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Das Echo · 1958-09-10 · 186-188 (10.9.1958) · p. [Seite 15]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
186-188 (10.9.1958)
Date
1958-09-10
Page
[Seite 15] (sequence 15)
Language
German
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“DAS ECHO“ Página Quince 10. September 1958. Geschichten aus dem israelischen Lehen EIN ABENTEURER - LEBEN: SCHICKSAL EINES KINDES In einer kalten, mondhellen Novembernacht des Jahres 1956 naeherte sich eine israelische Patrouille in der Wüste Sinai einem Hügel. Der Sinai-Feldzug war seit fünf Tagen im. Gange. Die Patrouille bewegte sich mitten in Feindesland. Die Israelis hosrten arabische Stimmen, sahen schemenhafte Gestalten. Sie riefen eine Warnung und schcissen. Ais sie den Hügel erstiegen, fanden sie die Leichen von sieben aegyptischen Soldaten und die einer jungen Frau, die im Tode noch ein Baby an die Brust driikte. Es war verletzt. Dr. Albert Behcrr, ein Arzt am Hadassah-Hospital in Jerusalem, der als Reservist zur Armee gerufen worden war, operierte das Kind sofort. Als der Feldzug vorüber war, kehrte der Arzt zu seiner Familie zurück - mit einem Beduinenbaby im Arm. "Wieheisst es denn?" fragte seine Frau. Behar wusste es nicht. Und weil er nur wusste, dass das Kind aus dem, Sinai- Feldzug stammte, nannte er es Sinaya. Im Februar, als Sinaya etwa zfwei Jahre alt war, baten die Behars um Erlaubns, das Kriegskind gesetzlich adoptieren zu dürfen. Der israelische Araber Adnan Hafis el Naschef, ein einflussreicher Mann, legte Protest ein: Das Kind stamme mit grosser Wahrscheinlichkeit von mohammedanischen Eltern ab und müsse gemaess den israelischen Gesetzen im Glauben seiner Mutter erzogen werden . Die Behörden gaben dem Einspruch statt, und Sinaya wurde bis zu einer endgültigen Entscheidung in ein Waisenhaus gebracht. Als Dritter meldete sich jetzt Faris Hamdan, ein wohlhabender Araber und als Mitglied der Mapai-Pccrtei Ben Gurions Mitglied des Parlaments. Hamdan argumentierte, er habe zwei Frauen xmd keine Kinder, Hafis el Naschef dagegen nur eine Frau und vier Kinder. Der Richter entschied, dass von allen Anwaertem Faris Hamdan am besten für Sinaya sorgen kcenne und ernannte den Pariamen tendier zum Vormund. Er verband mit seiner Entscheidung drei Bedingungen: Hamdan müsste das 'Kind herausgeben, wenn sein richtiger Vater auftaucht. Hamdan Imuss den SozialbehoeTden Einblick in das Leben des Kindes gewaehren. Halm- dan muss ihm einen neuen Namen geben, um einen ganz neuen Anfang zu verbürgen. Einem früheren SS.-Offizier) der sich als Jude ausgab, gelang es, nach Israel einzuwandern, dort bei der Armee den Rang eines Reserveartillerie - Offiziers zu erhalten unid schlussendlich zugunsten Aegyptens Spionage zu treiben. Er wurde in Israel verhaftet, nachdem er nach Kairo Nachrichten über die israelische Armee übermittelt hatte, und zu sieben Jahren Gefaengnis verurteilt. Die Polizei identifizierte den Spion als Ulrich Schanft, 35 Jahre ajlt. ' Nach dem, was er vor dem Militaergericht aussagte, wurde Schanft 1932 in Koenigsberg ger boren. Nach dem Tode seiner Eltern nahm ihn eine deutsche Familie auf. Er wurde in das Naziheer eingezogen. Waehrend des Krieges kaempfte er auch an der russischen und italienischen Front. Aus amerikanischer Kriegsgefangeschait befreit, fand er heraus, dass jüdische Organisationen für Flüchtlinge sorgen, die durch die illegale Einwanderung nach Palaestina gelangen wollten. Schanft erklaerte ,er stamme aus einer Mischehe und sei der Sohn eines Juden: Julius Süss. Mit dem Flüchtlingsschiff "Haganah" konnte er nach Pdlaestina reisen und wurde in Zypern interniert. Er aenderte seinen Namen auf Gabriel Siissmann. Im Februar 1947 erreichte er den israelischen Hafen. Er befasste sich in der Folge damit, die hebraeische Sprache zu lernen, und wurde im August 1959 in die Armee eingegliedert. “INCATUR” Vermittelt Ihnen gutes Reisen durch Flugzeug - Schiff oder Eisenbahn! Sorgfaeltige Erledigung, von Frachten und Reisegepcceck und in allen Teilen der Welt! Wenn reisen - dann durch “INCATUR“ La Paz, Oruro, Cochabamba, Potosí, Sucre, Sta. Cruz Yacuiba, Tupiza y Tarija. Hamdan war einverstanden und nahm Sinaya mit. in seine Heimat Kak'a el Garbiya, das "westliche Tal", an der israelischjordanischen Grenze. Die Odyssee SPION IN ISRAEL Hier absolvierte er einen Kursj für Instruktoren. Nachdem er erklaert hatte, er wolle in eine Siedlung gehen, wurde er vorlaeufig vom Militär befreit und Mitglied eines Moschafts (Mittelding zwischen einem Kibbutz und einem normalen Dorf, in dem der Bedarf gemeinsam eingedeckt und die Ertraegnisse gemeinsam verkauft werden), in der Naehe des südlichen Staedtehens Ashkelon. Er arbeitete dann weiter beim Militaer als Zivilinstruktor, beendete den Offizierskurs und stieg in den Rang des zweiten Leutnants. Er absolvierte auch verschiedene Kurse in der Artillerieeinheit. Im Jahre 1952 wollte er in das Berufsheer eintreten. Da man jedoch über seine Vegangenheit nicht klar informiert war und vermutete, dass er seine wahre Identitaet verberge, nahm man ihn nicht auf. Man soll cruch ein Bild bei ihm entdeckt haben, auf dem er in SS-Uniform zu sehen ist. Nach einem Liebesabenteuer in Ashkelon beschloss Schanft im Februar 1954, nach Deutschland zurückzukehren. Er war im Besitze 1 eines israelischen Passes, und zu jenem Zeitpunkt erlaubte derselbe eine Einreise nach Deutschland nicht. In Marseille blieb Schanft ohne Geld stecken. In seiner Not wandte er sich ,an die aegyptische Gesandtschaft in Marseille, stellte sich als ehemaliger SS-offizier und gegenwaertiger israelischer Offizier vor und anerbot sich, alles, was er über die israelische Armee wisse, auszusagen, falls man ihm die Einreise nach Deutschland ermoegliche. Es versteht sich, dass die Aegypter an der Sache sehr interessiert waren. Sie gaben ihm vorerst einen aegyptischen Pass und sandten ihn nach Kairo, wo er waehrend eines vollen Monats Informationen über die israelische Armee erteilte, über Ausrüstung, Mannschaft, Manoeverprogramme und speziell über die Artillerie. Auf Grund seiner guten Arbeitsleistung weigerten sich nachher die Aegypter, ihr Versprechen einzuhalten und ihn nach Deutschland fahren zu lassen. Sie wollten, dass er sich wieder nach Israel begebe, um ihnen mehr Nachrichten zu überbringen. Für kurze Zeit Hessen sie ihn aber doch noch nach Deutschland fahren ,erteilten ihm aber nach etwa vier Wochen den Auftrag, mit gekreischten Papieren als Tourist nach Israel zu reisen. Er schiffte sich ein, im Besitze eines kleinen Revolvers, der in seinem Füllfederhalter eingebaut war. Doch an Bord in Israel erwartete ihn die Polizei. Dei israelische Gegenspionage hatte gearbeitet. Er wurde verhaftet und zu sieben Jahren Gefaengnis verurteilt. Marianne Wegner, *•***•*★■*•■*•★**-*•*■*•********★★★* * + )4- Jft * Die modernste Apotheke * i * * von La Paz + * + £mit der groessten Auswahl^ i * J von Spezialitaeten * * -k * 5 I FARMACIA i SANTA CRUZ i I X Av. Camacho, Edif. Krsul * : ï Î des kleinen schwarzaeugigen Baduinenmaedchens scheint zu Ende zu sein - solange cm der Grenze zwischen Israel und Jordanien Friede herrscht. I I 1 Rxprinter Ltda. I! i I i I I i 1 mm i COCHABAMBA §! pj Casila 1856, Teléfono 2379 1 §* Plaza 14 de Septiembre |j I I I V j Mund Wechselstube! REISEBUERO REISE - SCHECKS UND AUSLANDS - GIROS

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