Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 194 (30.12.1958)
- Date
- 1958-12-30
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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VE CON OPTIMISMO EL PORVENIR DE LA JUDERIA LATINOAMERICANA Nueva York (OJ1).—El el curso de un almuerzo, ofreocido en la Casa Stephen Wise, por el Congreso Judío Mundial al Embajador Arieh L. Kubovy, quien se encuentra aquí de paso para Israel, el diplomático israelí expresó optimismo acerca ■del porvenir de las comunidades israelitas de la Argentina y otras tierras sudamericanas. El Dr. Kubovy, ex Secretario General del Congreso, fue Embajador del Estado Judío en la Argentina, Chile y Paraguay. El Dr. Kubovy declaró que la severa “crisis de crecimiento’’ por Ja que actualmente atraviesan los países sudamericanos carece de un aspecto judío, y que por lo tanto, no hay que temer que aporten peligros especiales para los judíos. Los incidentes antisemitas que se producen aeisladamente no deben ser exagerados, si bien es menester contrarrestarlos. En lo general, el diplomático israelí dijo haber encontrado sentimientos de viva amistad para con los judíos e Israel en la América del Sur. Varias personalidades preeminentes en la Argentina aún no se habían pronunciado públicamente culpables por no haber podido ayudar al pueblo judío durante as perse- I endones de Hitler | A juicio del Dr. Kubovy, la; inestabilidad reinante en Sudai mérica se debe a una triple re- 1 volución, de orden político, social y económico, que se está produciendo en muchas naciones que hasta ahora vivían con una economía unilateral. La Argentina, por ejemplo, se mantenía casi exclusivamente de su ganado, y el Brasil, de su café; pero actualmente, en todas partes se nota la tendencia de ampliar la economía nacional y superarse en todos los campos de acción hasta conquistar una verdadera independencia. El Embajador dijo que confiaba en que las actuales inquietudes desaparecerían si los Estados Unidos asisten .adecuada y generosamente a las democracias sudamericanas, y que el resultado sería un porvenir más feliz para toda la región, e incluso para sus comunidades hebreas,. Advirtió, empero, que si la asistencia norteamericana es parca o tardía, algunas zonas podrían verse sacudidas por la violencia y la ira popular, a la par de una expansión de la influencia comunista. 1T DAS ECHO _REVISTA DEMOCRATICA CULTURAL EN IDIOMA ALEMAN_ Die unabhaengige Halbmonatsschrft Boliviens in deutscher Sprache fuer Politik, Kultur und Wirtschaft Direktor und Chefredakteur: Dr. Ludwig K. Stargardt Verlag: Editorial “El Progreso”, Empresa de Propaganda y Publicidad, La Paz - Obrajes - Bueros: La Paz, Calle Yungas 36 und Cochabamba, CalleBaptista 429. - Postanschriften: Revista “EI Eco” - Casilla 2217 La Paz, oder Casilla 748 Cochabamba. — Druck: Editorial “Kollasuyo”, Loayza 304. DAS ECHO erscheint am 15. und 30. eines jeden Monats. Anzeigenpreis: 1 komplette Seite Bs. 500.000.—; kleinere Fla echen entsprechend weniger. — Sprechstunde der Redaktion: Mittwoch 6-7 Uhr nachmitags. Jahrgang IX Nummer 194. 30. Dezember 1958. Preis: Bs 50.000.— empfiehlt sich fuer die Durchfuehrung von Reisen im Flugzeug, mit Schiff oder Bahn Beraten Sie sich mit uns - Sie werden durch TurBol gut bedient! Man spricht deutsch, englisch, franzoesisch und italienisch! SUCRE PALACE HOTEL Telef. 7651 - 4873 — Casilla 1129 Nervenkrieg um Berlin I Wler in den letzten Monaten achtsam die West- und Ost-Presse las, wer die Radiosendungen aus Bonn und Moskau kritisch hoerte, wusste, dass sich Wolken zusammenzogen, die einen schrecklichen politischen Guss erzeugen mussten. Die heutige Krise um Berlin kam nicht von ungefaehr. Die Versteifung der westlichen Haltung gegen den Kreml, die Erstarkung der Blockbildungen (von denen es heute 8 nordamerikanische und 7 europaeische gibt, die sich als Sicherhteitspakte oder militaerabkommen bezeichnen, und), die eindeutig antifsowjetisch sind), eine oft provozierende Westpolitik gegenueber den kommunistischen Laendtern, riss an den Nerven der Kreml- Machthaber, die nun Schrecken mit dem Berlin- Schreck beantworteten. Sowjetische Vorschlaege, sei es Abruestung, Truppenreduzierung Nichtangriffspakte oder Atomkontrolle, wurden von den fuehrenden Westdemokratien nie ernst gewertet; man machte ab und zu eine wohlwollende diplomatische Gestle, aber man dachte nie im Emst daran, den Russen irgendwelche Konsessionen zu machen. ... Diese westliche Unfreundlichkeiten mussten naturgemaess oestliche Unfreundlichkeiten erzeugen. Die Russen fuehlten sich gedemuetigt als Weltmacht (die sie ja nun einmal tat- ■ saechlich sind) und insefenierten Revanchen, vor denen Auswirkungen sich nun die westliche Welt fuerchtet. Wir glauben aber, dass man es gegenseitig durchaus nicht so ernst meint, wie dramatische Worte es ben! weisen wollen. Wir sind es gewoehnt, grosse Worte zu hoeren, die ploetz- 1 lieh verstummen, und die das Weltj gefuege durchaus nicht aus seinem | Gleichgewicht brachten. Diesen “Kampf | um Berlin” halten wir fuer einen gut gemachten diptomatisetehn Bluff, der j relativ harmlos ist, aber tendenzioes I schwer dramatisiert wird. | Berlin ist wohl eine Messe wert - | aber sicher nicht einen Krieg! Die schj neldigen Offiziere der neuen Bundesj Wehrmacht, die Staatsmaenner von! Bonn, und die hintergruendigten Maech. j te in Washington, Paris und London, j wissen sehr wohl, dass der heutige Beri lin Konflikt kein Anlass dazu sein kann, | einen Krieg zu 'entfesseln. Aber auch! Moskau denkt bestimmt nicht im Emst | daran, nach Abblauf seines Ultimatums j (1. Juni 1959) mit Gewalt das zu er- | reichen, was es breitflaechig propagiert, i Viel wahrscheinlicher ist es, dass j beide Parteien sich wieder einmal abj tasten, um schwache Stellen zu erken- | neu, um diesle dann politisch auszu-; nutzen. 11 j Gerade die letzten Monate haben j es praegnant bewiesen, dass dite | UdSSR keinen Krieg wuenschen; hervorragende West-Politiker dite Moskau I besuchten und mit Kmschtschew eiiu- 1 gehende politische Gespraeche futehrj ten haben ueberelnstimmend erklaert, | dass von Moskau Wir keine Kriegs- I gefahr drohe. Anderseits aber duerfte | sicher stein, dass die Kreml-Politik daran interessiert ist, den “Kalten Krileg” j weiter zu fuehren, um hierbei die stra- I tegischen und politischen Punkte zu ' sichern, die den Herren vom Kreml wichtig erscheinen. Dieser Kalte Wind bktest hart von beiden Seiten, und wird zusehnds stuermischer durch oft unnoetige Provokationen, so z.B., wenn der deutsche Bundeskanzler zu seinem Bterlin-Besuch demonstrativ ein Sonderflugzeug der nordamerikanischen Luftwaffe benutzt. Dne grosse politische Tragik in unseren Tagen besteht darin, dass wir kteinePolitiker haben, die die Faehigkeit besitzen, das richtige Wort zur richtigen Zeit zu sprechen. Unsere West- Politiker geben sich nicht die geringste Muehe, sich in die Mentalitaeten der oestlichen Gegärter hineinzudenken; ebensowenig zeigen sich die Kommunisten aufgeschlossen, fuer ein Erkennen der guten Seiten innerhalb der demokratischen Welt. So verrennen sich beide Fronten in Ideologien, schueren Hass und verbauen damit den Wieg fuer jede konstruktive Politik. Die gegenwaertige Propaganda - Atomsphaere wlfrkt erstickend, und nichts duerfte heute notwendiger stein, als klare, saulbere Luft in die Amtsraume der diversen Regierungen zu blasen. III Wir bemuehen uns, Politik in kosmopolitischer Sicht zu fuehren, nuechtem, nicht pro und nicht contra, sondern nur von dem einen Wunsch geleitet, dass der Welt der Frieden bewahrt bleibt. Von diesem Aspekt her betrachtet ,ist die europäische Situation derart verfahren, dass es zu Katastrophen kommen kann, auch wenn keiner unserer verantwortlichen Staatsmaenner eirüa'solche wuenscht. Einsenhower, de Gaulle, Adenauer und MacMillan haben ein wuestes Kriegsgeschnei gegen KruschtsChews | Drohung “Liquidierung des Besatzungs | - Statutes” ausgestossen, dessen Aufwand nicht den Anlass rechtfertigt. | Die russische Drohung koennte man 1 so verstehen .dass diese teln Aufbaeuj men gegen den feindseligten Westdruck ist; eine Expression, die man mehr als Emotion verletzter sowjetischfer Gefuehle, als rational-aggressiv werten sollte. Die Leute im Kreml waren verwundert ueber die Resonanz, die die > Worte von Kruschtschew ausloestten, | denn von Gewalt war nicht die Rede nicht von einer Panzerueberflutung Westberlins, sendtem vielmehr von einemAbzug aller vier Besatzungsmaechte aus Berin, um alsdann ueber eine neute Ordnung im berliner Raum zu verhandeln. Das Wesentliche der sowjetischen Politik duerfte sein, dass ■ die Wlestmaechte endlich direkt mit der | “Deutschen Demokratischen Republik” (DDR) verhandeln sollen, um dieser i so die internationale Anerkennung zu 1 schaffen. Diese Politik ist eine hoch-! politische sowjetische List, denn | wuerde dite Anerkennung der DDR er- | folgen, dann w.aere es fuer Moskau ein \ Leichtes, die Westmaechte zu zwingen, | auch uteber andere delikate Themen zu | konferrlteren, die man heute uebergeht. : Dass Washington und Bonn nicht auf dem moskowiter Leim gehen ist zu j verstehen, nicht aber das Pathos und : die Dramatik, mit der diese Angelegenj heit behandelt wurde.! (Fortsetzung Seite 7) VOR REISE informieren Sie sich in der Agencia COPACABANA! Hot»! Copaoaibanâ.