdische Gesetz und Gebot wurde durch die Eroberer geschaendet und verboten; stattdessen wurde der Zeus-Kult befehlen. Juden sind ein bibelgebundenes Volk; ihr Glauben und ihre Gesetze sind ihnen heilig — wer diese profaniert, der fordert das ganze Judentum heraus. So war es auch damals. Eine Schar gesetzestreuer Juden unter der Führung des Pristers Matthias ben Jochanan erhoben sich in Begeisterung zum Schutz juedischer Rechte. Die maechtigen Syrer wurden geschlagen und die jüdische Gesetzesordnung konnte wieder her gestellt werden. Diese Makkabaeer «Kruft hat in allen Zeiten jüdischer Geschichte Wunderbares geleistet; von den siegreichen Aufstaenden im alten Aegypten bis in unsere Zeit der Helden des warschauer Ghettos und des beispiellosen Heroismus des israelischen Volke®. Immer gelang es jüdischem Freihheitswililen, das Dunkel versklavender Nacht zu durchbrechen und an das Licht der Freiheit zu gelangen. Chanukka ist das juedische Lichterfest, welches an grosse Vergangenheit erinnert und Kraft verleiht, für Idos jüedische Leben in dieser Zeit. Auch Weihnacht ist ein Fest strahlenden Lichtes, welches aus Vergangenheit in die Gegenwart leuchtet. Auch Weihnacht, das ] zu Ehren eines grossen Juden; ur-christliche Fest, ist ein Fest | Jesus von Nazareth. Jesus, desa<=^>oa<r=>{KKcr>oCKc^CHc^>oo<i^o<^>o:)<c^'i}<r>ocKC^/^^c<^>oct<z>oi><i^ (j Moaus Zur Jeschuossi ö Nachdichtung von Rabb. Dr. Michael Sachs (1808-1864) 1. U MEIN SCHILD, HORT MEINER MACHT, SCHOEN IST'S, DIR DEN DAi'jK ZU SINGEN. BAU' MEIN HEILIGTUM IN PRACHT, DASS DEN DANK WIR DORT DIR BRINGEN! WENN DEN FEIND, DER TROTZIG BELLT, EINST DEIN ARM ZERSCHMETTERND FA EILT, DANN WIRD HELL IM TUBELKLANG FREUDIG LAUTER LOBGESANG FÜR DIE TEMPELWEIH' DIR KLINGEN. 2. LEIDESFÜLLE EINST MICH TRAENKTE, ¡KUMMER HAT DIE KRAFT GEBROCHEN. SCHWERE FRON MEIN LEBEN KRAENKTE IN DES TROTZ'GEN WOT'RICHS JOCHEN. ABER DEINE HAND VOLL RUHM LOEST DEIN TEURES HEILIGTUM. PHARAO UND SEINE BRUT — WIE EIN STEIN SANK IN DIE FLUT, WEGSPÜLT SIE DAS EITLE POCHEN. 3. IN DEN TEMPEL ER MICH FUEHRT, DOCH AUCH DORT NICHT FAND ICH RAST, WEIL ICH GOETZENWAHN ERKÜRT, MICH DES DRAENGERS RECHTE FASST. GIFT'GEN TRANK HAB ICH GESOGEN, DA INS ELEND ICH GEZOGEN. ERST NACH SIEBZIG JAHREN HAFT LOEST MICH SERUBABELS KRAFT, WENDET VON MIR BABELS LAST. 4. DEM, DER HOCH WIE TANNEN RAGT, WILL AGAG ANS LEBEN DRINGEN DOCH SEIN BOESER SINN VERSAGT UND SICH SELBER FLOCHT ER SCHLINGEN UND GEBEUGT WIRD TROTZ'GER SINN HOCH ERHEBT SICH BENJAMIN, UND DU LOESCHEST AUS DEN FEIND ER MIT SEINEM STAMM VEREINT ALL' AM PFAHLE BUESSEND HINGEN. 5. JAWAN DROTH MIT SEINEN HEEREN IN DER HASMONAEER ZEIT. MEINE TUERME SIE VERHEEREN, LAUTRES OEL WARD DA ENTWEIHT AN DES OELES REST EIN ZEICHEN, ' DA GESCHAH DEN ROSENGLEICHEN, UND ES HABEN KUND'GE WEISE DANN ZUM DANK MIT LIEDERPREISE ACHT DER TAGE DROB GEWEIHT LBü BAECK institute sen Herkunft man von Kcenig David herleitet, predigte jüdische Ethik, Liebe, die nicht Aufloesung sein darf, sondern Erfüllung sein muss. Jesus wirkte als gewaltiger Reformator, der mit seiner LieLe zur Menschheit, Hass verbrennen, der die Menschen, gleich welcher Rasse und Religion, zusammen führen wollte. Jesus wirkte, lebte, litt als Vorbild; sein Untergang war die Tragoedie des Christentums, welches das Christus-Drama durch eine falsche, tendenzioese Auslegung der Kreuzigung, die Heils-Lehre zu einem ewigen Unheil um iaelschte. Chanukka und Weihnacht sind Feste von bezaubernder Pracht und Innigkeit, angefülit von allen guten Gedanken. Diese Feste sollen, müssen Brücken schlagen, müssen Boeses ausmerzen und Raum schaffen für die guten mensehen Beziehungen untereinander» die Christus anstrebe. Diese Weihnachts- und Chanukka-Lichter sollen mehr als nur Symbol für menschliche Einheit sein. Jeder Gottgeschaffene sollte an diesen lichten Tagen denken, dass Hass und Antisemitismus in Tiefen herabzichen, die zum Verderbnis führen muessen — nur Toleranz, Philanthropie führen herauf in Menschheitshoehen, die dem Leben guten Sinn geben. Das Alte Testament, die Grundlage menschlicher Ethik und Zivilisation, muss zu der grossen Brücke werden, auf welcher sich alle Menschen guten Sinnes treffen. Am 25. Dezember 1959, dem 25. Kislew 5720, im Lichter glanz des Weihnachstsbau mes, und der Menora, sollen wir nicht nur unsere Blicke auf die enge Historie des Anlasses richten, sondern wir sollen rechtschaffen versuchen, diese Lichter in hellen Bündeln in alle menschlichen Klassen zu tragen, damit Waerme der Liebe, die Menschen unserer Zeit, glücklicher macht. Aber nicht nur in den Bezirken des Verstaendnisses der Menschen untereinander, sollen (Fortsetzung Seite 9)

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