Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- 215 (2.12.1959)
- Date
- 1959-12-02
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German
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LOS JUDIOS Y EL VATICANO ' . t . 1_KL,«, n/'iiffOM n om_ ROMA (JTA) — El Papa Pío XI trabajaba en tíos alocuciones en 1939, en las que tenía la intención de denunciar las leyes fascistas y raciales contra los judíos, pero falleció antes de poder completar o pronunciar esas palabras, según informó esta noche el Osservatore Romano, órgano oficioso del Vaticano. Dice el diario que los documentos cubriendo los últimos días de Pío XI incluye note habia preparado para X< p' í cursos que debía pronnnc, relación con O 10” aniversario del concordato entre el Vaticano y la nación italiana. Establecen, según Osservatore Romano, que el Papa tenía la intención de condenar la legislación de Mussolini — recién anunciada, como “contraria at concordato”. La legislación fué promulgada le La muerte del Papa, i ¿comentos, según dice; ¡rKénte Osservatore Ro_ | deberían poner fin, de ¡ una vez páj|a siempre, a los ataj ques “denunciando a la iglesia católica como indiferente o ausente ante l,a persecución bárbara, nazi-fascista contra los judíos”. La segunda alocución, tal como la proyectaba Pío XI, de¬ REVISTA DEMOCRATICA CULTURAL EN IDIOMA ALEMAN Die unabhaengige Halbmonatsschrft Boliviens iiufeutscher Sprache fuer Politik, Kultur und Wirtschaft Direktor und Chefredakteur. Dr. Ludwig K. Stargardt Verlag: Editorial “El Progreso”, Empresa de Propaganda y Publicidad, La Paz - Obrajes - Bueros: La Paz, calle Yungas 534 und Cochabamba, Calle ßaptisia 429. - Postanschriften: Revista El Eco .- Casilla 2217 La Paz, oder Casilla 748 Cochabamba. — Druck: Editorial “KoMasuyo’, Loayza 304. DAS ECHO erscheint am 15. and 30. eines jeden Monats. Anzeigenpreis: 1 komplette Seite Bs. 500.000.—; kleinere Flaechen entsprechend weniger. — Sprechstunde der Redaktion: Mittwoch 6-7 Uhr nachmitags. _ bía condenar la prohibición de matrimonios entre “arios” y, “no-arios” como violación dei ¡ concordato, dice el diario. Los: dos discursos habrían constituido una documentación sobre la | acritud del Papa y de la igle-: sia hacia las leyes raciales. El papel desempeñado por el sucesor de Papa XI Pío XII, fué cuestionado recientemente I en des libros, que acusan a ambos papas de no haber hecho todo lo que estaba en su poder para proteger a los judíos de Europa del exterminio. Un artículo en el órgano oficial de la unión de comunidades judías en Italia expresó la convicción de que “El Vaticano” y el Papa” hubieran podido hacer mucho más en favor de los judíos”. Æ A A A A A A.. ¡ < Jahrgang X — Nummer 215 — 2. Dezember 1959. Preis: Bs. 500.- Gritzner - Zauber automatic Die Naehmaschine ohnegleichen Jetzt auch als Koffermaschine lieferbar! 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Auch Eng'ands politische Führer tragen viel dazu bei, die Kriegswolken zu verti leiben, um eine konstante Friedens-Sonne scheinen zu lassen. Chruschtschow ist ein ruhiger Staatsmann geworden, der sich pol - tisch vorsichtig aeussert, alles vermeidet, was ais Provokation angesehen werden koennte. Dagegen ist der sowjetische Ministerjfnaesident eifrig bemüht, weitere freundschaftliche Beziehungen zwischen West und Ost zu schafften. Paris Üegt weniger eindeutig klar, o GauÜe eine eigenwillige Politik treib, die mehr franzoesischnationalis tisch als international zu werter» — t. Der franzoesische Praesident leidet unter dem Komplex, dass Frankreich nicht genügend als Gro&s;- macht anerkannt wird, er ist verbittert über die Schwierigkeiten, die man ihm als “Atommacht” bereitet, und er ist reichlich nervobs über die fatale Situation in Algerien, wo unter die blutigen Ereignisse noch kein friedlicher Schlusspunkt gesetzt werden kennte. In diesem grossen Angriff gegen den Kalten Krieg bleibt die Regierung in Benin eine ungewisse Groüsse. Adenauer .der autoritaere Staatschef, ist von der neuen Linie nicht besonders entzückt, da dtesc gegen seine Planung laeuft. Herr Adenauer spricht auch heute nur noch von der “sogenannten DDR”, von der deutschen “Sowjetzone”, er hat scheinbar immer noch nicht erkannt, dass Deutschland nicht der Nabel der Weltpolitik ist, dass “Deutsche Politik” heute nicht in Bonn, sondern in Washington und Moskau gemacht wird. Seine PhobUe, dem Kommunismus gegenüber, laesst Adenauer zu einem mittelmaessigen Staatsmann herabsimken, der nur qin Wirt in seinem eigenen Hause sein kann, der sich durch Wbltfremdheit isoliert. Es waere an Bonn gewesen, die Zeit auszunutzen, und direkte Verbindung mit Moskau zu suchen; ein Gespraech in dieser Zeit zwischen Chruschtschow und Adenauer im Kreml haette bei richtiger Inscenterung eine EIN SICHERER BAU FUER DIE ZUKUNFT durch Polizenabschluss bei der AMERICAN LIFE DIE VERSICHERUNG FUER SIE! Verlangen Sie Offerte durch die ‘American Life”, La Paz, C. Potosí 1230 Telefon 5712 - 5623 — Casilla 1724 hoffnungsvolle Annaeheru •; ¿friogc : koennen. Aber Adenauer, >Tn seinem teutonischen Stotz, wartet bis Chruschtschow nach Bonn kommen wird; er haelt dies für taktisch richtiger. Bismarck, ein Realpolitiker par exeflence, hatte erkannt, dass eirte wirksame deutsche Politik nur mit der Rückendeckung von Russland zu treiben süi. Diese politische Binsenweisheit ignoriert aber Konrad Adenauer, der, eigenwillig wie Wilhelm II, das ablehnt, was ihm unsympathisch erscheint. Adenauer zieht es vor, am Schürzenbsnd der Dame America zu haengep, als eine vemueffige Politik mit der gewaltigen russischen Macht an seinen Grenzen durchzuführen. Kanzler A denaubr kaempft gegen den Kommunismus, gegen den Kreml, gegen arJes, was nicht “abendlaündisch”. ist. Dieser Kampf erinnert an den mit den Windmühlen, den Don Quichotte führte. Wie dieser komische Kampf, so kann auch der Kampf Adenauers gegen Moskau nicht nur “u(nentschieden”, sondern für Deutschland tragisch enden. Die Russen sind hervorragende Politiker, treffliche Diplomaten, sie wissen genau was sie wo'Jein und sie edreichen auch fast immer das was sie wollen; wenn di'cs nicht auf geraden Wegen moegtich ist, so eben auf krummen Wegen. In jedem Fall hat Bonn im Kampf gegen Moskau eine schwache Position, die auch nicht wesentlich gestaerkt (1 schic Beweise nachbarlicher Freundschaft und Zuverlaessigkeit bietet. Westdeutschland muss einia selbstslaendige Politik treiben Freundschaft mit dem Wüsten, mit Frankreich, England und den USA ist gut, aber politisch entscheidend für die Zukunft Deutschlands, kann nur die Co-Existenz mit d«fn Ostlaendem sein. Solange Bonn reserviert und kalt dem Krem! gegenübersteht, ist die Schlacht um dün Frieden nicht gewonnen. Der Kreml ist sicher Deutschland gegenüber sproede, aber er ist politisch khig genug, um Entschlüsse zu fassen, die der allgemeinen Entwicklung nuetzen, dbn Frieden gewaehr- 1 eisten und eine Aufrüstung sinn'.os machen. Die Kunst, Moskau für sich zu gewinnen, ¡Ist der Ton, mit dem man den Kreml anzusprechen versteht. Hier hat sich die politische Reife von Bonn zu erweisen. Die USA, England und wahrscheinlich auch Frankreich werden mit Lür USSR ein friedensicherndes Abkommen treffetn, wenn nicht heute, so in Kürze. Auf dem Wege zur Friedens-Konsolidation ist heute noch die Barriere Deutschland (Berlin); diese Barrie-;e muss Jetzt gemeinsam von Bonn und Moskau abgetragen werden. LUDWIG K. STARGARDT. LEO üAi-LLi. INSTITUTE 1GV YORK werden kann, durch Uncle Sam i|m Hintergrund. Moskau wird vielleicht in dür Deutschlandfrage zwei' Schritte zurück gelten und bei gegebener Zeit fünf Schritte vorstcsi-en. Dil; Russen werden kaum die Unfreundlichkeiten vergessen, die sie heute aus Bonn erfahren, und daran sollte Adenauer denken, um nicht sp.aeter vor der moskoviter Rechnung zu erschrecken. Westdeutschland ist umgeben von kommunistisch beherrschten Staaten; m:t diesen Staaten in einen freundschaftlichen Konnex zu kommen, ist das Gebot primitiver Staatsklugheit. Es genügt nicht, dass Bonn vor Warschau oder Prag eine angedeutete Verbeugung macht, es hat entl- -Sp*echend zu handeln, indem es prak- I//1/40